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D. Johann Fausten - eine zwiespältige Gestalt

Title: D. Johann Fausten - eine zwiespältige Gestalt

Term Paper , 2010 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Mina Elgun (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies
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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung________________________________________1

2. Dr. Johann Fausten_________________________________2

3. Die Vorrede_______________________________________2

4. Der Teufelspakt____________________________________3

5. Faust und Mephistopheles___________________________5

6. Fausts Forschungsreisen_____________________________9

7. Der Faust des Schwankteils__________________________10

8. Fausts Tod_______________________________________11

9. Fazit – Faust als zwiespältige Figur____________________13

10. Literaturverzeichnis________________________________15

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Dr. Johann Fausten

3. Die Vorrede

4. Der Teufelspakt

5. Faust und Mephistopheles

6. Fausts Forschungsreisen

7. Der Faust des Schwankteils

8. Fausts Tod

9. Fazit – Faust als zwiespältige Figur

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung der Faustfigur in der „Historia von D. Johann Fausten“ von 1587, wobei der Fokus auf den Widersprüchen und Ambivalenzen im Leben, Wesen und Handeln des Protagonisten liegt, insbesondere unter Berücksichtigung protestantischer Bewertungskriterien und der Rolle von Mephistopheles.

  • Analyse der Faustkonzeption im Kontext der Historia
  • Untersuchung des Teufelspaktes und seiner Motivation
  • Psychologische und strategische Rolle des Mephistopheles
  • Bedeutung von Fausts Forschungsreisen und Schwankerlebnissen
  • Deutung der Verdammnis und des Todes Fausts

Auszug aus dem Buch

4. Der Teufelspakt

Der Erzähler stellt Faust zu Beginn der Historia in keinen größeren biografischen Kontext. Für ihn ist vielmehr von grundlegender Bedeutung, dass auf dessen formale Abwendung vom Christentum, manifestiert durch den Abbruch des Theologiestudiums (vgl. S. 14f.), in logischer Konsequenz auch der innere Abfall von Gott erfolgt. Dieses Faktum wird für den weiteren Verlauf der Historia von außerordentlicher Bedeutung sein, da bei solch intensiver Kenntnis christlicher Dogmen, wie sie bei Faust vorliegt, ein Zuwiderhandeln in noch schärferer Form verurteilt werden muss7. Der Erzähler verdeutlicht diesen Sachverhalt bereits im ersten Kapitel recht prägnant und wiederholt nochmals seine in der Vorrede vorgenommene Verurteilung des Protagonisten, denn „Wer den Willen deß HERRN weiß / vnd thut jn nicht / der wirdt zwyfach geschlagen“ (S. 15).

Außerdem erfolgt der Ausbruch des Protagonisten aus der christlich geprägten Gesellschaft, wie Roloff in seinem Aufsatz festhält, ohne zwingenden Grund, wie er zum Beispiel durch „materielle“8 Engpässe gegeben wäre. So ist Faust also auch von dieser Seite her zunächst einmal nicht zu entschuldigen. Übergeordnete Erklärungsansätze für sein konkretes Handeln werden vielmehr in seiner „Spekulation auf die Vernunft“9 gesucht. Dieser Drang zu „speculieren“ (S. 22) kennzeichnet den Protagonisten im ersten Teil der Historia zunächst einmal recht eindeutig als „Weltmensch“ (S. 15), der sich zudem als „D. Medicinae“, „Astrologus vnnd Mathematicus“ (S. 15) betätigen möchte. Der Erzähler fasst diese Tendenzen in der recht prägnanten Formel zusammen, dass Faust den Drang verspüre „das zulieben / das nicht zu lieben war“ (S. 15).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, skizziert die historische Bedeutung der Historia von 1587 und legt die Forschungsziele sowie die methodische Herangehensweise der Arbeit dar.

2. Dr. Johann Fausten: Dieses Kapitel liefert eine biografische Einführung zur historischen Figur des Dr. Faust, von seiner Herkunft über sein Studium bis hin zu seinem Entschluss, sich der Zauberei zuzuwenden.

3. Die Vorrede: Hier wird die Vorrede des Druckers Johann Spies analysiert, welche Faust im Kontext reformatorischer Werte als negatives Exempel etabliert und vor den Gefahren der Magie warnt.

4. Der Teufelspakt: Dieses Kapitel untersucht die formalen und inhaltlichen Aspekte des Teufelspaktes, Fausts bewussten Abfall von Gott und die Rolle Mephistopheles' als Gegenspieler.

5. Faust und Mephistopheles: Hier steht die komplexe, durch Manipulation und Abhängigkeit geprägte Beziehung zwischen Faust und Mephistopheles im Mittelpunkt, wobei Fausts melancholische Disposition genutzt wird.

6. Fausts Forschungsreisen: Dieses Kapitel betrachtet Fausts Reisen und Studien als Resultat des Paktverhältnisses, wobei deutlich wird, dass diese Erkenntnisse lediglich auf teuflischem Blendwerk beruhen.

7. Der Faust des Schwankteils: Hier werden die Schwankerzählungen analysiert, die Fausts Leben während der Paktzeit dominieren und seine moralische Verwerflichkeit verdeutlichen, wenngleich oft in grotesker Form.

8. Fausts Tod: Dieses Kapitel widmet sich dem Schlussteil der Historia, der Fausts Reueversuche, seine Seelenqualen und schließlich seinen untergang als Konsequenz seines Handelns detailliert beschreibt.

9. Fazit – Faust als zwiespältige Figur: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und charakterisiert Faust als ambivalente Figur, deren Schicksal untrennbar mit seinem sündhaften Wesen und der Manipulation durch Mephistopheles verbunden ist.

Schlüsselwörter

Historia von D. Johann Fausten, Faustbuch, Mephistopheles, Teufelspakt, Reformation, Melancholie, Sündhaftigkeit, Ambivalenz, Curiositas, Verdammnis, Moral, Protestantismus, Zauberei, Literaturanalyse, Weltmensch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Faustgestalt in der „Historia von D. Johann Fausten“ von 1587 und untersucht, wie der Protagonist in verschiedenen Lebensphasen dargestellt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die protestantisch geprägte Moralkonzeption, das Verhältnis von Faust zu Mephistopheles, die Rolle der Melancholie sowie die Problematik des Wissensdurstes.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Widersprüche und Ambivalenzen im Wesen und Handeln des Faust in der Historia aufzuzeigen und zu verstehen, wie er trotz der negativen Zeichnung als Exempel nachvollziehbar wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit argumentiert textnah und stützt sich dabei auf eine detaillierte Analyse der Historia sowie auf herangezogene literaturwissenschaftliche Sekundärliteratur zur Faust-Konzeption.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil analysiert schrittweise die verschiedenen Stadien: vom Pakt über die Forschungsreisen und Schwankerlebnisse bis hin zum Tod Fausts und der Rolle des Mephistopheles.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Faustbuch, Teufelspakt, Mephistopheles, Ambivalenz, Melancholie und protestantische Ethik charakterisiert.

Welche Bedeutung misst der Autor dem Teufelspakt bei?

Der Teufelspakt wird als zentraler Wendepunkt gewertet, der Fausts bewusste Abwendung von christlichen Normen manifestiert und seinen weiteren Lebensweg determiniert.

Wie wird Fausts Verhältnis zu Mephistopheles in der Arbeit bewertet?

Mephistopheles wird als aktiver Taktiker verstanden, der Fausts melancholische Grunddisposition geschickt ausnutzt, um ihn in seiner Verdammnis zu halten und von der göttlichen Gnade abzubringen.

Wie interpretiert die Arbeit den Tod des Faust?

Der Tod wird als konsequente Folge seines sündhaften Lebens gesehen, wobei die detaillierte Schilderung der letzten Stunden die didaktische Absicht des Erzählers unterstreicht.

Wird Faust in der Arbeit als rein negative Figur betrachtet?

Nein, die Arbeit betont die Ambivalenz der Figur; Faust wird zwar als negatives Exempel eingeführt, jedoch als komplexe Persönlichkeit mit inneren Konflikten differenziert betrachtet.

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Details

Title
D. Johann Fausten - eine zwiespältige Gestalt
College
Free University of Berlin
Grade
1,0
Author
Mina Elgun (Author)
Publication Year
2010
Pages
16
Catalog Number
V198885
ISBN (eBook)
9783656253396
ISBN (Book)
9783656253778
Language
German
Tags
johann fausten gestalt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mina Elgun (Author), 2010, D. Johann Fausten - eine zwiespältige Gestalt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198885
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