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Das chinesische Wirtschaftswunder: Der chinesische Arbeitsmarkt

Titel: Das chinesische Wirtschaftswunder: Der chinesische Arbeitsmarkt

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 26 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Malihe Zavareh (Autor:in)

VWL - Fallstudien, Länderstudien
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Zusammenfassung Leseprobe Details

1.Einleitung
Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wird der chinesische Arbeitsmarkt näher betrachtet. Dieser hat vor allem im Laufe der betrachteten Zeit einen enormen Wandel durchlebt. Die neoliberalen Reformen, die in der westlichen Welt seit den achtziger Jahren verstärkt begonnen haben, und auch die marktwirtschaftlichen Reformen in den ehemals kommunistisch geprägten Ländern erreichten China ebenfalls und ließen auch den chinesischen Arbeitsmarkt nicht unberührt. Die Globalisierung, die Finanzkrisen und das starke Bevölkerungswachstum Chinas sind weitere Faktoren, die im Hinblick auf den chinesischen Arbeitsmarkt von großer Bedeutung sind.
Zunächst werden die Wirtschaftsdaten der Volksrepublik China in Zahlen und Fakten dargestellt, um einen Einblick in die aktuelle Situation zu gewähren. China kommt in der Weltwirtschaft eine sehr bedeutende Rolle zu, speziell der Arbeitsmarkt ist sehr facettenreich und war in den vergangenen Jahrzehnten vielen Veränderungen ausgesetzt. Aus diesem Grund wird es wichtig sein, auf die historischen Grundlagen des chinesischen Arbeitsmarktsystems, vor und nach den Reformen 1978 einzugehen. Um das Gesamtbild des Arbeitsmarktes zu vervollständigen wird anschließend kurz die aktuelle Situation angerissen.
Der Fokus dieser Arbeit soll dabei auf die Rolle der chinesischen Arbeitskräfte im Globalisierungsprozess und der damit zusammenhängenden Existenz der Sonderwirtschaftszonen liegen. Thematisiert werden soll in der vorliegenden Schrift dabei vor allem die Art und Weise wie die Arbeitskapazitäten des bevölkerungsreichsten Landes der Welt, vor allem im Hinblick auf die Globalisierungsentwicklungen und die Wirtschafts- und Finanzkrisen genutzt oder wenn man es treffender formulieren möchte ausgenutzt werden. Vor diesem Hintergrund wird dargestellt welche Schwierigkeiten in Bezug auf Gewerkschaften in China existieren und die Rolle der multinationalen Konzerne als so genannte „Global Player“ genauer betrachtet. Als Folge daraus soll auf die Maßnahmen der chinesischen Regierung eingegangen werden, ob und inwieweit sie welche ergreift, um einem gesunden Arbeitsmarktsystem gerecht zu werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. China: Topographie, Demographie und Wirtschaftsdaten

3. Arbeitssystem im chinesischen Arbeitsmarkt

3.1. Arbeitsplan statt Arbeitsmarkt nach der Revolution 1949.

3.2. Reformen des chinesischen Arbeitssystems nach 1978

3.3. Aktuelle Entwicklungen des chinesischen Arbeitsmarktes

4. Chinas Arbeitsmarkt im Globalisierungsprozess

4.1. Der WTO-Beitritt Chinas

4.2. Wie hoch ist der Preis für Chinas marktwirtschaftliche Öffnung?

5. Die „Fabrik der Welt“ und die Sonderwirtschaftszonen

5.1. Exportproduktionszonen und ihre Wanderarbeiter

5.2. Gewerkschaft versus NGO

5.3. Die Rolle der multinationalen Konzerne

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel des chinesischen Arbeitsmarktes im Kontext der Globalisierung, analysiert die historischen Grundlagen des Arbeitssystems sowie die prekäre Situation von Wanderarbeitern in Sonderwirtschaftszonen und beleuchtet die Rolle multinationaler Konzerne sowie deren Einfluss auf Arbeitsrechte.

  • Historische Transformation des chinesischen Arbeitssystems seit 1949
  • Auswirkungen des WTO-Beitritts auf den Arbeitsmarkt
  • Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Sonderwirtschaftszonen
  • Konfliktfeld zwischen staatlich gelenkten Gewerkschaften und NGOs
  • Einfluss und Verantwortung multinationaler Unternehmen

Auszug aus dem Buch

5.2. Gewerkschaft versus NGO

Der Grund warum vorwiegend die ländliche Bevölkerung zur Arbeit in diesen Zonen rekrutiert wird liegt darin, dass sie meist ungebildet sind und ihre Rechte nicht kennen. Mit dem Versprechen, in der Stadt viel Geld verdienen zu können, werden die Wanderarbeiter durch Anwerber aus ihrer ländlichen Heimat zur Fabrikarbeit in die Städte gelockt. In China gibt es keine Gewerkschaften, die vom Staat unabhängig sind und diese Tatsache erschwert die heikle Situation der Wanderarbeiter noch mehr. Die Notwendigkeit von unabhängigen Gewerkschaften in China müsste für die Regierung eigentlich angesichts der schlimmen Arbeitsbedingungen, denen die Wanderarbeiter ausgesetzt sind, unumstritten sein. Wie bereits erwähnt, gehören viele Überstunden, niedrige Löhne und Arbeitsunfälle zur Tagesordnung in chinesischen Fabriken. Die Nichtexistenz von unabhängigen Gewerkschaften ist ein Beleg dafür, dass die großen Konzerne ihre Interessen mit allen Mitteln, seien diese auch noch so inhuman, wahren wollen.

Seit den Neunziger Jahren formierten sich Nichtregierungsorganisationen (NGO) mit dem Ziel den zahlreichen Wanderarbeitern vor allem mit Rechtshilfe beizustehen, da diese in großer Überzahl ihre Rechte nicht kannten. Eine gewerkschaftliche Organisation innerhalb der Zonen ist unerwünscht und Gewerkschaften, wie der Allchinesische Gewerkschaftsbund (ACFTU) werden meist kontrolliert durch die Arbeitgeber. Vorfälle in chinesischen Fabriken, bei denen Arbeiter zu Schaden kamen, gab es zahlreiche. Einer dieser Ereignisse hat sich besonders in das Bewusstsein der Öffentlichkeit eingebrannt und war ein Auslöser für immer lauter werdende Stimmen der Aktivisten, der Brand in einer Spielzeugfabrik 1993, bei dem 87 Arbeiter ihr Leben verloren. Es wurde viel Druck ausgeübt auf den Hersteller Chicco die Verletzten und die Familien der Hinterbliebenen zu entschädigen. Immer mehr Organisationen formierten sich seit diesem Vorfall, um die Rechte der Arbeiter zu vertreten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in den Wandel des chinesischen Arbeitsmarktes ein und definiert den Fokus auf die Auswirkungen der Globalisierung und der Sonderwirtschaftszonen.

2. China: Topographie, Demographie und Wirtschaftsdaten: Dieses Kapitel liefert einen Überblick über die geografischen, politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Landes.

3. Arbeitssystem im chinesischen Arbeitsmarkt: Die historische Entwicklung des chinesischen Arbeitssystems wird von der Ära Mao Zedongs über die Reformen von 1978 bis hin zur Gegenwart analysiert.

4. Chinas Arbeitsmarkt im Globalisierungsprozess: Hier werden die Auswirkungen des WTO-Beitritts sowie die Kosten und Folgen der marktwirtschaftlichen Öffnung auf den Arbeitsmarkt beleuchtet.

5. Die „Fabrik der Welt“ und die Sonderwirtschaftszonen: Das Kapitel untersucht die Bedingungen in den Exportzonen, die Rolle von NGOs und den Einfluss multinationaler Konzerne auf die Beschäftigungssituation.

6. Fazit: Die abschließende Betrachtung kritisiert die globalisierungskritischen Aspekte und stellt die Hoffnung auf soziale Bewegungen in China heraus.

7. Literaturverzeichnis: Hier werden sämtliche verwendeten Quellen und Referenzen der Arbeit aufgeführt.

Schlüsselwörter

China, Arbeitsmarkt, Globalisierung, Sonderwirtschaftszonen, Wanderarbeiter, Arbeitsrechte, Multinationale Konzerne, Gewerkschaften, NGO, Wirtschaftsreformen, Exportproduktionszonen, Arbeitssystem, Sozialismus, Arbeitsbedingungen, Armutsbekämpfung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den massiven Wandel des chinesischen Arbeitsmarktes im Zuge der Globalisierung und der marktwirtschaftlichen Reformen seit 1978.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Rolle der Wanderarbeiter, die Bedingungen in Sonderwirtschaftszonen, die Macht multinationaler Konzerne sowie die Einschränkungen von Arbeitnehmerrechten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu analysieren, wie China seine Arbeitskapazitäten im Globalisierungsprozess nutzt und welche Schwierigkeiten dabei im Hinblick auf ein gesundes Arbeitssystem auftreten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine deskriptive und analytische Literaturrecherche, um die ökonomischen und soziopolitischen Strukturen Chinas darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in historische Analysen des Arbeitssystems, die Folgen des WTO-Beitritts und eine kritische Untersuchung der „Fabrik der Welt“ inklusive der Rolle von NGOs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Globalisierung, Wanderarbeiter, Sonderwirtschaftszonen, Arbeitsrechte und das chinesische Arbeitssystem.

Welche Rolle spielen die sogenannten "Danwei" in der historischen Betrachtung?

Die Danwei waren staatliche Arbeitseinheiten, die neben dem Hukou-System für die soziale Sicherheit und Kontrolle der Arbeiter verantwortlich waren.

Warum wird die Rolle der NGOs in der Arbeit als problematisch dargestellt?

NGOs in China sehen sich mit staatlicher Kontrolle konfrontiert, da sie zur Registrierung eine staatliche Institution benötigen, was ihre unabhängige Interessenvertretung stark einschränkt.

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Details

Titel
Das chinesische Wirtschaftswunder: Der chinesische Arbeitsmarkt
Hochschule
Universität Potsdam  (Potsdamer Institut für Klimaforschung)
Veranstaltung
Hauptseminar: Das chinesische Wirtschaftswunder
Note
1,0
Autor
Malihe Zavareh (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
26
Katalognummer
V198886
ISBN (eBook)
9783656253389
ISBN (Buch)
9783656253679
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wirtschaftswunder arbeitsmarkt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Malihe Zavareh (Autor:in), 2012, Das chinesische Wirtschaftswunder: Der chinesische Arbeitsmarkt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198886
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Leseprobe aus  26  Seiten
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