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Adjusted Present Value vs. WACC

Title: Adjusted Present Value vs. WACC

Seminar Paper , 2012 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sonja Gries (Author)

Business economics - Operations Research
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Summary Excerpt Details

Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Globalisierung der Märkte in Verbindung mit der steigenden Komplexität der Unternehmensstrukturen ergeben sich die Gründe für die Notwendigkeit von fundierten Unternehmensbewertungen. Der Wunsch der EK-Geber nach einer risikoadäquaten Verzinsung des investierten Kapitals erhöht den Druck auf die Geschäftsleitung und resultiert z.B. bei Akquisitionen ggf. in zu hoch gezahlten Preisen. Die Ursachen liegen einerseits in Fehleinschätzungen der Marktteilnehmer, bzgl. erwarteter Synergieeffekte und Möglichkeiten auf neuen, damit aber auch unbekannten, Geschäftsfeldern wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Andererseits sind fehlerhafte Bewertungsmethoden oder die falsche Anwendung, Grundlage für zu hohe Zahlungen. Die richtige Anwendung von rechentechnischen Verfahren vermindert das Risiko einer rein subjektiv beeinflussten Bewertung und stärkt die Transparenz, Argumentations- und Verhandlungsbasis gegenüber Investoren, Beratern und Vermittlern.
Vor diesem Hintergrund soll mit Hilfe der Seminararbeit ein Einblick in die Discounted-Cashflow-Verfahren gegeben werden, wobei sich der besondere Schwerpunkt aufgrund der hohen Praktikabilität, auf den Weighted Average Cost of Capital Ansatz und den Adjusted Present Value Ansatz konzentriert. Ziel dieser Arbeit ist es, die beiden Bewertungsmethoden zu erläutern und einen Überblick über die möglichen Differenzierungsmöglichkeiten inkl. Vorzüge und Nachteile zu geben, sodass der Leser dazu befähigt wird, sich ein fundiertes Bild von möglichen Einflussfaktoren auf die Unternehmensbewertung zu machen, um eine fehlerhafte und subjektive Unternehmensbewertung zu vermeiden.

Nach einer kurzen Einleitung samt Problemdarstellung folgt im 2. Kapitel eine Abgrenzung der DCF-Verfahren in den Bruttoansatz und den Nettoansatz. Formale und besondere Erläuterung finden in diesem Kapitel der WACC-Ansatz und der APV-Ansatz. In Kapitel drei erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit den erläuterten Verfahren. Es werden Differenzie-rungsmöglichkeiten aufgezeigt und in diesem Zusammenhang wird auch auf die Finanzierungsstruktur eingegangen. Es wird ein Grundverständnis und eine besondere Sensibilität hergestellt, welche Parameter bei einer mathematischen Unter-nehmensbewertung Einfluss nehmen können. In Kapitel vier erfolgt eine Beispiel-rechnung zur Veranschaulichung des Unternehmenssteuereffekts. Im abschließenden fünften Kapitel werden die wesentlichen Erkenntnisse dieser Arbeit zusammengefasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemdarstellung und Zielsetzung

1.2. Gang der Untersuchung

2. Grundzüge der Discounted-Cashflow-Verfahren

2.1. Konzept der gewogenen durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC)

2.2. Konzept des angepassten Barwerts (APV)

3. Analyse und Bewertung der ausgewählten Konzepte

3.1. Besonderheiten beider Konzepte

3.2. Atmende und autonome Finanzierungsstrategie

3.3. Vor- und Nachteile der Konzepte

4. Beispielrechnung zur Verdeutlichung des Steuereffekts

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen fundierten Einblick in die Discounted-Cashflow-Verfahren (DCF-Verfahren) zu geben, wobei der Fokus auf dem Vergleich des WACC-Ansatzes und des APV-Ansatzes liegt. Es wird erörtert, wie unterschiedliche Einflussfaktoren, insbesondere die Finanzierungsstrategie und Steuereffekte, die Unternehmensbewertung beeinflussen, um den Leser zur Durchführung einer subjektivitätsarmen Bewertung zu befähigen.

  • Grundlagen der DCF-Verfahren (WACC und APV)
  • Einfluss der Finanzierungsstrategie auf die Bewertungsmethodik
  • Methodische Vor- und Nachteile der Ansätze
  • Analyse des Steuereffekts auf den Unternehmenswert
  • Vergleichende Beispielrechnungen

Auszug aus dem Buch

3.2. Atmende und autonome Finanzierungsstrategie

Erfolgen die oben beschriebenen Anpassungen für beide Verfahren und werden identische bzw. sich entsprechende Prämissen zugrunde gelegt (z.B. eine höhere Renditeforderung der EK-Geber bei einem verschuldeten Unternehmen), führen sowohl der WACC-Ansatz als auch der APV-Ansatz zum gleichen Ergebnis bzw. UNW41. Jedoch findet dann eine wesentliche Unterscheidung der Konzepte, die zugrunde gelegte Finanzierungsstrategie, keine Berücksichtigung. Die Wahl der Finanzierungsstrategie ist entscheidend für die anzuwendende Methodik. Findet keine Festlegung der Strategie statt, kann auch kein korrekter UNW ermittelt werden. In der Literatur werden zwei unterschiedliche Finanzierungsstrategien diskutiert42.

Bei der unternehmenswertorientierten Finanzierungsstrategie (auch „atmende“ Strategie) werden die zukünftigen Verschuldungsgrade für den Bewertungszeitraum vorgegeben, sodass die Zielkapitalstruktur fixiert und die künftige Finanzierung anhand der Unternehmenswertentwicklung ausgerichtet wird43. Dies bedeutet auch, dass Steuervorteile unsicher sind. Wird diese als konstant angenommen, so ist eine Diskontierung mit dem WACC möglich und eine Anpassung für spätere Perioden entfällt. Werden jedoch zum Bewertungszeitpunkt unterschiedliche Verschuldungsgrade festgelegt, muss eine periodenindividuelle Adjustierung der gewogenen durchschnittlichen Kapitalkosten erfolgen, sodass theoretisch für jede Periode ein anderer WACC existiert44. Da Verschuldungsgrade vorgegeben werden (meist sogar konstant) stellt der WACC-Ansatz die anzuwendende Methodik dar, die den UNW korrekt bestimmt.

Bei einer autonomen (unabhängigen) Finanzierung wird unterstellt, dass der Fremdkapitalbestand aufgrund von vertraglich abgesicherten Vereinbarungen oder die Bindung an bilanzielle Größen vorgegeben und festgelegt ist. Die Entwicklung des Fremdkapitals erfolgt somit unabhängig vom jeweiligen UNW. Diese determinierte Sichtweise bedeutet somit, dass die zukünftige Tilgung oder Neuaufnahme von Fremdkapital, aber auch die steuerlichen Vorteile daraus, für die gesamte Zukunft exakt vorhersehbar sind, sodass Unsicherheiten oder Abweichungen völlig ausgeschlossen werden können45. Da sämtliche Elemente demnach sicher sind, ist folglich die anzuwendende Bewertungsgleichung, die sich unter dieser Annahme anbietet und den korrekten UNW liefert, die APV-Gleichung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Notwendigkeit fundierter Unternehmensbewertungen ein und umreißt die Zielsetzung, die DCF-Methoden WACC und APV zu erläutern und ihre Vor- und Nachteile gegenüberzustellen.

2. Grundzüge der Discounted-Cashflow-Verfahren: Es werden die theoretischen Grundlagen der DCF-Verfahren sowie die spezifischen methodischen Vorgehensweisen beim WACC-Ansatz und beim APV-Ansatz definiert.

3. Analyse und Bewertung der ausgewählten Konzepte: Dieses Kapitel vergleicht die Konzepte hinsichtlich ihrer Besonderheiten bei Einflussfaktoren wie Risiko und Inflation, analysiert die Bedeutung der Finanzierungsstrategien und stellt Vor- und Nachteile gegenüber.

4. Beispielrechnung zur Verdeutlichung des Steuereffekts: Anhand einer konkreten Beispielrechnung wird der Einfluss von Unternehmenssteueränderungen auf den Unternehmenswert bei Anwendung der beiden unterschiedlichen Bewertungsansätze quantifiziert und veranschaulicht.

5. Fazit und Ausblick: Die Arbeit fasst zusammen, dass DCF-Verfahren ein robustes Fundament für die Bewertung etablierter Unternehmen bieten, jedoch eine hohe Sensibilität bezüglich der gewählten Parameter und Strategien erfordern.

Schlüsselwörter

Unternehmensbewertung, DCF-Verfahren, WACC-Ansatz, APV-Ansatz, Unternehmenswert, Finanzierungsstrategie, Steuereffekt, Fremdkapitalkosten, Eigenkapitalkosten, Kapitalstruktur, Discounted Cashflow, Shareholder-Value, Steuerersparnis, Tax-Shield, Unternehmenssteuersatz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Unternehmensbewertung mithilfe von Discounted-Cashflow-Verfahren (DCF-Verfahren), wobei ein Schwerpunkt auf dem Vergleich der WACC- und der APV-Methode liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die methodische Abgrenzung der Verfahren, die Bedeutung von Finanzierungsstrategien sowie die Analyse von Steuereffekten auf den resultierenden Unternehmenswert.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, dem Leser die Methoden WACC und APV zu erläutern, Vor- und Nachteile aufzuzeigen und die Sensibilität für Einflussfaktoren zu schärfen, um subjektiv geprägte Bewertungen zu vermeiden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse der Bewertungskonzepte, ergänzt durch eine vergleichende Beispielrechnung zur Verdeutlichung der Steuereffekte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundlagen, eine kritische Analyse der Konzepte inklusive der Diskussion von Finanzierungsstrategien (atmend vs. autonom) sowie eine quantitative Beispielrechnung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Unternehmensbewertung, DCF-Verfahren, WACC, APV, Finanzierungsstrategie, Tax-Shield und Unternehmenswert.

Welche Rolle spielt die Finanzierungsstrategie für die Wahl des Modells?

Die Wahl der Finanzierungsstrategie ist entscheidend: Bei einer unternehmenswertorientierten (atmenden) Strategie ist der WACC-Ansatz geeignet, während bei einer autonomen Finanzierung der APV-Ansatz korrektere Ergebnisse liefert.

Wie wirkt sich eine Erhöhung der Unternehmenssteuer aus?

Die Arbeit zeigt anhand der Beispielrechnung, dass eine Steuererhöhung den Unternehmenswert mindert, wobei die beiden Ansätze unterschiedlich stark auf diese Änderung reagieren.

Warum ist das Zirkularitätsproblem heute weniger relevant?

Da moderne Kalkulationsprogramme wie Excel mathematische Iterationen zur schrittweisen Annäherung an die Zielgröße ermöglichen, verliert dieses Problem an Bedeutung.

Excerpt out of 25 pages  - scroll top

Details

Title
Adjusted Present Value vs. WACC
College
University of applied sciences, Neuss
Grade
1,3
Author
Sonja Gries (Author)
Publication Year
2012
Pages
25
Catalog Number
V198897
ISBN (eBook)
9783656253365
ISBN (Book)
9783656253846
Language
German
Tags
Adjusted Present Value APV WACC Marktwert des Eigenkapitals Shareholder-Value Free Cashflow FCF Fremdkapitalkostensatz Marktwert des Fremdkapitals Flow to Equity Marktwert des Gesamtkapitals risikoäquivalente Renditeforderung Gewogene durchschnittliche Kapitalkosten Unternehmenssteuersatz Total Cashflow TCF Tax-Shield Unternehmenswert Weighted Average Cost of Capital Discounted-Cashflow DCF Kapitalisierungszinssatz Bruttoansatz Entity-Approach Nettoansatz Equity-Approach Enterprise Value Entity Value Perpetuität Capital Asset Pricing Model CAPM Kapitalmarktgleichgewichtsmodell Barwert Wertadditivität Fremdfinanzierungsvorteil Steuervorteil Vorteile APV Nachteile APV Vorteile WACC Nachteile WACC Risiko Inflation Wachstum Diskontierungssatz Pensionsrückstellung Zirkularitätsproblem Zielverschuldungsgrad Iteration Atmende Finanzierungsstrategie Autonome Finanzierungsstrategie
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Sonja Gries (Author), 2012, Adjusted Present Value vs. WACC, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198897
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