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Möglichkeiten der Implementierung einer Arbeitslosenversicherung auf Ebene der EWU am Beispiel der US-Amerikanischen Arbeitslosenversicherung.

Ein mögliches Instrument zur Stabilisierung der EWU bei ökonomischen Divergenzen.

Titel: Möglichkeiten der Implementierung einer Arbeitslosenversicherung auf Ebene der EWU am Beispiel der US-Amerikanischen Arbeitslosenversicherung.

Diplomarbeit , 2011 , 76 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Fabian Löffler (Autor:in)

VWL - Geldtheorie, Geldpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit werden Kriterien von Mundell, Kennen und McKinnon in ausführlicher Weise auf die Realität der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion übertragen. Arbeitsmobilität ist innerhalb der EWU hingegen nur gering ausgeprägt. Die Untersuchung
zur Arbeitsmobilität in den USA, die ein deutlich differenzierteres Bild als die verbreitete Annahme einer besonders hohen Arbeitsmobilität der US-Bevölkerung zeichnet, lässt den Schluss zu, dass eine Währungsunion, wie die der USA, auch ohne dieses Anpassungsinstrument stabil über einen langen Zeitraum bestehen kann.

Die aus diesen Erkenntnissen resultierende Frage, welche anderen Anpassungsinstrumente, neben dem erstbesten der Preisreaktion, innerhalb einer Währungsunion etabliert werden sollten, werde mit einem Vorschlag zur Implementierung einer EWU-Arbeitslosenversicherung am Beispiel der US-Amerikanischen Struktur der ‚Unemployment Insurance‘ beantwortet. Diese stellt eine Versicherung gegenüber asymmetrischen Schocks innerhalb der Währungsunion dar, ohne dabei ein großes zentralstaatliches Budget notwendig zu machen. Dies kommt der Konstruktion der EU als Staatenverbund, der seinen Mitgliedern weitestgehend ihre Souveränitätsrechte belässt, am ehesten entgegen.

Ferner wird untersucht, ob die Regelungen zur Haushaltsdisziplin im Rahmen des Stabilitäts- und Wachstumspaktes, alleine ausreichen, um die Eurozone als Ganzes krisensicher zu gestalten. Ebenfalls werden weitere Mechanismen, wie eine gemeinsame Steuer auf europäischer Ebene, zum fiskalischen Ausgleich von Schocks innerhalb der Währungsunion untersucht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das System der US-Amerikanischen Arbeitslosenversicherung

2.1. Beschreibung des föderal strukturierten Modells der US-Arbeitslosenversicherung

2.2. Herausstellung der verschiedenen Freiheitsgrade der US-ALV gegenüber europäischen Systemen

2.3. Stabilisierungswirkung der US-Arbeitslosenunterstützung

3. Beschreibung der Situation innerhalb der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion

3.1. Grundlage der Theorie der optimalen Währungsräume

3.1.1. Arbeitsmobilität (Mundell – Kriterium)

3.1.2. Produktdiversifikation (Kenen – Kriterium)

3.1.3. Offenheit (McKinnon – Kriterium)

3.2. Symmetrische und asymmetrische Schocks innerhalb einer Währungsunion

3.2.1. Betrachtung eines geldpolitisch autonomen Landes

3.2.2. Wirkung eines asymmetrischen Schocks innerhalb einer Währungsunion

3.2.3. Symmetrische Schocks mit asymmetrischen Auswirkungen in einer Währungsunion

3.3. Ausgleichs- und Stabilisierungsmechanismen innerhalb der EWU

3.3.1. Noch einmal Mundell, McKinnon und Kennen

3.4. Ausgewählte Instrumente fiskalischer Stabilisierung

3.4.1. Eine einheitliche Steuer auf Ebene der EU

3.4.2. Ein Modell zur Implementierung einer EWU-Arbeitslosenversicherung

3.4.3. Mögliche Kritik an einer EWU-ALV

4. Empirische Grundlagen und Modelle zur regionalen Stabilisierung

4.1. Empirie fiskalischer Stabilisierung – Methodische Grundlage

4.2. Der Schätzansatz von Sala-i-Martín & Sachs

4.3. Stabilisierungswirkung einer EWU-Arbeitslosenversicherung bei asymmetrischen Schocks

4.4. EWU-Arbeitslosenversicherung als fiskalisches Stabilisierungs- und Konvergenzinstrument bei symmetrischen Schocks

5. Ergebnisse und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Eignung einer Arbeitslosenversicherung auf Ebene der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWU) als automatischer Stabilisator zur Abfederung asymmetrischer Schocks, orientiert am föderalen Modell der Vereinigten Staaten.

  • Theorie optimaler Währungsräume (TOWR) und deren Bedeutung für die EWU.
  • Analyse der Funktionsweise und Stabilisierungswirkung der US-amerikanischen Arbeitslosenversicherung.
  • Kritische Würdigung bestehender fiskalischer Ausgleichsmechanismen in der Eurozone.
  • Entwurf eines Modells für eine europäische Arbeitslosenversicherung (EWU-ALV).
  • Empirische Untersuchung der Stabilisierungseffekte basierend auf ökonomischen Modellen.

Auszug aus dem Buch

3.4.2. Ein Modell zur Implementierung einer EWU-Arbeitslosenversicherung

Am sachlogischsten müsste eine EWU-Arbeitslosenversicherung (EWU-ALV) ähnlich dem föderalen, dezentralen System der Vereinigten Staaten sein, wie es in Kapitel zwei beschrieben wurde. Nur so wäre gewährleistet, dass die Vorteile des dezentralen Systems, und mit ihm die Freiheitsgrade für die EWU-Mitgliedstaaten, übernommen werden könnten. Eine solche Adaption muss Spielräume offen lassen, die die Unterschiede der Vereinigten Statten und der EWU respektieren.

Auf der Hand liegt, dass eine EWU-ALV Eigenschaften eines automatischen Stabilisators besitzt, unabhängig von langwierigen Budget-Entscheidungen ist und somit keine prozyklischen Eigenschaften aufweist, die diskretionären fiskalpolitischen Maßnahmen immanent sind („time-lags“). Ein solches System einer EWU-ALV beschreibt Dullien ausführlicher und stellt dabei Kriterien auf, die eine Umsetzung innerhalb der EWU realisierbar machen. Diese sollen im Folgenden vorgestellt und an zentraler Stelle ergänzt werden.

1) Alle Länder der EWU besitzen eine Arbeitslosenversicherung, die nach den jeweiligen Präferenzen des einzelnen Landes ausgestaltet ist. Dabei unterscheiden sich die Absicherungsniveaus vor allem in der Höhe der Transferleistung sowie der Dauer des Transferbezugs. Diese Präferenzunterschiede dürfen durch eine EWU-ALV nicht verletzt werden. Das Subsidiaritätsprinzip bleibt am ehesten gewahrt, wenn sich die EWU-ALV als Basisversicherung am niedrigsten Niveau der EWU-Staaten orientiert. Dies bedeutet, dass sich die jeweilige Beitragshöhe, beziehungsweise das jeweilige Finanzvolumen der nationalen Arbeitslosenversicherungen, nicht ändert. Die einzelnen Mitglieder der EWU büßen demnach keine Freiheitsgrade bei der Ausgestaltung ihrer jeweiligen sozialen Sicherungssysteme ein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung motiviert die Arbeit vor dem Hintergrund der europäischen Staatsschuldenkrise und diskutiert die Anfälligkeit der Währungsunion für asymmetrische Schocks bei fehlenden fiskalischen Ausgleichsmechanismen.

2. Das System der US-Amerikanischen Arbeitslosenversicherung: Dieses Kapitel erläutert das föderal strukturierte Modell der US-Arbeitslosenversicherung und deren Rolle als automatischer Stabilisator durch Instrumente wie 'extended benefits' und 'experience rating'.

3. Beschreibung der Situation innerhalb der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion: Hier werden die Theorie optimaler Währungsräume sowie die Problematik symmetrischer und asymmetrischer Schocks in einer Währungsunion ohne nationale geldpolitische Anpassungsinstrumente analysiert und ein Modell für eine EWU-ALV skizziert.

4. Empirische Grundlagen und Modelle zur regionalen Stabilisierung: Dieses Kapitel untersucht die methodischen Grundlagen zur Messung fiskalischer Stabilisierung und quantifiziert die potenziellen Auswirkungen einer europäischen Arbeitslosenversicherung auf Basis ökonomischer Kennzahlen.

5. Ergebnisse und Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass eine EWU-ALV als Basisversicherung einen signifikanten Beitrag zur Stabilisierung asymmetrischer Schocks leisten kann, ohne dabei die nationale Souveränität oder Präferenzheterogenität der Mitgliedstaaten zu gefährden.

Schlüsselwörter

Europäische Wirtschafts- und Währungsunion, EWU, Arbeitslosenversicherung, EWU-ALV, Asymmetrische Schocks, Fiskalische Stabilisierung, Theorie optimaler Währungsräume, Automatischer Stabilisator, US-amerikanische Arbeitslosenversicherung, Lohnstückkosten, Konvergenz, Subsidiaritätsprinzip, Transfermechanismen, Staatsschuldenkrise, Arbeitsmarkt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht, ob eine Arbeitslosenversicherung auf Ebene der Eurozone (EWU-ALV) als effektives Instrument zur Abfederung asymmetrischer wirtschaftlicher Schocks dienen kann, indem sie das föderale System der USA als Vorbild analysiert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Theorie optimaler Währungsräume, die Analyse der US-amerikanischen Arbeitslosenversicherung als Blaupause, die Schwachstellen der Eurozone bei asymmetrischen Schocks und die Entwicklung eines Modells für eine europäische Basis-Arbeitslosenversicherung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu untersuchen, wie durch ein fiskalisches Instrument – konkret eine EWU-weite Arbeitslosenversicherung – die Stabilität der Währungsunion bei asymmetrischen Schocks erhöht werden kann, ohne dabei die Souveränität der Mitgliedstaaten zu untergraben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert theoretische Analysen der Währungsunion-Theorie mit empirischen Grundlagen und Simulationsstudien, um die Stabilisierungswirkungen verschiedener fiskalischer Ausgleichsmechanismen zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Beschreibung des US-Modells, die theoretische Auseinandersetzung mit optimalen Währungsräumen, die kritische Analyse fiskalischer Stabilisatoren für die EWU sowie die quantitative Überprüfung der Wirksamkeit einer vorgeschlagenen EWU-ALV.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWU), Asymmetrische Schocks, Fiskalische Stabilisierung, Arbeitslosenversicherung (EWU-ALV) und automatische Stabilisatoren.

Welche Rolle spielt das 'experience rating' im US-Modell?

Das 'experience rating' dient als Anreizmechanismus für Arbeitgeber in den USA, den Beschäftigungsstand auch in konjunkturellen Schwächephasen möglichst konstant zu halten, indem Betriebe mit geringerer Fluktuation niedrigere Versicherungsbeiträge zahlen.

Warum ist eine EWU-weite Steuer laut der Arbeit problematisch?

Die Arbeit argumentiert, dass eine EU-Steuer das Subsidiaritätsprinzip verletzen, unterschiedliche Steuerpräferenzen ignorieren und das 'Common-Pool-Problem' verstärken würde, was zu einer ineffizienten Ausweitung des EU-Haushalts führen könnte.

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Details

Titel
Möglichkeiten der Implementierung einer Arbeitslosenversicherung auf Ebene der EWU am Beispiel der US-Amerikanischen Arbeitslosenversicherung.
Untertitel
Ein mögliches Instrument zur Stabilisierung der EWU bei ökonomischen Divergenzen.
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften)
Note
1,7
Autor
Fabian Löffler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
76
Katalognummer
V198991
ISBN (eBook)
9783656980872
ISBN (Buch)
9783656980995
Sprache
Deutsch
Schlagworte
EWU Eurokrise Schuldenkrisen Staatsschulden US Arbeitslosenversicherung Arbeitslosenversicherung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fabian Löffler (Autor:in), 2011, Möglichkeiten der Implementierung einer Arbeitslosenversicherung auf Ebene der EWU am Beispiel der US-Amerikanischen Arbeitslosenversicherung., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198991
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Leseprobe aus  76  Seiten
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