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Als die Kirche dem Volk eine Stimme verlieh - Die evangelische Friedensarbeit und ihr Einfluss auf die politische Wende in der DDR

Titel: Als die Kirche dem Volk eine Stimme verlieh - Die evangelische Friedensarbeit und ihr Einfluss auf die politische Wende in der DDR

Bachelorarbeit , 2009 , 60 Seiten , Note: 1,1

Autor:in: Sina - Christin Wilk (Autor:in)

Theologie - Praktische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Es soll in dieser Arbeit gezeigt werden, warum und wie es zu Konfrontationen zwischen dem Staat und der Kirche gekommen ist, also welche Aspekte hierfür entscheidend waren und wie gegen die kirchliche Arbeit, später dann gezielt gegen die Friedensarbeit in Zusammenhang mit der Kooperation mit anderen alternativ politisch gesonnener Gruppen, vorgegangen wurde. Das Ziel dieser Arbeit soll hierüber hinaus sein, zu zeigen, welche Rolle die Kirche trotz, oder gerade wegen dieser Auseinandersetzungen in Hinblick auf den Zusammenbruch der DDR und der damit einher gehenden „Wende“ gespielt hat, bzw. welchen Einfluss die Kirche auf die historischen Ereignisse rund um das 1989 in der DDR genommen hat. Die Untersuchungen in dieser Arbeit verlaufen von grundlegenden Informationen über Rechtsstatus u.ä. über chronologische Ereignisse bis hin zu konkreten Aspekten wie die Aktivitäten während der Friedensarbeit, um sich der Zielsetzung zu nähern. In einer abschließenden Beurteilung der Widerstandsrolle der Kirche werden kontroverse Positionen gegenüber gestellt. Ein wesentlicher Aspekt dieser Diskussion ist die Authentizität des kirchlichen Wirkens während des SED-Regimes.
Wenn nicht anders gekennzeichnet, beziehen sich die Ausarbeitungen ausschließlich auf die evangelische Kirche in der DDR.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

2 „Die Kirche im Sozialismus“

2.1 Selbstverständnis der Kirche

2.2 Die rechtliche Grundlage

2.3 Die religiöse Erziehung - Jugendweihe und Religions-unterricht

2.4 Opposition: Verantwortlichkeit der Kirche

2.5Konfliktpotenzial MfS - Warum die Kirche in den Fokus geriet

3 Zeichen setzen: Wichtige Persönlichkeiten und ihr Wirken im Widerstand - Zwei Beispiele

3.1 Fallbeispiel Oskar Brüsewitz: „Das Fanal von Zeitz“

3.1.1 Leben und Wirken

3.1.2 Die Reaktionen auf die Selbstverbrennung

3.2 Fallstudie: Pfarrer Matthias Storck

3.2.1 Leben und Wirken

3.2.2 Interview:

3.2.3 Beurteilung des Falles Storck

4 Politische Rolle im Wandel der Zeit - Historischer Rückblick

4.1 1949 - 1961

4.2 1962- 1978

5 Die Situation in den 80er Jahren

5.1 Zuspitzung der politischen Situation: 1987

5.2 Die Friedensbewegung

5.2.1 Die Friedensdekade: Schwerter zu Pflugscharen

5.2.2 Das Verhältnis zu den Basis-Gruppen

5.2.3 Friedensgebete

5.2.4 Montagsdemonstrationen – Leipziger Nikolaikirche als Ausgangs-punkt einer Massenbewegung

5.3 1989: Die Wende

6 DDR - Zusammenbruch ohne kirchlichen Widerstand? Eine zusammen-fassende Beurteilung

7 Ausblick: Nachhaltigkeit der Friedensarbeit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der evangelischen Kirche in der DDR als oppositionelle Kraft, analysiert die Konfrontationen mit dem SED-Regime sowie deren Einfluss auf die historischen Ereignisse, die 1989 zum Zusammenbruch der DDR führten.

  • Standortbestimmung der evangelischen Kirche im sozialistischen Staat.
  • Analyse des MfS-Konfliktpotenzials und der Überwachung kirchlicher Strukturen.
  • Untersuchung von Fallbeispielen individuellen Widerstands (Oskar Brüsewitz, Matthias Storck).
  • Darstellung der Friedensarbeit und deren Entwicklung in den 1980er Jahren.
  • Beurteilung des Einflusses der Kirche auf die „Wende“ und die Montagsdemonstrationen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Fallbeispiel Oskar Brüsewitz: „Das Fanal von Zeitz“

Der Pfarrer Oskar Brüsewitz ist weit über den Osten hinaus bekannt geworden, denn auch die Westmedien haben großes Interesse an den Geschehnissen der damaligen Zeit gehabt. Oskar Brüsewitz ist lange Zeit sehr aktiv in der kirchlichen Arbeit gewesen und ist dem MfS ständig durch seine unkonventionellen Methoden aufgefallen. Trotz erheblicher Behinderungen seiner offenen Gemeindearbeit, beispielsweise durch Versetzung, hat Oskar Brüsewitz immer nachhaltigen Eindruck hinterlassen und sich sehr engagiert für gesellschaftliche Reformen eingesetzt, indem er stets öffentlich für Reformen eingetreten ist und sich nicht den Mund hat verbieten lassen. Angesichts der scheinbar ausweglosen Situation in diesem Bestreben, es ist kein deutliches Entgegenkommen seitens des Staates zu sehen gewesen, ist es zu einer letzten verzweifelten Tat des Pfarrers gekommen, die Bürger der DDR, und durch das Medieninteresse auch die der BRD, auf die sozialen Missstände innerhalb des Landes aufmerksam zu machen: 1976 hat sich der Pfarrer öffentlich vor einer Kirche selbst verbrannt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorwort: Die Autorin begründet die zeitliche Eingrenzung auf die 1980er Jahre und erläutert die Forschungsfrage hinsichtlich des Einflusses der Kirche auf den Zusammenbruch der DDR.

2 „Die Kirche im Sozialismus“: Dieses Kapitel bietet eine Standortbestimmung der evangelischen Kirche, inklusive ihres Selbstverständnisses, der rechtlichen Grauzonen und der Konflikte mit dem MfS.

3 Zeichen setzen: Wichtige Persönlichkeiten und ihr Wirken im Widerstand - Zwei Beispiele: Anhand der Biografien von Oskar Brüsewitz und Matthias Storck wird das Vorgehen des SED-Staates gegen regimekritische Pfarrer und kirchliche Strukturen verdeutlicht.

4 Politische Rolle im Wandel der Zeit - Historischer Rückblick: Ein chronologischer Überblick von 1949 bis 1978 zeigt die Phasen der Repression, der instrumentellen Anpassung und der sich verändernden Beziehung zwischen Staat und Kirche auf.

5 Die Situation in den 80er Jahren: Hier werden die Friedensarbeit, das Entstehen der Friedensbewegung und der Weg bis zur Montagsdemonstration und der Wende 1989 detailliert analysiert.

6 DDR - Zusammenbruch ohne kirchlichen Widerstand? Eine zusammen-fassende Beurteilung: Eine kontroverse Auseinandersetzung mit der Widerstandsrolle der Kirche, in der unterschiedliche Positionen, darunter die von Jens Motschmann, gegenübergestellt werden.

7 Ausblick: Nachhaltigkeit der Friedensarbeit: Reflektion über das heutige Gedenken an den Widerstand in der DDR und die Bedeutung von Orten wie der Nikolaikirche für das kollektive Gedächtnis.

Schlüsselwörter

DDR, Evangelische Kirche, Sozialismus, Widerstand, Friedensarbeit, Stasi, MfS, Oskar Brüsewitz, Matthias Storck, Montagsdemonstrationen, Wende, Friedensdekade, Schwerter zu Pflugscharen, Bürgerrechte, SED-Regime.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Widerstandspotenziale und die politische Rolle der evangelischen Kirche in der DDR im Kontext ihrer Spannungen mit dem SED-Staat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf dem kirchlichen Selbstverständnis, der staatlichen Repression, dem persönlichen Widerstand einzelner Pfarrer und der Entwicklung der kirchlichen Friedensbewegung in den 1980er Jahren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, welchen Einfluss die Kirche auf die historischen Ereignisse rund um das Jahr 1989 sowie den Zusammenbruch der DDR hatte und inwiefern sie als Schutzraum für Oppositionelle fungierte.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt eine Kombination aus historischer Aufarbeitung, Analyse von Fachliteratur und Zeitzeugendokumenten, ergänzt durch ein selbst geführtes Interview.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung der Kirchen-Staat-Beziehung, detaillierte Fallbeispiele (Brüsewitz, Storck) und die Rolle kirchlicher Friedensaktivitäten als Katalysator der Wende.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem: „Kirche im Sozialismus“, „Schwerter zu Pflugscharen“, „Montagsdemonstrationen“, „Stasi“ und „Friedensdekade“.

Inwiefern unterschied sich das Schicksal des Pfarrers Storck von dem des Pfarrers Brüsewitz?

Während Brüsewitz durch seinen Suizid ein öffentliches „Fanal“ setzte, dokumentiert die Arbeit bei Pfarrer Storck ein typisches Vorgehen des MfS mit operativer Überwachung, Inhaftierung und anschließendem Freikauf in die BRD.

Warum wird das Thema der „Jugendweihe“ in der Arbeit thematisiert?

Die Jugendweihe wird als staatliche Gegenveranstaltung zur Konfirmation analysiert, die gezielt vom SED-Staat eingesetzt wurde, um den Einfluss der Kirche auf die Jugend zu begrenzen.

Ende der Leseprobe aus 60 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Als die Kirche dem Volk eine Stimme verlieh - Die evangelische Friedensarbeit und ihr Einfluss auf die politische Wende in der DDR
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
1,1
Autor
Sina - Christin Wilk (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
60
Katalognummer
V199071
ISBN (eBook)
9783656275961
ISBN (Buch)
9783656275237
Sprache
Deutsch
Schlagworte
DDR Kirche Wende Widerstand
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sina - Christin Wilk (Autor:in), 2009, Als die Kirche dem Volk eine Stimme verlieh - Die evangelische Friedensarbeit und ihr Einfluss auf die politische Wende in der DDR, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/199071
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Leseprobe aus  60  Seiten
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