„Kinder schlagen Kinder“, „Die Kriminalität unter Kindern nimmt immer mehr zu“, wenn man Zeitungen und Internet durchforstet stößt man immer häufiger auf solche oder ähnliche Nachrichten. Dass Kinder nicht mal vor dem Töten der eigenen Mutter zurückschrecken, zeigt der jüngste Fall in Amerika, wobei da die Umstände noch nicht geklärt sind.
Und wir alle erinnern uns sicher noch an den Amoklauf in Winnenden.
Seit diesen Nachrichten stellen sich Politiker, aber auch viele andere Leute die Frage, woran es liegt, dass Kinder zu Täter werden...
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1) Soziale Entwicklung von Kindern
2) Überblick: Gewalt in der Erziehung
3) Wo kommt Gewalt unter Kindern vor?
4) Welche Art von Gewalt kommt unter Kindern vor?
5) Ursachen der Gewaltbereitschaft
6) Schlussbemerkung
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht den kausalen Zusammenhang zwischen gewaltgeprägten Erziehungsmustern in der Familie und der Ausbildung einer erhöhten Gewaltbereitschaft bei Kindern und Jugendlichen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich Gewalterfahrungen im häuslichen Umfeld auf das Sozialverhalten und die Konfliktlösungsstrategien der Heranwachsenden auswirken.
- Soziale Entwicklung und Bindungsprozesse im Kindesalter
- Formen häuslicher Gewalt und deren psychologische Implikationen
- Erscheinungsformen von Gewalt unter Gleichaltrigen
- Einflussfaktoren für Aggressionspotenziale in schulischen und sozialen Kontexten
- Zusammenhang zwischen elterlichem Erziehungsstil und Gewaltbereitschaft
Auszug aus dem Buch
2. Überblick: Gewalt in der Erziehung
Was bedeutet der Begriff „Gewalt“?
„[1] Bezeichnung für einen einmaligen physischen Akt für den Vorgang, dass ein Mensch einem anderen Menschen Schaden mittels physischer Stärke zufügt.“11
Nicht nur in fernen Kulturen, auch in industriell entwickelten Kulturen kommt es immer noch zu Kindesmisshandlungen.12
Körperliche/ Physische Gewalt
In den Nachrichten liest und hört man immer wieder, dass Eltern ihre Säuglinge geschüttelt haben, weil sie nach ihren Angaben nicht aufhören wollten zu schreien. Neben dem Schütteln sind die am meisten verbreiteten Formen das Prügeln, das Schlagen mit Gegenständen, Treten oder Kneifen.13
Emotionale/ Psychische Gewalt
Haltungen, Gefühle und Aktionen, die schwere Beeinträchtigungen einer vertrauensvollen Beziehung nach sich tragen, sind Anzeichen psychischer Gewalt. Formen der psychischen Gewalt sind: Vermittlung dem Kind gegenüber, dass es nicht dazugehört, Liebesentzug und emotionale Erpressung, das Kind soll die Rolle eines Partners zum Beispiel im Haushalt einnehmen, soziale Isolation, Drohungen dem Kind gegenüber mit Suizid.14
Vernachlässigung
Einerseits gibt es die körperliche Vernachlässigung und andererseits die seelische Vernachlässigung.
Bei der körperlichen Vernachlässigung, sind Pflege, Nahrung, gesundheitliche Maßnahmen oder Schutz von den Eltern nicht gegeben. Bei der seelischen Vernachlässigung ist das für die gesunde emotionale Entwicklung Beziehungsklima nicht gegeben, oder von den Eltern wird Liebe, Zuwendung, Akzeptanz und Betreuung verweigert.15
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Relevanz des Themas Gewalt bei Kindern und definiert das Ziel der Arbeit, den Einfluss von Gewalterziehung auf die Gewaltbereitschaft zu untersuchen.
1) Soziale Entwicklung von Kindern: Dieses Kapitel beschreibt die psychologischen Grundlagen der sozialen Reifung eines Kindes und die Bedeutung von Bindungen an Pflegepersonen.
2) Überblick: Gewalt in der Erziehung: Es werden verschiedene Definitionen und Kategorien von Gewalt in der Erziehung, von physischer bis hin zu emotionaler Gewalt und Vernachlässigung, dargestellt.
3) Wo kommt Gewalt unter Kindern vor?: Das Kapitel thematisiert, in welchen Kontexten, wie etwa beim spielerischen Gerangel oder bei Aggressionen in der Gruppe, Gewalt unter Kindern auftritt.
4) Welche Art von Gewalt kommt unter Kindern vor?: Hier werden die spezifischen Deliktformen und das Phänomen „Bullying“ im Kindesalter anhand statistischer Daten analysiert.
5) Ursachen der Gewaltbereitschaft: Dieses Kapitel erörtert die Entstehungsbedingungen von Aggressionen, wobei insbesondere Schule, Medien und die häusliche Erziehung als Einflussfaktoren beleuchtet werden.
6) Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung fasst die Ergebnisse zusammen und betont den signifikanten Zusammenhang zwischen häuslicher Gewalt und späterer Gewaltbereitschaft, weist aber auch auf weitere Einflussfaktoren hin.
Schlüsselwörter
Gewalt, Erziehung, Kindesmisshandlung, Gewaltbereitschaft, Soziale Entwicklung, Bindung, Bullying, Aggression, Familiensystem, Kindesvernachlässigung, Konfliktlösung, Jugendgewalt, Prävention, Erziehungsstil, psychische Gewalt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie sich Gewalt im Erziehungsprozess auf die Entstehung von Gewaltbereitschaft bei Kindern und Jugendlichen auswirkt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zu den Schwerpunkten zählen die frühkindliche soziale Entwicklung, verschiedene Formen häuslicher Gewalt, das Auftreten von Aggressionen unter Gleichaltrigen sowie soziologische und psychologische Ursachen von Gewalt.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist es zu klären, ob ein signifikanter Zusammenhang zwischen erlebter Gewalt in der Erziehung und der eigenen Gewaltanwendung von Kindern besteht.
Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle entwicklungspsychologische Erkenntnisse und kriminologische Studien zusammengeführt und interpretiert werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der sozialen Entwicklung, eine Klassifizierung von Gewaltformen, die Analyse von Gewalt unter Kindern (inkl. Bullying) und die Untersuchung spezifischer Ursachen für aggressives Verhalten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Gewaltprävention, Sozialisation, Bindungsverhalten, häusliche Gewalt und das Familiensystem gekennzeichnet.
Wie definiert die Autorin den Begriff des Bullying in diesem Kontext?
Bullying wird als eine Art der Gewalt unter Kindern beschrieben, die Mobbing bei Erwachsenen ähnelt, durch Täter-Opfer-Beziehungen mit Machtgefälle gekennzeichnet ist und oft im Verborgenen stattfindet.
Welche Rolle spielt das schulische Umfeld laut den Ausführungen?
Die Schule wird als ambivalenter Ort beschrieben: Einerseits soll sie Sicherheit bieten, andererseits kann sie durch Leistungsdruck und Selektion Stressfaktoren erzeugen, die aggressives Verhalten fördern können.
- Arbeit zitieren
- Nele Salzgeber (Autor:in), 2011, Wie wirkt sich Gewalt in der Erziehung auf die Gewaltbereitschaft von Kindern aus?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/199233