Durch die zunehmende und verstärkte Kooperation und Fusionierung von
weltweit agierenden Unternehmen hat sich ein Wandel in der Betrachtungsweise von Unternehmen vollzogen. Dadurch hat auch die Bedeutung von Informationssystemen zugenommen, weil die Unternehmen ihre Informationssysteme nun an das veränderte Umfeld zwangsläufig anpassen müssen. Zuvor bestand die Trennung bei inner- und ausserbetrieblichen Vorgängen in der Entwicklung von Informationssystemen, dagegen wird heutzutage versucht beide Perspektiven zu erfassen und diese durch leistungsfähigere
Entwurfstechniken umzusetzen. Der Prozessgedanke nimmt dabei eine immer stärker werdende Stellung in der gesamten Wertschöpfungskette
zwischen kunden-, lieferanten- als auch partnerorientierten
Leistungsanforderungen ein.
Auch durch die vollständige und teilweise automatisierte Datenverarbeitung sind die Unternehmen gezwungen die komplexer gewordenen Zusammenhänge bei der Entwicklung von Informationssystemen durch entsprechende neuere leistungsfähigere Entwurfstechniken zu modellieren. Sie sollen damit eine effizientere, flexiblere und schnellere Vorgehensweise
erreichen, um eine Verringerung der Planungs- und Durchlaufabläufe,
sowie der Kosten als auch der Qualitätssteigerung zu ermöglichen, um
somit der erforderlichen Kundenorientierung der Unternehmen gerecht zu werden.
Die objekt- als auch geschäftsprozessorientierten Entwurfsmethoden leisten einen entscheidenden Beitrag zur Bewältigung der zuvor erwähnten Komplexität und sollen nun in den folgenden Kapiteln genauer erläutert werden.
INHALTSVERZEICHNIS
1. Notwendigkeit leistungsfähiger Entwurfstechniken bei der Entwicklung von Informationssystemen
2. Grundprinzipien bei der Modellierung von betrieblichen Informationssystemen
2.1. Ausgewählte klassische Entwurfstechniken von Informationssystemen
2.2. Prozesse als Ausgangspunkt bei den neueren prozessorientierten Entwurfstechniken
2.3. Grundsätze der Kapselung, Klassenbildung und Vererbung bei der objektorientierten Modellierung
3. Geschäftsprozessmodellierung innerhalb der Architektur integrierter Informationssysteme (ARIS)
3.1. Die Darstellung der Beschreibungssichten und -ebenen beim ARIS-Haus
3.1.1. Das Fachkonzept als Ausgangspunkt bei der Ebenenbetrachtung
3.1.2. Die Steuerungssicht als zentrales Element der vier statischen Beschreibungssichten
3.2. Die Ereignisgesteuerte Prozesskette zur Beschreibung von Prozessen
3.3. Die Verbindung zwischen objektorientierter Modellierung und Ereignisgesteuerter Prozesskette
3.3.1. Grundmodell einer objektorientierten Ereignisgesteuerten Prozesskette
3.3.2. Bedeutung und Problematik der objektorientierten Ereignisgesteuerten Prozesskette
4. Semantische Objektmodell als Verbindung zwischen objektorientierten und geschäftsprozessorientierten Ansatz
4.1. Die Rahmenkonzepte des Semantischen Objektmodell-Ansatzes
4.1.1. Der Unternehmensplan als oberste Modellebene in der Unternehmensarchitektur
4.1.2. Die struktur- als auch verhaltensorientierte Sicht im Vorgehensmodell
4.2. Die Geschäftsprozessmodellierung als zentrales Bindeglied zwischen dem Unternehmensplan und dem Ressourcenmodell
4.2.1. Merkmale der Geschäftsprozessmodellierung
4.2.2. Transaktionsorientierte Prinzipien in der Modellierung von betrieblichen Objekten
4.2.3. Die Methode der objektorientierten Modellierung
4.3. Beurteilung des Semantischen Objektmodells
5. Nutzenpotentiale von Informationssystemen im Controlling-Bereich
Häufig gestellte Fragen
Warum sind moderne Entwurfstechniken für Informationssysteme heute so wichtig?
Durch die zunehmende Globalisierung und Fusionen von Unternehmen müssen Informationssysteme flexibler an ein sich ständig änderndes Umfeld angepasst werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Welche Rolle spielt die Geschäftsprozessmodellierung in diesem Kontext?
Sie dient als Bindeglied zwischen Unternehmensplanung und IT-Ressourcen, um komplexe Zusammenhänge effizient darzustellen und Kosten zu senken.
Was versteht man unter dem ARIS-Konzept?
ARIS steht für die Architektur integrierter Informationssysteme und bietet einen Rahmen zur Beschreibung von Geschäftsprozessen durch verschiedene Sichten und Ebenen.
Was ist die Ereignisgesteuerte Prozesskette (EPK)?
Die EPK ist eine Methode zur grafischen Darstellung von Geschäftsprozessen, die logische Verknüpfungen zwischen Ereignissen und Funktionen nutzt.
Welchen Beitrag leistet die objektorientierte Modellierung?
Sie hilft durch Prinzipien wie Kapselung und Vererbung, die Komplexität bei der Entwicklung von Informationssystemen zu beherrschen.
Was ist das Semantische Objektmodell (SOM)?
Das SOM ist ein Ansatz, der eine Verbindung zwischen objektorientierten und geschäftsprozessorientierten Entwurfsmethoden herstellt.
- Quote paper
- Thomas-William Fasano (Author), 2001, Prinzipien neuer Entwurfstechniken zur Entwicklung von Informationssystemen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/199330