Einfluss von Freunden auf Jugendliche (Peer-Groups)


Projektarbeit, 2011

24 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Peer - Groups als Begleiter durch die Jugendzeit
2.1 Definition Peer - Group
2.2 Formen von Peer - Groups
2.3 Bedeutung und Funktionen von Peer - Groups
2.4 Vergleich von Peer-Beziehungen und Eltern-Kind Beziehungen

3 Mögliche Einflussbereiche von Freunden auf Jugendliche
3.1 Alkoholkonsum
3.2 Berufswahl

4 Fazit

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Struktur von Eltern-Kind-Beziehungen und Peer-Beziehungen

Abbildung 2: Themenspezifische Wahl von Bezugspersonen als Ansprechpartner bei Problemen vom 12. bis 16. Lebensjahr

1 Einleitung

Beim Übergang vom Teenager zum Erwachsenen brauchen Jugendliche anscheinend nicht nur den Einfluss von Eltern, Lehrern oder Erziehern, sondern auch den Einfluss von Freunden bzw. Gleichaltrigen als Interaktionspartner, die keinen Erfahrungs- und Kompetenzvorsprung haben (Krappmann, 2010, S. 187). Die Gruppe der Gleichaltrigen (Peer-Group) stellt heute „eine zentrale Bezugsgruppe für Jugendliche dar“ (Nörber, 2003, S. 10), deren mächtiger Einfluss noch immer unterschätzt wird (Opp, 2008, S. 19). Die Peer – Groups können als eine entscheidende Sozialisationsinstanz für die Entwicklung des Sozialverhaltens der Jugendlichen angesehen werden (Beer, 2007, S. 67). Der Prozess der Sozialisation beinhaltet in dem Kontext alle Erfahrungen und damit verbundenen Prozesse, die eine Person benötigt, um sich zu einer sozialen Persönlichkeit zu entwickeln (Schnabel, 2001, S. 36). In der Jugendphase, welche den Lebensabschnitt zwischen dem Übergang von der unselbstständigen Kindheit zur selbstständigen Erwachsenenrolle darstellt (Hurrelmann, 2007, S. 31), ist festzustellen, dass die Teenager einen erheblichen Teil ihrer Zuneigung und Bewunderung von den Eltern abziehen und den Gleichaltrigen widmen (Bopp, 1983, S. 143). In diesem Zusammenhang beschäftigt sich diese Projektarbeit mit dem „Einfluss von Freunden auf Jugendliche (Peer - Groups).“ Das Ziel der Projektarbeit ist es, zu verstehen, warum die Jugendlichen vermehrt den Kontakt zu Gleichaltrigen bzw. Freunden suchen, warum Freundschaften gerade in der Jugendphase so wichtig sind, in welchen Einflussbereichen die Freunde die Eltern ablösen und in welchen Einflussbereichen die Eltern, trotz der zunehmenden Bedeutung der Freunde, die erste Bezugsperson bleiben. Hierzu werden zunächst in Kapitel 2 die Peer - Groups näher beschrieben. Die Projektarbeit beleuchtet zunächst, was unter einer Peer - Group zu verstehen ist, welche Formen eine Peer - Group haben kann, welche Bedeutung und Funktionen von ihr ausgehen und wo der Unterschied zwischen Peer - Beziehungen und Eltern – Kind-Beziehungen ist. Kapitel 3 beschreibt anschließend zwei mögliche Einflussbereiche von Freunden auf Jugendliche. An den Beispielen der Berufswahl und des Alkoholkonsums wird versucht herauszustellen wie groß der Einfluss der Freunde wirklich sein kann.

2 Peer - Groups als Begleiter durch die Jugendzeit

2.1 Definition Peer - Group

„ Als Peer - Groups bezeichnet man Gruppen von etwa gleichaltrigen Kindern oder Jugendlichen, die meist im Umfeld von Bildungsorganisationen entstehen, aber freiwillig zustande kommen und sich dem direkten Einfluss Erwachsener mit zunehmendem Alter entziehen“ (Ecarius, Eulenbach, Walgenbach & Fuchs, 2011, S. 113). Die deutsche Übersetzung für den Begriff „Peer - Group“ ist „Gleichaltrigengruppe“. Sie ist jedoch nicht sehr aussagekräftig, da hier nur ein Aspekt der Peer - Group berührt wird, nämlich der, dass die Personen etwa im gleichen Alter sein müssen, „um so bezeichnet werden zu können“ (Naudascher, 1977, S. 13). Die Mitglieder einer Peer - Group werden als „Peers“ bezeichnet. Nach Brake muss der Sammelbegriff der Peers muss jedoch unterschieden werden, denn es können damit sehr unterschiedliche soziale Konstellationen angesprochen sein. Peers müssen einerseits nach Ihrer Anzahl (ob Zweierbeziehungen, oder mehrere Jugendliche in Form einer Clique) und andererseits hinsichtlich der Verbindlichkeit und Nähe der Peerbeziehungen (ob beste Freundschaften, oder Mitschüler in der Klasse) unterschieden werden (Brake, 2010, S. 387). Es wird also deutlich, dass Peers nicht immer mit Freunden gleichzusetzen sind. Nach Krappmann (2010) ist ein Peer nach der Qualität der Beziehung von einem Freund zu unterscheiden, denn unter Freundschaft ist eine Beziehung zu verstehen, die sich speziell auf die Person richtet (Krappmann, 2010, S. 200). Das Wort „Peer“ stammt ursprünglich aus dem Altfranzösischen und wurde von „pair“ abgeleitet und bedeutet „Gleichsein“, von gleichem Rang oder von gleichem Status (Naudascher, 1977, S. 13). Nach Naudascher (1977) ist das Alter also neben dem Status streng genommen nur ein Kriterium eines Peers. In der Realität können aber gleiches Alter und gleicher Rang weit auseinanderliegen. Es ist beispielsweise sehr schwer, die Peers eines 40 jährigen Studenten zu bestimmen. Sind die Peers dort seine Kommilitonen, „die vom Alter her seine Kinder sein könnten“, aber vom gleichen Rang sind, oder doch eher die Personen, die in etwa gleich alt sind, mit denen er jedoch wenig gemeinsame Interessen teilt? Dieses sind die Ausnahmen. Im Allgemeinen durchlaufen Personen gleichen Alters auch ähnliche Entwicklungsphasen und sind somit, „als Gruppe gesehen, tatsächlich gleich und stehen in einer gewissen Beziehung zueinander“ (Naudascher, 1977, S. 13 f.) Der Begriff „Peer - Group“ weist auf ein jugendliches Phänomen hin, nämlich der besonderen Neigung, sich im Jugendalter mit Gleichgesinnten und Gleichaltrigen zu Gruppen zusammenzuschließen (Schröder, Leonhardt, 1998, S. 18). Solche Gruppen lassen sich täglich auf Schulhöfen, vor Kinos oder Diskotheken beobachten (Schäfers, 1982, S. 172).

2.2 Formen von Peer - Groups

In der pädagogischen und sozialwissenschaftlichen Jugendforschung unterscheidet man formelle und informelle Gruppen (Scherr, 2010, S. 73). Nach Auhagen (2003) entstehen formelle Gruppen häufig durch ein von außen vorgegebenes Ziel z.B. dem Erwerb des Abiturzeugnisses. Die Beziehung der Gruppenmitglieder untereinander ist in formellen Gruppen durch Ziele, explizite Regeln und ausdrücklich definierte Rollen klar festgelegt (Auhagen, 2003, S. 112). Die Mitgliedschaft in formellen Gruppen ist zwangsläufig von außen bestimmt, weshalb die formellen Gruppen auch als „Zwangsgruppen“ bezeichnet werden (Pilz, 2010, S. 22). Eine formelle Gruppe ist z.B. eine Schulklasse (Auhagen, 2003, S. 112). Informelle Gruppen, zu denen auch die Peer - Groups gehören, sind Gruppen, die spontan, freiwillig und unabhängig von einer formellen Organisation entstehen, in denen es keine festgelegten Regeln gibt und wo sich die Gruppenprozesse überwiegend durch Gefühle bzw. stillschweigender Übereinkunft regeln (Nußbeck, 2006, S. 88).

Es bleibt noch anzumerken, dass sich aus formellen Gruppen, wie einer Schulklasse, auch informelle Gruppen entwickeln können (Pilz, 2010, S. 33). Erfahrungen zeigen, dass es oft nicht sehr lange dauert, bis sich innerhalb

einer Schulklasse Freundschaften entwickeln (Pilz, 2010, S. 33).

Die Formen der Peer – Groups reichen von Cliquen, über feste soziale Gefüge (Freundschaften), bis hin zu Jugendbanden (Crowds) (Hurrelmann, Bründel, 2007, S. 56 f.). Eine eindeutige definitorische Unterscheidung zwischen der Clique und einer informellen Gruppe ist nicht sinnvoll (Scherr, 2010, S. 73). Nach Scherr gibt es lediglich „eine graduelle Abstufung“ zwischen den beiden Formen, denn informelle Gruppen sind im Unterschied zur Clique von einem stärkeren Zusammenhalt untereinander und einer geringeren Fluktuation geprägt (Scherr, 2010, S. 73). Scherr definiert folgende Grundmerkmale die eine Clique charakterisieren. Cliquen sind „soziale Gebilde mit begrenzter Mitgliederzahl“ (Scherr, 2010, S. 75). In der Regel bestehen Cliquen aus fünf bis zehn Mitgliedern, die meist gleichgeschlechtlich sind (Schilling, 2002, S. 8 ff.). Der Kontakt der Mitglieder basiert auf „direkten und relativ dauerhaften Beziehungen“ der Mitglieder, die auf Kommunikations- und Interaktionsnetzwerken beruhen (Scherr, 2010, S. 75). In Cliquen verzichtet man auf starre Hierarchien, auf eine explizite Rollenverteilung und auf formelle Mitgliedschaftsregulierungen (Scherr, 2010, S. 75). Zwar ist es charakteristisch für Cliquen, dass sie sich regelmäßig treffen und miteinander kommunizieren, sie existieren aber auch weiter, wenn sie sich eine bestimmte Zeit nicht sehen (Scherr, 2010, S. 75). Die Gespräche innerhalb einer Clique sind von einer Unbestimmtheit der Themen gekennzeichnet (Scherr, 2010, S. 75). Ferner liegt ein weiteres Merkmal der Clique in der „Adressierbarkeit und Unmittelbarkeit“, d.h. es besteht ein wechselseitiges Interesse an Begegnungen und Gesprächen untereinander (Scherr, 2010, S. 76). Eine weitere Form der Peer – Group ist die Freundschaft (Pilz, 2010, S. 33). Eine Freundschaft besteht aus mindestens zwei Personen (Wagner, Alisch, 2006, S. 46). Freundschaft ist eine gegenseitig positiv erlebte „zwischenmenschliche Beziehung, die von Sympathie, emotionaler Nähe und Vertrauen geprägt ist“ (Tenorth, Tippelt, 2007, S. 263). Die Beziehungen unter echten Freunden sind aktiver, ungezwungener und intimer als zu einfachen Peers wie beispielsweise Klassenkameraden (Wagner, Alisch, 2006, S. 47). Weiterhin ist in der Literatur oft zu lesen, dass Mädchenfreundschaften meist intimer und intensiver als Jungenfreundschaften sind (Wagner, Alisch, 2006, S. 52). Die letzte Form einer Peer – Group sind die Crowds. Crowds sind Großgruppen, die „im Gegensatz zu Freundschaften oder Cliquenmitgliedschaft .. nicht durch die Interaktion, sondern durch die Zuschreibung Dritter bestimmt“ ist (Schilling, 2002, S. 10). Die „Mitglieder“ einer Crowd müssen also nicht zwangsläufig miteinander interagieren (Schilling, 2002, S.10). Sie werden von den Peers mit einem „stereotypen Etikett versehen“ (Schilling, 2002, S. 10). Solche Etiketten können z.B. Punks, Streber oder Grufties sein (Schilling, 2002, S. 10).

2.3 Bedeutung und Funktionen von Peer - Groups

„Alle Jugendstudien bestätigen, daß die quantitative Bedeutung der Gleichaltrigengruppen unter Jugendlichen beständig gewachsen ist“ (Schröder, Leonhardt, 1998, S. 23). Das quantitative Wachstum von Peer - Groups ist ein empirisch gesicherter Befund. Waren es 1962 noch 16,2 %, die einer informellen Gruppe (Clique) angehörten, sind es 1983 schon 56,9 % (Allerbeck, Hoag, 1985, S. 38). Die Shell Jugendstudie von 2006 zeigt, dass der Anteil noch weiter angewachsen ist und im Jahr 2006 schon bei 71 % liegt (Hurrelmann, Langness, Leven, 2006, S. 83).uHH Peer – Groups haben „in ihrer sozialisatorischen Bedeutung eine Position erlangt, in der sie die Sozialisation durch [die] Erwachsene[n] relativiert [haben]“ (Nörber, 2003, S.80). Bereits 1962 sprach Tenbruck von der „Sozialisation in eigener Regie“ (Tenbruck, 1962, S. 92). Tatsächlich sind Peer – Groups heute bedeutender denn je und ein zentrales Sozialisationsfeld (Thole, Schoneville, 2010, S. 160). In der Jugendphase kann der „lebensgeschichtliche Höhepunkt der Bedeutung von Freunden“ vermutet werden (Fend, 1998, S. 234). Die Peer – Groups sind entscheidend für die Persönlichkeitsentwicklung, denn sie helfen den Teenagern eine eigene Identität jenseits des Elternhauses zu entwickeln (Beer, 2007, S. 68). Den Peer - Groups kommt in der Phase der Ablösung vom Elternhaus eine besondere Bedeutung zu (Biermann, 2006, S. 382). Während sich die Jugendlichen psychisch und sozial von den Eltern lösen, bauen sie enge Freundschaften zu Gleichaltrigen auf (Hurrelmann, Langness, Leven, 2006, S. 83). Durch die Bildungsexpansion (Hurrelmann, Langness, Leven, S. 65) verbringen die Jugendlichen immer größere Lebensabschnitte unter Gleichaltrigen und die Jugendphase hat sich in den vergangenen Jahrzehnten erneut verlängert (Schröder, Leonhardt, 1998, S. 22 f.). Bei den Jugendlichen treten Unternehmungen mit der Familie zunehmend in den Hintergrund, „während die Peer - Group an Bedeutung gewinnt“ (Hurrelmann, Langness, Leven, 2006, S. 80). Daher übernehmen Peer – Groups bei Jugendlichen vielfältige Funktionen. Peer – Groups sind eine wichtige Quelle des sozialen Lernens (Ohlbrecht, Hackauf, 2010, S. 152) und verschaffen soziale Anerkennung (Heitmeyer, 1995, S. 333). Die „Beziehungen zu Gleichaltrigen sind für das emotionale Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen unentbehrlich. Sie verhindern Gefühle der Einsamkeit und des Verlassenseins und sind ein zentrales Feld um „Spaß“ zu haben“ (Fend, 1998, S. 232). In den Gleichaltrigengruppen finden die Jugendlichen zudem „Action“ und ein Zusammengehörigkeitsgefühl (Hurrelmann, Bründel, 2007, S. 57). „ [Die Beziehungen zu den Gleichaltrigen] helfen, die nötigen Distanzierungen zu den Eltern auszuhalten“ (Fend, 1998, S. 233). Peer – Groups sind also eine Art Familienersatz (Ohlbrecht, Hackauf, 2010, S. 152). In den Peer – Groups lernen die Jugendlichen, wie man Konflikte sozialverträglich lösen kann, d.h. innerhalb der Peer – Group lernen sie das Teilen, das Geben und das Nehmen (Fend, 1998, S. 233). Desweiteren lernen die Jugendlichen in Gleichaltrigengruppen die „Beziehungsfähigkeit“, d.h. sie erlernen im Erfahrungsraum Peer - Group die Fähigkeit, soziale Kontakte aufzubauen, aufrechtzuerhalten und wieder aufzulösen (Fend, 1998, S. 233). Nur in diesem unersetzbaren Übungsfeld der Peer – Group können sie Erfahrungen bezüglich der Kontaktaufnahme, der Treue, der Zuverlässigkeit und der Gerechtigkeit sammeln (Fend, 1998, S. 233). „Im Schutz der Gruppe“ knüpfen die Jugendlichen viel leichter Kontakt zum anderen Geschlecht (Schilling, 2002, S. 9 f.). Da den Teenagern in der Jugendphase die nötige Selbstsicherheit fehlt, alleine neue Lebenswege zu gehen, bieten die Peer-Groups Rückhalt beim Probieren neuer Identitäten und Lebensstile (Fend, 1998, S. 233). Die Peer – Group ist also eine Art „gesellschaftliche Probebühne“ zum Experimentieren (Hurrelmann, 2006, S. 242) und ein Zufluchtsort vor dem Leistungs- und Anpassungsdruck der Erwachsenen bzw. der Eltern (Pilz, 2010, S. 24). Peer - Groups / Freunde haben einen starken Einfluss auf die Konsum- und Freizeitaktivitäten (Hurrelmann, Langness, Leven, 2006, S. 83). Ob und wie stark sich die Jugendlichen von Gleichaltrigen beeinflussen lassen, ist auf der einen Seite von der Qualität des Eltern – Kind – Verhältnisses und auf der anderen Seite vom jeweiligen Einflussbereich abhängig (Schmid, 2004, S. 34 f.). Wird in einer Familie sehr viel kommuniziert und viel Zeit miteinander verbracht, haben es die Gleichaltrigen natürlich schwerer, Einfluss auf die Jugendlichen auszuüben (Schmid, 2004, S.34). „Allgemein kann angenommen werden, dass der Einfluss von Gleichaltrigen immer dann größer ist, wenn es sich um einen .. [Einflussbereich] handelt, der einen starken Bezug zur Gleichaltrigenkultur aufweist“ (Schmid, 2004, S. 35). Nach Schmid (2004) müssten demnach die Freunde zum Beispiel in Sachen Alkoholkonsum einen höheren Einfluss auf die Jugendlichen ausüben, als die Eltern. Im Einflussbereich der Berufswahl müssten sozusagen die Eltern den entscheidenden Einfluss - vor den Jugendlichen - haben. Ob sich die Annahme von Schmid bestätigt, wird in Kapitel 3 beleuchtet, wo diese beiden Einflussbereiche explizit beschrieben werden. „In der Regel sind die Eltern „Karriereberater“, die Gleichaltrigen die „Freizeitpartner“ “ (Hurrelmann, 2007, S. 130). Neben dem Freizeit- und Konsumverhalten, sowie der Berufswahl und dem Alkoholkonsum, gibt es noch weitere Einflussbereiche, in denen Gleichaltrige auf Jugendliche wirken. Nach Dannenbeck (2003) wirken Peer – Groups auch auf das Sexualverhalten. Dannenbeck nennt die Gleichaltrigengruppe „die bedeutendste Ressource auf die Jugendliche im sexuellen Sozialisationsprozess zurückgreifen“ (Dannenbeck, 2003, S. 39). Weiterhin ermöglichen die Gleichaltrigengruppen den Teenagern, die in der Jugendphase aufkommenden Wünsche nach Erotik und heterosexuellen Kontakten zu befriedigen (Ausubel, 2003, S. 118). Desweiteren haben die Peers Einfluss auf die Schulnoten (Seiffge - Krenke, 2009, S. 148). Dies ist aber nur ein kleiner Ausschnitt an möglichen Einflussbereichen, denn eine Vielzahl von Studien beweisen übereinstimmend, dass die Beeinflussbarkeit durch die Peers in der Jugendphase am größten ist (Schilling, 2002, S. 18).

[...]

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Einfluss von Freunden auf Jugendliche (Peer-Groups)
Hochschule
Universität Rostock
Note
1,3
Autor
Jahr
2011
Seiten
24
Katalognummer
V199364
ISBN (eBook)
9783656256588
ISBN (Buch)
9783656258766
Dateigröße
645 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Peer Groups, Jugendliche, Einfluss, Gleichaltrige, Freunde
Arbeit zitieren
Tom Scheffler (Autor), 2011, Einfluss von Freunden auf Jugendliche (Peer-Groups), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/199364

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