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Vom Surfen zu Wasser und zu Lande: Waveboarden

Ein neuer Bewegungstrend in einer veränderten Jugendkultur

Titel: Vom Surfen zu Wasser und zu Lande: Waveboarden

Examensarbeit , 2012 , 73 Seiten , Note: 1,33

Autor:in: Thiemo Urban (Autor:in)

Sport - Sportsoziologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die heutige Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen unterscheidet sich stark von der früherer Generationen. Einerseits haben sich Familienstrukturen verändert, andererseits hat sich aber auch ein Wandel im Freizeitverhalten und damit einhergehend in der Bewegungs- und Sportkultur vollzogen.
Jugendliche von heute surfen nicht mehr nur auf dem Wasser oder zu Lande mit dem Skateboard, es scheint sich zunehmend ein allgemeiner Lebensstil mit dem Begriff des Surfens entwickelt zu haben, der auch das Surfen im Internet einschließt und ein Ausdruck von Modernität und Jugend zu sein scheint. Es entstehen immer neue Trends, die speziell Jugendliche anziehen und durch die sie sich oft auch von anderen abzugrenzen versuchen.
Um zu ergründen, wie sich das Bewegungs- und Sportverhalten Jugendlicher verändert hat, gilt es also näher zu beleuchten, wie sich die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen heute gewandelt hat, um schließlich zu sehen, was die heutige Jugendkultur ausmacht.
Darüber hinaus sollen die Instanzen der Sozialisation von Kindern und Jugendlichen näher beleuchtet werden, um herauszufinden, welchen Status bzw. welche Bedeutung Kinder in unserer modernen Gesellschaft überhaupt haben und wie sich ihre Identität vor diesem Hintergrund ausbildet.
Des Weiteren soll sich diese Arbeit mit dem Begriff des Surfens eingehender beschäftigen, im Speziellen mit einer neuen Variante des Streetsurfings, dem Waveboarden. Dabei sollen die Ursprünge des Surfens und Skatens genauer beleuchtet und die Stellung des Waveboardens in der Reihe dieser Roll- und Gleitsportarten untersucht werden.
Ferner ist zu klären, was sich hinter dem Konzept eines Trends bzw. der Trendsportarten verbirgt. Wie entstehen Trends, wie kommen Kinder und Jugendliche damit in Berührung, wo und wie werden diese zelebriert?
Diese Fragen laden dazu ein, anhand des Waveboardens beispielhaft zu beschreiben, wie eine sportliche Bewegungsform zu einem Trend avanciert und wie sich innerhalb dieser Trendsportarten juvenile Szenen ausbilden. Hierbei wird der Versuch unternommen, zu zeigen, warum gerade das Waveboarden einen so rasanten Einzug in die aktuelle Bewegungsszene von Kindern und Jugendlichen gehalten hat.
Daher sollen auf den folgenden Seiten zunächst einige wesentliche Beispiele der veränderten kindlichen Lebens- und Bewegungswelt beschrieben werden, um schließlich der Frage nachzugehen, was überhaupt den Reiz für Kinder und Jugendliche ausmacht, sich neuen Bewegungstrends hinzugeben

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Phase der Kindheit

2.1 Instanzen der Sozialisation

2.1.1 Die Familie

2.1.2 Die Institution Schule

2.1.3 Die Peer-Group

2.1.4 Die Massenmedien

2.2 Identitätsbildung

2.2.1 Das Subjekt-Objekt-Paradigma

2.3 Die Lebensführung des Kindes

3 Die Phase der Jugend - veränderte Jugendkultur

3.1 Neue Sozialisationsagenturen

3.2 Juvenile Szenen

3.3 Lebensstile und jugendliches Körperkapital

4 Sportengagement von Kindern und Jugendlichen

4.1 Veränderungen im Bewegungs- und Sportbereich – Tendenz zur Individualisierung?

4.1.1. These der Versportlichung

4.1.2 These der Deinstitutionalisierung

4.1.3 These der Multiplizierung

4.1.4 These der Entstrukturierung

4.1.5 These der Erlebnisorientierung

5 Trend und Trendsport

5.1 Konstituierende Aspekte von Trendsport

5.1.1 Stilisierung der Bewegung

5.1.2 Beschleunigung des Sich-Bewegens

5.1.3 Betonung der Virtuosität

5.1.4 Extremisierung des Sports

5.1.5 Eventorientierung

5.1.6 Sampling

5.2 Eroberung neuer Bewegungsräume

6 Waveboarden – eine Form des Surfings

6.1 Das Waveboard – Begriffsklärung

6.2 Einordnung des Gerätes

6.3 Surfen zu Wasser – Wellenreiten

6.4 Surfen zu Lande – die Entstehung

6.5 Surfen im Netz – eine kulturelle Alltagspraktik

6.6 Waveboarden – ein weiterer Trendsport?

6.6.1 Die Stilisierungsfunktion

6.6.2 Beschleunigung der Bewegung

6.6.3 Die Virtuositätsbetonung

6.6.4 Die Extremisierung

6.6.5 Trend zum Event

6.6.6 Das Sampling

6.6.7 Fazit

6.7 Die Skater-Szene – Vorbild für die Streetsurfing-Szene?

7 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie sich die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen sowie deren Bewegungs- und Sportverhalten in einer sich wandelnden Jugendkultur verändert haben. Im Fokus steht dabei das Waveboarden als neue Trendsportart, um exemplarisch aufzuzeigen, welche Motive und gesellschaftlichen Faktoren dazu führen, dass junge Menschen sich immer wieder neuen Trends zuwenden.

  • Sozialisation von Kindern und Jugendlichen durch Familie, Schule und Medien
  • Entwicklung jugendlicher Identität und Lebensstile
  • Wandel im Sportengagement und die Tendenz zur Individualisierung
  • Charakteristika von Trendsportarten und ihre Einordnung
  • Analyse des Waveboardens als moderne Bewegungsform und Ausprägung von Streetsurfing

Auszug aus dem Buch

6.6.2 Beschleunigung der Bewegung

In Punkto Geschwindigkeit setzt das Waveboard im Bereich der Streetboards neue Maßstäbe. Der einzusetzende Kraftaufwand, um das Gerät in Bewegung zu setzen, wird wesentlich effizienter in Vortrieb umgesetzt als dies beispielsweise beim Skateboarden passiert. Es ist somit möglich, über einen längeren Zeitraum eine relativ konstante hohe Geschwindigkeit zu realisieren. Ermöglicht wird dies durch Rollen, die man aus dem Inlineskating kennt. Durch ihre konkave Formgebung entsteht zum einen weniger Rollwiderstand als dies bei den breiteren, walzenförmigen Skateboardrollen der Fall ist, zum anderen ist dadurch bei schnellen Kurvenfahrten ein extremeres Abkippen des Waveboards hin zur Kurvenmitte, also entgegen der Fliehkraft, möglich. Das bedeutet mehr Geschwindigkeit, sowohl der Geradeaus- als auch bei der Kurvenfahrt und das Board bleibt auch für Novizen gut kontrollierbar.

Des Weiteren eignet sich das Streetsurfing hervorragend für die Anwendung auf verschiedene Spielformen. Vor allem in Schulsportangeboten wird das Waveboard bezüglich seiner Spieltauglichkeit auf die Probe gestellt. Das Wavehockey stellt ein prägnantes Beispiel für die tatsächliche Beschleunigung eines tradierten Spiels unter Einsatz des Waveboards dar. Es erinnert in

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen sowie deren Sportverhalten und stellt die Relevanz des Themas Trendsport im Kontext moderner Jugendkultur dar.

2 Die Phase der Kindheit: Dieses Kapitel analysiert die Sozialisationsinstanzen von Kindern, wie Familie, Schule, Peer-Group und Medien, sowie die Identitätsbildung und Lebensführung in der heutigen Kindheit.

3 Die Phase der Jugend - veränderte Jugendkultur: Der Fokus liegt auf der Definition der Jugendphase, neuen Sozialisationsagenturen und dem Phänomen der juvenilen Szenen sowie der Bedeutung des Körperkapitals.

4 Sportengagement von Kindern und Jugendlichen: Hier werden Veränderungen im Sportverhalten untersucht, insbesondere fünf Thesen zur Individualisierung im Sport, wie Versportlichung, Deinstitutionalisierung, Multiplizierung, Entstrukturierung und Erlebnisorientierung.

5 Trend und Trendsport: Das Kapitel definiert den Begriff Trendsport und seine konstituierenden Aspekte, wie Stilisierung, Beschleunigung, Virtuosität, Extremisierung, Eventorientierung und Sampling, und betrachtet die Eroberung neuer Bewegungsräume.

6 Waveboarden – eine Form des Surfings: Die zentrale Analyse des Waveboardens als Sportgerät, dessen Einordnung, die historische Herleitung vom Surfen und die Untersuchung als neuer Trendsport anhand der im vorherigen Kapitel erarbeiteten Kriterien.

7 Resümee: Das Resümee fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bestätigt die enge Verzahnung von Trend und jugendlichen Szenen am Beispiel des Waveboardens.

Schlüsselwörter

Waveboarden, Streetsurfing, Jugendkultur, Individualisierung, Sozialisation, Trendsport, Identitätsbildung, Sportengagement, juvenile Szenen, Körperkapital, Eventorientierung, Sampling, Bewegungsräume, Skater-Szene, Sportsoziologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert den Wandel der kindlichen und jugendlichen Lebenswelt und wie sich dieser in neuen Bewegungs- und Sportformen, insbesondere dem Trendsport "Waveboarden", niederschlägt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf Sozialisation, Jugendkultur, Identitätsbildung, der Entwicklung von Trendsportarten und der speziellen Analyse des Waveboardens.

Welches Ziel verfolgt der Verfasser?

Das primäre Ziel ist es, das Waveboarden als neuen Bewegungstrend in der heutigen Jugendkultur zu identifizieren und zu erklären, warum dieser Sport für Kinder und Jugendliche so attraktiv ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Basis soziologischer und sportwissenschaftlicher Literatur sowie der Analyse von Trendsport-Thesen und Studienergebnissen (z.B. JIM-Studie) argumentiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Sozialisation im Kindes- und Jugendalter, die Analyse des modernen Sportverhaltens (Individualisierung), die Definition von Trendsport und die detaillierte Beschreibung des Waveboardens als spezielle Form des "Streetsurfings".

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit am besten?

Sozialisation, Individualisierung, Trendsport, Waveboarden, Jugendkultur und Identitätsbildung sind die zentralen Konzepte.

Wie unterscheidet sich das Waveboarden aus Sicht des Autors vom Skateboarden?

Der Autor führt aus, dass das Waveboarden durch effizienteren Vortrieb, höhere Kontrollierbarkeit für Novizen und eine geringere materielle sowie finanzielle Belastung im Vergleich zum komplexeren Skateboarden charakterisiert ist.

Inwieweit spielt die Skater-Szene für das Waveboarden eine Rolle?

Die Skater-Szene dient als Vorbild und Orientierungsrahmen; das Waveboarden greift Ästhetik und Codes der Skater-Szene auf, weist aber eine eigene Dynamik und geringere Barrieren für den Einstieg auf.

Warum ist das Waveboarden laut Arbeit ein Beispiel für den "Trend zum Event"?

Durch mobile Event-Touren, Schulsport-Projekte und die Inszenierung als "Streetsurfing" wird der Sport nicht nur als reine sportliche Betätigung, sondern als erlebnisorientiertes, mediales Event vermarktet.

Ende der Leseprobe aus 73 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Vom Surfen zu Wasser und zu Lande: Waveboarden
Untertitel
Ein neuer Bewegungstrend in einer veränderten Jugendkultur
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen
Note
1,33
Autor
Thiemo Urban (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
73
Katalognummer
V199424
ISBN (eBook)
9783656258544
ISBN (Buch)
9783656260431
Sprache
Deutsch
Schlagworte
surfen wasser lande waveboarden bewegungstrend jugendkultur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thiemo Urban (Autor:in), 2012, Vom Surfen zu Wasser und zu Lande: Waveboarden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/199424
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  73  Seiten
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