[...] In der Filmgeschichte ist der Thriller ein sehr interessantes Genre im Hinblick auf die Schuldfrage. Filme decken die Abgründe der eigenen Persönlichkeit auf und zeigen dem Zuschauer zu was auch er fähig ist. Sie verwickeln das Publikum in Schuld. [...] Hitchcock schafft es durch den genialen ästhetischen Aufbau seiner Filme, dass die Zuschauer moralisch verwerfliche Dinge akzeptieren. Er verwickelt den Zuschauer in Schuld und gibt ihm die Chance, durch das Erleben von unmoralischen Dingen über sich selbst und die Tat zu richten. Dies gelingt ihm durch die gezielte Manipulation des Publikums.
Inhaltsverzeichnis
- A) „Schuld, was ist das?“ – Der Versuch einer Definition
- B) Alfred Hitchcock und das Motiv der Schuld (in Psycho, Vertigo und Rope)
- 1. Passive Schuld – Unbewusste Verwicklung in (Mit-) Schuld
- 1.1 Aufzeigen der Abgründe der eigenen Persönlichkeit
- 1.2 Identifikation mit dem Schurken
- 2. Aktive Schuld - Bewusstes Überschreiten des Erlaubten
- 2.1 Der Zuschauer als Voyeur
- 2.2 Wissensvorsprung des Zuschauers
- 1. Passive Schuld – Unbewusste Verwicklung in (Mit-) Schuld
- C) Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit dem Motiv der Schuld in den Filmen Alfred Hitchcocks, insbesondere in „Psycho“, „Vertigo“ und „Rope“. Ziel ist es, die Rolle des Zuschauers als Komplize in der Schuldproblematik zu analysieren und aufzuzeigen, wie Hitchcock die Abgründe der eigenen Persönlichkeit durch die Identifikation mit den Figuren beleuchtet.
- Die unterschiedlichen Definitionen und Perspektiven des Schuldbegriffs
- Die Rolle des Zuschauers in der Konstruktion von Schuld
- Die Analyse von Schuldmotiven in ausgewählten Hitchcock-Filmen
- Die Verwicklung des Zuschauers in passive und aktive Schuldformen
- Der Einfluss von Moral und Ethik auf das Schuldverständnis im Kontext der Filme
Zusammenfassung der Kapitel
In Kapitel A wird der Schuldbegriff aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet, von juristischen Definitionen bis hin zu philosophischen Überlegungen. Der Fokus liegt auf der moralischen Dimension von Schuld und der Rolle des Gewissens.
Kapitel B konzentriert sich auf die Darstellung des Schuldmotivs in Hitchcocks Filmen, insbesondere in „Psycho“, „Vertigo“ und „Rope“. Hierbei werden die Konzepte der passiven und aktiven Schuld analysiert, die durch die Identifikation des Zuschauers mit den Figuren entstehen.
Schlüsselwörter
Schuld, Hitchcock, Film, Psycho, Vertigo, Rope, Zuschauer, Identifikation, Voyeurismus, Moral, Ethik, Abgründe der Persönlichkeit, Schuldbewusstsein.
Häufig gestellte Fragen
Welche Filme von Alfred Hitchcock werden in der Arbeit analysiert?
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Klassiker „Psycho“, „Vertigo“ und „Rope“ (Cocktail für eine Leiche).
Wie definiert Hitchcock "Schuld" in seinen Filmen?
Hitchcock unterscheidet zwischen passiver Schuld (unbewusste Verwicklung) und aktiver Schuld (bewusstes Überschreiten von Grenzen).
Wie wird der Zuschauer zum Komplizen gemacht?
Durch Voyeurismus, Identifikation mit dem Schurken und einen gezielten Wissensvorsprung manipuliert Hitchcock das Publikum, sodass es moralisch verwerfliche Taten akzeptiert.
Was ist das Ziel der ästhetischen Manipulation bei Hitchcock?
Ziel ist es, die Abgründe der eigenen Persönlichkeit des Zuschauers aufzudecken und ihn in die moralische Problematik der Tat zu verwickeln.
Welche Rolle spielt der Voyeurismus?
Der Voyeurismus dient als Mittel der aktiven Schuld, bei dem der Zuschauer durch das Beobachten verbotener Dinge selbst zum Teilhaber der Tat wird.
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- Natascha Alexandra Hass (Autor), 2011, Das Motiv der Schuld in Hitchcocks Filmen (Psycho, Vertigo, Rope), Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/199529