Um Caesars politisches Handeln bis Ende 63 v. Chr. einordnen und bewerten zu können muss man zwingenderweise zumindest in Grundzügen über den gesellschaftlichen, politischen und familiären Hintergrund Bescheid wissen, vor und mit dem Caesar agiert.
Nach einer kurzen Einführung, wird im Hauptteil zunächst eine kompakte Beurteilung der Quellenlage und einer knappen, einführenden Vorstellung der wichtigsten, für diese Arbeit herangezogenen Quellenautoren in alphabetischer Reihenfolge gegeben.
Danach soll so kurz wie möglich, so ausführlich wie nötig die Krise der römischen Republik bis zur Diktatur Sullas dargestellt werden. Weiterhin wird Caesars nicht ganz unproblematische familiäre Situation, sowie sein politisches Leben und Überleben bis er
69 v Chr. als Quästor in die höhere Ämterlaufbahn eintritt, dargestellt.
Das letzte Drittel des Hauptteiles bildet "Caesars politischer Aufstieg von 69 bis Ende 63 v. Chr.". Hier soll gezeigt werden, wie Caesar es bewerkstelligte, erste größere politische Erfolge zu
verbuchen, die er dann als Fundament für sein weiteres, so schicksalhaftes, politisches Wirken nutzte.
Die Abfolge von größeren, aber auch kleineren politischen Stationen undmarkanten Ereignissen in Caesars Leben wird chronologisch dargestellt.
Abschließend steht ein kurzes Fazit als Zusammenfassung der Erkenntnisse zu Caesars politischem Aufstieg bis Ende 63 v. Chr.
Aus den Quellen wird, der besseren Lesbarkeit halber, auf
Deutsch zitiert; die dafür herangezogenen Übersetzungen sind im Literaturverzeichnis nachgewiesen.
Inhaltsverzeichnis
1. Zielsetzung dieser Arbeit
2. Einleitung
3. Quellenlage und Quellenautoren
3.1. Appian
3.2. Cassius Dio
3.3. Cicero
3.4. Plutarch
3.5. Sallust
3.6. Sueton
4. Die Krise der Republik
5. Caesars familiärer Hintergrund
6. Caesars Werdegang bis 69 v.Chr.
7. Caesars politischer Aufstieg von 69 bis Ende 63 v.Chr.
8. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit hat zum Ziel, den politischen Aufstieg von Gaius Julius Caesar bis zum Ende des Jahres 63 v. Chr. chronologisch nachzuvollziehen und kritisch einzuordnen. Dabei wird insbesondere untersucht, wie Caesars familiäre Herkunft und das komplexe gesellschaftspolitische Umfeld der späten Römischen Republik seine Karriere maßgeblich beeinflussten.
- Analyse der zentralen antiken Quellen und deren Autoren
- Untersuchung der strukturellen Krise der Römischen Republik
- Einfluss des familiären Hintergrunds auf Caesars frühe Karriere
- Die Entwicklung vom jungen Aristokraten zum Quästor und Pontifex Maximus
Auszug aus dem Buch
3. Quellenlage und Quellenautoren
Die Quellenlage bis zu Caesars erstem Konsulat im Jahre 59 v. Chr. ist insgesamt eher dürftig, weil er bis zu diesem Zeitpunkt für die meisten seiner Zeitgenossen recht uninteressant war. Man machte sich nichts aus ihm, seiner Herkunft und seinen ersten politischen Handlungen. Seit dem Zeitpunkt als Caesar dann das Konsulat bekleidete und somit ins öffentliche Bewusstsein rückte, gibt es eine deutlich dichtere und bessere Quellenlage. Für die Jugendjahre wurden die wenigen bekannten Fakten von wohlwollenden Schreibern als Beweis dafür gedeutet, "daß Genialität, Wagemut und Tatkraft ihn schon von Jugend an auszeichneten", während Caesars Gegner sich plötzlich sehr sicher waren, "daß von Jugend an nicht nur sein moralischer Lebenswandel, sondern auch die Wahl seiner politischen Mittel der anrüchigsten Art gewesen sei". Obwohl es überlieferte Texte von Zeitgenossen Caesars gibt (so z.B. von Cicero und Sallust), sind sie wichtigsten Quellenautoren für die Beschäftigung mit Gaius Julius Caesar doch zweifelsfrei Plutarch und Sueton.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Zielsetzung dieser Arbeit: Einführung in die Zielsetzung und methodische Vorgehensweise der Arbeit zur Untersuchung von Caesars politischem Aufstieg.
2. Einleitung: Vorstellung der Person Gaius Julius Caesar und Einordnung seiner anhaltenden historischen Bedeutung.
3. Quellenlage und Quellenautoren: Kompakte Beurteilung und alphabetische Vorstellung der für diese Arbeit herangezogenen antiken Autoren und Quellen.
4. Die Krise der Republik: Analyse der gesellschaftlichen und politischen Instabilität der Römischen Republik nach der Expansion.
5. Caesars familiärer Hintergrund: Darstellung der patrizischen Herkunft Caesars und der Bedeutung familiärer Verbindungen für eine politische Karriere.
6. Caesars Werdegang bis 69 v.Chr.: Betrachtung von Caesars frühen Jahren, seiner Ehe mit Cornelia und den Herausforderungen unter der Diktatur Sullas.
7. Caesars politischer Aufstieg von 69 bis Ende 63 v.Chr.: Detailreiche Schilderung von Caesars Ämterlaufbahn, seiner Wahl zum Quästor und schließlich zum Pontifex Maximus.
8. Fazit: Zusammenfassende Bewertung von Caesars politischer Strategie und seinem Aufstieg als zielstrebiger Machtpolitiker.
Schlüsselwörter
Gaius Julius Caesar, Römische Republik, politischer Aufstieg, Quellenanalyse, Antike, Aristokratie, Diktatur Sullas, cursus honorum, Pontifex Maximus, Quästor, Catilinarische Verschwörung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt den frühen politischen Lebensweg und den Aufstieg des Gaius Julius Caesar von seiner Jugend bis zum Ende des Jahres 63 v. Chr.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die Quellenkritik, das Verständnis der Krise der Römischen Republik und die Analyse der persönlichen und politischen Voraussetzungen Caesars.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, Caesars Aufstieg nicht nur chronologisch darzustellen, sondern diesen in den Kontext seiner Zeit, seines familiären Hintergrunds und der gesellschaftlichen Bedingungen einzuordnen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich primär auf die Auswertung und kritische Gegenüberstellung antiker Quellen wie Plutarch, Sueton, Cicero, Appian und Cassius Dio.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Quellen, die Analyse der Krisenphänomene der Republik, die Familiengeschichte Caesars sowie die konkreten Etappen seines Aufstiegs bis zum Jahr 63 v. Chr.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Caesar, Römische Republik, Quellenkritik, Ämterlaufbahn, Aristokratie und die politische Krisensituation jener Epoche.
Warum spielt die Familiengeschichte Caesars eine so große Rolle in der Untersuchung?
Die Arbeit betont, dass in der römischen Aristokratie familiäre Verbindungen und Herkunft (wie die Verwandtschaft zu Marius) maßgeblich den politischen Spielraum und das Ansehen eines jungen Politikers prägten.
Wie bewertet die Arbeit Caesars Rolle in der Catilinarischen Verschwörung?
Die Arbeit lässt offen, inwieweit Caesar tatsächlich in die Verschwörung verwickelt war, und ordnet sein Handeln als politisch vorsichtiges Navigieren in einer hochgefährlichen Situation ein.
- Quote paper
- Timo Pfänder (Author), 2011, Caesars politischer Aufstieg bis Ende 63 v.Chr., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/199675