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Wie Schafe mitten unter die Wölfe. Die Bekennende Kirche in Ostpreußen und Dietrich Bonhoeffers Visitationsreisen 1940

Title: Wie Schafe mitten unter die Wölfe. Die Bekennende Kirche in Ostpreußen und Dietrich Bonhoeffers Visitationsreisen 1940

Research Paper (postgraduate) , 2012 , 263 Pages

Autor:in: Prof. Dr. Ulrich Schoenborn (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History
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Eine Beschäftigung mit der historischen Phase des sog. „Kirchenkampfes“ mehr als 60 Jahre nach Kriegsende und nachdem sich lebensweltliche wie globale Bedingungen mehrfach verändert haben, versteht sich nicht von selbst. Mit einigen Vorbemerkungen soll daher der Weg skizziert werden, auf dem sich mir das Thema erschlossen hat.

Zunächst möchte ich den Horizont beschreiben, in dem ich das Thema angesiedelt sehe. Dabei wird auf das heuristische Moment der „protestantischen Widersetzlichkeit“ (Günther van Norden) abgehoben. Sodann soll plausibel gemacht werden, warum die Darstellung Ostpreußen fokussiert. Schließlich möchte ich, auch mit persönlichem Akzent, darlegen, inwiefern Dietrich Bonhoeffer und Ostpreußen zum Gegenstand einer historischen und theologischen Untersuchung haben werden können. Der Hinweis im Buchtitel auf das Wort aus Matthäus 10, 16 ist als Richtungsangabe zu verstehen, die das Selbstverständnis der Glaubenden in der Nachfolge Jesu kennzeichnet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Zur Einführung

Immer noch Beschäftigung mit dem „Kirchenkampf“?

1. Dietrich Bonhoeffers Eltern

2. Ostpreußen und die komplexen Beziehungen zwischen Staat und Evangelischer Kirche

2.1 Zur Vorgeschichte

2.2 Nebeneinander – Miteinander

Evangelische Kirche und nationaler Aufbruch

Exkurs: Zur „Glaubensbewegung Deutsche Christen“

2.3 Die Bekennende Kirche in Ostpreußen

Exkurs: Hans Joachim Iwand in Riga

2.4 Vor dem Krieg

2.5 Porträts aus der Bekennenden Kirche in Ostpreußen - Wichtige Kirchen

3. Leben und Glauben im weltweiten Horizont

4. Die Visitationsreisen in Ostpreußen 1940

6. – 25. Juni

Exkurs: „Innere Kapitulation vor den neuen Fakten?“

7. – 29. Juli

Exkurs: Ulrich Sporleder

25. August – 2. September

5. Remembering Forward

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Wirken Dietrich Bonhoeffers in Ostpreußen im Jahr 1940 im Kontext des kirchlichen Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Ziel ist es, die spezifische Situation der evangelischen Kirche in der Provinz Ostpreußen und die Bedeutung der Visitationsreisen Bonhoeffers historisch und theologisch aufzuarbeiten.

  • Die kirchenpolitische Rolle der „Bekennenden Kirche“ in Ostpreußen.
  • Dietrich Bonhoeffers theologische Arbeit und sein Weg in den Widerstand.
  • Die Spannungsfelder zwischen Patriotismus, Bekenntnis und kirchlicher Anpassung.
  • Die Rolle der „Glaubensbewegung Deutsche Christen“ im kirchengeschichtlichen Prozess.
  • Die Bedeutung von biografischen Porträts für die Rekonstruktion des Widerstands.

Auszug aus dem Buch

I. Dietrich Bonhoeffers Eltern

Die Vorfahren des Vaters stammten aus Holland (van den Boenhoff; Nymwegen) und sind seit dem 16. Jahrhundert in Württemberg in angesehenen Berufen nachweisbar. In der Kirche von Schwäbisch Hall finden sich Grabsteine der Bonhoeffers und an etlichen Bürgerhäusern das Bonhoeffersche Familienwappen. Aus dem schwäbischen Kontext (Tafelsche Linie) sind „revolutionäre Elemente“ in das Selbstverständnis der Bonhoeffers eingegangen: demokratisches Selbstbewusstsein, liberales Denken, Verantwortungsbereitschaft.

Karl Ludwig Bonhoeffer wurde am 31. März 1868 in Neresheim geboren. Er studierte von 1887 bis 1892 Medizin in Tübingen, Berlin und München. 1897 habilitierte er sich bei Carl Wernicke in Breslau. Hier entstanden wichtige Arbeiten über die symptomatischen Psychosen, d.h. psychische Erkrankungen, die als Begleiterscheinungen von akuten Infektionen oder Vergiftungen auftraten. Die Forschungen auf diesem Feld haben seinen Ruf als Neurologe und Psychiater begründet. Karl Bonhoeffer hat sich sehr darum bemüht, den Stellenwert der Psychiatrie als anerkanntes medizinisches Fach weiterzuentwickeln und die psychischen Erkrankungen aus dem Kontext der Anstaltsmedizin herauszuholen bzw. in Spezialpraxen zu überführen. Auch die Tätigkeit als Gutachter gehört in diese Sparte. Bemerkenswert ist, dass er sich nicht an den Diskussionen um die aufstrebende Psychoanalyse beteiligt hat. Ein Kollege in Heidelberg (Robert Gaup) merkt dazu an: „Es mag vielleicht auffallen, dass ein Mann, der als feinsinniger, mit hervorragender Einfühlung begabter Psychiater uns das wohl Beste über das Wesen der hysterischen Symptombildung gegeben hat, im Streit der Geister über die Lehren von Freud, Adler, Jung und anderen 'Psychoanalytikern', soweit ich sehe, nirgends ausführlicher und grundsätzlich Stellung genommen hat."

Zusammenfassung der Kapitel

Dietrich Bonhoeffers Eltern: Dieses Kapitel zeichnet die familiäre Herkunft und das prägende Umfeld von Dietrich Bonhoeffer nach.

Ostpreußen und die komplexen Beziehungen zwischen Staat und Evangelischer Kirche: Der Abschnitt beleuchtet die historischen und politischen Hintergründe der Provinz Ostpreußen und das angespannte Verhältnis zwischen Kirche und NS-Regime.

Leben und Glauben im weltweiten Horizont: Hier wird Bonhoeffers theologischer Werdegang und sein ökumenisches Denken thematisiert.

Die Visitationsreisen in Ostpreußen 1940: Dieses Hauptkapitel beschreibt die konkreten Reisen Bonhoeffers durch die ostpreußischen Gemeinden und deren Bedeutung für den kirchlichen Widerstand.

Remembering Forward: Das abschließende Kapitel reflektiert über die Notwendigkeit einer bewussten und kritischen Erinnerungsarbeit an das Erbe der Bekennenden Kirche.

Schlüsselwörter

Dietrich Bonhoeffer, Ostpreußen, Bekennende Kirche, Kirchenkampf, Nationalsozialismus, evangelische Kirche, Widerstand, Visitationsreisen, Hans Joachim Iwand, Bekenntnis, Theologie, Kirchengeschichte, Zeitgeschichte, NS-Regime, Glaubensbewegung Deutsche Christen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Wirken von Dietrich Bonhoeffer in der Provinz Ostpreußen während der NS-Zeit, insbesondere seine Visitationsreisen im Jahr 1940 und deren kirchenpolitische Bedeutung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der „Kirchenkampf“, das Spannungsverhältnis zwischen nationaler Mentalität und christlichem Bekenntnis sowie die Geschichte der Bekennenden Kirche in Ostpreußen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine historisch-theologische Aufarbeitung, um die oft vernachlässigte Rolle der Bekennenden Kirche in Ostpreußen sichtbar zu machen und Bonhoeffers Einbindung in dieses regionale Geschehen zu verstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine kirchenhistorische Untersuchung, die auf der Auswertung von Quellen, Dokumentationen und biographischen Zeugnissen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Vorgeschichte Ostpreußens, die Analyse der innerkirchlichen Gruppierungen (wie der „Deutschen Christen“) und eine detaillierte Schilderung der Visitationsreisen Bonhoeffers.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kirchenkampf, Bekennende Kirche, Bonhoeffer, Ostpreußen, Widerstand und Theologie.

Warum war die Zusammenarbeit mit dem NS-Staat für viele Kirchenvertreter anfangs attraktiv?

Viele Vertreter des Protestantismus sahen im „nationalen Aufbruch“ 1933 die Hoffnung auf eine Wiederkehr alter nationaler Größe und eine Lösung für die kirchenpolitischen und sozialen Nöte der Weimarer Zeit.

Welche Bedeutung hatten die Visitationsreisen für Bonhoeffer selbst?

Die Reisen waren für Bonhoeffer eine seelsorgliche Aktivität, die es ihm ermöglichte, trotz Redeverboten weiterhin als Theologe zu wirken und die Gemeinden in ihrem Bekenntnisstand zu stärken.

Wie unterschied sich die ostpreußische Bekennende Kirche von der im Westen?

Die ostpreußische BK zeichnete sich durch eine ausgeprägte Eigenständigkeit aus und versuchte, in spezifisch ostpreußischen Kontexten – oft zögerlich, aber beharrlich – einen eigenen Weg des Widerstands zu finden.

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Details

Title
Wie Schafe mitten unter die Wölfe. Die Bekennende Kirche in Ostpreußen und Dietrich Bonhoeffers Visitationsreisen 1940
Author
Prof. Dr. Ulrich Schoenborn (Author)
Publication Year
2012
Pages
263
Catalog Number
V199795
ISBN (eBook)
9783656260974
ISBN (Book)
9783656261155
Language
German
Tags
Kirchenkampf Bekennende Kirche Ostpreußen Dietrich Bonhoeffer Widerstand gegen den Nationalsozialismus Hans Joachim Iwand
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Prof. Dr. Ulrich Schoenborn (Author), 2012, Wie Schafe mitten unter die Wölfe. Die Bekennende Kirche in Ostpreußen und Dietrich Bonhoeffers Visitationsreisen 1940, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/199795
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