Philipp II. war ohne Zweifel eine der wichtigsten historischen Persönlichkeiten der Antike. Unter seiner Regentschaft herrschte im Reich der Makedonen ein innerer Friede und die Armee wurde durch eine Modernisierung erheblich schlagkräftiger. Außerdem gelang es ihm, die Grenzen seines Reiches mit Eroberungszügen und diplomatischem Geschick enorm auszuweiten. Infolge dieser Expansionspolitik wuchs auch der makedonische Einfluss im griechischen Raum immer mehr an.
Nach dem Ende des Dritten Heiligen Krieges im Jahr 364 v. Chr. war Philipp II. ἄρχων des Thessalischen Bundes und erhielt einen Sitz im Rat der Amphiktionen. Jener Rat war es auch, der ihm 339 v. Chr. den Oberbefehl für einen Feldzug gegen die Lokrer übertrug. Diese hatten zuvor das dem Apollon geweihte Land um Delphi widerrechtlich bebaut und anschließend gegen die ihnen auferlegten Strafen verstoßen. Die folgende Invasion Philipps II. in Mittelhellas wird als Vierter Heiliger Krieg bezeichnet und sollte sich nicht nur auf einen Konflikt mit den Lokrern beschränken.
Anhand der vorliegenden Arbeit werden zunächst die vorangegangen Heiligen Kriege kurz erörtert, bevor auf die konkreten Entwicklungen eingegangen wird, die zum Eingreifen Philipps II. geführt haben. Dabei wird ein besonderer Schwerpunkt auf Rolle der einzelnen Akteure auf beiden Seiten vor dem Hintergrund der damaligen politischen Verhältnisse im Hellasgebiet gelegt. Danach wird der Verlauf des Vierten Heiligen Krieges geschildert und die Strategien beider Seiten werden dargelegt. Bei dieser Gelegenheit wird auf die taktischen Fehler während dieses Konfliktes näher eingegangen und auf jene Ereignisse, die den Makedonen und ihrem βασιλεὐς zum Erfolg verhalfen. Abschließend wird die Bedeutung des Vierten Heiligen Krieges bei dem Aufstieg Philipps II. zum Herrscher über beinahe ganz Griechenland erläutert.
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung
II. Hauptteil
II.1. Die Heiligen Kriege
II.2. Die Griechen und Philipp II. von 346 bis 340 v. Chr.
II.3. Der Ausbruch des Vierten Heiligen Krieges
II.4. Der Kriegsverlauf
III. Zusammenfassung
IV. Quellen- und Literaturverzeichnis
V. Eidesstattliche Erklärung
Häufig gestellte Fragen
Wer war Philipp II. von Makedonien?
Philipp II. war der König von Makedonien, der das Reich modernisierte und durch diplomatisches Geschick sowie militärische Stärke zum Herrscher über Griechenland aufstieg.
Was war der Auslöser des Vierten Heiligen Krieges?
Der Krieg begann 339 v. Chr., nachdem die Lokrer widerrechtlich geweihtes Land um Delphi bebaut und gegen auferlegte Strafen verstoßen hatten.
Welche Rolle spielte der Rat der Amphiktionen?
Der Rat übertrug Philipp II. den Oberbefehl für den Feldzug gegen die Lokrer, was ihm eine legitime Basis für sein Eingreifen in Mittelhellas verschaffte.
Wie endete der Vierte Heilige Krieg?
Der Konflikt gipfelte in der Schlacht von Chaironeia (338 v. Chr.), in der Philipp II. die vereinigten griechischen Poleis besiegte.
Welche Bedeutung hatte dieser Krieg für Makedonien?
Er markiert den endgültigen Aufstieg Makedoniens zur Hegemonialmacht über fast ganz Griechenland und legte den Grundstein für die späteren Feldzüge Alexanders des Großen.
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- Thomas Engelmann (Author), 2011, Philipp II. und der Vierte Heilige Krieg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/199902