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Die Entwicklung der Münchener Schule der Sozialgeographie

Titel: Die Entwicklung der Münchener Schule der Sozialgeographie

Hausarbeit , 2010 , 19 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: David Hanio (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der folgenden Hausarbeit wird das Thema "Die Entwicklung der „Münchener Schule“ der Sozialgeographie" thematisiert. Diese stellt eine Ausarbeitung des Referatsthemas „Daseinsgrundfunktionen der Münchener Schule“ dar. Allgemein lässt sich die „Münchener Schule“ als prägender Teil der Sozialgeographie in der Anthropogeographie beschreiben, die über Jahre hinweg die Strukturen der Wissenschaft beeinflusste. Ihren Ursprung hat die „Münchener Schule“ an dem sozialwissenschaftlichen geographischen Institut in München, wodurch sich die Sozialgeographie in der Humangeographie eingliederte und letztlich verankerte. Die Stadt München wurde circa ab 1952 das Zentrum der sozialgeographischen Forschung im deutschsprachigen Raum.

Als Grundgerüst der „Münchener Sozialgeographie“ ist der Funktionalismus zu betrachten, der im ersten Teil der Hausarbeit ausführlich bearbeitet wird. Dabei wird durch mich Bezug auf die ersten Entwicklungen in Richtung Sozialgeographie genommen und wichtige Akteure der Zeit vorgestellt. Darauffolgend wird das Hauptthema der Hausarbeit die Entwicklung der „Münchener Schule“ intensiv bearbeitet. Hierbei werden die ersten inhaltlichen Fakten zum historischen Kontext sowie der Zusammenhang zum Funktionalismus erläutert. Ebenfalls werden die genauen Ansichten von Ruppert, Schaffer, Paesler und Maier zur Sozialgeographie und deren Gruppenkonzept ausformuliert. Schließlich war der theoretische Ansatz von Ruppert, Maier, Paesler und Schaffer maßgeblich für die Entwicklung der Sozialgeographie innerhalb Deutschlands, der in von ihnen erschienenem Studienbuch niedergeschrieben ist.

Im nächsten Gliederungspunkt wird auf die Daseinsgrundfunktionen eingegangen, die als relevanter Inhalt der „Münchener Schule“ betrachtet werden muss. Anschließend wird die „Münchener Schule“ als wichtiges Konzept der heutigen Sozialgeographie und auf den Bezug der vorherigen Gliederungspunkte zusammengefasst. Zusätzlich erfolgt die Kritik an dem Konzept der „Münchener Schule“, die nach einigen Kritikern nicht ausführlich ausgearbeitet wurde und erhebliche Fehler aufweist. Am Ende der Hausarbeit erfolgt das Fazit, das die Ergebnisse der Hausarbeit bündelt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Funktionalismus

3. Die Entwicklung der „Münchener Schule“

4. Die Daseinsgrundfunktionen

5. Die „Münchener Schule“

6. Die Kritik an dem Ansatz der „Münchener Schule“

7. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die konzeptionellen Grundlagen der „Münchener Schule“ der Sozialgeographie. Dabei wird insbesondere analysiert, wie diese Schule durch funktionalistische Ansätze und die Einführung der Daseinsgrundfunktionen die humangeographische Forschung im deutschsprachigen Raum maßgeblich prägte und welche wissenschaftlichen Debatten sowie Kritiken sich daraus ergaben.

  • Grundlagen des Funktionalismus in der Stadt- und Wirtschaftsgeographie
  • Die Entstehung und Etablierung der „Münchener Schule“
  • Das Modell der Daseinsgrundfunktionen als zentrales Analyseinstrument
  • Sozialgeographische Raumkonzeptionen und das Handeln sozialer Gruppen
  • Wissenschaftliche Kontroversen und Kritik am Münchener Ansatz

Auszug aus dem Buch

4. Die Daseinsgrundfunktionen

Die Daseinsgrundfunktionen bzw. Grundfunktionen (DFG) der „Münchener Schule“ haben ihren Ursprung in den menschlichen Daseinsäußerungen nach Bobek. Das Konzept der Daseinsgrundfunktionen ist ein „[...] sozialgeographischer Ansatz zur Beschreibung und Analyse der sozial- und funktionsräumlichen Gliederung von Räumen und zur normativ orientierten Planung der Anordnung der Funktionen“ (REUBER 2000, S. 21).

Die Grundfunktionen menschlicher Daseinsäußerung verbindet nach Ruppert und Schaffer ein mehrseitiges Abhängigkeitsverhältnis. Dies bedeutet, dass sie ein sogenanntes anthropogenes Kräftefeld bilden, ein komplexes Wirkungsgefüge, das in engerer Wechselwirkung mit der natürlichen Umwelt steht (vgl. RUPPERT et al. 1969, S. 209). Diese menschlichen Daseinsfunktionen besitzen spezifische Flächen- und Raumansprüche sowie „verortete“ Einrichtungen, deren regional differenzierte Muster die Geographie zu erfassen und wissenschaftlich zu erklären hat (vgl. RUPPERT et al. 1969, S. 209).

Folglich werden die DGF so definiert: „Daseinsgrundfunktionen sind solche grundlegenden menschlichen Daseinsäußerungen, Aktivitäten und Tätigkeiten, die allen sozialen Schichten immanent (= innewohnend, in etwas enthalten), massenstatistisch erfassbar, räumlich und zeitlich messbar sind und sich raumwirksam ausprägen“ (HEINEBERG 2007, S. 27). Die DGF leiten sich somit an menschlichen Grundbedürfnissen ab, die den oben genannten vier Kriterien unterworfen werden. Deshalb gibt es auch je nach Kulturkreisen und Epochen eine Variation der Funktionen (vgl. REUBER 2000, S. 29).

Ruppert und Schaffer haben ein Modell der Funktionen von D. Partzsch (1965) übernommen, der versuchte, die Raumansprüche der Gesellschaft („Funktionsgesellschaft“) zu ordnen (vgl. FLIEDNER 1993, S. 296). Sie haben das Modell als eine primäre Vorlage der Sozialgeographie eingegliedert (vgl. Abb. 1). Das Modell basiert auf einem Katalog von sieben kategorialen Grunddaseinsfunktionen des Menschen und wurde in Anlehnung an die „Chatha von Athen“ aufgestellt (vgl. LENG 1973, S. 122f).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert das Thema der Hausarbeit, die Entwicklung der „Münchener Schule“ der Sozialgeographie, und erläutert den methodischen Aufbau sowie die zentralen Akteure.

2. Der Funktionalismus: Dieses Kapitel erläutert den Funktionalismus als theoretisches Fundament und beschreibt dessen Bedeutung für die moderne Städteplanung und die sozialgeographische Betrachtungsweise menschlicher Tätigkeiten.

3. Die Entwicklung der „Münchener Schule“: Hier wird der historische Kontext der „Münchener Schule“ dargestellt, von den Anfängen des Naturdeterminismus bis hin zur Etablierung des sozialgeographischen Konzepts an der Universität München.

4. Die Daseinsgrundfunktionen: Das Kapitel führt das Konzept der Daseinsgrundfunktionen ein und analysiert deren Bedeutung für die räumliche Organisation sowie deren praktische Anwendung in der Raumplanung.

5. Die „Münchener Schule“: Dieses Kapitel vertieft die spezifischen Ansätze der Schule, insbesondere die Betrachtung von sozialen Gruppen als Träger räumlicher Prozesse und das Konzept des funktionalen sozialen Raums.

6. Die Kritik an dem Ansatz der „Münchener Schule“: Es werden die verschiedenen fachwissenschaftlichen Kritikpunkte an der „Münchener Schule“ dargelegt, darunter die Problematik der praktischen Umsetzung und die theoretische Fundierung der Gruppenkonzepte.

7. Fazit: Das Fazit bündelt die Ergebnisse der Arbeit und bewertet den Einfluss des Münchener Ansatzes auf die weitere Entwicklung der Geographie sowie die anhaltende wissenschaftliche Diskussion.

Schlüsselwörter

Sozialgeographie, Münchener Schule, Daseinsgrundfunktionen, Funktionalismus, Raumplanung, Kulturlandschaft, Sozialgruppen, Anthropogeographie, Raumforschung, Gesellschafts-Raum-Verhältnis, Siedlungsgeographie, Stadtplanung, Humangeographie, Strukturwandel, Aktionsraum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung, den theoretischen Grundlagen und der methodischen Bedeutung der „Münchener Schule“ der Sozialgeographie innerhalb der deutschen Geographie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Entwicklung der sozialgeographischen Forschung, die Rolle des Funktionalismus, das Konzept der Daseinsgrundfunktionen und die kritische Auseinandersetzung mit dem Münchener Ansatz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das „Münchener Konzept“ der Sozialgeographie fundiert darzustellen, seine Bedeutung für die Humangeographie zu erläutern und eine Bilanz der Kritik an diesem Ansatz zu ziehen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse, in der historische Quellen, Lehrbücher und zeitschriftenbasierte Fachbeiträge renommierter Geographen ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Funktionalismus, die historische Entwicklung der „Münchener Schule“, das Modell der Daseinsgrundfunktionen sowie die kritische Reflexion des gesamten Konzepts durch verschiedene Fachvertreter.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Sozialgeographie, Daseinsgrundfunktionen, Münchener Schule, Funktionalismus, Raumplanung und soziale Gruppen.

Inwieweit spielte die „Charta von Athen“ eine Rolle für das Modell der Daseinsgrundfunktionen?

Die „Charta von Athen“ diente als konzeptionelles Vorbild für die Bestimmung und Einteilung der Daseinsgrundfunktionen des Menschen, um eine bedürfnisorientierte städtebauliche Planung zu ermöglichen.

Warum gilt die „Münchener Schule“ als bedeutend für die Humangeographie?

Sie ermöglichte eine Abkehr vom deterministischen Raumverständnis hin zu einer anthropozentrischen Sichtweise, die menschliche Handlungen und soziale Gruppen als zentrale Gestalter räumlicher Strukturen betrachtet.

Was genau ist das „Prinzip der Persistenz“ im Kontext der Münchener Schule?

Es beschreibt die Dauerhaftigkeit räumlicher Strukturen, die als beharrliche Komponente der Umwelt den kurzlebigeren sozialen Prozessen und dem Handeln von Gruppen gegenübergestellt wird.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Entwicklung der Münchener Schule der Sozialgeographie
Hochschule
Universität Münster  (Geographie)
Veranstaltung
Seminar
Note
2,0
Autor
David Hanio (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
19
Katalognummer
V199943
ISBN (eBook)
9783656262169
ISBN (Buch)
9783668104860
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Münchener Schule Daseinsgrundfunktionen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
David Hanio (Autor:in), 2010, Die Entwicklung der Münchener Schule der Sozialgeographie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/199943
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Leseprobe aus  19  Seiten
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