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Erziehungsstile - Elterliche Verhaltensmuster und Eltern-Kind-Interaktionen

Título: Erziehungsstile -  Elterliche Verhaltensmuster und Eltern-Kind-Interaktionen

Trabajo , 2003 , 24 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Bernd Evers (Autor)

Pedagogía - Educación familiar
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Die Erziehungsstilforschung ist ein Teilgebiet der Sozialisationsforschung. Der Begriff des Erziehungsstils selb st stellt ein sehr globales Konzept dar und ist in der Forschung nicht unumstritten. Erziehungsstile können allgemein definiert werden als „ein Bündel verschiedener stabiler Merkmale, die sich aus den Verhaltenweisen und erziehungsbezogenen Einstellungen von Eltern gegenüber ihrer Kinder ergeben“. Die Erziehungsstilforschung untersucht Eigenarten elterlicher Erziehungspraktiken und -einstellungen und befasst sich dabei vor allem mit den Zusammenhängen zwischen den unterschiedlichen Erziehungsstilen und den Auswirkungen auf die kindliche Persönlichkeit. Dabei werden Merkmale wie Selbstkonzept, Moralentwicklung, Aggression, soziale Kompetenz, Attributionsmuster, Übernahme von Verantwortung etc. untersucht. Die Forschung geht von der Annahme aus, dass „Eltern in ihrem erziehungsbezogenen Erleben und Verhalten allgemein und stabil zu beschreiben sind“, dass sie sich darin systematisch unterscheiden, und dass mit diesen Variablen die kindliche Entwicklung vorhergesagt werden kann.Erziehungsstile seien, wie Damon betont, so „wechselhaft wie die Mode“. Was noch vor zehn Jahren als guter Erziehungsstil gesehen wurde, wird heute oftmals abgelehnt. Der Blick auf die unterschiedlichen Erziehungsstile in der Kinderrechtsbewegung der 70er Jahre und innerhalb der Gegenreaktion in den 80ern zeigt, dass das, was noch vor zehn Jahren als guter Erziehungsstil gesehen wurde, wenige Jahre später, oftmals abgelehnt würde. Heute, so Damon weiter, existieren in der westlichen Gesellschaft verschiedene Erziehungsstile nebeneinander. Die moderne Erziehungsstilforschung fußt auf Erkenntnissen, die relativ weit zurückliegen. Als Begründer der Erziehungsstilforschung werden die Untersuchungen von Lewin in den späten 1930er Jahren und von Baldwin in den 40er Jahren gesehen. Baldwins Untersuchungsmethoden, zusammen mit Kalhorn und Breese (1945) und Champney (1941) in den sog. Fels-Studien als „Fels Behavior Scales“ bekannt geworden, die Analyse von Eltern- Kind-Interaktionen mittels erziehungsbezogener Fragebögen und langfristiger Beobachtungen, ist bis in die Gegenwart die häufigste Herangehensweise an den Forschungsgegenstand geblieben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erziehungsstile – Elterliche Verhaltensmuster und Eltern-Kind-Interaktionen

2.1 Die traditionelle Erziehungsstilforschung.

2.1.1 Sears, Maccoby und Levin (1957): Aggression und kindliches Verhalten

2.1.2 A. Baldwin (1943): Demokratie in Eltern-Kind-Beziehungen

2.1.3 D. Baumrind (1967): Drei Hauptmuster elterlichen Erziehungsstils

2.2 Alternative Forschungsansätze.

2.2.1 R.Q. Bell (1968): Eltern-Kind-Interaktion als wechselseitige Beziehung

2.2.2 K.A. Schneewind (1994): Eltern-Kind-Interaktion als transaktionaler Prozess

2.2.3 Belsky (1984): Das Prozessmodell elterlichen Erziehungsverhaltens

2.2.4 H. Lukesch (1976): Die Gliederung von Erziehungsstilmerkmalen nach formalen Gesichtspunkten

2.2.5 M. Lepper (1983): Das Prinzip des minimal erforderlichen Anreizes

2.2.6 R. Tausch & A. M. Tausch (1965): Achtung-Wärme, einfühlendes Verstehen und Echtheit-Fassadenfreiheit als Determinanten für die Qualität von Erziehung

2.2.7 Goodnow (1985); B. Pikowsky & M. Hofer (1992): Variabilität von Erziehungszielen

3. Zusammenfassung

4. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Überblick über die Erziehungsstilforschung des 20. Jahrhunderts. Ziel ist es, die Entwicklung von den traditionellen, oft auf einseitigen Wirkungsannahmen basierenden Konzepten hin zu modernen, wechselseitigen und transaktionalen Interaktionsmodellen nachzuzeichnen, Widersprüche in der Forschung zu identifizieren und den aktuellen Wissensstand sowie offene Fragen zu erörtern.

  • Traditionelle Ansätze der Erziehungsstilforschung (Sears, Baldwin, Baumrind)
  • Die Wende zum transaktionalen Eltern-Kind-Interaktionsmodell
  • Einflussfaktoren und Determinanten elterlichen Erziehungsverhaltens
  • Die Rolle der kindlichen Persönlichkeit und wechselseitiger Einflussnahmen
  • Die Variabilität von Erziehungszielen im historischen Kontext

Auszug aus dem Buch

2.1.3 D. Baumrind (1967): Drei Hauptmuster elterlichen Erziehungsstils

Diana Baumrinds Untersuchungen wurden durch die Arbeit von Baldwin mitbegründet. Baumrind untersuchte in mehreren groß angelegten Studien die Zusammenhänge zwischen verschiedenen elterlichen Verhaltensmustern und der Fähigkeit des Kindes alltägliche Aufgaben und Probleme zu bewältigen. Ihre Studien stehen unter dem Konzept der „instrumentellen Kompetenz“. Darunter fasst sie die adaptiven Persönlichkeitsmerkmale, die die Mehrzahl der Eltern bei ihren Kindern fördern möchten, wie die soziale Verantwortung, Unabhängigkeit oder Leistungsorientierung.

Wie diese „instrumentelle Kompetenz“ in elterlichem Verhalten auf verschiedene Art und Weise ihren Ausdruck findet, versuchte Baumrind anhand von vier Dimensionen zu klassifizieren: elterliche Kontrolle, Durchsichtigkeit der Eltern-Kind-Kommunikation, Reife-Forderungen und Pflege. In den ersten beiden Dimensionen spiegeln sich die Konzepte Kontrolle und Demokratie, wie wir sie bei Baldwin finden, wider. Unter der Dimension Reife-Forderung versteht Baumrind die Aufforderung der Eltern an das Kind, die eigenen Fähigkeiten voll zu entwickeln. Pflege bezeichnet den Grad an Wärme und Zuwendung, das Kümmern um das Kind. Verschiedene Untersuchungen bewiesen die Bedeutung dieser vier Dimensionen als entscheidende Determinanten in der Eltern-Kind-Interaktion. Baumrind stimmt mit anderen Forschern überein, „dass das Wesentliche an elterlichen Erziehungsstilen sich nicht in einzelnen Verhaltensdimensionen fassen lässt, sondern in bestimmten Kombinationen dieser Dimensionen zum Ausdruck kommt“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieser Abschnitt führt in die Erziehungsstilforschung als Teilgebiet der Sozialisationsforschung ein und umreißt die theoretische Ausgangslage sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2. Erziehungsstile – Elterliche Verhaltensmuster und Eltern-Kind-Interaktionen: Dieses Hauptkapitel analysiert kritisch sowohl traditionelle Forschungsansätze als auch modernere, transaktionale Modelle, die das elterliche Erziehungsverhalten untersuchen.

3. Zusammenfassung: Das Fazit fasst die wesentlichen Entwicklungen der Forschung zusammen, hebt den Paradigmenwechsel hervor und benennt weiterhin offene Fragen und ungeklärte Aspekte der Erziehungsstilforschung.

4. Literaturverzeichnis: Hier sind sämtliche im Text zitierten wissenschaftlichen Quellen aufgeführt.

Schlüsselwörter

Erziehungsstilforschung, Sozialisationsforschung, Eltern-Kind-Interaktion, Erziehungsstile, instrumentelle Kompetenz, transaktionaler Prozess, Erziehungsziele, Erziehungsverhalten, elterliche Kontrolle, Reife-Forderungen, kindliche Entwicklung, Aggression, Persönlichkeitsentwicklung, Bindungstheorie, Erziehungspraktiken.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine systematische Übersicht über die wissenschaftliche Erforschung von Erziehungsstilen im 20. Jahrhundert und deren Einfluss auf die Entwicklung von Kindern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen traditionelle Klassifizierungen, die Analyse von Eltern-Kind-Interaktionen, die Rolle elterlicher Kontrolle und Wärme sowie die Veränderung von Erziehungszielen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die wichtigsten Ansätze der Erziehungsstilforschung vorzustellen, Zusammenhänge und Widersprüche zwischen den Studien aufzuzeigen und ein möglichst vollständiges Bild der aktuellen Forschungslage zu zeichnen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die existierende Studien und theoretische Modelle des 20. Jahrhunderts analysiert, vergleicht und kritisch einordnet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden bedeutende Forscher wie Sears, Baldwin, Baumrind, Bell, Schneewind, Belsky und Tausch & Tausch vorgestellt und ihre spezifischen Konzepte und theoretischen Modelle detailliert erläutert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Erziehungsstilforschung, Eltern-Kind-Interaktion, transaktionaler Prozess und instrumentelle Kompetenz charakterisiert.

Welche drei Erziehungsstile hat Baumrind maßgeblich definiert?

Baumrind unterschied die drei Hauptmuster: den autoritären Stil, das autoritative Muster und den permissiven Erziehungsstil.

Warum ist der transaktionale Ansatz in der modernen Forschung so bedeutend?

Der transaktionale Ansatz ist entscheidend, da er die Vorstellung einer einseitigen Beeinflussung (von Eltern auf Kinder) aufbricht und die Wechselwirkung betont, bei der auch das Kind aktiv den Erziehungsstil der Eltern mitformt.

Final del extracto de 24 páginas  - subir

Detalles

Título
Erziehungsstile - Elterliche Verhaltensmuster und Eltern-Kind-Interaktionen
Universidad
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Pädagogik)
Curso
HS Soziale Welt von Schülern
Calificación
1
Autor
Bernd Evers (Autor)
Año de publicación
2003
Páginas
24
No. de catálogo
V19994
ISBN (Ebook)
9783638240055
Idioma
Alemán
Etiqueta
Erziehungsstile Elterliche Verhaltensmuster Eltern-Kind-Interaktionen Soziale Welt Schülern
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Bernd Evers (Autor), 2003, Erziehungsstile - Elterliche Verhaltensmuster und Eltern-Kind-Interaktionen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19994
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