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Das Szenische Spiel als theaterpädagogische Chance für den Literaturunterricht

Titel: Das Szenische Spiel als theaterpädagogische Chance für den Literaturunterricht

Hausarbeit , 2012 , 13 Seiten

Autor:in: Pet Er (Autor:in)

Didaktik - Germanistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Erzähle mir und ich vergesse.
Zeige mir und ich erinnere mich.
Lass mich tun und ich verstehe!
(Konfuzius)

Normalerweise findet Theater im Theater statt, gewöhnlich wird es passiv rezipiert und in der Regel wird das Schauspiel in einer bestimmten sozialen und kulturell gebildeten Schicht verortet. Doch Theater kann überall stattfinden, macht mehr Freude wenn man daran beteiligt ist und ist ein Medium für jedermann. Warum sollte es also nicht auch in der Schule stattfinden, wo Klassenzimmer viel Platz für Bühnen bieten, Jugendliche noch nicht nach sozialem Stand selektiert sind und eine Generation heranwächst, die Neuem interessiert entgegentritt und geradezu auf Anregung wartet?
Beim Theaterspielen erfahren Schauspieler und Zuschauer verschiedenste Gefühle und Assoziationen, Ängste müssen überwunden werden, Erfolg, Beifall und Stolz gelten als Ziel des Spielens und ein gemeinschaftliches Miteinander ist Voraussetzung für das Gelingen einer Aufführung. In jedem Fall ist Theater ein tiefgreifendes und berührendes Phänomen, welches mit Leib und Seele erfahren wird und damit bleibende Erinnerungen schafft. Gelerntes wird also dauerhaft gespeichert und ist durch die Intensität des im Schauspiel Erlebten jederzeit wieder abrufbar. Damit erfährt das Theater nicht nur einen pädagogischen Wert für den Zuschauer sondern ebenso für den Spielenden.
Die Institution Schule und das Theater gelten in der Gesellschaft vereint als Grundlage jeglicher kulturellen Bildung und müssen deshalb nach Meinung des Verfassers dieser Arbeit miteinander kombiniert werden. Denn kulturelle Bildung ist Ergebnis schulischer und außerschulischer Lernprozesse und nur auf erstere hat der Lehrende tatsächlich Einfluss.
Die Theaterpädagogik ist eine relativ junge Disziplin, viel zu wenig wird das Theater auf aktuelle Lehr- und Lernkontexte angewandt und Lehrende sind oft zu fokussiert auf stets wachsende curriculare Vorgaben, die es in immer weniger Zeit zu erfüllen gilt, als dass sie die Theaterpädagogik als wirkliche Chance ansehen würden, um Unterrichtsinhalte in den Köpfen der Lernenden zu festigen. Vor allem im Sprach- und Literaturunterricht können die spielerischen Strukturen des Theaters zum Vorteil genutzt werden.
Die vorliegende Arbeit soll aufzeigen, aus welchen Gründen das Theater in die Institution Schule integriert werden sollte, eine Einführung in die Disziplin der Theaterpädagogik geben und schließlich Möglichkeiten des Schauspiels im Literaturunterricht vorstellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Appell für das Schultheater

3. Theaterpädagogik

4. Szenisches Spiel im Literaturunterricht

5. Das Klassenzimmer als Bühne

6. Romeo und Julia – Inszenierung der Balkonszene

7. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Potenzial des szenischen Spiels als theaterpädagogische Methode im Literaturunterricht, um Lerninhalte durch ganzheitliche, handlungsorientierte Prozesse effektiver zu vermitteln und die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler zu fördern.

  • Integration von Theater in den schulischen Alltag
  • Grundlagen der Theaterpädagogik
  • Methodik des szenischen Spiels im Literaturunterricht
  • Raumkonzept: Das Klassenzimmer als Bühne
  • Praktische Umsetzung anhand von "Romeo und Julia"

Auszug aus dem Buch

6. Romeo und Julia – Inszenierung der Balkonszene

Wie bereits angemerkt eignet sich die Balkonszene aus Shakespeares Drama „Romeo und Julia“ hervorragend für eine Inszenierung im Klassenzimmer, da sie in ihrem Umfang begrenzt und von der Figurenkonstellation her minimal besetzt ist.

Die Geschichte der Liebe zwischen Angehörigen zweier verfehdeter Familien und der daraus entstehende Konflikt beschäftigt auch über 400 Jahre nachdem Shakespeare das Stück schrieb, Schuljahr für Schuljahr, Generationen von Lehrern und Schülern. Dabei ist das Grundthema des Dramas so aktuell wie es nur sein kann und ermöglicht Lernenden deshalb einen relativ einfachen Zugang zum Text. Trotzdem ist das erklärte Ziel jeglichen Literaturunterrichts eine ganzheitliche Interpretation des Werkes und theaterpädagogische Lernprozesse sind dabei oft hilfreich.

Eine Umsetzung der Balkonszene ist keine große Hürde, die Figurenkonstellation und die überschaubare Länge des Textes erlauben es, das Stück innerhalb einer Schulstunde spielerisch umzusetzen. Quantität und Qualität des angestrebten Schauspiels lassen sich hervorragend durch den Spielleiter, den Lehrenden, beeinflussen. Es ist sowohl möglich die Szene ohne langwierige Vorbereitung in verteilten Rollen zu lesen als auch sie mit hohem Aufwand zu gestalten. Es gibt viele Wege um sich dem Werk Shakespeares interpretatorisch zu nähern. Dazu sollte der Text grundsätzlich, das ist selbstverständlich, gelesen und verstanden werden. Es kann hilfreich sein, die Lernenden in verteilten Rollen lesen zu lassen, über den Inhalt des Textes zu diskutieren, eigene Gedanken zu Figurenkonstellation und Motivation der Hauptdarsteller zu schreiben, oder alternative Fassungen zu erarbeiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung begründet die Relevanz von Theater in der Schule und stellt das Ziel der Arbeit vor, die Theaterpädagogik als Chance für den Literaturunterricht zu beleuchten.

2. Appell für das Schultheater: Dieses Kapitel argumentiert, dass Theaterspielen über den Frontalunterricht hinausgeht, indem es soziale Kompetenzen fördert und Lerninhalte ganzheitlich erlebbar macht.

3. Theaterpädagogik: Hier wird der Begriff der Theaterpädagogik definiert und als eine Disziplin der Erziehungswissenschaft verortet, die ästhetische und pädagogische Ziele vereint.

4. Szenisches Spiel im Literaturunterricht: Das Kapitel erläutert, wie durch das aktive szenische Lernen eine tiefere Auseinandersetzung mit literarischen Texten und Figuren gelingt.

5. Das Klassenzimmer als Bühne: Hier wird thematisiert, wie der räumlich begrenzte Klassenraum durch Kreativität als Spielort genutzt werden kann, um Literatur und Lebensrealität zu verschmelzen.

6. Romeo und Julia – Inszenierung der Balkonszene: Dieses Kapitel stellt ein konkretes Praxisbeispiel vor, wie Shakespeares Drama im schulischen Kontext inszeniert werden kann.

7. Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass szenisches Spiel trotz des zeitlichen Aufwands eine wertvolle Bereicherung für langfristige Lernprozesse und kulturelle Bildung darstellt.

Schlüsselwörter

Theaterpädagogik, Szenisches Spiel, Literaturunterricht, Schultheater, Kulturelle Bildung, Handlungsorientierter Unterricht, Shakespeare, Romeo und Julia, Klassenzimmer, Persönlichkeitsentwicklung, Ganzheitliches Lernen, Theaterprojekt, Rollenspiel, Dramapädagogik, Sozialkompetenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Integration theaterpädagogischer Methoden, speziell des szenischen Spiels, in den schulischen Literaturunterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Verbindung von Erziehungswissenschaft und Ästhetik, der Raumgestaltung im Klassenzimmer sowie der aktiven Auseinandersetzung mit literarischen Texten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie das szenische Spiel Schülern einen lebendigen Zugang zu Literatur verschafft und Lerninhalte dauerhaft verankert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine fachdidaktische Analyse, die theoretische Grundlagen der Theaterpädagogik mit praktischen Anwendungsbeispielen verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die Begründung für Schultheater, die theoretische Einordnung der Theaterpädagogik sowie konkrete Überlegungen zur Umsetzung im Klassenzimmer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind szenisches Spiel, Theaterpädagogik, Literaturunterricht, ganzheitliches Lernen und Schülerpartizipation.

Warum wird gerade die Balkonszene aus "Romeo und Julia" als Beispiel gewählt?

Die Szene ist aufgrund ihrer überschaubaren Länge und der minimalen Figurenkonstellation ideal für eine spontane oder begrenztere Umsetzung im Klassenzimmer geeignet.

Kann das Klassenzimmer wirklich als vollwertige Bühne fungieren?

Ja, laut Autor überwindet die Kreativität der Schüler die räumlichen Begrenzungen, wobei die Nähe zum Publikum im Klassenzimmer sogar als dramaturgischer Vorteil genutzt werden kann.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Szenische Spiel als theaterpädagogische Chance für den Literaturunterricht
Autor
Pet Er (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
13
Katalognummer
V199986
ISBN (eBook)
9783656262879
ISBN (Buch)
9783656263630
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Szenisches Spiel Theater Theaterpädagogik Schultheater Literaturunterricht Romeo und Julia Theater im Klassenzimmer
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Pet Er (Autor:in), 2012, Das Szenische Spiel als theaterpädagogische Chance für den Literaturunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/199986
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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