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Transfer von Kraftzuwächsen in die sportartspezifische Zielbewegung

Titel: Transfer von Kraftzuwächsen in die sportartspezifische Zielbewegung

Hausarbeit , 2012 , 11 Seiten

Autor:in: Julian Schäfer (Autor:in)

Sport - Bewegungs- und Trainingslehre
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit soll aus zwei unterschiedlichen Herangehensweisen den Transfer einer Leistungssteigerung in einer Kraftübung auf die Leistungssteigerung in einer sportartrelevanten Zielbewegung untersuchen, also zu klären wieviel von einer hinzugewonnenen Kraft der Athlet auch in seiner Sportart nutzen kann. Wichtig ist hervorzuheben, dass der höchste Benefit nicht durch eine mit Wiederständen erschwerte Kopie der Bewegung im Krafttraining erwartet wird, da durch die langsamere Bewegungsausführung das motorische Muster für die koordinativ anspruchsvolle Zielbewegung gestört wird, sondern durch eine Maximalkraft- und Schnellkraftsteigerung der leistungsbestimmenden Muskelgruppen in koordinativ möglichst anspruchsvollen Krafttrainingsübungen wie z.B. der tiefen Kniebeuge für die Streckerkette der unteren Extremitäten. Im Empirieabschnitt erwartet den Leser dabei zuerst einen Überblick über Studien, die den Transfer anhand einer bestimmten Übungsauswahl beleuchten (siehe 2.1). Dabei zeigt sich übereinstimmend z.B. bei Schmidtbleicher (2008), Chelly et al. (2009) und Hermassi et al. (2011), dass freie Kniebeugen mit möglichst hohem koordinativen Anspruch (z.B. tiefe Ausführung oder Frontsquat) die besten Transferwerte bezüglich vertikaler Höhengewinne beim Sprung oder horizontaler Bewegungsgeschwindigkeit beim Sprint aufweisen. Anschließend folgt eine Sammlung von Studien die sich dem Thema über unterschiedliche Trainingsmethoden wie z.B. plyometrisches Training, Wiederstandsdominiertes Training oder Schnelligkeitsorientiertes Training nähern (siehe 2.2). Dabei scheint sich abzuzeichnen, dass die Wahl der Methode und der Ausführung weniger entscheidend ist, als die Wahl der Übungen an sich.

Eine Vielzahl von Sportarten fordern ein hohes athletisches Niveau der konditionellen Fähigkeiten. Beispielsweise ist im Marathon oder Langstreckenschwimmen ein hohes Maß an aerober Ausdauerleistungsfähigkeit gefragt. Sportarten wie Rudern oder viele Wintersportarten werden über verschiedene Ausprägungsformen der Kraft (wie besipielsweise Maximalkraft/Schnellkraft im Skispringen oder Kraftausdauer im Rudern) dominiert. Und bei fast allen Ballsportarten ist die Physis der Spieler in einer Spielklasse ein ausschlaggebender Faktor, der über Sieg oder Niederlage entscheiden kann. Ein Kugelstoßer, der bei perfektem Abwurfwinkel die größte physikalische Kraft (Masse * Beschleunigung) in die Kugel bringt,......

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Theorie

2 Empirie

2.1 Transfer durch eine Trainingsübung

2.2 Transfer bei Trainingsmethoden

3 Implikationen für die praktische Arbeit mit Sportlern

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit Kraftzuwächse aus isolierten Trainingsübungen auf sportartrelevante Zielbewegungen übertragen werden können und welche Rolle dabei die Wahl der Übung sowie der Trainingsmethode spielt.

  • Transfer von Maximalkraft auf sportliche Leistungen
  • Einfluss der Übungsauswahl und Bewegungskoordination
  • Vergleich von Trainingsmethoden (plyometrisch vs. Maximalkraft)
  • Physiologische Grundlagen des Krafttransfers
  • Implikationen für die Praxis im Hochleistungssport

Auszug aus dem Buch

1 Theorie

Auf den ersten Blick vermutet der Laie bei Trainingsübungen, die der sportartspezifischen Zeilübung ähnlich sehen, den größten Transfer. Da im "realen Leben" immer der Umgang mit Masse im freien dreidimensionalen Raum gefordert ist, vermuten wir auch bei Freihantelübungen einen größeren Nutzen als bei isolierten Gelenksbewegungen an Maschinen. Ein Stichwort, dass in diesem Zusammenhang immer wieder fällt ist das spezifische Krafttraining. Deiß & Pfeiffer (1991) empfehlen, um die Problematik der Umsetzung einer Kraftleistung zu umgehen, im normalen Krafttraining die Übungen Maximalkraft- UND Technikorientiert durchzuführen (z.B. in bestimmten Gelenkamplituden). Und auch Young und Rath fordern 2011 bei ihrem Review über die Möglichkeiten mit Krafttraining die Geschwindigkeit des Fußes beim kicken zu erhöhen, die Bewegung mit Zusatzgewichten zu simulieren oder einen schwereren Ball zu kicken, allerdings mit der Einschränkung "transfer of strength training to enhance performance requires training that reinforces the optimum muscle activation pattern of the sport skill" (Young, 2006). Der Idee beim Training die Sportart zu simulieren wiederspricht allerdings die Theorie von Wirth (2011), die sich riguros vom oben genannten spezifischen Krafttraining distanziert, weil es durch veränderte Lasten keine genaue Simulation der Bewegung mehr geben kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Theorie: Dieses Kapitel diskutiert die theoretischen Grundlagen des Krafttransfers und setzt sich kritisch mit dem Konzept des spezifischen Krafttrainings auseinander.

2 Empirie: Dieser Abschnitt analysiert verschiedene Studien zum Transfer von Kraftübungen auf sportliche Leistungen und vergleicht unterschiedliche Trainingsansätze wie plyometrisches Training und Maximalkrafttraining.

3 Implikationen für die praktische Arbeit mit Sportlern: Hier werden aus den empirischen Erkenntnissen praktische Empfehlungen für Trainer abgeleitet, um den Transfer von Kraftzuwächsen auf die Zielbewegung zu optimieren.

4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass komplexe, koordinativ anspruchsvolle Kraftübungen den besten Transfer bieten, während die eigentliche Zielbewegung technisch separat trainiert werden sollte.

Schlüsselwörter

Krafttraining, Maximalkraft, Schnellkraft, Transfer, Sportartspezifik, Kniebeuge, Leistungssteigerung, Effektstärke, Sprunghöhe, Sprintgeschwindigkeit, Plyometrie, Bewegungs Koordination, Trainingsmethodik, neuromuskuläre Anpassung, Zielbewegung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie viel Kraftzuwachs, der durch spezielles Krafttraining erzielt wurde, tatsächlich in die sportartspezifische Zielbewegung eines Athleten übertragen werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Wirksamkeit von Kraftübungen, die Bedeutung der koordinativen Komplexität beim Training, der Vergleich zwischen verschiedenen Trainingsmethoden und der physiologische Transfer auf Disziplinen wie Sprung und Sprint.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu klären, ob Athleten durch eine Steigerung der Maximalkraft in isolierten Kraftübungen direkt leistungsfähiger in ihrer jeweiligen Sportart werden und welche Trainingsgestaltung dies am besten unterstützt.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse aktueller Fachliteratur und Korrelationsstudien, wobei zur Quantifizierung des Transfers die Berechnung von Effektstärken genutzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Spezifik des Krafttrainings sowie einen umfangreichen empirischen Teil, der durch zahlreiche Studienbeispiele den Transfer von Übungen (z.B. Kniebeugen) auf sportliche Leistungen beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Krafttransfer, Maximalkraft, Schnellkraft, Trainingsmethodik, Koordination und sportartspezifische Leistung definiert.

Warum ist laut Autor die Simulation der Wettkampfbewegung im Krafttraining problematisch?

Die Simulation ist problematisch, da veränderte Lasten das motorische Programm stören und zu langsameren Bewegungsabläufen führen, wodurch die für den Wettkampf perfektionierte Technik negativ beeinflusst werden kann.

Welche Rolle spielt die koordinative Komplexität bei der Übungsauswahl?

Koordinativ anspruchsvolle Übungen wie die tiefe Kniebeuge sind effektiver, da sie eine höhere neuronale Anpassung fördern und einen besseren Transfer zu sportartspezifischen Bewegungen wie Sprüngen oder Sprints ermöglichen als isolierte Maschinenübungen.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Transfer von Kraftzuwächsen in die sportartspezifische Zielbewegung
Veranstaltung
A-Trainer Lizenz
Autor
Julian Schäfer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
11
Katalognummer
V200146
ISBN (eBook)
9783656263814
ISBN (Buch)
9783656264392
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Trainingswissenschaft Krafttraining Transfer Übertrag
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julian Schäfer (Autor:in), 2012, Transfer von Kraftzuwächsen in die sportartspezifische Zielbewegung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200146
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  11  Seiten
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