Herstellung von drei didaktischen Spielen für den Musikunterricht der Grundschule und deren Handhabung


Hausarbeit, 2011

14 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Inhalt dieser Dokumentation

2. Das bunte C-Dur-Tonleiter-Spiel
2.1. Herstellung der Materialien
2.2. Zielgruppe bzw. Einsatzmöglichkeiten im Unterricht
2.3. Spielanleitung für 2-4 Personen
2.3.1. Spielvorbereitung
2.3.2. Spielziel
2.3.3. Spielverlauf

3. „Ralley Musikus“
3.1. Herstellung der Materialien
3.2. Zielgruppe bzw. Einsatzmöglichkeiten im Unterricht
3.3. Spielanleitung für 2-6 Personen
3.3.1. Spielvorbereitung
3.3.2. Spielziel
3.3.3. Spielverlauf

4. „Tierisch rhythmisch“
4.1. Herstellung der Materialien
4.2. Zielgruppe bzw. Einsatzmöglichkeiten im Unterricht
4.3. Spielanleitung für 2-4 Personen
4.3.1. Spielvorbereitung
4.3.2. Spielziel
4.3.3. Spielverlauf

5. Literaturverzeichnis

1. Inhalt dieser Dokumentation

In vielen Unterrichtsfächern wird heutzutage viel weniger lehrerzentriert gearbeitet, als das noch vor PISA der Fall war. Die Verantwortung zum Lernen wird in Freiarbeitsphasen und Wochenplanarbeit ganz oder teilweise dem Schüler übertragen. Er wählt Aufgaben, Lösungswege, Arbeitstempo, Hilfsmittel, etc. selbst und arbeitet (im günstigsten Falle) ausdauernd an seinem Lernfortschritt.

Das Fach Musik (sowie bspw. auch Sport oder Fremdsprachen) kann und darf naturgemäß viel weniger diesem Trend nachgeben. Ein Lied gemeinsam zu lernen und zu singen, gemeinsam einem Hörbeispiel zu lauschen und darüber zu reflektieren, Instrumente nach einer Partitur spielen, etc. - all das ist in der methodisch-didaktischen Umsetzung nun mal nur sinnvoll, sofern alle Schüler gleichermaßen und zur gleichen Zeit beteiligt sind. Der Lehrer als Steuerer und Organisator von Lernen ist mithin zentrale Figur.

Trotz allem muss gelungener Unterricht natürlich eine gewisse Abwechslung bieten. Hier erschließt sich der Sinn und Nutzen von didaktischen Spielen. Im vorwiegend lehrerzentrierten Fach Musik können phasenweise durch solcherart Spiele Freiräume und Atempausen geschaffen werden. Meiner Meinung nach bieten sie sich im Bereich der Notenlehre besonders an, um Inhalte zu wiederholen und spielerisch zu festigen. Der Spaß am Spiel und Anreiz zu gewinnen sind effektive Trainingsmotivatoren. In diesem Sinne empfiehlt sich ein regelmäßiger, aber nicht permanenter Einsatz solcher als sinnvoll zu erachtender Musikspiele.

Im weiteren Verlauf wird dokumentiert, wie drei Musikspiele selber angefertigt worden sind, zu welchem Ziel/Themenfeld sie eingesetzt werden könnten und (natürlich) wie sie gespielt werden.

2. Das bunte C-Dur-Tonleiter-Spiel

2.1. Herstellung der Materialien

Das Tonleiterspiel ist vorwiegend am PC entstanden. Durch verschiedene Programme (MS Word und Paint) wurden zunächst die Notenlinienkarten mit Notenschlüssel erstellt, durch die schräg von links unten nach rechts oben farbige Leitern verlaufen. Durch die farbigen Kennzeichnungen (grün, gelb, blau, rot) sollen die zukünftigen Spieler(innen) ihre jeweils passenden Notenkärtchen im Haufen auffinden können.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Anschließend bearbeitete ich die Notenlinien mit der Leiter nach und fügte jeweils Notenköpfe der Tonleiter ein (einmal mit und einmal ohne Notennamen). Diese Varianten druckte ich auf farbigem Papier aus (je Spielerfarbe Ausdrucke auf grünem, gelbem, blauem und rotem Papier). Durch Zerschneiden entstanden für jeden Spieler 2 Sätze Tonkärtchen in C-Dur.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Um mit weiteren Tonarten zu spielen müsste man einfach weitere Kärtchen dieser Art entwerfen und auf Buntpapieren drucken. Denkbar wären Kartensätze für den Grundschulunterricht zusätzlich in G-, F- und D-Dur.

Alle Materialien aus Papier wurden zur besseren Haltbarkeit laminiert.

Optional kann für jeden Spieler eine Steckleiste aus Holz angefertigt werden, damit vor allem jüngere Schüler in der Handhabung der doch recht rutschigen Kärtchen entlastet werden. Dazu muss in eine Holzleiste mittig eine Nut eingefräst werden. Dies ließ ich von einem benachbarten Tischler anfertigen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Für das Spiel wird außerdem ein Würfel mit farbigen Feldern benötigt. Diesen gibt es im Bastelgeschäft sehr günstig zu kaufen. Die aufgedruckten Würfelfarben müssen jedoch den vergebenen Spielerfarben entsprechen - im vorliegenden Falle waren dies die Farben rot, gelb, grün und blau. Schwarz und Weiß als übrige Würfelseiten sind für Zusatzaktionen bestimmt (schwarz: „Räuberfeld“, weiß: „Jokerfeld“).

Die Herstellung war einfach (außer Steckleisten) und preisgünstig. Durch die Möglichkeit des Ausdruckens der Materialien ist das Spiel schnell in größerer Anzahl herstellbar. Das Ausschneiden und Laminieren kann bei Bedarf zusammen mit Grundschülern vorgenommen werden.

2.2. Zielgruppe bzw. Einsatzmöglichkeiten im Unterricht

Tonleitern (oder auch Tonreihen) sind definitiv Themenfeld in der Primarstufe. Insofern kann das Spiel als Auflockerung oder Bewusstmachung/Erarbeitungshilfe zu diesem Thema eingesetzt werden. Es passt zudem auch bei der Betrachtung dessen, dass sich die Tonhöhe durch die vertikale Position im Notenliniensystem darstellen lässt. Schüler könnten bei dem Spiel erkennen, dass die Noten aufsteigend geordnet werden können (nach dem Prinzip Linie-Zwischenraum, usw.). Durch den Kärtchensatz mit den aufgedruckten Notennamen prägen sich diese spielerisch und im Zusammenhang ein (Nachbarnoten, Tonfolgen, Stammtonreihe, ...). Für Schüler, die diesbezüglich schon recht fit sind kann der Kartensatz ohne Notennamen verwendet werden.

Durch die Schlichtheit des Materials kann es unter Umständen weitere Einsatzmöglichkeiten im Unterricht geben. Werden bspw. alle Kärtchensätze in einem großen Haufen zur Verfügung gestellt, könnten Melodiefolgen erdacht und gespielt werden, oder vorgegebene kurze Tonfolgen nach Gehör in Noten umgewandelt werden.

2.3. Spielanleitung für 2-4 Personen

2.3.1. Spielvorbereitung

Die farbigen Tonkärtchen werden zunächst danach sortiert, ob mit aufgedruckten Notennamen oder ohne diese gespielt werden soll. Die nicht benötigten Kärtchen werden in die Aufbewahrungsbox zurückgelegt, sodass in der Mitte des Tisches die übrigen farbigen Tonkärtchen für das Spiel verbleiben. Ebenso wird der Farbwürfel bereit gelegt.

Alle Spieler(innen) erhalten nun eine Holzleiste und wählen eine Spielfarbe aus, zu der sie die passende Notenlinienkarte in ihrer Leiste einstecken.

2.3.2. Spielziel

Der Spieler gewinnt, der als erster seine Tonleiter vollständig auf der Steckleiste platzieren kann. Hierzu benötigt er alle 8 Tonkärtchen seiner Spielfarbe.

[...]

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Herstellung von drei didaktischen Spielen für den Musikunterricht der Grundschule und deren Handhabung
Hochschule
Universität Erfurt
Autor
Jahr
2011
Seiten
14
Katalognummer
V200177
ISBN (eBook)
9783656333739
ISBN (Buch)
9783656335030
Dateigröße
1278 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
herstellung, spielen, musikunterricht, grundschule, handhabung
Arbeit zitieren
M.A. Daniela Noth (Autor), 2011, Herstellung von drei didaktischen Spielen für den Musikunterricht der Grundschule und deren Handhabung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200177

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