Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Demografischer Wandel: Über die Bedeutung des Alters in einer alternden Gesellschaft

Titel: Demografischer Wandel: Über die Bedeutung des Alters in einer alternden Gesellschaft

Diplomarbeit , 2012 , 61 Seiten , Note: 1,85

Autor:in: Sarah Wölke (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Wir leben in einer Gesellschaft des langen Lebens, wie es so schön im sechsten Altenbericht der Bundesregierung (2010b, S. 19) heißt. Die Lebenserwartung der Deutschen ist in den letzten 110 Jahren um 30 Jahre angestiegen. Gleichzeitig sanken Geburten- und Sterberate, sodass zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit die Alten die zahlenmäßig stärkste Gruppe bilden. Diese Tatsache stellt sowohl die Gesellschaft, als auch jeden einzelnen von uns vor Herausforderungen. Was sind das für Herausforderungen und Krisen, die wir im Alter zu bewältigen haben? Und wie schaffen wir das? Statistisch gesehen werden wir älter als vergangene Generationen, aber paradoxer-weise will niemand alt sein. Was bedeutet alt sein – vor allem in unserer jetzigen Zeit und Gesellschaft? Und ab wann zählt man eigentlich zu den Alten? Diese und ähnliche Fragen trieben mich bei der Recherche zu meiner Diplomarbeit an. Einleitend wage ich den Versuch einer Definition der Begriffe Alter bzw. Altern und lege kurz dar, warum und wie wir altern.
Darüber hinaus interessieren mich die Altersbilder und stereotypen Vorstellungen, die gesellschaftlich vorherrschen. Welche allgemeine Meinung haben wir von alten Menschen? Ist diese eher positiv oder negativ geprägt? Diese Arbeit beschäftigt sich weiterhin mit den gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Problemen und Heraus-forderungen, mit denen ältere Menschen heutzutage zu kämpfen haben. Hierbei werde ich sowohl auf die Chancen als auch auf die Risiken, die das Alter mit sich bringt, näher eingehen. Im vierten Kapitel möchte ich abschließend zeigen, dass der Ruhe-stand nicht gleich Ruhestand im eigentlichen Wortsinn bedeuten muss. Vor allem (Weiter-)Bildung und bürgerschaftliches Engagement können dem Leben nach der Erwerbsphase einen tieferen Sinn geben und leisten zudem einen gemeinnützigen Beitrag. Zum Abschluss meiner Diplomarbeit fasse ich meine Betrachtungen zusammen und gebe einen Ausblick.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Alter(n) in Zahlen und Fakten

1.1 Was ist Alter(n)?

1.2 Warum altern wir?

1.3 Wie altern wir?

2 Alter(n) und Vorurteile

2.1 Altersbilder und Stereotype

2.2 Alter und Sexualität

3 Alter als Chance vs. Alter als Risiko

3.1 Gesundheit & Leben vs. Krankheit & Tod

3.2 Einkommen und Vermögen vs. Altersarmut

3.3 Soziale Netzwerke und Beziehungen vs. Isolation

4 Alter und (neuer) Lebenssinn

4.1 Großelternschaft

4.2 Lebenslanges Lernen und Bildung

4.3 Ehrenamt und Produktivität

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die Bedeutung des Alters in einer Gesellschaft des langen Lebens, analysiert gesellschaftliche Altersbilder und hinterfragt das Paradoxon zwischen steigender Lebenserwartung und der verbreiteten Ablehnung des Altseins.

  • Demografischer Wandel und die Bedeutung des Alters
  • Gesellschaftliche Altersbilder und Stereotype
  • Chancen und Risiken des Alterns (Gesundheit, Soziales, Finanzen)
  • Entwicklung neuer Lebenssinne im Alter (Bildung, Ehrenamt, Großelternschaft)

Auszug aus dem Buch

Jugend- und Schönheitswahn

Jung ist schön, alt ist hässlich?! Mit Jugend verbinden wir im allgemeinen Schönheit und Frische. „Ein junger Mensch hat eine glatte, straffe, elastische Haut. Falten werden durch eine gute Fettauspolsterung der Unterhaut vermieden. Altersflecke und sonstige Hauterscheinungen sind selten. Der Busen der Frau ist jugendlich straff und wohl geformt. Übermäßige Fettanlagerungen fehlen normalerweise. Die Haare sind geschmeidig und füllig vorhanden. Die körperliche Leistungsfähigkeit, was z.B. Laufen, Gehen usw. anbelangt, ist voll vorhanden“ (Prinzinger 1996, S. 361). Und im Alter? – Da wenden sich diese Eigenschaften ins Gegenteil: Die Haut wird schlaff und runzelig, Altersflecken werden sichtbar, der Busen hängt, die Haare werden grau und/oder fallen aus und auch die körperliche Leistungsfähigkeit lässt zu wünschen übrig. Diesen Verschleiß will der moderne Mensch nicht länger hinnehmen und begibt sich unters Messer, genauer: unter das Skalpell des Schönheitschirurgen.

„Schlappe Augenpartien werden ebenso wie die Faltenstirn geliftet, ganze Gesichter gestrafft und neu gepolstert, Nasen verformt, Fett an der einen Seite abgesaugt und zur Unterpolsterung von zum Beispiel Mundwinkeln oder Lippen an diesen Stellen wieder eingespritzt. Auf’s kahle Körperhaupt werden neue Haare gepflanzt; an den Beinen, den Armen und unter der Achsel werden sie entfernt. Weibliche Busen werden auf der Welt hundertausendfach mit Silikonbeuteln vergrößert, wieder gehoben und in bessere Form gebracht“ (ebd.) und so weiter und so fort. All diese Maßnahmen sind natürlich nicht medizinisch erforderlich, sondern dienen nur dazu, das Erscheinungsbild, die äußere Fassade der Person, zu erneuern. Doch was treibt die wachsende Zahl an PatientInnen der Anti-aging Chirurgie dazu sich operieren zu lassen? Versucht man damit scheinbar das Leben zu verlängern, indem man die Augen verschließt vor dem eigenen Alter mit all seinen Erscheinungen? Ist es die Angst vor dem Tod oder sind es die negativen Altersbilder, denen man nicht angehören möchte? Oder ist es der Druck und der hohe Anspruch an sich selbst in dieser schnelllebigen Zeit stets mithalten zu müssen? Die meisten Menschen erhoffen sich ein gesteigertes Selbstwertgefühl nach solch einem Eingriff, doch wenn man bedenkt, dass jede fünfte Schönheits-OP Komplikationen nach sich zieht (vgl. www.augsburger-allgemeine.de, 2008)3, sei die Frage erlaubt, ob es das wirklich wert ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Alter(n) in Zahlen und Fakten: Dieses Kapitel liefert eine demografische Bestandsaufnahme, beleuchtet biologische sowie soziologische Definitionen des Alterns und thematisiert den Wandel der Bevölkerungsstruktur.

2 Alter(n) und Vorurteile: Hier werden gesellschaftliche Altersbilder, Stereotype sowie das Tabuthema Sexualität im Alter kritisch hinterfragt und mit dem heutigen Jugendwahn kontrastiert.

3 Alter als Chance vs. Alter als Risiko: Dieser Abschnitt behandelt die Ambivalenz des Alterns hinsichtlich Gesundheit, Altersarmut und sozialer Isolation sowie das Verhältnis zwischen Leben und Tod.

4 Alter und (neuer) Lebenssinn: Das Kapitel zeigt auf, wie durch Großelternschaft, lebenslanges Lernen und bürgerschaftliches Engagement der nachberuflichen Lebensphase ein neuer Sinn verliehen werden kann.

Schlüsselwörter

Demografischer Wandel, Altern, Altersbilder, Lebenslanges Lernen, Großelternschaft, Ehrenamt, Altersarmut, Soziale Netzwerke, Ruhestand, Sozialisation, Lebenserwartung, Generationenvertrag, Produktivität, Psychologie des Alterns.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der gesellschaftlichen Stellung und Bedeutung des Alters in einer Zeit des demografischen Wandels und einer steigenden Lebenserwartung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der demografische Strukturwandel, die Analyse von Altersbildern und Vorurteilen, finanzielle und soziale Risiken im Alter sowie Möglichkeiten zur Gestaltung eines sinnerfüllten Alterns.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Blick auf das Alter als vielschichtige Lebensphase zu schärfen und die Ressource Alter durch Aufklärung und neue gesellschaftliche Strukturen hervorzuheben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Diplomarbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender sozialwissenschaftlicher, gerontologischer und demografischer Studien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Fakten zur Bevölkerungsentwicklung, die Psychologie von Altersstereotypen, ökonomische Herausforderungen wie Altersarmut und Strategien zur sozialen und persönlichen Gestaltung des Alters.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Demografischer Wandel, Altersbilder, Lebenslanges Lernen, Ehrenamt, Altersarmut, Soziale Netzwerke und die Neudefinition des Ruhestands.

Wie bewertet die Autorin den Trend zur Anti-Aging-Chirurgie?

Die Autorin betrachtet diesen Trend kritisch als einen oft vergeblichen Versuch, den gesellschaftlichen Erwartungen an Jugendlichkeit zu entsprechen, anstatt sich mit der natürlichen Endlichkeit auseinanderzusetzen.

Welche Rolle spielt die Großelternschaft heute?

Sie wird als bereichernde intergenerationale Beziehung dargestellt, die jedoch durch Mobilität und veränderte familiäre Strukturen vor neue Herausforderungen gestellt wird.

Warum ist das "Ehrenamt" für die Autorin zentral?

Das Ehrenamt wird als ein wesentlicher Baustein gesehen, um der nachberuflichen Lebensphase Aktivität, gesellschaftliche Teilhabe und einen tieferen Sinn zu verleihen.

Ende der Leseprobe aus 61 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Demografischer Wandel: Über die Bedeutung des Alters in einer alternden Gesellschaft
Hochschule
Ernst-Abbe-Hochschule Jena, ehem. Fachhochschule Jena
Note
1,85
Autor
Sarah Wölke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
61
Katalognummer
V200363
ISBN (eBook)
9783656268802
ISBN (Buch)
9783656269229
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Alter Altersbilder Großelternschaft Altern Demographischer Wandel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sarah Wölke (Autor:in), 2012, Demografischer Wandel: Über die Bedeutung des Alters in einer alternden Gesellschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200363
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  61  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum