Beratungs- und Coachingprozesse in Organisationen

Inhouse Consulting vs. externe Beratung


Hausarbeit, 2009

11 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Motivation und Einleitung

2 Entstehung unternehmensinterner Beratung

3 Beratungsdienstleistung: Make or Buy
3.1 Vorteile interner Berater
3.2 Der Niedergang der externen Berater?

4 Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

1 Motivation und Einleitung

Ein Lernziel der Lehrveranstaltung Beratungs- und Coachingprozesse in Organisationen war das Kennenlernen unterschiedlicher Beratungsansätze. Dabei wurde die Diskussion „Interne oder externe Berater akquirieren?“ angestossen. Bei meiner Tätigkeit als strategischer Produktionsplaner innerhalb der ZF Friedrichshafen AG findet diese Diskussion mit anschliessender Entscheidungsfindung ebenfalls statt. Zum einen besteht die Möglichkeit auf interne Beratungsleistung wie z.B. Formel ZF Consulting, zum anderen auf externe Beratung wie das Fraunhofer IAO Consulting, zuzugreifen.

Im ersten Abschnitt wird die geschichtliche Entwicklung von internen Beratungsdienstleistungen aufgearbeitet. Die Entscheidung Make or buy bei Beratungsdienstleistung behandelt der zweite Abschnitt. Daraus abgeleitet werden im dritten Abschnitt die Vor- aber auch Nachteile interner Beratungsdienstleistung diskutiert. Diese Erörterung dient im anschliessenden Abschnitt als Basis für die Beantwortung der Frage nach dem Niedergang externer Beratung. Die darauf folgende Schlussbetrachtung soll die Thematik interne oder externe Beratung abrunden.

Ziel dieser Arbeit ist es, den in der Vorlesung erhaltenen Überblick verschiedener Beratungsansätze weiter zu vertiefen. Im unternehmerischen Umfeld der Montageplanung von automatischen Nutzfahrzeuggetrieben soll diese Arbeit als erste Entscheidungsunterstützung bei Akquisition von interner bzw. externer Beratung dienen.

2 Entstehung unternehmensinterner Beratung

Zur Entstehungsgeschichte von interner Beratung trugen schnelllebige ökologische und technische Veränderungen bei.[1] Diese unternehmerischen Umweltgegebenheiten verlangen flexible organisatorische Unternehmensstrukturen. Diese erhöhte Flexibilität verursachte Risse in den Organisationsstrukturen, wodurch z.B. Mangel an Koordination zwischen den dezentralen Abteilungen entstand. Traditionell wurden diese Risse durch extern akquirierte Beratungsfirmen geflickt.[2] „Im Tagesgeschäft fehlte die Vorlaufzeit um externe Berater über die Unternehmensorganisation und das spezifische Problem zu unterrichten“[3]. Des Weiteren waren externe Berater nach Abschluss eines Projektes nicht in der Lage bei einem „Wirrwar“, wie z.B. zweideutige Beziehungen, niedrigere Produktivität nach Optimierung oder auch schlechte Kommunikationen durch eine Implementierung, weiter zu beraten. Als die Beratungsleistungen zum beheben solcher Missstände immer weiter anstieg, reagierte das Management. Es wurde nach einem Konzept für qualitativ hochwertigen Service, schnelle Reaktionszeiten, Rechenschaftspflicht, die Fähigkeit schnell und zu niedrigen Kosten zu handeln gesucht. Der vom Management forcierte Lösungsansatz verlangte nach einer Integration von Beratungsdienstleistung. So sollten nun interne Spezialisten, im Gegensatz zu externen Mitarbeitern, unabhängig mit Rat und Tat unternehmensinternen Abteilungen zur Verfügung stehen Mit der Zeit gewannen die internen Berater dieselbe Glaubwürdigkeit, welches das Management gegenüber externen Beratern anerkannte. Heute haben interne Beratungen viele Funktionen externer Beratung ganzheitlich übernommen. Somit stellt sich nicht mehr die Frage nach der Verwendung eines Beraters, sondern: Interne oder externe Beratung?

3 Beratungsdienstleistung: Make or Buy

In diesem Abschnitt erörtert der Autor die Kontroverse zwischen internen und externen Beratern. Es werden die Vorzüge interner, als auch externer Beratung gegenübergestellt. Interne Berater sollen, wie bisher auch in der Praxis belegt, schneller auf organisatorische Änderungen reagieren, sowie auf einen direkten Zugang zu CEO zurückgreifen können.[4] Nichts desto trotz belegen Umfragen, dass in speziellen Gebieten der interne Berater, dem externen Beratungsdienst ein nachsehen hat. Manager setzten die Interne Berater mit externen Beratern in Wettbewerb, da diese für ihr Problem „die Beste“, aber auch kostengünstigste Lösung verlangen. Eine Entscheidung über interne oder externe Berater wird am Besten im Licht der jeweiligen Situation mit den der Vor- und Nachteile der Beratung ab gewägt. Keiner von beiden ist „die“ Lösung für alle Beratungsprobleme.[5] Interne Berater können, egal auf welchem Weg, alle traditionellen Beratungstätigkeiten externer Berater durchführen. In folgenden Situationen wird dennoch tendenziell zu externen Beratern zurückgegriffen[6]:

1. Die Organisation kann sich keine Vollzeitstelle des internen Beraters leisten bzw. benötigt keine Vollzeitberatung.
2. Die Organisation benötigt für einen kurzen Zeitraum zusätzliche Unterstützung bzw. interne Ressourcen können nicht abgegriffen werden.
3. Die internen Berater oder sonstige Mitarbeiter des Unternehmens besitzen weder das spezifische Know-How oder breite Erfahrung, welche für eine bestimmte Situation benötigt wird.
4. Die politische Atmosphäre rund um das Problem erfordert den Anschein nach Objektivität oder politische Neutralität.
5. Der Vorstand wünscht zusätzlich zur Entscheidung des internen Beraters eine Stellungnahme eines aussenstehenden Beraters.

Die geschickte Exekutive verwendet interne und externe Berater in komplementärer Weise. In vielen Situationen sind die Fähigkeiten der beiden sich sehr ähnlich. Jede Beratergruppe bietet verschiedene Eigenschaften, wie z.B. Aktualität, Objektivität oder Verantwortlichkeiten.

[...]


[1] Vgl. Ernst und Kieser 2002

[2] Vgl. Faust 2002

[3] Blommfield 2002

[4] Vgl. Schmidt 2000, Seite 22

[5] Vgl. Ernst 2005, Seite 89

[6] Vgl. Schmidt 2000, Seite 112

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Beratungs- und Coachingprozesse in Organisationen
Untertitel
Inhouse Consulting vs. externe Beratung
Hochschule
Fachhochschule Vorarlberg GmbH  (Master BPE)
Veranstaltung
Beratungs- und Coachingprozesse in Organisationen
Note
1,3
Autor
Jahr
2009
Seiten
11
Katalognummer
V200394
ISBN (eBook)
9783656267119
ISBN (Buch)
9783656268888
Dateigröße
472 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Schlagworte
Consulting, Inhouse Consulting, Externe Beratung, Beratung
Arbeit zitieren
Achim Tutschner (Autor), 2009, Beratungs- und Coachingprozesse in Organisationen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200394

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