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Das Erdbeben von Sparta mit seinen Auswirkungen auf Staat und Mensch

Title: Das Erdbeben von Sparta mit seinen Auswirkungen auf Staat und Mensch

Seminar Paper , 2012 , 27 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jessica Schnugg (Author)

World History - Early and Ancient History
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Mit dem Phänomen Erdbeben musste sich Menschen schon seit jeher auseinandersetzen, ob man wollte oder nicht. Nur wurde der Verursacher für solch eine Naturkatastrophe zu damaliger Zeit in etwas anderem gesehen, als in der Moderne. Dennoch bleiben die Folgen die gleichen, da auch heute Gebäude einstürzen und diese Menschen unter sich begraben.
In der folgenden Arbeit wird das „Erdbeben in Sparta mit seinen Auswirkungen auf Staat und Mensch“ thematisiert. Dabei wird mit Hilfe antiker Quellen darauf eingegangen, wer der Auslöser des Erdbebens, nach antiker Menschenmeinung, ist und welche Ursachen dem Beben zugrunde liegen. Des Weiteren wird kurz erläutert, wie die modernen Wissenschaften sich die Naturkatastrophe, Erdbeben, erklären und wer die ersten naturwissenschaftlichen Erklärungen in der Antike aufstellte. Ein größerer Punkt wird den Bereich der Folgen umfassen, da kurze Zeit nach dem Beben sogar ein Krieg ausbrach, der in die Geschichte einging. Dieser Teil beschäftigt sich mit der Problematik der Heloten im spartanischen Machtgebiet und wie deren Aufstand zwecks Unterdrückung im Staat verlief. Noch dazu wird hier versucht, die Frage zu klären, ob das Erdbeben der Grund des Bevölkerungsrückganges sei oder ob andere, bereits aufgestellte, Thesen eher zum allmählichen Niedergang beitrugen. Der letzte Punkt umfasst einen Überblick über die wichtigsten Quellen antiker Autoren, die das Erdbeben in Sparta erwähnen bzw. schildern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Das Erdbeben

2. Der Erderschütterer Poseidon

3. Entstehung eines Erdbebens in modernen Wissenschaften

3.1 Plattentektonik in kurzen Zügen

3.2 Erdbebeninstrumente

4. Erdbebentheorien der Antike

5. Folgen der Zerstörung

5.1 Das Verhältnis zwischen Spartanern und Heloten

5.2 Der Heloten Aufstand

5.3 Erdbeben als Ursache des Bevölkerungsrückgangs

6. Historische Quellen

7. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht das verheerende Erdbeben im antiken Sparta von 464 v. Chr. und analysiert dessen tiefgreifende Auswirkungen auf die spartanische Gesellschaft, die politische Stabilität sowie das Verhältnis zur unterdrückten Helotenschicht. Ziel ist es, sowohl die antike Wahrnehmung der Katastrophe als göttliches Wirken als auch moderne wissenschaftliche Erklärungsansätze und demografische Folgen kritisch zu beleuchten.

  • Antike Deutungsmuster von Erdbeben im Kontext der Mythologie
  • Moderne plattentektonische Ursachen und historische Messinstrumente
  • Die sozio-politische Instabilität durch den Helotenaufstand
  • Ursachenforschung zum langfristigen Bevölkerungsrückgang Spartas
  • Auswertung zeitgenössischer antiker Quellen zur Katastrophe

Auszug aus dem Buch

1.) Das Erdbeben

„Die Sparter haß‘ ich, mag Poseidon Ihr Gott auf Tainaron, mit einem Erdstoß Die Häuser alle auf die Köpfe schmettern!“

So schilderte Aristophanes in der Rede des Dikaiopolis in den „Acharnern“ (508-510) die damalige Lage Spartas. Ein verheerendes Erdbeben suchte Sparta 464 v. Chr., wahrscheinlich im Frühjahr, heim. S gilt bis heute als das größte, das die Antike kannte und man zeigte sogar die Gräber der Verstorbenen noch bis in die Kaiserzeit hinein. Die Autoren des 5. Jh. v. Chr. berichten nichts über die Anzahl der Toten und über die Stärke des Bebens, bis auf die oben zitierte Anspielung auf die damalige Lage bei Aristophanes. Die Autoren formulieren dafür in späterer Zeit die Zerstörung immer genauer aus. Man verstand damals das Beben als göttliches Zeichen, also als Prodigium, oder gar als Strafe für eine vorangegangene Untat, auf die ich später noch zu sprechen kommen werde.

Die Meinungen darüber, wann das Beben genau stattgefunden hat, wie viele Opfer es forderte und wie deren soziale und geschlechterspezifische Zusammensetzung ausgesehen haben mag, werden in der Forschung oft diskutiert und man ist sich darüber noch immer nicht einig. Diodor gibt beispielsweise an, dass das Erdbeben bereits 469 v. Chr. Sparta getroffen hat, sowie er auch von einer Opferzahl 20000 spricht, was viele für eine Übertreibung halten. Archäologisch kann das Beben nicht nachgewiesen werden, da die Ausgrabungen in Sparta unzureichend sind. Auch über die langfristigen Folgen für Sparta ist man sich noch nicht ganz im Klaren.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des Erdbebens von 464 v. Chr. ein und skizziert die methodische Vorgehensweise sowie die zentralen Fragestellungen der Arbeit.

1. Das Erdbeben: Dieses Kapitel behandelt die historischen Rahmenbedingungen und die Unklarheiten bezüglich Zeitpunkt und Ausmaß der Naturkatastrophe in Sparta.

2. Der Erderschütterer Poseidon: Hier wird der antike Glaube an Poseidon als Verursacher von Erdbeben und die daraus resultierenden religiösen Konsequenzen für das Handeln der Spartaner analysiert.

3. Entstehung eines Erdbebens in modernen Wissenschaften: Dieses Kapitel vergleicht moderne plattentektonische Theorien mit der historischen Entwicklung von Instrumenten zur Messung seismischer Aktivitäten.

4. Erdbebentheorien der Antike: Die theoretischen Ansätze antiker Philosophen wie Thales, Anaximenes und Aristoteles zur Erklärung von Erdbeben stehen hier im Fokus.

5. Folgen der Zerstörung: Dieses umfangreiche Kapitel beleuchtet das Verhältnis zwischen Spartanern und Heloten, den daraus erwachsenden Aufstand sowie die demografischen Auswirkungen auf das spartanische Staatsgefüge.

6. Historische Quellen: Eine Zusammenstellung wichtiger antiker Berichte von Autoren wie Thukydides, Diodor und Plutarch bildet den Abschluss der inhaltlichen Analyse.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bewertet die Rolle des Erdbebens als Zäsur für den Niedergang des spartanischen Staates.

Schlüsselwörter

Sparta, Erdbeben, Poseidon, Heloten, Plattentektonik, Thukydides, Aristoteles, Bevölkerungsrückgang, Realteilung, Naturkatastrophe, Antike, Seismologie, Aufstand, Diodor, Sozialstruktur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen des schweren Erdbebens von 464 v. Chr. auf die gesellschaftliche und politische Stabilität des antiken Spartas.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Neben der geologischen Katastrophe stehen insbesondere das Unterdrückungssystem der Heloten, der darauffolgende Aufstand und die demografischen Ursachen für den Niedergang des spartanischen Staates im Vordergrund.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird untersucht, inwieweit das Erdbeben als direkter Auslöser für den politischen und sozialen Niedergang Spartas gewertet werden kann oder ob andere Faktoren, wie die Realteilung des Landes, eine bedeutendere Rolle spielten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse antiker Quellen, einen Vergleich mit modernen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen sowie die Auswertung historischer Forschungsliteratur zur Demografie und Gesellschaftsstruktur Spartas.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erstreckt sich von der mythologischen Deutung des Bebens über die moderne Plattentektonik und die Entwicklung früher Erdbebeninstrumente bis hin zur detaillierten Untersuchung des Helotenkonflikts und der Bevölkerungsentwicklung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Sparta, Erdbeben, Heloten, Antike, soziale Schichtung und historisch-demografischer Wandel.

Wie deuteten die Spartaner das Erdbeben laut Thukydides?

Die Spartaner sahen in dem Erdbeben eine göttliche Strafe für die Tötung von Heloten, die als Schutzflehende in ein Poseidon-Heiligtum geflohen waren.

Warum war die Realteilung ein Problem für Sparta?

Die Realteilung des Bodens bei kinderreichen Familien führte zur Verarmung vieler Vollbürger, was sie wiederum ihr politisches Bürgerrecht und damit dem spartanischen Staat seine militärische Basis kostete.

Welche Bedeutung hatte der Helotenaufstand?

Der Aufstand, begünstigt durch die Katastrophe, entwickelte sich zum sogenannten „dritten messenischen Krieg“ und zwang Sparta in eine militärisch wie politisch äußerst prekäre Lage, die bis zur Bitte um Hilfe bei verfeindeten Mächten wie Athen führte.

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Details

Title
Das Erdbeben von Sparta mit seinen Auswirkungen auf Staat und Mensch
College
University of Salzburg
Grade
1,0
Author
Jessica Schnugg (Author)
Publication Year
2012
Pages
27
Catalog Number
V200669
ISBN (eBook)
9783656271727
ISBN (Book)
9783656271901
Language
German
Tags
Erdbeben Sparta Antikes Sparta Helotenaufstand Antike Erdbebenmessinstrumente Poseidon Erdbebeninstrumente Sparta Erdbeben
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jessica Schnugg (Author), 2012, Das Erdbeben von Sparta mit seinen Auswirkungen auf Staat und Mensch, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200669
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