Konvergenz von Internet und Fernsehen - Strategische Implikationen für private Fernsehsender


Diplomarbeit, 2001
150 Seiten, Note: 3,0

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

TABELLENVERZEICHNIS

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

1 Einleitung und Problemstellung

2 Historische Entwicklung Fernsehen und Internet
2.1 Entstehung und Werdegang Fernsehen
2.1.1 Auftrag der öffentlich-rechtlichen Sender
2.1.2 Programmpolitik privat-kommerzieller Sender
2.2 Entstehung und Verwendung des Internet

3 Technologische Konvergenz
3.1 Digitalisierung und Komprimierung
3.2 Plattformen und Infrastrukturen zur Datenübertragung
3.2.1 Terrestrischer Empfang
3.2.2 Satellitenempfang
3.2.3 Empfang über TV-Kabel
3.2.4 Empfang über Telefonnetz
3.2.5 Playoutcenter
3.3 Verfügbare Endgeräte
3.3.1 Fernsehgerät mit Set-top Box
3.3.2 Fernsehempfang mit PC-TV-Karte und Internet über Kabelmodem
3.4 Digital Video Broadcasting (DVB) - Projekt

4 Staatliche Regulierung von Medienmärkten
4.1 Rundfunkfreiheit im Grundgesetz
4.2 Regelungen im Rundfunk- und Mediendienstestaatsvertrag
4.3 Wettbewerbsrecht im Rundfunk
4.4 Multimediagesetz
4.5 Telekommunikationsgesetz
4.6 Fernabsatzrichtlinien

5 Marktcharakteristika für interaktives Fernsehen
5.1 Doppelter Markt der Medienindustrie
5.2 Mediennutzerprofile
5.2.1 Bevölkerungsstruktur
5.2.2 Empfangssituation und Geräteausstattung
5.2.3 Zeitbudget der Mediennutzer für Fernsehen
5.2.4 Internetnutzung
5.2.5 Kenntnisstand und Diffusion digitalen Fernsehens in Deutschland
5.2.6 Nutzungs- und Zahlungsbereitschaft für neue Fernsehdienste
5.3 Angebotsseitige Marktbetrachtung
5.3.1 Eigentumsverhältnisse auf dem Fernsehmarkt
5.3.2 Einschaltquoten
5.3.3 Werbemarkt
5.3.4 Beschaffungsmärkte für Inhalte
5.3.5 Wertschöpfungsanalyse und Konkurrenzsituation

6 Strategien für private Anbieter interaktiver Fernsehdienste
6.1 Nutzungsoptionen und Inhalte für integrierte Medienangebote
6.1.1 Business-to-business-Geschäft und Business-TV
6.1.2 Business-to-consumer-Geschäft
6.1.2.1 Werbung und Information
6.1.2.2 Digitalisierte Produkte
6.1.2.3 Nicht digitalisierte Produkte
6.1.2.4 Zahlungssysteme
6.2 Planungsprämissen und situative Faktoren
6.2.1 Sprachliche und kulturelle Einschränkung bei Marktarealstrategien
6.2.2 Gesetzliche Regulierung und technische Standards
6.2.3 Akzeptanz und Zahlungsbereitschaft der Rezipienten
6.3 Grundsätzliche Überlegungen zu Strategieoptionen privater Sender
6.3.1 Heuristik zur Strategieformulierung nach zentralen Prinzipien
6.3.2 Kooperation und Integration
6.3.3 Positionierungsalternativen
6.3.4 Gewinnpotentiale und Preisbildung
6.4 Contentorientierte Strategie
6.4.1 Produktsparten
6.4.1.1 Video-on-demand
6.4.1.2 Music-on-demand
6.4.1.3 Elektronische Spiele
6.4.1.4 Sport
6.4.1.5 Nachrichten
6.4.1.6 Teleshopping
6.4.1.7 Finanzdienstleistungen
6.4.2 Markierung der Produkte
6.4.2.1 Alleinstellungsmerkmale
6.4.2.2 Exklusivrechte
6.4.3 Preisgestaltung
6.5 Kundenorientierte Strategie
6.5.1 Produktgestaltung
6.5.2 Kundenbindungsmanagement
6.5.2.1 Community Building
6.5.2.2 Beschwerdemanagement
6.5.3 Markenpolitik
6.5.4 Preispolitik
6.6 Hybridstrategie zwischen Content- und Kundenorientierung
6.7 Praxisbeispiele aus bisher realisierten Angebotsvariationen der Anbieter
6.7.1 Öffentlich-rechtliche Angebote
6.7.2 Senderfamilien
6.7.3 Pay-TV-Plattformen
6.7.4 Webcasting

7 Fazit und Ausblick

LITERATURVERZEICHNIS

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

TABELLENVERZEICHNIS

Tabelle 3.1: Downloadzeiten

Tabelle 3.2: 'Letzte Meile'

Tabelle 3.3: Internet über TV-Kabel – Anbieter

Tabelle 5.1: Segmentierungskriterien

Tabelle 5.2: Bevölkerungsstruktur BRD

Tabelle 5.3: Geräteausstattung

Tabelle 5.4: Soziodemographie der Onlinenutzer

Tabelle 5.5: Zahlungsbereitschaft für Pay-TV

Tabelle 5.6: Zuschaueranteile einzelner Sender

Tabelle 6.1: Interaktivitätsniveaus

Tabelle 6.2: Make or Buy - Entscheidungen

Tabelle 6.3: Umsätze auf dem Videomarkt

Tabelle 6.4: Online-Kauf von Produkten

Tabelle 6.5: Programmgestaltung

Tabelle 6.6: Pay-TV-Angebot der Telekom

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

Abbildung 1.1: Entstehung des Multimediamarktes

Abbildung 3.1: Struktur der digitalen Übertragung:

Abbildung 4.1: Komponenten der Mulimediagesetzgebung

Abbildung 5.1: Empfangssituation

Abbildung 5.2: Zeitbudget Fernsehen BRD

Abbildung 5.3: Nutzung von Online-Angeboten

Abbildung 5.4: Bekanntheit von Begriffen Diffusion

Abbildung 5.5: Marktanteile von Sendergruppen

Abbildung 5.6: Werbeumsätze im Fernsehsektor

Abbildung 5.7: Multimedia-Wertschöpfungskette

Abbildung 5.8: Wettbewerbskräfte auf dem Fernsehmarkt

Abbildung 6.1: TOWS-Matrix

Abbildung 6.2: Diversifikationsformen

Abbildung 6.3: Positionierungsalternativen

Abbildung 6.4: Erlösquelllen

Abbildung 6.5 Verwertungsstufen in Film- und Fernsehmarkt

Abbildung 6.6: Kundenbindung

Abbildung 7.1: Marktbarrieren und Erträge

1 Einleitung und Problemstellung

Die Wirtschaftswissenschaften kennzeichnen den Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts als Anbruch des fünften Kondratieff-Zyklus',[1] den Beginn der sogenannten 'Informationsgesellschaft'. Nach SCHUMPETER[2] liegen diesen Zyklen Impulse durch Basisinnovation zugrunde, die in technologischer und gesellschaftlicher Hinsicht bedeutsam und somit in der Lage sind, einen wirtschaftlichen Aufschwung über mehrere Jahre hinweg zu tragen.[3]

Die Entwicklung neuer Kommunikationstechnologien und Infrastrukturen, besonders des Internet, machen die Informationsgesellschaft aus. Durch neue Kommunikationswege wird eine Basis geschaffen, die – eben durch schnellere und bessere Information – den sogenannten 'old-economies' der früheren Industrieepochen zu erhöhter Effizienz und mehr Marktnähe auf der Beschaffungs- und Absatzseite verhelfen kann.[4] Versteht man die Information selbst als Ware, wird vor diesem Hintergrund insbesondere der Mediensektor, dessen Hauptgeschäft darin besteht, Informationen und attraktive Inhalte für ein breites Publikum bereitzustellen, zu einem interessanten Wettbewerbsplatz.

Besonders audiovisuelle Medien - hier sollen Fernsehen und Internet in den Fokus der Betrachtung treten - bieten ein breites Spektrum der Gestaltung von Inhalten und Darbietungsformen, das sich bereits heute in den genannten Medien teilweise überschneidet und neuartige hybride Produkte hervorbringt. Es wird im allgemeinen von einer Konvergenz der Medien gesprochen.[5]

Wesentliche technische Grundlage einer möglichen Konvergenz dieser Medien ist die Digitalisierung[6] und Komprimierung multimedialer Inhalte.[7] Multimedia umfaßt integrierte Kommunikation, Informationsbeschaffung oder Unterhaltung mit Hilfe einer Kombination aus digitalen 3D-Graphiken, Animationen, Bildern, Videos, Daten und Texten sowie Ton in verschiedenen computergestützten Nutzungsumgebungen.[8] Der Begriff Konvergenz bezeichnet neben der Überschneidung von Medieninhalten auch den Umstand, daß Produktionstechniken und anhängende Aufgaben der Zusammenstellung, Übertragung und des Empfangs von Kommunikationsinhalten zusammenwachsen. Neben der Verwendung des Internet als 'Kommunikationskanal' können mit der Anwendung 'World Wide Web' permanent Inhalte bereitgestellt werden; hierdurch kann das Internet gleichzeitig auch als Medium im 'klassischen Sinne' fungieren. Es behält hierbei jedoch seine Dialogeigenschaften.

Die Kombination der bisher separaten sogenannten TIMES-Märkte[9] (siehe Abbildung 1.1), speziell derer für Telekommunikations-, Rundfunk- und Computerdienste, schafft hier auf technischer Ebene eine Plattform für den gemeinsamen Markt der Multimediadienste.[10] Der zunehmende Ausbau von Bandbreiten und Rückkanalfähigkeit der Übertragungswege bringt neue Kapazitäten mit sich, die durch Komprimierungsverfahren noch zusätzlich ausgeweitet werden, und neue Kommunikationsmöglichkeiten. Die gleichzeitig wachsende Verbreitung computergestützter Endgeräte beim Verbraucher erlaubt die Ausweitung des Fernsehangebots von traditionellem Rundfunk auf interaktive Inhalte und Dienste. Diese sind geeignet, Auswahlmöglichkeiten, zeitliche Disponibilität des Zugriffs für den Nutzer und eine Qualitätssteigerung der Kommunikation zu ermöglichen.[11] In der vorliegenden Arbeit soll dieses 'interaktive Fernsehen' als ein aus der Konvergenz der Medien erwachsendes, neues Produkt in den Mittelpunkt der Betrachtung rücken.[12]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1.1: Entstehung des Multimediamarktes (In Anlehnung an Bea, F.X./Haas, J., 1997: 82.)

Zur ersten Einordnung und Abgrenzung des Entwicklungspotentials des Multimediamarktes von dem der bisherigen Medien gibt das folgende Kapitel 2 einen kurzen Einblick in die historische Entwicklung der Medien Fernsehen und Internet sowie deren Inhalte. Der deutsche Fernsehmarkt weist die Besonderheit eines dualen Rundfunksystems aus öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehsendern auf. Aufgrund der Einschränkungen öffentlich-rechtlicher Sendeanstalten scheinen vor allem private Fernsehanbieter genügend Handlungsspielraum zur Neupositionierung zu besitzen.

Die beschriebene technologische Entwicklung stellt für Fernsehanbieter einen externen Umweltfaktor dar. Aus diesem Grund werden die technologischen Rahmenbedingungen der Umweltanalyse einer weiteren Untersuchung der strategischen Ausgangslage vorangestellt. In Kapitel 3 werden Digitalisierung und Komprimierung sowie alternative Übertragungswege und Endgeräte vorgestellt. Dieser Outside-in Ansatz[13] liefert den Ausgangspunkt für die Dokumentation und Beurteilung zukünftig veränderter Markt- und Wettbewerbsbedingungen.

Einschneidende Veränderungen der Ausgangslage durch externe Bedingungen machen eine Revision der bisherigen Strategien von Fernsehveranstaltern notwendig. Strategien sind Maßnahmen und Entscheidungsregeln zur langfristigen Sicherung des Erfolgs und liefern dem Unternehmen eine "klare Vorstellung und eine klare Richtung hinsichtlich seiner Entwicklungs- und Wachstumsmöglichkeiten".[14] Nach der Feststellung technischer Innovation als Anlaß strategischer Neuorientierung ergibt sich die Aufgabe einer Analyse weiterer Wettbewerbsparameter, um Wirkungen und Ausmaß der Veränderungen frühzeitig zu erkennen und auf diese reagieren zu können. Eine bedeutende Einflußdimension der Unternehmensumwelt stellen rechtliche Rahmenbedingungen zur Konvergenz der Medien dar, die in Kapitel 4 aufgezeigt werden. Die regulativen Beschlüsse und offenen Fragen im Zusammenhang mit dem Angebot interaktiver Dienste verstärken die Komplexität und Dynamik der Unternehmensumwelt vor dem Hintergrund zusammenwachseder Medien.[15]

Das unmittelbare Umfeld eines Unternehmens stellen Nachfrager, Wettbewerber und Lieferanten und somit der Markt als die Gesamtheit der wirtschaftlichen Beziehungen der Akteure im Multimediabereich dar.[16] Kapitel 5 behandelt zunächst eine Analyse und Bewertung des Absatzmarktes für Produkte aus Fernsehen und Internet. Aufgabe ist es, das derzeitige Mediennutzungsverhalten der Rezipienten darzustellen, um Marktpotentiale[17] und die Bedürfnisse und Wünsche der Rezipienten für interaktives Fernsehen herauszuarbeiten. Die bisherige Wettbewerbssituation wird über Eigentumsverhältnisse der Fernsehsender, ausgewählte Beschaffungsmärkte für Inhalte und Marktanteile auf dem Zuschauer- und Werbemarkt dokumentiert. Anschließend erfolgt eine Einschätzung der Konkurrenzsituation unter Berücksichtigung der Medienkonvergenz.

Eine dritte Strukturdeterminante für die Marktanalyse liefert das gehandelte Gut.[18] Für den konvergierenden Medienmarkt ist aber gerade die technologisch bedingte Veränderung des Produktes Ansatzpunkt für die strategische Neuorientierung. Es erscheint daher zweckmäßig, neben den Vorüberlegungen zur Historie der Medienprodukte und zu technischen Neuerungen die Gestaltungsmöglichkeiten für Programminhalte in die Strategieformulierung einzubinden und diese erst dort vorzustellen. Ein Überblick über das Potential einer konvergenten Produktpalette integrierter Medienleistungen erfolgt daher zunächst allgemein in Kapitel 6. Das sogenannte Business-to-business-Geschäft sowie Business-TV werden dort kurz umrissen; Fokus der Betrachtung wird das Geschäft mit dem Privatkunden, der Business-to-consumer-Sektor, sein.

Hier werden schließlich auch die strategischen Implikationen[19] aus der Konvergenz von Internet und Fernsehen aus den Chancen und Risiken der Umwelt und Stärken und Schwächen der Akteure von den vorhergehenden Betrachtungen abgeleitet. Unter Prämissen und situativen Faktoren werden Einschränkungen der Wachstumspotentiale bei Marktarealstrategien[20] (Internationalisierungsstrategien) und durch die technischen und regulativen Aspekte, die bei der Konfiguration des Leistungsprogramms bedenkenswert sind, zusammengefaßt. Auch die Perspektiven hinsichtlich der Akzeptanz der neuen Angebote beim Nutzer werden in diesem Zusammenhang behandelt.

Einen Ansatz zur Strategieformulierung vor dem Hintergrund der gegebenen Ausgangslage liefert die TOWS-Matrix.[21] Im weiteren Verlauf werden daraus resultierende Überlegungen zu horizontalen und vertikalen Diversifikations- und Kooperationsstrategien erläutert und die Anwendbarkeit von generischen Wettbewerbsstrategien[22] beurteilt. Die vertiefte Betrachtung einer Differenzierungsstrategie für den Geschäftsbereich interaktives Fernsehen führt zu konkreteren Perspektiven der Strategieausgestaltung für den Funktionsbereich Absatz.

Es scheinen zwei grundlegende strategische Positionen für interaktives Fernsehen erfolgversprechend. Die erste, auf den inhaltlichen Ressourcen der Fernsehveranstalter basierende Strategieposition ist die Konzentration auf attraktive Inhalte (Contentorientierung), die Alternative stellt ein marktbasierter Ansatz unter besonderer Berücksichtigung unterschiedlicher Zuschauerinteressen dar. Letztere beinhaltet die Bereitstellung eines konfigurierbaren Angebots zur umfassenden Deckung des Medienbedarfs des Rezipienten (Kundenorientierung).

Innerhalb dieser Alternativpositionen werden Besonderheiten für das spezifische strategische Marketing zur erfolgreichen Implementierung der jeweiligen Strategien aufgezeigt. An dieser Stelle werden auch einige Ansatzpunkte und Handlungsempfehlungen für den zielgruppenspezifischen Einsatz der Instrumente des Marketing-Mix genannt. Private Fernsehveranstalter können so der Gefahr von Marktanteilsverlusten durch den Eintritt neuer Wettbewerber und Produkte begegnen. Eventuell ist es sogar möglich, mittels rechtzeitiger strategischer Neuausrichtung Marktanteile zu vergrößern oder durch Abschöpfung der Erlöspotentiale vorhandener Segmente die Rentabilität[23] der Aktivitäten zu vergrößern.

Hiernach wird kurz auf die Möglichkeit einer hybriden Strategie gleichzeitiger Spezialisierung auf Inhalte und Kundenbedürfnisse eingegangen. Ausgewählte Beispiele der Aktivitäten von Akteuren auf dem privaten Fernsehmarkt, die im Anschluß vorgestellt werden, zeigen verschiedene Ansätze zu deren Ausrichtungen in bezug auf die technische Medienkonvergenz, i. e. Internetauftritte der Fernsehsender, digitale Programme mit Zusatznutzen und Kooperationen zwischen Akteuren verschiedener Wertschöpfungsstufen.

Kapitel 7 enthält die Zusammenfassung der Ergebnisse aus den vorgenannten Kapiteln und wird ferner einen Ausblick auf weiteren Untersuchungsbedarf im Umfeld privater Fernsehsender und zukünftige Entwicklungspfade der Medien geben.

2 Historische Entwicklung Fernsehen und Internet

2.1 Entstehung und Werdegang Fernsehen

Die ersten Schritte auf dem Weg zur Bildröhre reichen bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück. Nach der Entdeckung des fotoelektrischen Widerstands 1873, der Grundlage moderner lichtempfindlicher Zellen als Voraussetzung für den Einsatz elektrischer Nachrichtentechnik, unternahm George R. Carey aus Boston 1875 erste Schritte in Richtung der Übertragung von Bildern durch Zerlegung in ihre Elemente beim Sender und Zusammensetzen durch den Empfänger. Erst zehn Jahre später entwickelte Paul Nipkow mit der Patentierung der Nipkow-Scheibe ein Verfahren zur Automatisierung dieses Prozesses. Durch die erhöhte Erfassungsgeschwindigkeit war es theoretisch möglich, bewegte Bilder zu übertragen. Der Begriff Television wurde auf der Pariser Weltausstellung im Jahr 1900 geprägt.[24]

Dennoch brauchte es noch weitere 20 Jahre zur Verwirklichung des technisch Machbaren; erst 1922 wurde eine erste öffentliche Demonstration einer Übertragung über Telefon (!) (noch) unbewegter Bilder realisiert. Die spätere Übertragung über terrestrische Frequenzen des Hörfunks lieferte bis zur Erschließung des Ultrakurzwellenbereiches keine zufriedenstellende Bildqualität. Die Bewährungsprobe stellte wohl die Übertragung der Olympischen Spiele 1936 in Berlin dar. Geographische Grenzen konnten erst 1964, als der erste Fernsehsatellit Syncom II gestartet wurde, überwunden werden. Mit der Übertragung der Olympischen Spiele in diesem Jahr aus Tokio wurden die Möglichkeiten des Fernsehens als Medium zur Live-Übertragung bewegter Bilder in alle Teile der Erde, dem sogenannten Broadcasting, erstmalig herausgestellt.[25] Beim Fernsehen handelt es sich um ein einseitiges Massenmedium (one-to-many). Die Beiträge werden ausgestrahlt, und der Zuschauer empfängt die Informationen passiv oder 'zurückgelehnt'; man bezeichnet das Fernsehen daher auch als Push- oder lean-back- Medium.[26]

Seit der Erfindung des Farbfernsehens 1967 wurden Zusatz- und Mehrwertdienste,[27] begleitet von einem steigenden Anteil digitaler Signale, eingeführt. Treibende Kräfte des digitalen Fernsehens waren die Motivation, hochauflösende Bilder zu übertragen,[28] die Integrationstechnik der Mikroelektronik und die Ergebnisse der Psychooptik der 70er und 80er Jahre des letzten Jahrhunderts. In den Jahren 1993 bis 1995 befand sich das digitale Fernsehen in Europa in der Spezifikationsphase und soll 2010 für Deutschland die analoge Technik vollständig ablösen.[29] Digitales Fernsehen ist in den USA bereits sehr weit verbreitet, dort soll es schon ab 2006 nur noch digitalen Rundfunk geben.[30]

2.1.1 Auftrag der öffentlich-rechtlichen Sender

Die ersten Bestrebungen in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts zur Ausgestaltung des Rundfunks in Deutschland waren privater Natur, und die Wirtschaft zeigte sich hier interessierter als die Publizistik. Dennoch hatte die Reichspost die Federführung über die technische Verbreitung, und so fiel 1932 der Rundfunk unter die Kontrolle des Staates. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde dieser durch die Besatzungsmächte per Rundfunkgesetz zwar weitestgehend unter die Aufsicht der Bundesländer gestellt, gleichzeitig aber in einem föderalen System so modelliert, daß weder der Staat noch privatwirtschaftliche Interessengruppen Meinungsmacht erlangen konnten.[31]

Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF sowie die regionalen dritten Programme sind nach dieser Modellierung Anstalten des öffentlichen Rechts. Dennoch sind sie keine staatlichen Verwaltungsträger, weil die Sachaufgabe Rundfunk nach Auffassung des Bundesverfassungsgerichtes (BVerfG) eine im gesellschaftlichen Bereich wurzelnde Angelegen­heit darstellt.[32]

In den 50er Jahren erwuchs erneut großes Interesse seitens der Wirtschaft, das inzwischen weit verbreitete Fernsehen für die Werbung zu nutzen. So wurde trotz starker Kritik der deutschen Zeitungsverleger 1956 in Bayern das erste Werbefernsehen eingeführt.[33] Das öffentlich-rechtliche Fernsehen wird jedoch weiterhin als kulturelle Veranstaltung zur politischen Willensbildung im Sinne eines 'Aufklärungsparadigmas' verstanden und ist per Gesetz der Wahrung der Meinungsvielfalt verpflichtet.[34] Die Grundversorgung der Bevölkerung mit einem Rundfunkangebot enthält drei Elemente:[35]

- Eine Übertragungstechnik, bei der ein Empfang der Sendungen für alle sichergestellt ist (technisches Element).
- Einen inhaltlichen Standard der Programme, der die gebotene meinungsbezogene und gegenständliche Vielfalt abdeckt (inhaltliches Element).[36]
- Wirksame Sicherung dieses inhaltlichen Standards durch organisa­torische und verfahrensrechtliche Absicherung (organisations- und verfahrensbezogenes Element).

Die Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks umfassen die Bereitstellung eines umfassenden Angebots für die gesamte Bevölkerung (Integrationsfunktion), bei Nachrichten und Information die schwerpunktmäßige Einbindung von gesellschaftlich relevanten Themen zur Willens- und Meinungsbildung (Formungsfunktion), das Bemühen um wahrheitsgemäße, umfassende und freie Berichterstattung zur Setzung professioneller Standards (Vorbildfunktion) und die besondere Berücksichtigung von Minderheiten und Teilinteressen, die von privaten Sendern nicht angeboten werden (Komplementär- und Innovationsfunktion).[37]

Die genannten Bindungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunksektors schränken den strategischen Handlungsspielraum stark ein. Darüber hinaus fällt eine marktwirtschaftliche Betrachtung aufgrund weitgehender Gebührenfinanzierung und hierdurch fehlendem Zwang, die Einschaltquoten zwecks Akquisition von Werbeaufträgen oder Abonnements zu maximieren, schwer. Aus diesem Grunde werden sich die Ausführungen strategischer Gestaltung und kommerzieller Nutzung des Fernsehens auf den Sektor privater Sender, deren Profil im Folgenden vorgestellt wird, konzentrieren.

2.1.2 Programmpolitik privat-kommerzieller Sender

Seit 1984 sind auch in Deutschland trotz etlicher - auch parteipolitischer - Kontroversen mit der Errichtung des Kabelprojektes Ludwigshafen und RTL Plus, einem deutschsprachigen Sender von Radio Luxemburg[38], privat-kommerzielle Rundfunkveranstalter auf den Markt getreten. Es folgte SAT.1 im Jahr 1985, das zu Beginn nur über Satellit ausgestrahlt wurde. In seinem 'vierten Fernsehurteil' erkennt das Bundesverfassungsgericht das duale Rundfunksystem am 04.11.1986 an,[39] wodurch die ARD-Anstalten und das ZDF einer nicht gleichartigen Konkurrenz ausgesetzt wurden, auf die sie nach ihrer ursprünglichen Aufgabenstellung nicht eingerichtet waren.[40] Aus dem von der KabelMedia Programmgesellschaft (KMP) veranstalteten Programm Musicbox wurde 1988 der Sender Tele 5, der im Januar 1993 dann in den Sportspartensender DSF umgewandelt wurde. Ebenfalls 1988 nahm das erste Pay-TV-Programm Teleclub der KirchGruppe den Sendebetrieb im Kabelnetz Oldenburg auf. Eine Umwandlung des Programms Eureka führte Anfang 1989 zu dem Sender ProSieben. Ein Jahr später erhielt Premiere von der Hamburgischen Anstalt für neue Medien (HAM) eine Lizenz für Pay-TV, nahm am 28.02.1991[41] den Sendebetrieb auf und erreichte vor Ablauf des Jahres bereits 300.000 Abonnenten.[42]

Bis 1997 vermehrten sich die privaten Programme um weitere sieben[43] und bis Mitte des Jahres 2000 lagen der KEK 45 weitere Anträge auf Zulassung von Programmen vor, so daß die aktuelle Programmliste[44] knapp 50 Programme[45] umfaßt. Daneben sind 40 ausländische Programme in verschiedenen Kabelnetzen zu empfangen. Ausländische Programme, die über Satelliten ausgestrahlt werden, zählen zum Programmangebot im deutschen Fernsehen; diese sind frei empfangbar und benötigen keine Lizenz der Landesmedienanstalten.[46]

Das deutsche Fernsehangebot gilt im internationalen Vergleich als besonders umfangreich. Unterscheidungsmerkmale sind regionale Reichweiten, Eigenschaften der Veranstalter und Übertragungsformen. Weiterhin kann nach verschiedenen Kategorien wie Voll- vs. Spartenprogramm (Inhalte) und Free- vs. Pay-TV (Finanzierungsart) strukturiert werden. Generell besteht eine Tendenz zur Ausweitung und Differenzierung der Angebote seit die privaten Fernsehveranstalter zunehmend die Verlustzone der Einführungsphase verlassen und den Break-Even-Point[47] erreichen.[48]

Nachdem DF1 und Premiere von der KirchGruppe zu der Pay-TV-Plattform Premiere World verschmolzen wurden, nimmt die Anzahl der dort angebotenen Pay-TV Programme zu. Ein weiterer Trend ist die zunehmende Spezialisierung, die bei Premiere World und ihren zahlreichen Spartenprogrammen (Spielfilm-, Abenteuer- oder Kinderprogramme etc.) besonders evident ist. In den Programmen des werbefinanzierten Free-TV dominieren die Themen Nachrichten, Kinder, Sport und populäre Musik. Inzwischen bietet auch die Deutsche Telekom AG (DT) ein in verschiedene Sparten[49] gegliedertes Pay-TV unter dem Namen MediaVision an. Aufgrund der thematischen Ausrichtung und gemeinsamen Vermarktung der beiden Pay-TV-Programme herrscht jedoch so gut wie keine Konkurrenz zwischen KirchGruppe und der DT. Neben der digitalen Ausstrahlung von Pay-TV werden bereits auch digitale Free-TV-Programme von der ARD unter der Bezeichnung 'ARD digital' und vom ZDF als 'ZDF.vision' angeboten. Auch andere private Veranstalter beantragen zunehmend Lizenzen für digitale Distribution.[50]

Seit der Öffnung der Fernsehmärkte hat eine Verschiebung der Umsätze zwischen den Teilmärkten der Medienindustrie eingesetzt. Während der Markt für elektronische Medien deutlich stärker als das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gewachsen ist, haben die Printmedien seit dieser Zeit deutlich verloren. Im Jahr 1996 umfaßte der gesamte Medienmarkt in Deutschland ein Volumen von rund 41,3 Mrd. Euro. Damit waren 2,3 Prozent des BIP der Medienindustrie zuzurechnen, die ihrerseits bereits zu 36 Prozent auf elektronische Medien entfielen. Es handelt sich hierbei vor allem um Werbeerlöse, die zu 78 Prozent von den drei - am Werbeumsatz gemessen – größten Anbietern RTL, ProSieben und SAT.1[51] generiert werden.[52]

Der private Rundfunk ist ebenfalls nicht frei von Regulierungen. Die Veranstaltung privaten Rundfunks ist nur auf der Grundlage eines (Landes-) Par­lamentsge­setzes zulässig,[53] das Regelungen über Zugang und Beaufsichtigung der privaten Veranstalter enthält.[54] Mit den bereits für den öffentlich-rechtlichen Bereich genannten, vielfaltstiftenden und -erhal­ten­den Funktionen sind die 1987 gegründeten Landesmedienanstalten[55] betraut.

Die Zulas­sung, Auswahl, Aufsicht und Kontrolle privater Anbieter macht wertende, programmbe­zoge­ne Erwägungen und Prognosen erforderlich. Die Programmierung muß beispielsweise u. a. den Grundsätzen 'Wahrung der freiheitlich demokratischen Grundordnung', 'Achtung der Menschenwürde' und den Vielfaltsanforderungen genügen. In Konkretisierung seiner Gestaltungs­frei­heit ist der Gesetzgeber auch verfassungsrechtlich be­rechtigt, die Organisationsform eines privaten Rundfunkanbieters vorzu­schrei­ben.[56]

Die Grenze seiner Gestaltungsfreiheit ist erst dann er­reicht, wenn der private Rundfunk Bedingungen unterworfen würde, die seine Veranstaltung ausschließen oder in hohem Maße gefährden würden.[57] "Diese in hohem Maße unbestimmten Rechtsvorschriften" bildeten nach Meinung von GERSDORF "Ein­bruch­stel­len für staatliche Infiltrationen auf den gesellschaftlichen Kommunikations­prozeß" (Gersdorf, H., 1991: 116.). Die Praxis zeigt jedoch, daß zwar vom Bundesverfassungsgericht normative Grundlagen für ein gedeihliches Nebeneinander und einen fairen publizistischen Wettbewerb der beiden Sparten gelegt wurden, sich dies jedoch weder hinlänglich juristisch operationalisieren ließ, noch die programmrechtlichen Anforderungen aufsichtlich umgesetzt werden konnten. Die privaten Sender können durch konsequente Interessenpolitik und die somit gewonnene Markt- und Meinungsmacht letztlich Programme ausstrahlen, die vermehrt an Publikumswirksamkeit und Zugewinn von Marktanteilen ausgerichtet sind.[58] Hier hat die Eigendynamik des Marktes teilweise die staatlichen Regulierungsversuche überholt.

Die Berichterstattung der privaten Sender wirkt – verglichen mit den öffentlich-rechtlichen Programmen – stark unterhaltungsorientiert. Die Vermarktung von Sensationen, Hollywood-Kinofilme, leichte Unterhaltung, intellektuell weniger ansprechende Talkshows und sogenanntes 'Reality TV' wie das aktuelle RTLII-Format 'Big Brother' prägen die Bouquets der privaten Veranstalter. Der Anteil von Fictionprogrammen[59] (ohne Werbung) betrug 1998 zwischen 50 (SAT.1) und 90 (Kabel1) Prozent bei den privaten Programmen, ARD und ZDF sendeten im gleichen Jahr nur zu 26 bzw. 28 Prozent Fiktion.[60]

Bei den privaten Anbietern gilt das Dienstleistungsparadigma; die Programmgestaltung wird als Ware und Dienstleistung am Zuschauer gesehen und nicht durch Beiträge oder Gebühren, sondern durch Werbeeinnahmen finanziert.[61] Reine Werbefinanzierung zwingt die privaten Anbieter Einschaltquoten zu erreichen, die den Werbetreibenden sowohl von der Zahl der Rezipienten als auch von der Demographie des angesprochenen Publikums attraktiv erscheinen. In Konsequenz der Anpassung ihrer Angebote an die Bedürfnisse des Marktes bzw. des Publikums beschäftigen sich heute alle genannten Sender sowohl mit der Umstellung ihrer Ausstrahlungen auf digitale Plattformen als auch mit zumindest komplementären Auftritte im Internet, die später auszugsweise vorgestellt werden.[62]

2.2 Entstehung und Verwendung des Internet

Der erste Schritt auf dem Weg zum Internet wurde Ende der 60er bzw. zu Beginn der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts in den USA eingeleitet. Die Mitarbeiter der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) beabsichtigten, ihre zentral organisierten militärischen Rechenzentren zu dezentralisieren.[63] Die technische Machbarkeit für die Kommunikation von dezentralen Computeranlagen über Telekommunikationsleitungen war bereits durch die Forschung an zwei Universitäten in den USA bewiesen, die so Informationen zwischen ihren Universitätsrechenzentren austauschten.[64]

Die DARPA errichtete zunächst ein experimentelles Netzwerk zwischen weit voneinander entfernten Computeranlagen, das sogenannte ARPANET, das 1972 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Insbesondere Universitäten machten Gebrauch von der neuen Möglichkeit, Datenaustausch über dieses Netz zu betreiben. Die Inkompatibilität der neu entstehenden Netzwerke und Hard- und Software erschwerte aber den Austausch von Daten. Erst der einheitliche Übertragungsstandard mit 'Transmission Control Protocol/Internet Protocol' (TCP/IP)[65] führte zu einem ersten 'Internet', der Verbindung unterschiedlicher Netze. Entsprechend lautet eine frühe Definition des Begriffs 'Internet': "The Internet is a world-wide network of computer networks that use a common communications protocol."[66]

Der Hinweis auf das Protokoll in der Definition ist durch die Existenz multiprotokollfähiger Netzstrukturen und Gateways inzwischen überholt. Es wird zunehmend schwieriger, technische Aspekte zum Gegenstand einer Definition oder Beschreibung des Internet zu machen. Hinzu kommt die Verwendung des Begriffs 'Internet' im allgemeinen Sprachgebrauch der wachsenden Zahl privater Nutzer.[67]

Die Datenübertragung im Internet erfolgt über das sogenannte Packet Switching (Paketvermittlungskonzept), das die zu übermittelnden Informationen in Pakete unterteilt, die jeweils mit einem für die Adressierung notwendigen 'Header' versehen sind. Vermittlungsrechner – sogenannte Router – leiten die Pakete mit Hilfe dieser Angaben zwischen den Netzwerkknoten weiter, was (im Gegensatz zur Sprachtelefonie mit Circuit Switching) keine konstante physikalische Leitung zwischen Sender und Empfänger erfordert. Inzwischen ist es möglich, sogenanntes Webcasting oder Netcasting mit Hilfe von Streamingtechnologien zu betreiben. Das heißt, der Internetnutzer kann Inhalte, die mit denen des herkömmlichen Fernsehen vergleichbar sind, auch mit dem PC abrufen und dort abspielen bzw. 'live' mitverfolgen (vgl. ausführlicher hierzu Kapitel 3.1). Hierbei treten aber (jenseits von fehlender Bandbreite) allein durch die Paketvermittlung Schwierigkeiten auf; es können Datenpakete ausbleiben oder verzögert den Empfänger erreichen, da diese nicht denselben Weg nehmen. Hier wird an Normierungen hinsichtlich der Protokolle und Konzepten zur Datenpufferung (Zwischenspeichern) gearbeitet.[68]

Das Internet ist dezentral und somit flexibel und fehlertolerant. Entsprechend schnell ist es expandiert. Es existieren heute zahlreiche Anwendungen sowohl im privaten nichtkommerziellen Sektor als auch in Geschäftskunden- (Business-to-business) und Endkunden- (Business-to-consumer) Kontakten, letztere sollen als Thema dieser Arbeit näher vorgestellt werden.

Beim Internet handelt es sich – und dies ist im Sinne dieser Arbeit das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zum herkömmlichen Fernsehen – um ein dialogorientiertes bzw. Pull- oder 'lean forward'-Medium, bei dem der Rezipient aktiv an den empfangenen Inhalten mitgestaltet oder diese nach seinen Präferenzen zusammenstellt. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal sind die alternativen Kommunikationsformen, die hier zum tragen kommen. Während der herkömmliche Rundfunk ausschließlich 'one-to-many'-Kommunikation bietet, sind im Internet prinzipiell alle Modelle, also auch 'one-to-one', 'many-to-one' und 'many-to-many' realisierbar.[69]

3 Technologische Konvergenz

3.1 Digitalisierung und Komprimierung

Die Quelle der zu erwartenden Konvergenz von Rundfunk, Kommunikationsdiensten und Internet ist die Möglichkeit der Digitalisierung von multimedialen Daten.[70] Dies bedeutet, daß die zu übertragende Information in einen Fluß von binären Zeichen abgebildet wird, die über unterschiedliche Übertragungswege weitergeleitet werden können.[71] Durch die Digitalisierung analoger Audio- und Videodaten ist es möglich, Speicher- und Kopierverluste auszuschließen, so daß perfekte und immer gleiche Reproduktion eines Werkes[72] und Übertragbarkeit der Daten in fast alle Netze gewährleistet ist.

Sowohl die Übertragungswege (vgl. Abbildung 3.1) als auch die Endgeräte werden hierdurch mit Hilfe von entsprechender Software und Hardware an den Schnittstellen (Gateways) der einzelnen Netze und Geräte untereinander portierbar. Für den Nutzer können somit u. a. Fernseher und Computer zu einem einheitlichen Endgerät zusammenwachsen. Dieser technische Prozeß der Integration von Kommunikationsformen wird mit dem Begriff 'Konvergenz' bezeichnet.[73]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 3.1: Struktur der digitalen Übertragung: (In Anlehnung an Freyer, U. 1995: 19; Freyer, U. 1997: 86 und Ruhrmann, G./ Nieland, J.-U., 1997: 62.)

Aus der 'Gegenrichtung' besteht die Möglichkeit des Rundfunkempfangs über das Internet in Form von Übertragungen mit 'Streaming'[74] oder 'Downloads'[75]. Streaming wird auch als Webcasting bezeichnet und erlaubt die Echtzeitübertragung eines Datenstromes, der dann über den Webbrowser des PC's, dem ein Plug-in[76] hinzugefügt wurde, dargestellt wird.[77] Diese Technologie machen sich bereits einige Radiosender und mehrere kleine Firmen zunutze.[78] Das Hemmnis für die massenhafte Verbreitung von Webcasting liegt nach der Meinung von HILLEBRAND in technischen Restriktionen; die Bildqualität beträgt hier bedingt durch die begrenzten Bandbreiten der Übertragungswege 10-15 Frames (Bilder) pro Sekunde mit 224 x 168 Bildpunkten und erreicht somit nicht annähernd die des Fernsehens. Aufgrund des frühen Diffusionsstadiums[79] habe diese Technologie noch experimentellen Charakter für die Anbieter. Die Autoren GOLDHAMMER und ZERDICK weisen dagegen darauf hin, daß Funktionalität und Zusatznutzen erfahrungsgemäß wichtiger für die Durchsetzung eines Mediums sind als dessen Qualität.[80] Dies trifft zwar auf Fernsehen und Radio der ersten Stunden sicher zu, da aber der Empfang von Videodaten auf einem Fernsehgerät bereits eine sehr gute und existente Lösung ist, kann diese Erfahrung auf das Videostreaming m. E. nicht vorbehaltlos übertragen werden.

Streaming in Fernsehqualität erfordert hohe Bandbreiten. Das Resource ReSerVation Protocol (RSVP) befindet sich zur Zeit in der Entwicklung und soll für bestimmte Anwendungen wie Video oder Telefonie Bandbreiten reservieren, damit diese vorrangig transportiert werden können. Inwieweit diese Technologie mittelfristig als Konkurrenz zu bestehenden Übertragungstechniken zu sehen ist, hängt somit mit der Entwicklung der für den Endnutzer verfügbaren Bandbreiten respektive der Effizienzsteigerung von Komprimierungsverfahren ab.[81]

Zur Überwindung von Engpässen der Frequenzen und Bandbreiten auf den Übertragungswegen sowohl für herkömmlichen als auch für Online-Rundfunk hat sich neben verschiedenen Komprimierungsverfahren[82] für den professionellen Gebrauch im Videobereich weltweit das MPEG-2-Verfahren mit verschiedenen Qualitäts- und Auflösungsstufen besonders profiliert.[83] Motion Pictures Experts Group (MPEG) ist ein von dieser Gruppe in Zusammenarbeit mit der International Standards Organization (ISO) definiertes Format für digitalisierte Videoaufnahmen.[84] Das MPEG-Verfahren basiert auf mathematischen Codierungen der zu übertragenden Bilder. Ein Algorithmus errechnet die Unterschiede in aufeinanderfolgenden Bildern, so daß nicht jedes einzelne Bild, sondern nur die Veränderungen gesendet werden müssen. Dabei gehen zwar Daten verloren, diese sind für die visuelle und auditive Wahrnehmung der menschlichen Sinne jedoch irrelevant.[85] Insgesamt kommen zwei Verfahren zur Anwendung: Redundanzreduktion und Irrelevanzreduktion.[86] Unkomprimierte analoge Signale werden zunächst zu digitalen mit etwa 140 Mbit/s konvertiert (Statistischer Multiplexer) und danach auf eine Rate zwischen 1,5 Mbit/s und 15 Mbit/s komprimiert. Eine neuere Version, MPEG-4, soll mit höherer Komprimierungsleistung bei geringerer Qualität auch zur Übertragung von digitalen Daten auf portable Empfänger genutzt werden können.[87]

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Tabelle 3.1: Downloadzeiten (Eigene Berechnungen.)

Beispielhaft zeigt Tabelle 3.1 eine Übersicht der benötigten Übertragungszeiten alternativer Übertragungswege[89] in ihrer momentanen Verfügbarkeit für den privaten Kunden. Angenommen sei hier ein 90-Minuten Spielfilm in PAL Fernsehqualität (576 x 768 Bildpunkte bei 25 Bildern pro Sekunde), der digitalisiert ein Datenvolumen von 95 Gbyte hatte und mit MPEG auf 2,4 Gbyte komprimiert werden konnte.[90] Die Werte zeigen, daß die Übertragung auf Wegen, die zur Zeit technisch realisierbar und für den privaten Nutzer verfügbar wären, für den Empfang von Bewegtbildern in Fernsehqualität (noch) kaum ausreichend ist.[91] Der Engpaß liegt hier eindeutig in den beschränkten Bandbreiten der Übertragungswege.[92] Darüber hinaus würden hohe Anforderungen an die Speicherkapazitäten für digitale Filmarchive gestellt.

Den Fernsehsendern stehen allerdings größere Bandbreiten im Kabelnetz[93] und über Satelliten[94] zur Verfügung. Durch die Nutzung digitaler Technik und insbesondere der Komprimierung werden auch die Herstellung, Bearbeitung, Speicherung und der Austausch von Daten erleichtert. Dies wird nach anfänglichen Investitionen in diese Technik positive Auswirkungen auf die Kostensituation bei Produktion und Archivierung von Material haben.[95] Fokus der vorliegenden Arbeit ist jedoch der Absatzmarkt, also 'das andere Ende' der Wertschöpfungskette sein. Wesentlich ist hier die Erweiterung des Spektrums potentieller Nutzungsmöglichkeiten in quantitativer sowie in qualitativer Hinsicht durch den Einsatz der Digitaltechnik auf vorhandenen Übertragungswegen.[96]

Zum Beispiel können über das Frequenzband eines herkömmlichen analogen TV-Kanals mit 8 MHz statt wie bisher eines analogen Programmsignals aufgrund der Digitalisierung und Komprimierung bis zu 20 digitale Programmsignale gesendet werden.[97] Ebenso werden die Übertragungswege multifunktional; für die verschiedenen Telekommunikations- und Informationsdienste wird ein einheitliches Übertragungsprotokoll eingesetzt. Somit können über denselben Distributionsweg unterschiedliche individual- und massenkommunikative multimediale Dienste übermittelt, verteilt und abgerufen werden. Die Datenkomprimierung ermöglicht es bspw. auch, ein HDTV- Signal über einen konventionellen TV-Satelliten- oder Kabelkanal ohne zusätzlichen Bandbreitenbedarf zu übertragen. Freiwerdende Distributionskapazitäten in den Kabelanlagen können unter anderem als Rückkanäle für interaktive Programmnutzungsformen verwendet werden. Auch verbilligt die digitale Technik durch die Ausnutzung der Frequenzbandbreiten und Multiplexing (Mehrfachbelegung der Kanäle) die Ausstrahlung der Inhalte. Langfristig könnte die Nutzung alternativer Infrastrukturen wie Telefonnetz oder sogar in Zukunft auch Stromnetz zu einer Substitution der bisherigen Übertragungswege Satellit und TV-Kabel führen. Hierdurch würde der Wettbewerb zwischen den alternativen Techniken verschärft; dies könnte letztlich eine effizientere Nutzung zur Folge haben.[98]

Somit vergrößert dich die technische Aufnahefähigkeit des Marktes für Fernsehen und fernsehnahe Medien durch Digitalisierung und Komprimierungsverfahren. Auf den bisher verfügbaren Übertragungswegen finden nun wesentlich mehr Anbieter Raum. Zusätzlich entstehen neue Anforderungen an das technische Know-How und eventuell Einstiegsmöglichkeiten für Anbieter aus originär anderen Branchen.

3.2 Plattformen und Infrastrukturen zur Datenübertragung

Als Distributionsmittel für digitalen Rundfunk kommen sämtliche Erschei­nungs­formen elektromagnetischer Schwingungen[99] oder Kombinationen aus diesen in Betracht, also die 'klassischen' Vetriebswege des Rundfunks: terrestrische Frequenzen, TV-Kabelnetz und Satellitenübertragung, sowie möglicherweise in Zukunft auch Telefonnetz und Stromversorgungsnetz.[100]

Diese unterscheiden sich in Kapazitäten und Übertragungsraten, drahtloser oder kabelgebundener Distribution sowie dem privaten bzw. öffentlichen Eigentum am jeweiligen Netz und sollen nachfolgend dargestellt werden.

3.2.1 Terrestrischer Empfang

Terrestrische Rundfunkübertragung funktioniert mittels eines auf der Erde installierten Senders und Empfang dieser Signale über eine Hausantenne.[101] Neben den öffentlich-rechtlichen Fernsehveranstaltern besitzen vier private eine Zulassung der Landesanstalt für Rundfunk (LfR) für die Ausstrahlung von Programmen auf terrestrischen Frequenzen.[102]

Diese Übertragungsart wird von den wenigsten Haushalten genutzt und ist bezüglich der Umstellung auf digitalen Rundfunk außerordentlich problematisch.[103] Aus diesem Grund sind sie hier nur der Vollständigkeit wegen aufgeführt. (Allerdings bieten terrestrische Sender für die Zukunft, bei der Übertragung auch multimedialer Daten auf mobile Endgeräte, eine interessante Entwicklungsperspektive.[104] )

3.2.2 Satellitenempfang

Satelliten sind geostationäre[105], autarke[106] Relaisstationen im All, die auf der Uplink-Frequenz ein von der Erde gesendetes Signal empfangen und dieses verstärken, um es dann auf der Downlink-Frequenz gebündelt wieder zurückzusenden.[107] Der Satellitenempfang steht im Mittelpunkt der Einführungsstrategie des Digital Video Broadcasting (DVB)-Projektes für digitales Fernsehen und spielt neben dem Direktempfang auch eine zentrale Rolle bei der Einspeisung von Programmen in terrestrische Sender und Kabelnetze.[108] Satellitenlizenzen können durch die LfR noch erteilt werden; dies ist in NRW auch bereits für eine Reihe von digitalen Spartenprogrammen geschehen.[109]

Für den digitalen Betrieb ist beim Empfänger die Installation einer Parabolantenne ('Satellitenschüssel') mit Universal LNB (Empfangsteil) nötig. Für den Zugang zum Internet wird derzeit ein kabelgebundener Internetzugang als Rückkanal, üblicherweise das Telefonnetz, benötigt. Die Übertragungsgeschwindigkeiten für den Download über Satellit können in verschiedenen Gebührenstufen geschaltet werden; möglich ist eine Übertragungsrate von bis zu 4 Mbit/s bzw. 2,2 Sekunden benötigte Downloadzeit für 1 MByte Daten.[110]

Über die Transponder[111] der Satelliten der Betreiber ASTRA und Eutelsat können digitale Daten verbreitet werden,[112] wobei nach der Zusammenführung einzelner Audio-, Video- und Zusatzsignale zu Programmen diese in einen Gesamtdatenstrom, den sogenannten 'Datencontainer', umgewandelt und zum Direktempfang oder zur Einspeisung in das TV-Kabelnetz bereitgestellt werden.[113]

Wettbewerb zwischen den Satellitenbetreibern ist in diesem Feld nur bei der Ausstattung der Empfänger mit Multi-Feed-Anlagen, die den Empfang von Satelliten unterschiedlicher Orbitalpositionen erlauben, zu erwarten. Nach Meinung der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) wird es jedoch unter der Bedingung eines erkennbaren Vorteils für den Anwender mindestens einen Produktzyklus dauern, bis diese Geräte den Markt durchdrungen haben.[114] Trotz des heutigen Selbstverständnisses der SES als neutrale Betreiberin einer technischen Satelliten-Infrastruktur sind Eingriffe in die Inhaltsebene, möglicherweise auch durch die DT, nicht grundsätzlich auszuschließen.[115]

Die Fortentwicklung der Bedeutung von Satellitenübertragung für Rundfunkdienste ist nur schwer abzuschätzen. Zwar können zusätzliche Übertragungskapazitäten relativ kostengünstig geschaffen werden, Nachteile bestehen aber systemimmanent in fehlender Rückkanalfähigkeit und dem großen Übertragungsradius, der für Dienste der Individualkommunikation schlechter geeignet ist.[116]

3.2.3 Empfang über TV-Kabel

Kabelanlagen sind leitungsgebundene Verteilsysteme,[117] deren Ausbau von der vormaligen Deutschen Bundespost seit 1982 betrieben wurde, und die sich bis heute noch zu großen Teilen im Eigentum der DT befinden. Die Technik wurde kontinuierlich nachgerüstet, um den heutigen Ansprüchen gerecht zu werden. So wurde Mitte der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts die Bandbreite von 300 auf 450 MHz (Hyperband) gesteigert. Die Investitionen hierfür beliefen sich insgesamt auf über 20 Milliarden DM. Heute sind ca. 60 Prozent der Haushalte an das BK-Netz an­ge­schlossen; somit ist der deutsche Breitbandkabelmarkt der zweitgrößte nach den USA.[118]

Das BK-Netz ist ein Verteilnetz und baumförmig kon­figuriert; es bestehen keine Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zwischen den einzelnen Teilneh­mern. Für die Nutzung zur Übertragung von Individualkommunikation oder für Abrufdienste müssen die zu transportierenden Daten (ähnlich den Protokollen im Internet) durch spezielle Codierung individuell adressiert werden. In das BK-Netz werden sowohl Programme terrestrischer Sender als auch Satellitenprogramme eingespeist.[119] Man unterscheidet zwischen insgesamt vier Netzebenen:[120]

- Netzebene 1: Produktion der TV- und Hörfunksignale.
- Netzebene 2: Übertragung der Signale vom Produktionsort zum terrestrischen Sender oder zum Satelliten und von dort zur Rundfunkempfangsstelle.
- Netzebene 3: Weiterleitung der Signale im BK-Netz der DT oder anderer privater Netzbetreiber von der Empfangs­stelle bis zum Übergabepunkt.
- Netzebene 4: Weiterleitung der Signale über Netze privater Netzbetreiber vom Übergabepunkt an die einzelnen Empfänger.

Üblicherweise spricht man für die Ebenen 3 und 4 des Gesamtnetzes vom BK-Netz. Das von der DT gelegte Breitbandverteilnetz endet am Hausübergabepunkt, in der Regel im Keller eines Gebäudes.[121] Auf den genannten vier Ebenen sind verschiedene Betreiber aktiv, die selten mehrere Ebenen zugleich besitzen. Die Zahl privater Anbieter wird auf mehrere tausend geschätzt, im wesentlichen betrifft dies die Netzebene vier. Nur wenige empfangen Signale über eigene Antennen und Satellitenanlagen. Zu diesen gehören neben der DT als größte Anbieterin Telecolumbus, Bosch, Primacom und telekabel service süd. Tabelle 3.2 liefert einen Überblick.

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Tabelle 3.2: 'Letzte Meile' (Quelle: Media Perspektiven Basisdaten 1999/2000: 7.)

Somit herrscht immer noch eine Quasi-Monopolstellung der DT auf der sogenannten 'letzten Meile', der Verbindung zum eigentlichen Endkunden.[122] Die DT wurde 1998 von der EU-Kommission zum Verkauf der BK-Netze aufgefordert.[123] Zur Erfüllung dieser Auflage gründete die DT zum 31.12.1998 die selbständige Kabelgesellschaft 'Kabel Deutschland GmbH'.[124]

Tatsächlich ging der Verkauf an private Netzbetreiber bisher jedoch sehr schleppend voran. Andere Techniken wie TDSL, Richtfunk, Satellit und Powerline[125] sind Konkurrenten, die in der Zwischenzeit heranreifen konnten. Der Telekom wird hier von vielen Seiten eine absichtliche Verzögerung der Verhandlungen unterstellt.[126] Die DT hat im März 2001 eine Absichtserklärung zum Verkauf der Mehrheit an den restlichen Kabel-Regionen an die Investorengemeinschaft Klesch-Liberty Media unterzeichnet. Der Kaufabschluß soll Mitte des Jahres 2001 erfolgen.[127]

Nur wenige der privaten Betreiber bieten einen Internetzugang über das Fernsehkabel an. Die Datenübertragungsrate liegt beim Download je nach Betreiber zwischen zwei- und zweiunddreißigfacher ISDN-Geschwindigkeit bei unbegrenzter Online-Zeit.[128] Diese sind, ähnlich wie die regionalen Gesellschaften im Telefon-Festnetz, nur in bestimmten Regionen tätig. (Vgl. Tabelle 3.3).[129]

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Tabelle 3.3: Internet über TV-Kabel – Anbieter (Quelle: http://www.teltarif.de/i/tvkabel.html, Abruf am 30.04.2001.)

Die Übertragungsrate über das TV-Kabel beträgt bis zu 1 Mbit/s bei Download und bis zu 256 Kbit/s bei Upload mit der rückkanalfähigen Version des BK-Netzes, das bedeutet 9 Sekunden (Download-) Übertragungszeit für 1 MB Daten; allerdings begrenzt das Kabelmodem die mögliche Bandbreite, so daß dem Nutzer diese nicht in vollem Umfang zur Verfügung steht beziehungsweise je nach Umfang verschiedene Gebührenmodelle angeboten werden.[130]

Die öffentlich-rechtlichen, übrige terrestrisch zugelassene Programme und die von der LfR zugelassenen offenen Kanäle müssen vorrangig in die Kabelanlage eingespeist werden. Bei unzureichender Kapazität trifft die Rundfunkkommission der LfR eine Rangfolgeentscheidung unter Berücksichtigung möglichst großer Vielfalt.[131]

Bis zu 33 analoge und 80 digitale TV-Programme sowie bis zu 36 UKW-Hörfunkprogramme können über das BK-Netz empfangen werden. Die Kapazitätsgrenzen sind damit im analogen sowie im digitalen Bereich ausgereizt. Der Verband Privater Kabelnetzbetreiber (ANGA), der Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT), aber auch die Landesmedienanstalten, die über die Kanalbelegung in Kabelanlagen entscheiden, setzen sich für den Ausbau des Frequenzspektrums von 450 auf 862 MHz ein.[132]

3.2.4 Empfang über Telefonnetz

Seit 1986 setzt das Postunternehmen - heute die DT - Lichtleiter auf Fernstrecken, seit 1988 auch in Ortsnetzen ein. Als Nachrichtenübertragungsnetz zur öffentlichen Nutzung stand jahrzehntelang nur das seit über 100 Jahren bestehende analoge Telefonnetz zur Verfügung, das erst vor dem 2. Weltkrieg durch das Telexnetz zur Übertragung von Zeichen ergänzt wurde. Da die Verwendung des Telexnetzes als digitales Computernetz durch die niedrige Datenübertragungsrate nicht geeignet ist, kommt der Übertragung über das Telefonnetz eine besondere Rolle zu. Mit Hilfe eines Analog-Digital-Wandlers (MODEM) eignet sich dieses analoge Telefonnetz - eigentlich zur Übertragung von Sprache eingerichtet - zur Übertragung von digitalen Daten.[133]

Das BK-Netz und das schmalbandige Telefonnetz unterscheiden sich neben der unterschiedlichen Übertragungskapazität vor allem in der technischen Struk­tur. Das Telefonnetz ist ein sternförmig aufgebautes Vermittlungsnetz, das auf einer Punkt-zu-Punkt-Verbindung beruht.[134]

Die Infrastruktur des Telefonnetzes besteht aus den Komponenten

- Endstellen/Anschlüsse (Benutzer),
- Vermittlungsstellen (Netzknoten),
- Leitungen von Anschlüssen zu Netzknoten und
- Leitungen zwischen Netzknoten (Backbone).

Das gesamte Versorgungsgebiet ist vollständig in sogenannte Ortsnetze, jeweils etwa 5 km Radius um die Vermittlungsstelle, eingeteilt. Maßgebend für diese Struktur war die Übereinstimmung von übertragungs- und vermittlungstechnischer Reichweite.[135]

Seit Anfang 1999 investierte die DT 10 Mrd. DM in den Ausbau der Telefonnetze[136] und bietet nun einen schnellen Internetzugang via 'TDSL', einer Telekomvariante Asynchronous Digital Subscriber Line (ADSL), über die herkömmliche Kupferinfrastruktur an. ADSL vertraut darauf, daß die Benutzer mehr Daten aus dem Netz empfangen, als sie versenden. Der theoretisch erreichbare Downloadstream ist mit 8 Mbit/s um circa den Faktor zehn größer als der Uploadstream mit maximal 786 KBit/s. Selbst mit Kanalbündelung liegt ISDN bei nur 128KBit/s. Die DT bietet allerdings nur 786Kbit/s Downloadrate mit der TDSL-Variante an.[137]

Zunächst schafft TDSL aber nur eine schnelle Festverbindung zur Ortsvermittlung. Die Technik, die anschließend unter Umständen im Backbone-Netz und Gateways zum Einsatz kommt, ist aber der 'Bottleneck'. Diese ist aufgrund ihrer Neuartigkeit kaum verfügbar (oder wenn, teuer) oder zwar verfügbar und bezahlbar, aber betagt und entsprechend langsam. Darüber hinaus sind die Tarife teuer[138] und die Bandbreite kann je nach Auslastung und in Abhängigkeit anderer Dienste auf demselben Kabelnetz schwanken und zeitweise wesentlich geringere Kapazitäten bieten.

Auch hier hat die Telekom mit fast 98 Prozent Eigentum an den Ortsnetzen eine Quasi-Monopolstellung im Endkundengeschäft inne.[139] Seit Anfang des Jahres treten auch Internet Service Provider (ISP) in Wettbewerb im Bereich schneller Internet-Zugänge über Digital Subscriber Line (DSL) mit der DT und verlangen sogenanntes Line-Sharing, d. h. das Teilen der Leitungen auf der 'letzten Meile'.[140] Bis zum Jahre 2003 rechnen Analysten mit 5,1 Mio. Breitband-Anschlüssen, wobei DSL die 'dominierende' Technik sein werde.[141]

3.2.5 Playoutcenter

Die Sendezentrale für digitale Fernsehübertragungen ist das sogenannte Playoutcenter, das mit hochleistungsfähigen Computern und Speicherkapazitäten ausgestattet ist. Die Rechner digitalisieren alle Programme und senden die Daten in Form von Datencontainern zum Zuschauer. In den Datencontainern werden mehrere TV- oder Radioprogramme[142] zu einem einzigen Datenstrom zusammengefaßt (Multiplexing).[143]

Die bundesweite Verbreitung so zusammengestellter Datencontainer erfolgt zum Teil direkt über Satellit oder über digitale Kopfstationen des BK-Netzes. Um die Vorteile des Kabels bei der Zusammenstellung des Angebotes nach den jeweiligen regionalen Bedürfnissen zu nutzen, ist ein regionales Playoutcenter notwendig. Dort können auch über Satellit angelieferten Daten von bundesweiten TV-Programmen mit regionalen TV-Programmen und Online-Angeboten neu gebündelt werden. Dies entspricht der Funktion der Kabelzentrale bei analogen Programmen.[144]

3.3 Verfügbare Endgeräte

Zur Entschlüsselung des digitalen Signals sind beim Endnutzer entsprechende Empfangseinrichtungen notwendig. Vorhandene Lösungsansätze werden im Folgenden dargestellt.

3.3.1 Fernsehgerät mit Set-top Box

Die Set-top Box, die in der Literatur auch als 'Decoder' oder 'Integrated Receiver' bezeichnet wird, ermöglicht Abruf und Ausgabe von digitalen Daten am analogen Fernsehgerät (Demodulation) und ist seit 1998 im Handel erhältlich.[145] Einige der bekannten Hersteller von Unterhaltungselektronik bieten bereits integrierte Digitalempfänger an, das heißt Fernsehgeräte mit eingebautem Umwandler für digitale Signale.[146]

Die Set-top Box besteht aus mehreren Bauteilen; das Frontend-Modul enthält einen Chip, der eingehende Datenströme für die weitere Verarbeitung ordnet. Im nächsten Bauteil wird der Datenstrom aufgesplittet. Hier werden die Bild- und Tonsignale eines Programms von den Signalen der anderen Programme getrennt und sortiert. Der Datenstrom enthält alle Informationen über das jeweilige Programm, über Länge und Art des Beitrags sowie über den Electronic Program Guide (EPG), den elektronischen Programmführer. Der nächste Baustein, der MPEG-Decoder-Chip, rechnet die Daten in darstellbare Bilder und Töne um.[147]

Ein weiterer, optionaler Baustein ist das Conditional Access (CA) - Modul. Zum Empfang eines verschlüsselten Pay-TV-Programms muß zur Decodierung die sogenannte 'SmartCard' eingesteckt werden. Durch diesen Bestandteil wird eine Zugangskontrolle und somit auch die nutzungsgerechte Erhebung von Entgelten möglich. Desweiteren enthalten viele Decoder einen 'Modem' (Mo dulator- Dem odulator) zum Anschluß an die Telefonleitung. Diese stellt dann den Rückkanal, der bisher im BK-Netz weitestgehend nicht verfügbar ist, dar. Über diese Schnittstelle können Filme bestellt oder Rechnungen bezahlt sowie eine Verbindung zum Internet hergestellt werden.[148]

Die Set-top-Box benötigt spezielle Software, das Application Program Interface (API), die das Gerät steuert und bestimmte Zusatzfunktionen ermöglicht.[149] Bislang sind konkurrierende Systeme auf dem Markt, die ihr API als Standard durchzusetzen versuchen. Nachdem die von der KirchGruppe auf den Markt gebrachte d-box durch die Verwendung der DT als größtem deutschen Kabelnetzbetreiber zum Quasi-Standard für das Kabelfernsehen geworden war, wurde damit auch das Application Programming Interface (API) und die Verschlüsselungstechnik der d-box festgelegt. Nach der Aufforderung der EU-Kommission, andere Firmen an der Weiterentwicklung zu beteiligen, hat die Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft BetaResearch der KirchGruppe Anfang 1999 die Programmierschnittstelle 'betanova' zur Lizensierung freigegeben. Somit ist weiteren Anwendungen und technischen Entwicklung ein diskriminierungsfreier Zugang zur Applikation gegeben.[150]

Inzwischen werden sowohl verschiedene Modelle zum Empfang digitalen Fernsehens (wie u. a. die 'Galaxis-Box' einer Lübecker Firma im Auftrag von Primacom) als auch sogenannte Web-Boxen für Internetzugang über das Fernsehgerät angeboten.[151] Diese erlauben – im Gegensatz zur d-box der KirchGruppe – den Zugriff auf das Internet und die unabhängige Nutzung von digitalen Free-TV Angeboten. Sie verfügen über das Betriebssystem Open TV und die universelle nichtproprietäre Hardwareschnittstelle 'Common Interface' (CI), auf die man sich ebenfalls auf europäischer Ebene geeinigt hat.[152]

Ein wichtiges Element des Decoders ist der EPG oder Navigator. Da beim DVB im Gegensatz zum analogen Fernsehen stets mehrere Programme/Dienste als Multiplex in einem Kanal auftreten, ist diese elektronische Benutzerführung quasi unumgänglich.[153] Somit ist der EPG als 'intelligente Programmzeitschrift' eine Bildschirmoberfläche mit verschiedenen Menüs und Schaltflächen, die den Zuschauer durch das Angebot leiten. Angezeigt werden bspw. Übersichten momentan laufender Sendungen, die dann 'per Knopfdruck' auswählbar sind. Ebenfalls enthält der EPG intelligente Funktionen wie 'Lesezeichen' zur individuellen Markierung bestimmter Inhalte und Suchabfragen, die das Auffinden spezieller Programmformate erleichtern oder Übersichten nach Anbietern, Sendezeiten oder Themen liefern. Zum Schutz von Kindern und Jugendlichen ist die Eingabe einer Programmsperre für Gewaltdarstellungen enthaltende oder pornographische Sendungen optional.[154]

3.3.2 Fernsehempfang mit PC-TV-Karte und Internet über Kabelmodem

Eine TV-Karte ermöglicht den herkömmlichen Fernsehempfang über das TV-Kabel mit dem Computer als Endgerät. Die Weiterbearbeitung der Daten erfolgt dann unter Verwendung einer zur TV-Karte gehörigen Software. Der PC nimmt also die oben beschriebenen Funktionen des Decoders wahr.[155]

Bei der Formatierung von Videodaten als Streaming-Inhalte empfängt der Computer die Daten aus dem Internet. Dies erfolgt heute i. d. R. über ein an der Telefonleitung angeschlossenes Modem. Eine neuere Alternative bietet das sogenannte Kabelmodem, das den oben beschriebenen Zugang zum Internet über das Breitbandkabel ermöglicht. Als Empfängersoftware dient hier der Internetbrowser, der ursprünglich zur gleichzeitigen Betrachtung von Bildern und Texten HTML[156] -basierter Dokumente konzipiert wurde.[157] Diese besitzen heute nachträglich eingefügte Applikationen (sogenannte Plug-ins) zum Abspielen von multimedialen Inhalten.[158] Andere Browserfunktionen unterstützen, ähnlich dem EPG der Set-top Boxen, das Auffinden bestimmter Seiten und die Navigation durch Angebote im WWW. Die erhältlichen PC-Empfängerkarten[159] für Digital Video Broadcasting (DVB) ermöglichen theoretisch auch die Entschlüsselung von Pay-TV mit dem Computer.[160]

Eine entscheidende Barriere für die Durchsetzung dieser Variante liegt jedoch m. E. in den technischen Anforderungen des PC-Betriebs und dessen Anbindung an die Übertragungsleitung inklusive Einbau der entsprechenden Karten, Installation von Software und Konfiguration des Systems, die vom durchschnittlichen Nutzer nicht selbständig umgesetzt werden können.

3.4 Digital Video Broadcasting (DVB) - Projekt

Das Digital Video Broadcasting (DVB) - Projekt ist ein Konsortium von etwa 300 Firmen, zu denen unter anderem die öffentlich-rechtlichen und privaten TV-Sender Deutschlands, Elektronikunternehmen, Medienunternehmen, Telekommunikationsunternehmen und nationale Behörden gehören. Ziel ist es, international einheitliche Standards und Spezifikationen auf dem Wege vom analogen zum digitalen Rundfunk zu vereinbaren.[161]

Es wird ein offenes und flexibles bottom-up System angestrebt, in dem alle beteiligten Hersteller, Netzwerkbetreiber und Regulierungsbehörden mitwirken, um eine schnelle und ökonomisch positive Transformation zu erreichen. Dieses System soll vor allem Bedürfnisse der Endnutzer verstärkt berücksichtigen.[162]

[...]


[1] Benannt nach dem russischen Ökonomen N. D. Kondratieff. Die vergangenen Zyklen waren: die 'industrielle Revolution' ab 1792, das 'Zeitalter des Dampfes' ab 1842, die dritten Welle von 1898 bis 1940 mit Elektrifizierung, (Petro-)Chemie und Motorisierung und das 'Zeitalter des Atoms'. Vgl. Ludwig, A. (1989): 27.

[2] Siehe Schumpeter, J.A. (1927): 286ff.

[3] Vgl. Tichy, G. (1994): 57-59; Ludwig, A. (1989): 27.

[4] Vgl. Heilemann, U. (2000): 26; Holetscheck, K. (1999): 29. Vor dem Hintergrund massiven Stellenabbaus in den USA in den vergangenen Monaten wird das Vorliegen einer neuen 'langen Welle' des Aufschwungs jedoch kontrovers diskutiert. Vgl. z. Bsp. Halusa, M. (2001): 11.

[5] Vgl. bspw. Heinemann, C. (1997): 4; Oehmichen, E.v./Schröter, C. (2000): 359ff.; Bienert, P. (1998): 3. Und ausführlich Holznagel, B. (1999): 61.

[6] Diese beinhaltet Signalwandlung von Schall und Licht in binäre Zeichen, und die damit gegebene Möglichkeit des Transports über gemeinsame Übertragungswege und Reproduktion an anderem Ort. HOLÖZNAGEL spricht hier von der 'digitalen Revolution'; vgl. Holznagel, B. (1999): 59.

[7] Zur Konvergenz durch digitale Technik vgl. auch Bienert, P. (1999): 2f.

[8] Vgl. statt vieler Bruhn, M. (1997): 5ff. und die dort angegebene Literatur.

[9] Telekommunikation, Informationstechnologie, Medien, E-Commerce und Sicherheit.

[10] Repräsentativ hierfür ist u. a. der Zusammenschluß von AOL und Time Warner. Vgl. Sjurts, I. (2000): 128. MOORE und KOPRINCE vergleichen das Entstehen neuer Märkte mit einem ökologischen System dessen Spezies' sich noch herausbilden. Siehe Moore, J./Koprince, S. (1999): 165f.

[11] Grundlegend hierzu Schnurr, L. (1987): 157–173; vgl. auch KEK (2000): 46 und 208.

[12] Eine Definition des Begriffs 'interaktives Fernsehen' liefert Heinemann, C. (1997): 5: "Das interaktive Fernsehen ermöglicht dem Zuschauer, gespeicherte Informationen individuell beim Sender über einen Rückkanal auszuwählen sowie eigene Informationen mit anderen Menschen auszutauschen." BECK und ABEL meinen dagegen, daß hier nur Beispiele Aufschluß geben und eine Definition fast nicht gelingen kann; vgl. Beck, J.D./Abel, S. (1999): 76. Besispiele befinden sich hier in Kapitel 6.1.

[13] Vgl. Bea, F.X./Haas, J. (1997): 75.

[14] Ansoff, H.I., (1966): 125.

[15] Die Erwägungen der vorliegenden Arbeit beschränken sich im wesentlichen auf den Raum Bundesrepublik Deutschland (BRD). Im Bereich der Marktanalyse ist die Zuhilfenahme europäischer und US-amerikanischer Vergleichsdaten zum Teil aus Datenmangel, aber auch zur Relativierung der Befunde unumgänglich. Regulatorische Bestimmungen und Zulassungen beziehen sich ebenfalls auf die in der BRD bzw. beispielhaft auf die in Nordrhein-Westfalen (NRW) geltenden, sofern sie unter Landesrecht fallen.

[16] Zur Definition und Analyse des Marktes vgl. Bea, F.X./Haas, J. (1997): 79ff.

[17] Maximale Aufnahmefähigkeit eines Marktes.Vgl. Bea, F.X./Haas, J. (1997): 83; Meffert, H. (1986): 216f.

[18] Vgl. Bea, F.X./Haas, J. (1997): 83.

[19] implizite (lat.): inbegriffen.

[20] Vgl. statt vieler Bea, F.X./Haas, J. (1997): 160ff.

[21] Diese wird in ähnlicher Form zur Unternehmensanalyse verwandt und in der Literatur als SWOT-Matrix bezeichnet. Vgl. Welge, M.K./Al-Laham, A. (1999): 334ff. TOWS steht für ' T hreats', ' O pportunities', ' W eakness' und ' S trength'. Vgl. statt vieler Welge, M.K./Al-Laham, A. (1999): 312ff.

[22] Vgl. statt vieler Bea, F.X./Haas, J. (1997): 167ff. oder Welge, M.K./Al-Laham, A. (1999): 375ff.

[23] Die reine Maximierung der Differenz zwischen den Werten des Faktoreinsatzes und des Faktorertrages (=Gewinn) wird hier relativiert durch den mit den gewinnbringenden Aktivitäten verbundenen Kapitaleinsatz.

[24] Vgl. Pörtner, R. (1989): 399f.

[25] Vgl. Pörtner, R. (1989): 400ff.; Eine Gesamtchronik des Rundfunk liefern Hermann, S./Kahle, W./ Kniestedt, J. (1994).

[26] Vgl. Regan, T. (1999): 146f.; eine Systematisierung bietet Bruhn, M. (1997): 20.

[27] Mitte der 70er Jahre der Videotext, 1978 die Fernsehprüfzeile, seit den 80er Jahren das VPS-Signal sowie verschiedene digitale Tontechniken; vgl. Dambacher, P. (1997): 2f.

[28] Entwicklung von High Definition Television (HDTV) in Japan mit dem Multiple-Subsampling-Enconding (MUSE)-System und in Europa (HD-MAC); siehe hierzu Reimers, U. (1997): 4f.

[29] Vgl. Dambacher, P. (1997): 1.

[30] Vgl. o. V. (2001a): o. S.

[31] Vgl. Fischer, H.-D. (1996): 13 ff; Hagen, J. (1995): 62f.

[32] Grundlegend hierzu BVerfG (1977): 140 f.

[33] Siehe Fischer, H.-D. (1996): 25 ff.

[34] Vgl. Dahm, H./Rössler, P./Schenk, M. (1998): 12 und Ruhrmann, G./Nieland, J-U. (1997): 140.

[35] Vgl. Gersdorf, H. (1999): 35.

[36] Hierzu ist nach Meinung des BVerfG lediglich der primär gebührenfinanzierte (öffentlich-rechtliche) Rundfunk in der Lage, weil die Werbefinanzierung des privaten Rundfunks zu einem 'massenattraktiven Programmangebot' führt, das nicht die gebotene Programm- und Meinungsvielfalt widerspiegelt, man spricht auch von 'struktu­reller Gebrechlichkeit' werbefinanzierten Rundfunks. Vgl. BVerfG (1986): 155 f.

[37] Vgl. Kliment, T./Brunner, W. (1998): 238-239.

[38] Zunächst via Antenne im luxemburgischen Grenzbereich; vgl. Matzen, C. (1999): 230.

[39] Vgl. Fischer, H.-D. (1996): 43.

[40] Dazu Beiträge in: Holgerson, S. et al. (1994) und Jarren, O. (1994) sowie Hömberg, W./Pürer, H. (1996).

[41] Betrieben von Bertelsmann AG, KirchGruppe und Canal+.

[42] Vgl. KEK (2000): 88-89.

[43] Kabelkanal, VOX, RTL II, Eurosport, n-tv, Super RTL und tm3.

[44] Diese wird laufend aktualisiert und kann im Internet unter http:// www.kek-online.de. eingesehen werden.

[45] Inklusive Premiere World mit 17 Einzelprogrammen.

[46] Siehe hierzu ALM (1999a): 275 ff.

[47] Erreichen der Kostendeckung, d. h. der Gewinnschwelle.

[48] Vgl. KEK (2000): 90f.

[49] Mode, Wirtschaft, Musik und Natur und ausländische Programme.

[50] Vgl. KEK (2000): 91.

[51] Dieser Sender gehört inzwischen auch zur 'Senderfamilie' ProSieben.

[52] Vgl. Schumann, M., Hess, T. (2000): 22. Siehe hierzu auch Kapitel 5.3.3.

[53] Grundlegend BVerfG (1981): 324.

[54] Siehe BVerfG (1981): 326.

[55] Synonyme sind 'Landeszentrale für private Rundfunkveranstalter', 'Unabhängige Anstalt für das Rundfunkwesen', 'Lan­des­­rundfunkausschuß' etc.

[56] Binnen- oder außenpluralistisch; vgl. BVerfG (1991): 315 ff.

[57] Vgl. BVerfG (1986): 157; BVerfG (1991): 317.

[58] Vgl. o. V. (2000b): o. S.

[59] Hierzu gehören Fernsehspiel, Spiel- und Fernsehfilme, Reihen und Serien.

[60] Eine genaue Aufteilung auf einzelne Sender und fiktionale Werke bei KEK (2000): 145-146.

[61] Vgl. Dahm, H./Rössler, P./Schenk, M. (1997): 140.

[62] Siehe Kapitel 6.7.

[63] Hintergrund hierfür war die Aufrechterhaltung der Kommunikation im Falle Ausfalls einiger Rechner. Vgl. Bruhn, M. (1997): 3. (Gemeint ist vermutlich infolge eines Atomschlages auf amerikanischem Boden-SK.)

[64] Vgl. Bruhn, M. (1997): 3.

[65] Vgl. hierzu detailliert Goldhammer, K./Zerdick, A. (2000): 30ff. und die dort angegebene Literatur.

[66] MacKie-Mason, J., (1994): 76; vgl. auch Bienert, P. (1999). 377ff.

[67] Es ist theoretisch möglich, über ein Universitätsnetz in China das öffentliche Telekommunikationsnetz des Landes anzusprechen und über eine Verbindung mit Europa in Kontakt mit dem deutschen Wissenschaftsnetz (WIN) zu treten, sich auf einem Rechner einer deutschen Hochschule einzuloggen und von dort aus das Kinoprogramm in Berlin abzurufen. Die durchgehende Verwendung des TCP/IP-Protokolls ist hierbei nicht entscheidend für die Überzeugung des Anwenders, die Informationen 'aus dem Internet' bekommen zu haben.

[68] Vgl. Goldhammer, K. /Zerdick, A. (2000): 30. Einen dieser Lösungsansätze stellt der Dienst ATM (Asynchroner Transfer Modus) dar.

[69] Vgl. Morris, M./Ogan, C. (1996): 42f.; Vgl. Reagan, T. (1999): 146f.; eine Systematisierung bietet Bruhn, M. (1997): 20.

[70] Hiervon sind also Audio-, Text-, Bild- und Videodaten betroffen.

[71] Siehe hierzu Heinrich, J. (1999): 49 und technische Details bei Reimers, U. (1997): 19ff und Freyer, U. (1997): 12ff.

[72] Abgesehen von gewollten, gezielten Datenverlusten durch Komprimierung (siehe weiter unten).

[73] Vgl. Heinemann, C. (1997): 4; Oehmichen, E.v./Schröter, C. (2000): 359ff.; Bienert, P. (1998): 3.

[74] Hierzu muß zum Ausgleich der Schwankungen der Übertragungsbandbreiten ein Datenpuffer aufgebaut werden, der die Rezeption schon während der Übertragung 'im Hintergrund' erlaubt. Marktführend für entsprechende Software ist hier die Firma Real-Networks; Vgl. hierzu im einzelnen Goldhammer, K./Zerdick, A. (2000): 37 u.41.

[75] Hier werden die Daten zunächst vollständig übertragen, bevor die rezipiert werden können.

[76] Zum Beispiel der 'Real Player', der zur Zeit in Version 8.0 von der Webseite des Herstellers kostenlos zum Download angeboten wird (siehe unter http://www.real.com) und 90 Prozent aller Streaming-Inhalte abdeckt.. Auch der Apple Quick Time Player und der Microsoft Windows Media Player werden in kostenlosen Versionen angeboten. Vgl. Loviscach, J. (2000): 162.

[77] Bei dieser Übertragungsform greift der Nutzer auf einen Server zu und lädt das dort gespeicherte Video oder den mit einer Webcam aufgezeichneten Live-Beitrag auf seinen Rechner herunter oder kann bei einer entsprechend hohen Übertragungskapazität seines Online-Anschlusses direkt mit Hilfe entsprechender Videosoftware wie dem 'Real player' das Programm verfolgen.

[78] Eine Übersicht ausgewählter Anbieter von Streaminginhalten findet sich z. B. bei Loviscach, J. (2000): 166.

[79] Diffusion bezeichnet die zeitliche Entwicklung der erstmaligen Verbreitung eines Produktes auf einem definierten Markt. Siehe hierzu im Überblick Gerpott, T.J. (1999): 121ff.

[80] Vgl. Hillebrand, A. (2000) und Goldhammer, K./Zerdick, A. (2000): 37.

[81] Vgl. o. V. (2001z): o. S. Analog zur vielzitierten Prognose zu Computerleistungen (Moore's Law) hat der Autor und Journalist George Gilder 'Gilder’s Law' formuliert, nach der sich die Telekommunikationsbandbreiten jedes Jahr verdreifachen. Siehe auch Goldhammer, K./Zerdick, A. (2000): 77.

[82] Zu diesen gehören z. Bsp. Indeo oder Cinepak, siehe Riempp, R./Schlotterbeck, A. (1995): 72ff. Eine Übersicht findet sich bei Goldhammer, K./Zerdick, A. (2000): 42f.

[83] Zu den unterschiedlichen MPEG-Layern (Versionen) siehe Bienert, P. (1998) 426ff. Zum MPEG-2-Rahmen vgl. insbesondere Freyer, U. (1997): 53ff.

[84] Vgl. Reimers, U. (1997): 8; Freyer, U. (1997): 52ff.; Bienert, P. (1998): 432ff.

[85] In Abständen wird jedoch auch ein komplettes Bild übertragen, um 'durchgerechnete' Fehler zu vermeiden. Vgl. Heinemann, C. (1998): 57; Noll, A.M. (1999): 10; Bienert, P. (1998): 426.

[86] Eine detaillierte technische Beschreibung dieses Vorgangs befindet sich bei Reimers, U. (1997): 34f.

[87] Vgl. Heinemann, C. (1998): 58.

[88] ISDN mit Kanalbündelung: 2 x 64 kbit/s.

[89] Näheres zu den alternativen Übertragungswegen im folgenden Kapitel 3.2.

[90] Die Annahme 40-facher Kompression ist bereits sehr optimistisch. Laut Heinemann erfordern 90 Minuten Film durchschnittlich 6 Gbyte. Vgl. Heinemann, C. (1998): 60.

[91] Ein Internetvideo wird bislang auf maximal 160 x 129 Bildpunkte verkleinert und mit zehn Bildern pro Sekunde übertragen, was noch nicht VHS-Videoqualität entspricht. Ausführliche Übersichten hierzu bei Goldhammer K./Zerdick, A. (2000): 40f. und KEK (2000): 337. Streamingtechnologien werden jedoch stetig weiterentwickelt. Sie erlauben teilweise bereits bessere Auflösungen und eine höhere Bildrate. Quelle: e-mail Korrespondenz der Verfasserin mit Christian Müller, Mitarbeiter des Streaming-Anbieters TV1.de.

[92] Vgl. Loviscach, J. (2000): 155 und 158.

[93] 18 Sonderkanäle à 8 MHz = 36 Mbit/s je Kanal. Vgl. Freyer, U. (1997): 95.

[94] 27 bis 36 MHz pro Transponder. Die Nettobitraten liegen hier je nach gewünschter Qualität zwischen 20 und 45 Mbit/s. Vgl. Freyer, U. (1997): 87ff.

[95] Vgl. zu speziellen Anwendungen in der Studiotechnik Geen, M. (1996): 245 ff. und Ziemer, A. (1994): 76 ff. und zur Neuorganisation von Produktion und Archivierung Vgl. Bock, G./Tillmann, H. (1996): 23 ff.

[96] Vgl. Gersdorf, H. (1995): 19 ff.

[97] Die Einschätzung über die mögliche Anzahl digitaler Programme differiert in der Literatur allerdings und ist darüber hinaus abhängig von der für die jeweiligen Programme möglichen Kompressionsrate. Vgl. z. B. Bock, G. (1997): 44 ff; Noll, A.M. (1999): 10.

[98] Vgl. Schössler, J. (2000): 12.

[99] Vgl. § 2 Abs. 1, 1 Rundfunkstaatsvertrag (RStV) vom 31. August 1991, im folgenden, wenn nicht anders bezeichnet in der Fassung des fünften Rundfunkänderungsstaatsvertrags, in Kraft seit dem 1. Januar 2001 (Art. 8 des Rundfunkänderungsstaatsvertrages). Gesetztestexte siehe bei Mayer, P. (2001): o. S

[100] Daneben sind auch optische Netze (Lichtwellenleiter) denkbar, diese finden aber zur Zeit noch wenig Anwendung in der Anbindung von Privathaushalten und finden sich eher im Backbonebereich oder in der Vernetzung von Bürogebäuden innerhalb von hierfür attraktiven urbanen Bereichen. Zur Technik der klassischen Vertriebswege (Satellit, Kabel, Terrestrik) Vgl. auch Heinrich, J. (1999): 200 ff.; zur Nutzung des Telefonnetzes und des Internets siehe Gaida, K. (1999): 16 ff. und Czygan, M. (1997): 16.

[101] Vgl. LfR Landesanstalt für Rundfunk NRW (2001): o. S.

[102] Dabei handelt es sich um RTL Television, SAT.1 und VOX jeweils gemeinsam mit DCTP (Entwicklungsgesellschaft für TV-Programm mbH).

[103] Vgl. Reimers, U. (1997): 13.

[104] Vgl. Initiative Digitaler Rundfunk der Bundesregierung (1998): 27; KEK (2000): 218; Müller-Römer, F. (1998): 138 ff.

[105] Geostationär (griech.): in konstanter Position zur Erde.

[106] Autark (griech.): bedürfnislos, hier: selbstversorgend z. B. in bezug auf Elektrizität.

[107] Vgl. Freyer , U. (1997): 87; hier auch detaillierte Beschreibungen zur Technik.

[108] Vgl. Reimers, U. (1997): 15.

[109] Vgl. LfR Landesanstalt für Rundfunk NRW (2001): o. S.

[110] Vgl. Wachinger, R. (2001): o. S.

[111] Transponder sind die Funktionsgruppen zwischen Empfangs- und Sendeantenne; Vgl. Freyer, U. (1997): 87.

[112] Die derzeit acht ASTRA-Satelliten, die von der SES (Société Européenne des Satellites) betrieben werden, sind mit 82,3 Prozent der Satellitendirektempfangshaushalte Europas Marktführer im Satellitendirektempfang und haben sich den Vorsprung durch Pioniertätigkeit und schnelle Erschließung des Marktes gesichert. Die Ausrichtung der Parabolantennen bildet einen faktischen Standard, da eine Änderung hier für den Konsumenten relativ umständlich wäre. Eutelsat gehört mehreren europäischen Telekommunikationsgesellschaften. SES, die Betreiberin der ASTRA-Satelliten, bietet mit ihrer Tochter SES Multimedia bereits jetzt interaktive Dienste an. Die DT hält derzeit als zweitgrößte Gesellschafterin 16,67 Prozent des stimmberechtigten Kapitals. Vgl. Heinrich, J. (1999): 227 und KEK (2000): 216.

[113] Vgl. Reimers, U. (1997): 16. Siehe auch Kapitel 3.2.5 zum 'Playoutcenter'.

[114] Eine zeitlich genauere Eingrenzung erfolgt hier seitens der KEK nicht; siehe KEK (2000): 216. Es ist m. E. aber anzunehmen, daß eine Ersatzanschaffung in aller Regel nur bei Zerstörung der vorhandenen Parabolantenne, also extrem selten, erfolgt.

[115] Vgl. Bausch, R. (1998): 15 und ausführlich KEK (2000): 216.

[116] Vgl. KEK (2000): 217.

[117] Die Leitungen bestehen aus Kupferkoaxial- neuere auch aus Glasfaserkabeln. Vgl. Freyer, U. (1997): 95; hier auch detaillierte Beschreibungen zur Technik.

[118] Vgl. o. V. (2001c): o. S.

[119] Vgl. Freyer, U. (1997): 98ff.

[120] Vgl. VPRT (1995): 17 f.; KEK (2000): 213.

[121] Aufgrund der sogenannten Handwerkererklärungen der Jahre 1983 und 1984 wurde der Aufbau und der Betrieb der Netze auf privatem Grund ausschließlich von privaten Betreibern durchgeführt. Diese verfügen über die Kundenkontakte, insbesondere bei größeren Wohnblocks und bei Hausanlagen mit mehreren Wohneinheiten.

[122] Die DT versorgte noch 1997 ca. 30 Prozent der Endkunden selbst, hat aber durch ihre Gatekeeperfunktion indirekten Einfluß auf das Angebot anderer Betreiber; vgl. Czygan, M. (1997): 5 f.

[123] Der gleichzeitige Betrieb von Telefon- und Kabelfernsehnetzen durch ein einziges Unternehmen sei laut dieser ohne bestehenden Wettbewerb nicht zulässig.

[124] Es wurden nur Anteile an den neun Regionalgesellschaften verkauft. An allen Regionalgesellschaften behält die DT mindestens 25 Prozent plus einen Anteil. Diese Sperrminorität schließt letztendlich über das mögliche Vetorecht jegliche Konkurrenz aus; vgl. o. V. (2001ab): o. S. und VPRT (2001): o. S.

[125] Versorgung per Stromkabel mit 8 Mbit/s » 1 Sekunde für ein MB Daten und insbesondere nach Ausbau entsprechender Vermittlungsstellen hier ohne Kontrolle der Telekom der 'letzten Meile' bis hin zum Endkunden.

[126] U. a. um die im eigenen Hause konkurrierende Übertragungstechnik TDSL via Telefonnetz weiter entwickeln und besser vermarkten zu können: so o. V. (2000a): o. S.; andere Autoren halten daneben auch die Schwäche der Kapitalmärkte für die Ursache der Verzögerungen, siehe Clark, T./Sosalla, U. (2001). Zur Bedeutung des BK-Netzes siehe auch KEK (2000): 212ff.

[127] DT - Deutsche Telekom (2001a): o. S.

[128] Die Grundgebühr (Flatrate) liegt je nach Provider und gewählten Leistungspaket zwischen 55,- und 189,- Mark. Zusätzlich ist die Grundgebühr für den TV-Kabel-Anschluß zu berücksichtigen.

[129] Vgl. o. V. (2001ab): o. S.

[130] Vgl. Wachinger, R. (2000): o. S.

[131] Vgl. LfR Landesanstalt für Rundfunk NRW (2001): o. S.

[132] Vgl. Bock, G. (1997): 44 ff.; VPRT (2001): o. S.; KEK (2000): 213.

[133] Vgl. Gersdorf, H., (1999): 10.

[134] Ausführlich hierzu Bienert, P. (1999): 247f.

[135] Vgl. Bienert, P. (1999): 247.

[136] Vgl. Clark, T./Sosalla, U. (2001).

[137] ADSL gewährleistet eine ständige Empfangsbereitschaft, ohne daß Gebühren anfallen, da es sich um eine logische Punkt-zu-Punkt Verbindung handelt. Würden hier darüber hinaus Dienste zum Beispiel mit Hilfe von ATM (Asynchroner Transfer Modus) integriert, die bisher im Backbone-Bereich Anwendung finden, könnten die beworbenen Möglichkeiten wie Teleworking und Videokonferenzen in bester Qualität tatsächlich Realität werden.

[138] Etwa DM 1.000,- monatlich für circa 6 Mbit/s im Geschäftskundenbereich und DM 100,- monatlich mit 1,5 Mbit/s für Privatkunden.

[139] Vgl. o. V. (2000a): o. S.

[140] Vgl. Rebendtock, F. (2001).

[141] Hierfür wird auch zum Teil die im vorigen Abschnitt erwähnte langsame Veräußerung des TV-Netzes verantwortlich gemacht; Vgl. Rebendtock, F. (2001).

[142] Möglich sind allerdings jegliche Datenformen, zum Beispiel auch e-mail.

[143] Siehe Freyer, U. (1997): 21.

[144] Vgl. KEK (2000): 227.

[145] Die Preise für ein solches Gerät liegen zur Zeit zwischen 250,- und 1.300,- DM je nach Ausstattung. Die d-box speziell für den Empfang von Pay-TV kann zusammen mit den Pay-TV-Paketen Premiere World, Vision Select oder Vision Special bei der Telekom gemietet werden (14,90 Mark/Monat zuzüglich 150 Mark einmalig als Kaution). Alternativ besteht die Möglichkeit zum Kauf: in Verbindung mit einem 12-Monatsabo des oben genannten Paketes beträgt der subventionierte Preis 399,- DM. Bei eingeschränktem Empfang der Telekom-Pakete Vision Basic oder Vision Globe liegt der Kaufpreis bei 798,- DM. Ein Mietmodell wird für diese Pakete nicht angeboten Vgl. o. V. (2001f): o. S.

[146] Diese kosten zur Zeit zwischen 4.200,- und 6.300,- DM. Vgl. o. V. (2001f): o. S.

[147] Für ausführliche Erläuterungen siehe Freyer, U. (1997): 121 und Engelkamp, H. (1997): 69ff.

[148] Zu technischen Details siehe auch Reimers, U. (1997): 171f. und Engelkamp, H. (1997): 74.

[149] Ausführlich hierzu vgl. Engelkamp, H. (1997): 81ff.

[150] Vgl. o.V. (1999): o. S.; ET-MHP (1999): 15ff.

[151] Siehe auch KEK (2000): 224. Eine gute Übersicht zu verschiedenen Set-Top-Boxen sowie eine Bewertung durch Zuschauer findet sich auf der Homepage von 'DigiTV': Siehe o. V. (2001g): o. S.

[152] Vgl. Koenig, M. (1997): 130 und o. V. (2001f): o. S.

[153] Siehe Freyer, U.(1997): 129.

[154] Vgl. Engelkamp (1997): 63ff.

[155] Vgl. Bienert, P. (1998). 462ff.

[156] Hypertext Markup Language.

[157] Vgl. Quittner, J./Slatalla, M. (1998): 51; Konkurrierende Browser sind der 'Netscape Communicator' und der 'Microsoft Internet Explorer'; siehe Quittner, J./Slatalla, M. (1998): 190.

[158] Vgl. Freyer, U. (1997): 128 und o. V. (2001i): o. S.

[159] Zum Beispiel WinTV.

[160] Dies ist jedoch u. U. wie im Falle der Entschlüsselung von Premiere-Pay-TV nicht legal.

[161] Vgl. Koenig, M. (1997): 130; Reimers, U. (1997): 6 bezeichnet das DVB Projekt als 'Kristallisationspunkt' für die digitale Technik in Europa.

[162] Vgl. Digital Video Broadcasting Group (1996): 8-9.

Ende der Leseprobe aus 150 Seiten

Details

Titel
Konvergenz von Internet und Fernsehen - Strategische Implikationen für private Fernsehsender
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Lehrstuhl für Planung und Organisation, Schwerpunkt Telekommunikation, Prof. Dr, T.J. Gerpott)
Note
3,0
Autor
Jahr
2001
Seiten
150
Katalognummer
V2008
ISBN (eBook)
9783638112321
ISBN (Buch)
9783640300747
Dateigröße
1049 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Der Fortschritt geschieht heute so schnell, dass, während jemand eine Sache für gänzlich undurchführbar erklärt, er von einem anderen unterbrochen wird, der sie schon realisiert hat (Albert Einstein). Die Benotung mit 3,0 ist aufgrund formaler Fehler und -nach Meinung des Lehrstuhls- einer wissenschaflich gesehen zu wenig tiefgründiger wissenschaftlicher Anlayse und Auswertung zu Stande gekommen. Dennoch wurde die Arbeit für ihren Informationsgehalt ausdrücklich gelobt und stellt ´eine gute Grundlage für die Praxis´ dar.
Schlagworte
Internet, Fernsehen, Marktstrategie, Konvergenz, Business-TV, TV, digitales Fernsehen, Zuschauer, interaktives Fernsehen, Technologie, Regulierung, Marktcharakteristika, Medien, eLearning, eCommerce, eBusiness, PayTV, onDemand, GEZ, Privatfernsehen, Fernsehsender, TIMES, Mulimedia, Presse, Information, per, Klick, Click, View, Pay
Arbeit zitieren
Svenja Kress (Autor), 2001, Konvergenz von Internet und Fernsehen - Strategische Implikationen für private Fernsehsender, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2008

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