Ich beschäftige mich in dieser Projektskizze mit den drei großen Themenbereichen: Lebensalter, Geschlecht und dem ethnisch-kulturellen Hintergrund mit dem Herkunftsland Türkei. Mein zentrales Interesse liegt dabei bei dem Alterungsprozess der nicht einheimischen Populationen, also den Bevölkerungsanteilen mit Migrationshintergrund, die seit 50er und 60er Jahren als ArbeitsmigrantInnen aus der Türkei zugewanderten. Diese sind nun in höhere Altersklassen vor..
Ich werde mich im ersten Teil der Ausarbeitung mit dem gegenwärtigem Diskurs anhand der verfügbaren Fachliteratur auseinandersetzen. Die unveröffentlichten Diplomarbeiten an der Fachhochschule, erschlossen sich mir dabei als hilfreiche Quellenangaben, um weitere Bücher in meine Recherche heranzuziehen. Das Internet nutzte ich vor allem um praktische Informationen von den Trägern der Sozialen Arbeit erkunden. Danach folgt die Relevanz des Themas für die Soziale Arbeit und mein Interesse an dieser Dreier-Kombination. Ich werde anschließend meine eigene Herangehensweise skizzieren und einen Zeitplan für die Bachelor-Thesis entwickeln.
- Vorüberlegungen
1. Überblick über den (wissenschaftlichen) Disskussionsstand zu den Themenfeldern: Lebensalter, Geschlecht, Ethnisch-kultureller Hintergrund
2. Relevanz meiner Fragestellung und meinem Erkenntnisinteresse
3. Eigene Herangehensweise: Titel, vorläufige Gliederung, zeitliche Planung, wichtige Literatur
Inhaltsverzeichnis
1. Überblick über den (wissenschaftlichen) Disskussionsstand zu den Themenfeldern: Lebensalter, Geschlecht, Ethnisch-kultureller Hintergrund
2. Relevanz meiner Fragestellung und meines Erkenntnisinteresses
3. Eigene Herangehensweise
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die spezifische Lebenssituation älterer türkischer Frauen der ersten Einwanderungsgeneration zu analysieren, die über nur geringe deutsche Sprachkenntnisse verfügen. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie diese Frauen in Deutschland leben und welche Herausforderungen sich daraus für die Soziale Arbeit hinsichtlich kultursensibler Angebote ergeben.
- Migration und Lebensalter in der Sozialen Arbeit
- Kultursensible Altenpflege und Betreuungsansätze
- Geschlechtsspezifische Aspekte der Migration (Fokus: Frauen)
- Diskriminierung, Vorurteile und Ausgrenzung
- Sprachbarrieren und soziale Segregation
Auszug aus dem Buch
Relevanz meiner Fragestellung und meines Erkenntnisinteresses
1960 gab es weniger als 1500 Türken in Deutschland. Zwischen 1961 und 1976 warben deutsche Firmen auf der Basis des Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und der Türkei 678.702 Männer und 146.681 Frauen, also insgesamt 825.383 Menschen. Nach dem Anwerbestopp im November 1973 folgte ein vermehrter Familiennachzug. Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre führte die politische Lage in der Türkei schließlich zu einer weiteren Einwanderung, den asylsuchenden Flüchtlingen (vgl.destatis.de). „Gut 3,0 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund haben ihre Wurzeln in der Türkei [...]“ (ebd.). Zwischen den MigrantInnen bestehen erhebliche Unterschiede nach Herkunftsethnie, Religionszugehörigkeit und Lebenssituation. Dies bedeutet, dass auch die Soziale Arbeit differenzierte Angebote für unterschiedliche MigrantInnengruppen entwickelt muss. Bisher wurde im Hinblick auf das Altern häufig davon ausgegangen, dass ein großer Teil der ArbeitsmigrantInnen der ersten Generation in ihre Heimat zurückkehren würden. Tatsächlich blieben viele von ihnen auch nach dem Ende ihrer Berufstätigkeit in diesem Land – weil die Kinder hier leben, die frühere Heimat fremd geworden ist, und noch aus vielen anderen Gründen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Überblick über den (wissenschaftlichen) Disskussionsstand zu den Themenfeldern: Lebensalter, Geschlecht, Ethnisch-kultureller Hintergrund: Dieses Kapitel wertet den aktuellen Forschungsstand zu Alter und Migration aus und beleuchtet die Notwendigkeit einer kultursensiblen Pflege sowie die Rolle von Geschlechterrollen.
2. Relevanz meiner Fragestellung und meines Erkenntnisinteresses: Hier wird die historische Entwicklung der Einwanderung aus der Türkei nachgezeichnet und die Dringlichkeit für die Soziale Arbeit begründet, spezifische Angebote für die nun alternde erste Generation zu entwickeln.
3. Eigene Herangehensweise: Dieser Abschnitt definiert den Titel, die vorläufige Gliederung der Arbeit sowie den Zeitplan und führt die für die Bachelor-Thesis relevante Literatur auf.
Schlüsselwörter
Alter, Migration, Soziale Arbeit, Türkische Frauen, Kultursensible Altenpflege, Geschlecht, Integration, Diskriminierung, Erste Einwanderungsgeneration, Sprachbarrieren, Lebenslage, Interkulturelle Kompetenz, Teilhabe, Deutschland, Altersstereotypen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Lebensbedingungen älterer türkischer Frauen der ersten Einwanderungsgeneration in Deutschland, insbesondere unter dem Aspekt mangelnder deutscher Sprachkenntnisse.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit verknüpft die Dimensionen Lebensalter, Geschlecht und den ethnisch-kulturellen Hintergrund, um die Situation älterer Migrantinnen in der deutschen Gesellschaft zu beleuchten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Soziale Arbeit differenziertere und kultursensiblere Angebote für diese spezifische Zielgruppe entwickeln kann, um ihre Teilhabe zu verbessern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse aktueller Fachpublikationen, Auswertung von Studien sowie qualitative Erkenntnisse aus ihrer beruflichen Tätigkeit in Frauenkursen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung der Migrationsgeschichte, die Analyse der Lebenslagen älterer Migrantinnen und die Diskussion alternativer Strategien in der Sozialen Arbeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Alter, Migration, Kultursensible Altenpflege, Geschlecht, Integration und die erste Einwanderungsgeneration.
Warum ist das Thema der "ersten Generation" für die Soziale Arbeit so relevant?
Da viele Arbeitsmigranten der ersten Generation entgegen früherer Annahmen in Deutschland geblieben sind, stehen soziale Dienste nun vor der Aufgabe, deren altersspezifische Bedürfnisse kultursensibel zu adressieren.
Welche Bedeutung haben Deutschkenntnisse für die Zielgruppe?
Die Autorin stellt fest, dass Sprachkenntnisse entscheidend sind, um administrative Aufgaben (Formulare) oder den Kontakt zum Gesundheitssystem (Arztbesuche) selbstständig zu bewältigen.
Wie beeinflusst die eigene berufliche Tätigkeit der Autorin das Projekt?
Die Erfahrungen aus der Kursleitung von Frauenkursen beim IB-Wetzlar ermöglichen es der Autorin, alltagsnahe Wünsche und Lebenslagen der Frauen direkt in ihre wissenschaftliche Auseinandersetzung einfließen zu lassen.
Welches Fazit lässt sich aus der Literatur zur kultursensiblen Pflege ziehen?
Kultursensible Altenhilfe bedeutet entgegen vieler Befürchtungen keine Mehrarbeit, sondern bietet die Chance, neue Klientenkreise zu erschließen und die Qualität der Betreuung durch interkulturelle Kompetenzen zu erhöhen.
- Quote paper
- Birsen Krüger (Author), 2011, Projektskizze Soziale Arbeit und Migration, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200840