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Qualitative Spielbeobachtung 2.0

Ein qualitativ-evaluatives Verfahren zur Verbesserung der Kommunikationsbedingungen im Handball unter dem Fokus der Generierung optimaler Vermittlungsstrategien für taktische Informationen und einer Wirksamkeitsüberprüfung der Methode

Title: Qualitative Spielbeobachtung 2.0

Doctoral Thesis / Dissertation , 2009 , 431 Pages , Grade: Magna cum laude

Autor:in: Dr. Karsten Görsdorf (Author)

Sport - Theory and Practice
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit fasst ein qualitativ-evaluativ angelegtes trainingswissenschaftliches Projekt (BISp-Nr: IIA1-070802/07-08) zusammen. In der Kooperation mit dem Deutschen Handballbund wurde die männliche A-Jugendnationalmannschaft der Jahrgänge 1990 und 1991 im Bereich der Spielanalyse, Spielbeobachtung und Vermittlung taktischer Informationen begleitet. Dafür wurde die Methode der Qualitativen Spielbeobachtung (QSB) in die Sportart Handball implementiert. Kernpunkte der vorliegenden Arbeit sind das methodische Generieren von optimalen Vermittlungsstrategien innerhalb eines konkreten sozialen Systems sowie das Führen eines Wirksamkeitsnachweises des Einsatzes der QSB. Für beide Zielstellungen wurden vor allem andere Wissenschaftsbereiche wie die Kommunikationsforschung oder die Marktforschung rezipiert, um Wissen für die Trainingswissenschaft zu generieren. Neben dem Forschungsstand werden in der Arbeit das methodische Vorgehen, die Ergebnisse des Projektes sowie praktische Erfahrungen niedergeschrieben. Die Arbeit wagt am Schluss einen Ausblick auf das zukünftige Forschungsfeld der Spielbeobachtung und Spielanalyse sowie die Durchführung von Videotrainings.

Die Daten DVD ("Anhang A") ist auf Grund des großen Umfangs nicht in Kaufversion enthalten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Trainingswissenschaft als Integrationswissenschaft

1.2 Sportspielforschung zwischen Diagnostik und Intervention

1.3 Wissenschaftstheoretische Einbettung der Arbeit

1.4 Gliederung der Arbeit

2. Forschungsstand

2.1 Forschungsstand Handballspielbeobachtung

2.1.1 Generelle Aussagen zu Spielbeobachtungsverfahren

2.1.2 Handballspezifischer Forschungsstand

2.1.3 Abgrenzung der Qualitativen Spielbeobachtung

2.1.4 Beobachtung aus sozialwissenschaftlicher Perspektive

2.2 Geltungsbegründung im qualitativ-interpretativen Paradigma

2.2.1 Qualitative versus Quantitative Methodologie

2.2.2 Qualitative Sozialforschung

2.2.3 Wissenschaftsphilosophischer Exkurs

2.2.4 Zusammenfassung der qualitativen Ansätze

2.2.5 Gütekriterien in der Sportspielforschung

2.2.6 Validierungsvorschlag Wirksamkeit

2.3 Geltungsbegründung für eine evaluative Forschungsstrategie

2.3.1 Geschichte der Evaluationsforschung

2.3.2 Erkenntnistheorie und Methode der Evaluationsforschung

2.3.3 Wirkung, Kosten und Nutzen

2.4 Subjektwissenschaftliche Fundierung des Lernansatzes

2.4.1 Holzkamps Ansatz der Theorieentwicklung

2.5 Werbung und Qualitative Spielbeobachtung

2.5.1 Theorien zu Recall und Recognition

2.6 Generelle Fragen der Wirksamkeit

2.6.1 Schlüsselkonzepte der Medienwirkungsforschung

2.6.2 Modellvorstellungen zu Medienwirkungen

2.6.3 Entwurf eines trimodalen Wirkungsmodells der QSB

2.7 Sozialer Zugang zum System

2.8 Zentrale Zielstellungen der Arbeit

3. Methode

3.1 Sozialer Zugang zur A-Jugendnationalmannschaft des DHB

3.2 Qualitative Spielbeobachtung im Handball

3.3 Generierung von Vermittlungsstrategien

3.4 Triangulative Methode der Wirksamkeitsprüfung

3.4.1 Qualitative Interviews

3.4.2 Videotraining

3.4.3 Strategie-Taktik-Abgleich

4. Ergebnisse

4.1 Ergebnisse des sozialen Zugangs

4.2 Praktische Maßnahmen und Erfahrungen

4.3 Ergebnisse der qualitativen Interviews Teil 1

4.3.1 Ergebnisse der Spielerinterviews

4.3.2 Ergebnisse der Trainerinterviews

4.4 Ergebnisse der qualitativen Interviews Teil 2

4.4.1 Ergebnisse der Spielerinterviews

4.4.2 Ergebnisse der Trainerinterviews

4.5 Ergebnisse der qualitativen Interviews Teil 3

4.5.1 Ergebnisse der Spielerinterviews

4.5.2 Ergebnisse der Trainerinterviews

4.5.3 Kommunikative Validierung der Trainer- und Spieleraussagen

4.6 Ergebnisse der Einzelvideotrainings

4.6.1 Formal-verbale Auswertung

4.6.2 Inhaltlich-taktische Auswertung

4.6.3 Auswertung von Einzelspielerprofilen

4.7 Ergebnisse des Strategie-Taktik-Abgleichs

5. Diskussion

5.1 Sozialer Zugang

5.2 Generierung von Vermittlungsstrategien

5.3 Wirksamkeitstriangulation

5.4 Diskussion der Ergebnisse aller Methoden

5.5 Trainingslehre der QSB im Handball

6. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die Methode der Qualitativen Spielbeobachtung (QSB) im Bereich des Spitzenhandballs zu implementieren und zu evaluieren. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie durch ein qualitativ-evaluatives Vorgehen die Kommunikationsbedingungen zwischen den Akteuren verbessert und Vermittlungsstrategien für taktische Informationen optimiert werden können, um eine effektive Kopplung von Training und Wettkampf zu gewährleisten.

  • Methodische Generierung von Vermittlungsstrategien für soziale Systeme
  • Wirksamkeitsprüfung durch Triangulation (Interviews, Videotraining, Taktik-Abgleich)
  • Optimierung der Kommunikation zwischen Trainern, Spielern und Spielbeobachtern
  • Förderung der individuellen taktischen Entwicklung von Nachwuchsspielern
  • Etablierung der Evaluationsforschung als komplementäre Strategie in der Trainingswissenschaft

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Handballspezifischer Forschungsstand

Der Handballsport wurde erst mit den beginnenden 50er Jahren zunehmend in Hallen etabliert, während dieser Sport vorher auf dem Handball-Großfeld ausgetragen wurde, was der Größe eines heutigen Fußballfeldes entspricht. Der Forschungsstand bezieht sich daher fast ausschließlich auf den Hallenhandball.

Pionierarbeit auf dem Gebiet der Systematischen Spielbeobachtung leisten in Deutschland zunächst Grengg (1949) im Feldhandball sowie Stiehler (1962) und Kreisel (1964) im Hallenhandball. Grengg (1949) nähert sich der spezifischen Spielanalyse dadurch, dass er technische und taktische Komponenten sowie allgemeines Spielverhalten auf dem damaligen Großfeld identifiziert. Es werden Symbole für herausragende Leistungen und individuelle Fehler einzelner Spieler per Zeichnung in eine Liste übertragen.

Stiehler (1962) stenographiert taktisches Verhalten und technische Fertigkeiten von Spielern mit Hilfe von Symbolen und Strichlisten. Er versucht darüber hinaus, sportartübergreifende Kriterien zur Beobachtung unterschiedlicher Ballsportarten zu generieren und weiterzuentwickeln. Beachtenswert ist sein Ansatz zur Verwendung von Filmmaterial.

Kreisel (1964) stellt Beobachtungen im Rahmen einer Handball-Weltmeisterschaft in der CSSR an, bei denen sein Fokus nicht auf generellen spielstrategischen Schwerpunkten, sondern eher auf quantitativen Details liegt. Zu seinen Beobachtungsinhalten zählen unter anderem Wurfarten, Wurfeffektivitäten oder anteilige Fehlangriffe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt die Bedeutung der Spielanalyse im Leistungssport dar und führt in das Projekt der Qualitativen Spielbeobachtung (QSB) bei der A-Jugendnationalmannschaft ein.

2. Forschungsstand: Gibt einen umfassenden Überblick über existierende Beobachtungsmethoden, die Bedeutung des qualitativen Paradigmas und die theoretische Fundierung für das Projekt.

3. Methode: Beschreibt das konkrete methodische Vorgehen, insbesondere den sozialen Zugang, die Umsetzung der QSB und das triangulative Verfahren zur Wirksamkeitsprüfung.

4. Ergebnisse: Dokumentiert die gewonnenen Daten aus dem sozialen Zugang, den praktischen Erfahrungen, den Interviews sowie den Videoanalysen und dem Taktik-Abgleich.

5. Diskussion: Reflektiert kritisch über die angewandten Methoden, die Qualität der Datenerhebung sowie die Bedeutung der Ergebnisse für die zukünftige Trainingslehre.

6. Zusammenfassung und Ausblick: Fasst die Erkenntnisse zusammen und bietet Perspektiven für die weitere wissenschaftliche Arbeit und praktische Anwendung der QSB.

Schlüsselwörter

Qualitative Spielbeobachtung, Handball, Trainingswissenschaft, Evaluationsforschung, Spielanalyse, Videotraining, Vermittlungsstrategien, Triangulation, Wirksamkeitsprüfung, Kommunikation, taktisches Verhalten, A-Jugendnationalmannschaft, Wissensmanagement, Leistungsdiagnostik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht ein qualitativ-evaluatives Projekt im Bereich der Trainingswissenschaft, bei dem die Qualitative Spielbeobachtung (QSB) in der männlichen A-Jugendnationalmannschaft des DHB implementiert wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft die Bereiche Spielbeobachtung, Kommunikationsforschung, Werbepsychologie und Lerntheorie, um optimale Strategien für die Vermittlung taktischer Informationen an Spieler zu finden.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Das Hauptziel ist die methodisch fundierte Generierung von Vermittlungsstrategien zur Kopplung von Training und Wettkampf sowie der Nachweis der Wirksamkeit dieser sozialen Intervention.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autoren nutzen einen triangulativen Forschungsansatz, der qualitative Experteninterviews, Einzelvideotrainings und einen Strategie-Taktik-Abgleich kombiniert, um den Forschungsprozess aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden nach einer Darstellung des Forschungsstandes das methodische Vorgehen bei der Intervention sowie die umfassenden Ergebnisse der Feldstudie und deren kritische Diskussion detailliert dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Qualitative Spielbeobachtung, Handball, Evaluationsforschung, Wissensvermittlung, Videotraining und Triangulation.

Welche Rolle spielt die "Subjektwissenschaftliche Fundierung" im Lernansatz?

Sie ermöglicht es, den Lernprozess nicht als äußere Vorgabe, sondern aus der Sicht des "Lernsubjekts" zu betrachten, um so das intentionale Lernen der Athleten in den Fokus zu rücken.

Warum wurde ein trimodales Wirkungsmodell zur Analyse herangezogen?

Das Modell hilft, die komplexen Informationsströme und Kommunikationsstrukturen zwischen den Stakeholdern (Trainer, Beobachter, Spieler) systematisch abzubilden und so Wirkungsmechanismen besser zu verstehen.

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Details

Title
Qualitative Spielbeobachtung 2.0
Subtitle
Ein qualitativ-evaluatives Verfahren zur Verbesserung der Kommunikationsbedingungen im Handball unter dem Fokus der Generierung optimaler Vermittlungsstrategien für taktische Informationen und einer Wirksamkeitsüberprüfung der Methode
College
University of Augsburg  (Institut für Sportwissenschaft)
Course
Sportwissenschaft, Trainingswissenschaft
Grade
Magna cum laude
Author
Dr. Karsten Görsdorf (Author)
Publication Year
2009
Pages
431
Catalog Number
V201083
ISBN (eBook)
9783656627142
ISBN (Book)
9783656627128
Language
German
Tags
qualitative spielbeobachtung verfahren verbesserung kommunikationsbedingungen handball fokus generierung vermittlungsstrategien informationen wirksamkeitsüberprüfung methode
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Karsten Görsdorf (Author), 2009, Qualitative Spielbeobachtung 2.0, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201083
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