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Futuristic Technologies - Kulturtechnik an der Schnittstelle zum neuen Jahrtausend

Title: Futuristic Technologies - Kulturtechnik an der Schnittstelle zum neuen Jahrtausend

Seminar Paper , 2001 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Caspar Borkowsky (Author)

Cultural Studies - Basics and Definitions
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Der Begriff Techno steht im folgenden für Technokultur im weitesten Sinne, und nicht nur für die Musikrichtung. Dazu zähle ich unter anderem: Die Musik mit ihren diversen Unterkategorien, den Lebensstil, die medialen Präsentationsformen (Videoclips, Flyer, Magazine, Webbased E-Zines), die Clubbing und Rave Szene, die Drogen, die Mode, das Design, die DJ-Culture etc... Abstrakter beschrieben: "Techno is a feeling, a mindset for interpreting the progress of technology and its effect on the human psyche."

Techno soll als eine umfangreiche Kulturtechnik gedacht werden, mit all ihren Subsphären und Aspekten, von denen natürlich nur kleine Fragmente präsentiert werden können. Gegliedert ist die Arbeit in den kulturhistorischen Abschnitt "Die Geschichte von Techno", den soziokulturellen Beschreibungsversuch "Das Lebensgefühl (Technoide Mentalitätsmodelle)" und den eher medientheoretisch-lasstigen Schlussteil "Mediale Techno-Hybride (Videoclips als Kulturtechnik)".

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

02 Einleitung

04 Die Geschichte von Techno

09 Das Lebensgefühl (Technoide Mentalitätsmodelle)

16 Mediale Techno-Hybride (Videoclips als Kulturtechnik)

19 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Technokultur nicht als bloße Musikrichtung, sondern als umfassende Kulturtechnik und Ausdruck eines modernen, affirmativen Lebensgefühls an der Schwelle zum neuen Jahrtausend, wobei sie medientheoretische Ansätze zur Analyse nutzt.

  • Historische Entwicklung von Techno von den Futuristen bis zur elektronischen Tanzmusik
  • Technoide Mentalitätsmodelle und die Transformation von Individualität und Gemeinschaft
  • Das Verhältnis von Mensch und Maschine in der zeitgenössischen Technokultur
  • Techno-Videoclips als komplexe, avantgardistische Kulturtechnik
  • Die Rolle von Komplexitätsreduzierung und Ästhetisierung im Kontext des modernen Lebens

Auszug aus dem Buch

Die Geschichte von Techno

Die Entwicklung von Techno als Musikform ist ein Resultat von verschiedenen, über mehrere Etappen verfolgbaren Entwicklungssträngen moderner Soundforschung. Techno war kein plötzlich auftauchendes Etwas, sondern eine Fortentwicklung bzw. Neuverknüpfung bereits vorhandener Kultursubstanzen. Den Anfang setzt die Fachliteratur zumeist mit dem Manifest „Die Kunst der Geräusche“ des italienischen Futuristen Luigi Russolo im Jahre 1913. Bereits zuvor hatten Komponisten das traditionelle Verständnis von harmonischer Musik torpediert, unter dem Einfluss der immer dominierenden industrialisierten Lebenswelt und ihrer Soundlandschaften erschienen neue Wege des Musizierens attraktiv. Russolo liefert dann den theoretischen Unterbau für das aufkeimende Bedürfnis, sich der industrialisierten Welt, deren Lärm und Gesetzen zu zuwenden: „Wir finden mehr Befriedigung in der Geräuschkombination von Straßenbahnen, Auspufflärm und lauten Menschenmassen als, beispielsweise, im Einüben der Eroica oder Pastorale.“

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Der Autor führt in das Thema ein, indem er ein problematisches Zitat von Rainald Goetz als methodischen Ausgangspunkt wählt, um einen medientheoretisch geprägten Zugang zur Technokultur zu begründen.

Die Geschichte von Techno: Dieses Kapitel zeichnet die technologische und künstlerische Evolution der elektronischen Musik von den futuristischen Anfängen bis hin zum globalen Massenphänomen nach.

Das Lebensgefühl (Technoide Mentalitätsmodelle): Hier wird untersucht, wie Technoiden durch eine affirmative Lebenshaltung und spezielle Bewältigungsstrategien auf die Komplexität der modernen Gesellschaft reagieren.

Mediale Techno-Hybride (Videoclips als Kulturtechnik): Der Autor analysiert Videoclips als avantgardistische Medienprodukte, die mittels digitaler Ästhetik und Synästhesie ein neues Verständnis von Kultur und Kommunikation vermitteln.

Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Technokultur als Ausdruck einer neuen, positiven Jugendmentalität zusammen, die sich bewusst vom Kulturpessimismus distanziert und im Hier und Jetzt agiert.

Schlüsselwörter

Technokultur, Elektronische Musik, Kulturtechnik, Mensch-Maschine-Verhältnis, Affirmatives Lebensgefühl, Komplexitätsreduzierung, Videoclips, Digitale Ästhetik, Synästhesie, Rave, Clubkultur, Identitätsstiftung, Medienanalyse, DJ-Culture, Jugendkultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Technokultur und betrachtet diese nicht nur als Musikgenre, sondern als eine vielschichtige Kulturtechnik, die das Lebensgefühl und die mediale Wahrnehmung am Ende des 20. Jahrhunderts geprägt hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die historische Genese der Musikrichtung, die soziokulturellen Mentalitätsmodelle der Szene, das hybride Verhältnis zwischen Mensch und Maschine sowie die Rolle audiovisueller Medien wie Videoclips.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den wissenschaftlichen Zugang zur Technokultur von moralisierenden Analysen zu lösen und stattdessen einen modernen, medientheoretisch orientierten Blick auf die positiven Gestaltungsformen dieser Jugendkultur zu werfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor verwendet eine medientheoretisch geprägte Analyse und eine interdisziplinäre Herangehensweise, die Elemente der Kulturwissenschaft, Musikgeschichte und Soziologie kombiniert, um den Gegenstandsbereich zu erschließen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die geschichtlichen Vorläufer, dann die Mentalitätsmodelle der „Technoiden“ in Bezug auf Komplexität und Drogenkonsum und schließlich die Ästhetik und Rezeptionsweise von Techno-Videoclips detailliert beschrieben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Technokultur, Elektronische Musik, Mensch-Maschine-Schnittstelle, Identitätsstiftung, Komplexitätsreduzierung sowie Mediale Hybride.

Welche Rolle spielen Maschinen in der beschriebenen Kultur?

Maschinen werden nicht als bloße Werkzeuge verstanden, sondern als Kooperationspartner, in deren Zusammenspiel mit dem Menschen eine neue Form der Kreativität und hybriden Existenz entsteht.

Wie wird das Phänomen des Drogenkonsums innerhalb der Arbeit eingeordnet?

Der Drogenkonsum, insbesondere von Ecstasy, wird als eine Strategie zur Komplexitätsreduzierung und zur Förderung des sozialen Zusammenhalts und der körperlichen Performance innerhalb der Rave-Kultur interpretiert.

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Details

Title
Futuristic Technologies - Kulturtechnik an der Schnittstelle zum neuen Jahrtausend
College
Humboldt-University of Berlin  (Kulturwissenschaft)
Course
PS Warum Golf keine Generation ist
Grade
1,0
Author
Caspar Borkowsky (Author)
Publication Year
2001
Pages
21
Catalog Number
V2011
ISBN (eBook)
9783638112338
ISBN (Book)
9783638801577
Language
German
Tags
Techno elektronische Musik Medientheorie Jugendkulturen Videoclips Kulturtechnik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Caspar Borkowsky (Author), 2001, Futuristic Technologies - Kulturtechnik an der Schnittstelle zum neuen Jahrtausend, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2011
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