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Das Selbst und Selbstdarstellung in der virtuellen Öffentlichkeit

Titel: Das Selbst und Selbstdarstellung in der virtuellen Öffentlichkeit

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2011 , 20 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Danilo Rößger (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Internet ist ein Medium, welches sich nicht nur rasant entwickelt sondern auch einen maßgeblichen Einfluss auf unsere Art zu kommunizieren ausübt. Wurde es in seiner Anfangszeit eher von Technikbegeisterten benutzt, rückt es seit einigen Jahren in das Interesse der breiten Öffentlichkeit, da die Bedienung immer intuitiver und nutzerfreundlicher geworden ist. Neuartige und unkomplizierte Kommunikationsformen wie der Online-Chat erfreuen sich einer großen Beliebtheit, da diese eine starke Annäherung von Vis-a-vis-Kommunikation an die mediale Kommunikation bieten.

Daraufhin erlebten besonders die sozialen Netzwerke wie StudiVZ und Facebook seit Mitte des letzten Jahrzehnts einen regelrechten Boom. So ist es nicht verwunderlich, dass die Mitgliederzahlen vom letztgenannten Netzwerk stets weiter in die Höhe steigen: In zwei
Jahren wird Facebook allein in den USA eine Anzahl von über 150 Millionen Usern prognostiziert. Auch in Deutschland sind bereits 20 Millionen Nutzer registriert. Die Verlockung sich anzumelden ist groß, da soziale Netzwerke eine sich stets weiterentwickelnde Plattform für Unterhaltung, Selbstdarstellung und Informationsaustausch bieten.

Ist das Phänomen der Selbstdarstellung im Alltag bereits ein universelles, lässt es sich mittlerweile auch problemlos auf das Internet übertragen. Im Zuge dieser Entwicklung ist es jedoch als wichtig zu erachten, wie die einzelnen Nutzer auf ihre Mitmenschen
wirken, da jeder Kommunikationsprozess als eine Form der Selbstdarstellung angesehen werden kann. Im virtuell-öffentlichen Raum existieren viele Möglichkeiten, um sich selbst zu präsentieren. Jedoch geht das Ergebnis nicht immer konform mit der Realität. Die allgemeine Beliebtheit dieser selbstdarstellerischen Mittel ist trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – zweifelsfrei zu erkennen.
Die Vielfalt der Darstellungsmöglichkeiten kann stets bestimmte Eindrücke im Mitmenschen hervorrufen und diese auf gewisse Weise steuern. Dadurch hat dieser Aspekt mittlerweile auch in der psychologischen, soziologischen und kommunikationswissenschaftlichen Forschung an Bedeutung gewonnen.

Die vorliegende Hausarbeit soll zunächst das menschliche Selbst sowie dessen Funktionen umschreiben. Im Anschluss daran wird auf die Möglichkeiten der Selbstdarstellung eingegangen, um danach den Einfluss von Internet-Kommunikation im Allgemeinen sowie von sozialen Netzwerken im Speziellen zu thematisieren und zu diskutieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Selbst des Menschen

2.1 Die drei Komponenten des Selbst und ihre Funktionen nach Schütz

2.2 Bedrohungen und Verzerrungen

2.3 Selbstdarstellungstheorie

3. Das Internet als öffentlicher Raum

3.1 Die Entwicklung von Social Media

4. Kommunikation im Internet

4.1 Selbst und Online-Kommunikation

4.2 Selbstdarstellung in Social Media

4.3 Konsequenzen

5. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen und kommunikationswissenschaftlichen Aspekte menschlicher Selbstdarstellung im virtuell-öffentlichen Raum, wobei insbesondere der Einfluss des Internets und sozialer Netzwerke auf die Identitätsbildung und Interaktionsweise analysiert wird.

  • Grundlagen des menschlichen Selbst und seiner Funktionen
  • Theorien der Selbstdarstellung und Eindruckssteuerung
  • Die Rolle des Internets als öffentlicher Interaktionsraum
  • Veränderung der Kommunikation durch soziale Netzwerke
  • Risiken und Konsequenzen der virtuellen Selbstpräsentation

Auszug aus dem Buch

Selbstdarstellung und Kommunikation

Im Wechselspiel zwischen Kommunikation und Selbst herrschen starke Rückkopplungsprozesse vor. Das Selbst ist also reflexiv und nimmt eine Doppelrolle ein: Es kann sowohl Produkt eines Kommunikationsprozesses als auch einen Faktor darstellen, der diesen steuert (vgl. Schütz 2007, S. 118). So übt es einen starken Einfluss auf die Art und Weise aus, wie wir kommunizieren und auf welcher Ebene entgegengebrachte Informationen selektiert und verarbeitet werden. Neben dem bewussten Anteil existiert hinsichtlich der Selbstdarstellung auch ein hoher Anteil unbewusster Impulse, welcher die Selbstdarstellung steuert. Mit „Kommunikation“ sind also nicht nur Handlungsprozesse mit sprachlichem, mimischem oder gestischem Hintergrund gemeint – auch Auftreten, Körperhaltung und Kleidung zählen zu diesem weiten Feld.

Da es stets mindestens zwei Personen für eine erfolgreiche Kommunikation benötigt, entstehen Wechselwirkungen: Das vermittelte Selbstbild des Kommunikators bildet beim Rezipienten ein Fremdbild, welches wiederum auf das Selbstbild des Kommunikators einwirken kann (vgl. Mummendey 2002, S. 213). Oftmals wird der Selbstdarstellung auch die Funktion der sozialen Ressource zugeschrieben, deren Nutzung einen bestimmten sozialen Einfluss zur Folge hat (vgl. Mummendey 2002, S. 216 f.). Auf diese Weise kann bereits auf einer evolutionspsychologischen Ebene herbeigeführt werden, dass eine positive Präsentation des Selbst lebenserhaltende Funktionen mit sich führt: So verringert sich bei der Suche nach Geschlechtspartnern zur Fortpflanzung mittels positiver Selbstdarstellung die Wahrscheinlichkeit, zurückgewiesen zu werden (vgl. ebd.). All dies lässt schließen, dass wahrhaft authentisches Verhalten schwer zu bestimmen ist, da sich der Mensch im Kommunikationsprozess oftmals zu einem gewissen Grad darstellt. Mit dem Internet hat sich eine Plattform entwickelt, die dem Menschen eine weitere Projektionsfläche für die Selbstdarstellung bietet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Selbstdarstellung im Internet ein und beschreibt den Aufstieg sozialer Netzwerke als neue Plattform für Identitätspräsentation.

2. Das Selbst des Menschen: Dieses Kapitel definiert das Selbst als komplexes Wertesystem und unterteilt es in kognitive, affektive und konative Komponenten.

3. Das Internet als öffentlicher Raum: Der Abschnitt analysiert den Wandel des Internets zum interaktiven Mitmach-Medium (Web 2.0) und differenziert zwischen Nutzergruppen wie „Digital Natives“ und „Digital Immigrants“.

4. Kommunikation im Internet: Es werden die Besonderheiten der Online-Kommunikation wie Anonymität und Enthemmung diskutiert und deren spezifische Auswirkungen auf die Selbstdarstellung beleuchtet.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass soziale Netzwerke keine isolierten Räume sind, sondern eng mit der Offline-Identität verknüpft bleiben und zur Komplexität der Selbstdarstellung beitragen.

Schlüsselwörter

Selbstkonzept, Selbstdarstellung, Online-Kommunikation, Soziale Netzwerke, Identität, Web 2.0, Eindruckssteuerung, Digital Natives, Anonymität, Selbstwertgefühl, Psychologie, Kommunikation, soziale Interaktion, Virtuelle Identität, Profilgestaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Art und Weise, wie Menschen ihr Selbstbild im Internet und in sozialen Netzwerken präsentieren und wie dies ihre Kommunikation beeinflusst.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf psychologischen Grundlagen des Selbst, Theorien der Selbstdarstellung sowie der soziologischen Analyse des Internets als öffentlicher Raum.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Möglichkeiten und Konsequenzen der Selbstdarstellung im Internet zu umschreiben und zu diskutieren, wie diese mit der Identität der Nutzer interagiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Hausarbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Aufarbeitung bestehender psychologischer sowie kommunikationswissenschaftlicher Konzepte basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des menschlichen Selbst, die Analyse des Internets als öffentlicher Raum und die spezielle Untersuchung von Selbstdarstellungsprozessen in sozialen Medien.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Die Untersuchung wird durch Begriffe wie Selbstdarstellung, Identität, Online-Kommunikation, soziale Netzwerke und Selbstkonzept geprägt.

Welche Rolle spielt die Anonymität im Internet bei der Identitätsbildung?

Die Anonymität wird als Faktor beschrieben, der das Experimentieren mit neuen Identitäten ermöglicht, aber auch Risiken wie Enthemmung oder eine Distanzierung von der realen Identität mit sich bringen kann.

Wie unterscheidet sich die Online-Selbstdarstellung von der Offline-Präsentation?

Der Autor führt aus, dass Nutzer im Internet zwar gezielter ihre Darstellung steuern können, soziale Netzwerke jedoch dazu tendieren, die Bindung an die Offline-Identität zu stärken, um die eigene Glaubwürdigkeit zu wahren.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Selbst und Selbstdarstellung in der virtuellen Öffentlichkeit
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Veranstaltung
Öffentliche Kommunikation
Note
1,3
Autor
Danilo Rößger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
20
Katalognummer
V201218
ISBN (eBook)
9783656279914
ISBN (Buch)
9783656280774
Sprache
Deutsch
Schlagworte
selbst selbstdarstellung internet medien medium neue medien öffentlichkeit virtuelle bedienung online chat vis-a-vis medial soziales netzwerk soziale netzwerke social network studivz facebook plattform virtuell öffentlicher raum selbstkonzept selbstwert selbstwertgefühl kognitiv affektiv konativ attribuierungen impression-management kommunikation social media darstellung anonymität identität interaktion selbstbild community communities selbstoffenbarung self disclosure netzwelt massenkommunikation individualkommunikation realität user homepage benutzer
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Arbeit zitieren
Danilo Rößger (Autor:in), 2011, Das Selbst und Selbstdarstellung in der virtuellen Öffentlichkeit , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201218
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Leseprobe aus  20  Seiten
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