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Behavioral Finance – Der Einfluss psychologischer Effekte auf das Anlegerverhalten

Title: Behavioral Finance – Der Einfluss psychologischer Effekte auf das Anlegerverhalten

Bachelor Thesis , 2012 , 48 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: BA Dietmar Kubik (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Das Verhalten von Akteuren am Finanzmarkt kann nicht alleine durch die Annahmen der traditionellen Kapitalmarkttheorie, welche den Anlegern Rationalität unterstellt, erklärt werden.

In der vorliegenden Arbeit wurde untersucht, welche Anomalien des menschlichen Verhaltens Anleger in ihrem Entscheidungsverhalten beeinflussen. Unter Heranziehung der Erkenntnisse der „Behavioral Finance“ Theorie konnte festgestellt werden, dass neben fundamentalen und technischen Analysen, eine Vielzahl psychologischer Effekte auf Anleger wirken.

Dies führt zu einer verzerrten Informationswahrnehmung, Informationsverarbeitung und beeinflusst letztendlich die eigene Entscheidung. Besonders in den Phasen Boom und Crash kommt es oft zu Überreaktionen der Marktteilnehmer die sich anhand Verhaltensökonomischer Ansätze erklären lassen.

Die Erkenntnisse liefern Anlegern wertvollen Input um ihr Anlageverhalten zu optimieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Fragestellung

1.2 Aufbau der Arbeit

2 Traditionelle Kapitalmarkttheorie

2.1 Markteffizienzhypothese

2.2 Das Modell des „Homo Oeconomicus“

3 Behavioral Finance

3.1 Anomalien menschlichen Verhaltens

3.1.1 Informationswahrnehmungsanomalien

3.1.2 Informationsverarbeitungsanomalien

3.1.3 Entscheidungsanomalien

3.2 Erkenntnisse aus der Hirnforschung

3.3 Einfluss von Stimmungen

3.4 Einfluss von Stress

3.5 Einstellung und Erwartungen

3.6 Motivation

4 Psychologische Effekte im Börsenhandel

4.1 Anomalien im Entscheidungsverhalten

4.1.1 Theorie der kognitiven Dissonanz

4.1.2 Der Status Quo Bias

4.1.3 Vermeidung von Enttäuschung (Regret Aversion)

4.1.4 Kontrollillusion

4.1.5 Erlernte Sorglosigkeit und Erlernte Hilflosigkeit

4.2 Wahrnehmung von Gewinn und Verlust

4.2.1 Prospect Theorie

4.2.1.1 Bezugspunkt (Reference Point)

4.2.1.2 Mentale Kontenführung (Mental Accounting)

4.2.1.3 Verlustaversion (Loss Aversion)

4.2.1.4 Dispositionseffekt (Disposition Effect)

4.2.1.5 Versunkene Kosten (Sunk Cost Effect)

4.3 Risikoverhalten der Anleger

4.3.1 Gewichtung von Wahrscheinlichkeiten

4.3.2 Risikokontrolle

4.3.3 Illusionary Correlations

4.3.3.1 Gambler´s fallacy

4.3.4 Risiko-Rendite Paradoxon (Risk Return Paradox)

4.3.5 Reflection und Framing Effekte

4.4 Überreaktionen

4.4.1 Überhöhte Selbstsicherheit (Over Confidence)

4.4.2 Herdenverhalten (Herding)

4.4.3 Angst und Gier

5 Resümee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern psychologische Effekte und menschliche Verhaltensanomalien das Anlegerverhalten an Finanzmärkten beeinflussen, da die traditionelle Kapitalmarkttheorie die Annahme vollkommener Rationalität der Akteure nicht hinreichend erklären kann. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für irrationales Handeln, insbesondere in Phasen von Marktschwankungen wie Boom und Crash, zu entwickeln, um Anlegern eine Optimierung ihres Entscheidungsverhaltens zu ermöglichen.

  • Grundlagen der traditionellen Kapitalmarkttheorie versus Behavioral Finance
  • Analyse psychologischer Anomalien bei Wahrnehmung und Verarbeitung von Informationen
  • Untersuchung von Entscheidungsmustern wie dem Dispositionseffekt und Regret Aversion
  • Einfluss emotionaler Faktoren wie Angst, Gier und Selbstüberschätzung auf das Marktgeschehen
  • Bewertung von Risikoverhalten und Reaktionen in Boom- und Crash-Phasen

Auszug aus dem Buch

4.1.2 Der Status Quo Bias

„Wenn die Unterscheidung, ob Alternativen zur Veränderung des Status quo, also des gegenwärtigen Zustandes, führen oder ihn erhalten, Einfluß auf das Entscheidungsverhalten von Menschen hat, obwohl jeweils die gleichen Konsequenzen mit diesen Optionen verbunden sind, spricht man vom erstmals von Samuelson und Zeckhauser (1988) untersuchten Status quo-Bias“ (Eisenführ, Weber, 2003, S. 371).

Akteure im Finanzmarkt orientieren sich häufig am Status quo (Status quo Bias), indem neue Informationen weniger beachtet und am bestehenden Wissen festgehalten wird. Bereits gefestigten Meinungen wird mehr Beachtung beigemessen, was sich im Entscheidungsverhalten widerspiegelt. Wenn ein Anleger die Chancen eines Gewinns geringer einschätzt als die Risiken eines Misserfolges oder die Auswirkungen der Alternativen als unkalkulierbar gegenüber dem Status quo einschätzt, wird er inaktiv bleiben und im Status quo verharren (Götte, 2006, S. 38f).

Das Ausmaß des Status quo Bias variiert mit der Stärke der wahrnehmbaren Vorzüge und der Anzahl der angebotenen Alternativen, die zur Auswahl stehen. Je stärker die Präferenz eines Anlegers für eine gewählte Alternative ist, desto schwächer wird der Bias. Mit der Anzahl an Alternativen, die zur Auswahl stehen, nimmt die Tendenz am Bekannten festzuhalten zu und der Status quo Bias wird stärker (Samuelson, Zeckhauser, 1988, S. 2).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass das Verhalten an Finanzmärkten nicht allein durch traditionelle, rationale ökonomische Modelle erklärbar ist, und stellt die Forschungsfrage nach den psychologischen Einflüssen auf Anleger.

2 Traditionelle Kapitalmarkttheorie: Das Kapitel erläutert die klassische Sichtweise des „Homo Oeconomicus“ und die Markteffizienzhypothese, welche von rational handelnden, Nutzen maximierenden Marktteilnehmern ausgehen.

3 Behavioral Finance: Hier wird die verhaltenswissenschaftlich orientierte Finanzmarkttheorie eingeführt, die den Fokus auf beschränkt rationale Entscheidungen, Anomalien im menschlichen Verhalten sowie psychologische Faktoren wie Stimmung, Stress und Motivation legt.

4 Psychologische Effekte im Börsenhandel: Dieses zentrale Kapitel beschreibt detailliert diverse psychologische Phänomene, die Anleger in ihrem Entscheidungsverhalten, ihrer Risikowahrnehmung und ihrer Reaktion auf Gewinn- und Verlustsituationen maßgeblich beeinflussen.

5 Resümee und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass psychologische Prozesse eine wesentliche Rolle spielen und die Erkenntnisse der Behavioral Finance eine unverzichtbare Ergänzung zur traditionellen Analyse für eine bessere Entscheidungsfindung bilden.

Schlüsselwörter

Behavioral Finance, Finanzmarkt, Börse, Anleger, Anlegerverhalten, psychologische Effekte, Anomalien, Boom, Crash, Gewinn, Verlust, Markteffizienz, Risiko, Entscheidungsfindung, kognitive Dissonanz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit setzt sich kritisch mit der traditionellen Annahme der Rationalität am Finanzmarkt auseinander und untersucht stattdessen, welchen Einfluss psychologische Faktoren auf das tatsächliche Verhalten von Anlegern haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den zentralen Themen zählen die verhaltenswissenschaftliche Finanzmarkttheorie, die systematischen Anomalien bei der Informationsverarbeitung sowie spezifische psychologische Effekte, die bei Anlageentscheidungen auftreten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage, welche psychologischen Effekte zu einem irrationalen Anlegerverhalten führen und besonders in Phasen von Marktüberschwang (Boom) oder Einbrüchen (Crash) einen starken Einfluss ausüben.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Aufarbeitung verhaltensökonomischer Ansätze und Erkenntnisse der Hirnforschung, um diese auf ökonomische Fragestellungen anzuwenden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst Grundlagen der traditionellen Theorie und der Behavioral Finance gegenübergestellt. Anschließend erfolgt eine detaillierte Aufarbeitung zahlreicher psychologischer Effekte wie kognitive Dissonanz, Status Quo Bias, Verlustaversion und das Phänomen der Angst und Gier.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Behavioral Finance, Finanzmarkt, Anlegerverhalten, psychologische Effekte, Anomalien, Boom, Crash, Gewinn, Verlust und kognitive Dissonanz.

Was besagt die Theorie der kognitiven Dissonanz im Kontext dieser Arbeit?

Die Theorie beschreibt, warum Anleger oft an Verlustpositionen festhalten, um sich das Eingestehen einer Fehlentscheidung und die damit verbundene Minderung des Selbstwertgefühls zu ersparen.

Wie beeinflusst der „Status Quo Bias“ das Handeln eines Investors?

Dieser Bias führt dazu, dass Anleger dazu neigen, in ihrem aktuellen Investmentzustand zu verharren, anstatt auf Basis neuer Informationen proaktiv zu handeln, besonders wenn die Alternativen als unsicher oder unkalkulierbar empfunden werden.

Welche Bedeutung haben „Angst“ und „Gier“ für den Börsenzyklus?

Die Arbeit verdeutlicht, dass Gier in Boomphasen zur spekulativen Übertreibung führt, während Angst in Krisenzeiten Panikreaktionen auslöst, was den gesamten Marktzyklus von Euphorie bis hin zur Panik maßgeblich prägt.

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Details

Title
Behavioral Finance – Der Einfluss psychologischer Effekte auf das Anlegerverhalten
College
Ferdinand Porsche FernFH
Grade
1,0
Author
BA Dietmar Kubik (Author)
Publication Year
2012
Pages
48
Catalog Number
V201366
ISBN (eBook)
9783656982784
ISBN (Book)
9783656982791
Language
German
Tags
Behavioral Finance Finanzmarkt Börse Anleger Anlegerverhalten psychologische Effekte Anomalien Boom Crash Gewinn Verlust
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
BA Dietmar Kubik (Author), 2012, Behavioral Finance – Der Einfluss psychologischer Effekte auf das Anlegerverhalten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201366
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