1 Einleitung 1
2 Das Harvard-Konzept 2
2.1 Die Autoren 2
2.2 Zusammenfassung der Strategie 2
2.2.1 Drittes Prinzip des Harvard-Konzeptes 3
2.2.2 Viertes Prinzip des Harvard-Konzeptes 7
2.3 Ansprüche des Harvard-Konzeptes 9
2.3.1 Allgemeingültigkeit und Übertragbarkeit 9
2.3.2 Effektivität und Effizienz 9
2.3.3 Beziehung stärken 10
2.3.4 Unabhängigkeit bei unterschiedlichen Machtverhältnissen 10
3 Der Montgomery Busboykott 11
3.1 Der geschichtliche Ablauf des Boykotts 11
3.2 Die Verhandlungen der MIA mit der Stadt Montgomery 12
4 Kritik der Anwendbarkeit des Harvard-Konzeptes bei unterschiedlichen
Machtverhältnissen 13
4.1 Kritik der Theorie 13
4.2 Untersuchung der Kritik dieses Anspruches am Beispiel der
Verhandlungen zum Montgomery Busboykott 14
5 Fazit 17
Literaturverzeichnis 18
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Das Harvard-Konzept
2.1 Die Autoren
2.2 Zusammenfassung der Strategie
2.2.1 Drittes Prinzip des Harvard-Konzeptes
2.2.2 Viertes Prinzip des Harvard-Konzeptes
2.3 Ansprüche des Harvard-Konzeptes
2.3.1 Allgemeingültigkeit und Übertragbarkeit
2.3.2 Effektivität und Effizienz
2.3.3 Beziehung stärken
2.3.4 Unabhängigkeit bei unterschiedlichen Machtverteilungen
3 Der Montgomery Busboykott
3.1 Der geschichtliche Ablauf des Boykotts
3.2 Die Verhandlungen der MIA mit der Stadt Montgomery
4 Kritik der Anwendbarkeit des Harvard-Konzeptes bei unterschiedlichen Machtverhältnissen
4.1 Kritik der Theorie
4.2 Untersuchung der Kritik dieses Anspruches am Beispiel der Verhandlungen zum Montgomery Busboykott
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, ob das Harvard-Konzept bei stark ungleichen Machtverhältnissen in der Praxis erfolgreich angewendet werden kann, indem sie die Verhandlungen während des Montgomery Busboykotts als Fallbeispiel analysiert und die Grenzen der Theorie bei einseitiger Machtverteilung aufzeigt.
- Grundlagen und Prinzipien des Harvard-Konzeptes
- Ansprüche der Harvard-Methode an Effektivität und Fairness
- Historischer Kontext und Ablauf des Montgomery Busboykotts
- Analyse von Verhandlungsscheitern bei Machtungleichgewicht
Auszug aus dem Buch
4.2 Untersuchung der Kritik dieses Anspruches am Beispiel der Verhandlungen zum Montgomery Busboykott
Die MIA forderten Verhandlungen mit den Verantwortlichen der Stadt und der Busunternehmen. Ihr Ziel waren fairere Gesetze zur Segregation. Bis zu diesem Zeitpunkt mussten die afro-amerikanischen Bürger aufgrund des Montgomery City Codes eine unfaire Behandlung der Busfahrer akzeptieren. So wurde Anfang der fünfziger Jahre ein schwarzer Soldat von einem Busfahrer getötet. Nach Artikel 11 des City Codes durften Busfahrer die Macht eines Polizisten ausüben, wenn sich ein Passagier ihren Anordnungen zur Sitzverteilung widersetzte. (vgl. City of Montgomery 1952: 42) Dies führte oft zu einer menschenunwürdigen Behandlung.
Im Dezember 1955, am Tag des Busboykotts, trafen sich die MIA mit Stadtbeamten, dem Bürgermeister von Montgomery und den Geschäftsführern verschiedener Busunternehmen mit ihrem Anwalt. Dieser unterbreitete die Position der Busunternehmen: Sie wollen nicht gegen geltende Gesetze der Stadt Montgomery verstoßen, um dem Bitten der MIA nachzukommen. Mit dieser Position überzeugte er auch die Beamten, die sich einem Kompromiss verschlossen. (Jackson 2008: 99) In einer weiteren Verhandlung mit weniger Parteien erhofften sich zunächst alle eine schnelle Einigung, aber hier äußerte sich Crenshaw, der Anwalt der Busunternehmen wie folgt: „If we grant the Negroes these demands they will go aboout boasting of a victory that they had won over the white people; and this we will not stand for.“ (Jackson 2008: 99) Er gab also an, dass in seinen Augen jegliches Zugeständnis zu den Forderungen der MIA als Verlieren der weißen Bürger gewertet wird. In diesem Fall können die Verhandelnden der Stadt und der Busunternehmen als mächtiger eingestuft werden als die Verhandelnden der MIA, weil sie die Verhandlungen abbrechen könnten und der Status Quo für sie der wünschenswerte Zustand ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Harvard-Konzept als lösungsorientierte Verhandlungstechnik und stellt die Forschungsfrage nach dessen Anwendbarkeit bei ungleichen Machtverhältnissen anhand des Montgomery Busboykotts.
2 Das Harvard-Konzept: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen, die vier Prinzipien des Harvard-Konzeptes sowie die von den Autoren erhobenen Ansprüche an Effektivität, Allgemeingültigkeit und Fairness.
3 Der Montgomery Busboykott: Hier wird der historische Hintergrund des 13-monatigen Protests gegen die Rassentrennung im öffentlichen Nahverkehr in Montgomery sowie der Ablauf der Verhandlungen zwischen der MIA und der Stadt beschrieben.
4 Kritik der Anwendbarkeit des Harvard-Konzeptes bei unterschiedlichen Machtverhältnissen: Das Kapitel kritisiert die Annahme, dass objektive Kriterien bei Machtasymmetrien immer zu fairen Lösungen führen, und verdeutlicht dies am Scheitern der Verhandlungen im Fall Montgomery.
5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das Harvard-Konzept zwar ein exzellentes Instrument für kooperative Verhandlungen ist, jedoch bei starken Machtunterschieden an seine Grenzen stößt und von der Willkür des Stärkeren abhängen kann.
Schlüsselwörter
Harvard-Konzept, Verhandlungstechnik, Machtverhältnisse, Montgomery Busboykott, sachbezogenes Verhandeln, Segregation, Konfliktmanagement, MIA, objektive Kriterien, Verhandlungserfolg, Machtasymmetrie, Bürgerinitiative, Mediation, Einigung, Praxisanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die theoretischen Ansprüche des Harvard-Konzeptes an faires und lösungsorientiertes Verhandeln und prüft kritisch, ob diese Methode bei massiven Machtunterschieden zwischen den Parteien in der Praxis funktionieren kann.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Verhandlungstheorie nach Fisher, Ury und Patton, die Problematik von Machtasymmetrien in Konflikten sowie die historische Fallstudie des Montgomery Busboykotts.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist zu untersuchen, ob eine schwächere Partei allein durch die Anwendung objektiver Kriterien (gemäß Harvard-Prinzipien) ein faires Ergebnis gegen einen mächtigeren, zur Verweigerung neigenden Verhandlungspartner erreichen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse zur Vorstellung der Theorie sowie eine fallstudienbasierte Untersuchung, bei der historische Belege des Montgomery Busboykotts mit den Prinzipien des Harvard-Konzeptes abgeglichen werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Harvard-Konzeptes, die Schilderung des geschichtlichen Ablaufs des Busboykotts in Montgomery und die abschließende kritische Analyse der Anwendbarkeit der Theorie auf diesen konkreten Fall.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Harvard-Konzept, Verhandlungstechnik, Machtverhältnisse, Segregation, Montgomery Busboykott und sachbezogenes Verhandeln charakterisiert.
Warum wird der Montgomery Busboykott als Beispiel herangezogen?
Der Boykott dient als ideales Beispiel für eine gescheiterte Verhandlung, bei der eine Partei (die MIA) versuchte, nach Prinzipien des Harvard-Konzeptes zu agieren, während die Gegenseite (Stadt Montgomery) aufgrund ihrer Machtposition ein Verhandeln auf Augenhöhe verweigerte.
Zu welcher Schlussfolgerung kommt die Autorin?
Die Autorin schlussfolgert, dass das Harvard-Konzept zwar wertvoll für freundlichere Verhandlungsverläufe ist, jedoch bestehende Machtunterschiede nicht zuverlässig ausgleichen kann, da die stärkere Partei bei Interesse am Status Quo die Verhandlungen einfach abbrechen kann.
- Quote paper
- Jana Döring Jana Döring (Author), 2012, Die Ansprüche des Harvard-Konzeptes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201432