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Das Marktpotential elektronischer B2B-Marktplätze

Title: Das Marktpotential elektronischer B2B-Marktplätze

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 38 Pages , Grade: 1,1

Autor:in: Thomas Steffen (Author)

Business economics - Trade and Distribution
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Nicht nur Unternehmen und private Endverbraucher, sondern auch Unternehmen untereinander bilden einen Käufer- und Anbietermarkt: Unternehmen erwerben zum Beispiel Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe, technische Anlagen oder gewerbliche Dienstleistungen von anderen Unternehmen, um die eigenen Endprodukte herzustellen und auf den Markt zu bringen. Dieser Beschaffungsvorgang ist im traditionellen, per Geschäftsbrief, Telefon, Fax oder „face-to-face“ vollzogenen Handel mit einem hohen Aufwand an Personal, Zeit und den entsprechenden Transaktionskosten verbunden: Da muss zunächst die Bedarfsmeldung vom Umfang, der Art und der Kostenhöhe her erfasst und anschließend in der Einkaufsabteilung geprüft und genehmigt werden. Handelt es sich nicht um einen Wiederholungskauf, sondern um einen Erstkauf, folgt eine sorgfältige Lieferantensuche und –auswahl. Nach der Bestellung und Lieferung der Ware, ihrer Lagerung, Verbuchung und Distribution, überprüfen die jeweiligen Empfänger im Unternehmen die beschafften Produkte und leiten die Rechnung zur Kontrolle und Verbuchung an die Rechnungsabteilung weiter. Anschließend folgt die Zahlungsabwicklung.

Dieser langwierige Prozess kann mit Hilfe moderner unternehmensübergreifender Informations- und Kommunikationstechnologie zeit- und kostensparender gestaltet werden. Vor allem mit der Teilnahme an elektronischen Business-to-Business-Marktplätzen verbinden Unternehmen derartige Erwartungen. Wie bei realen Märkten treffen auch hier Angebot und Nachfrage zusammen, allerdings mit dem Unterschied, dass eine digitale Infrastruktur zur Abwicklung eines Teils oder der gesamten Transaktion benutzt wird.

„Elektronische Marktplätze sind mit Hilfe der Informations- und Kommunikationstechnik realisierte Marktplätze, die eine oder alle Phasen von marktmäßigen Transaktionen unterstützen. Sie bestehen aus einem Hard- und Softwaresystem, auf das die Marktteilnehmer mittels elektronischer Netzwerke zugreifen“, definieren Brenner/Breuer.

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Inhaltsverzeichnis

1. Hinführung zum Thema

1.1 Vom traditionellen Handel zwischen Unternehmen zum elektronischen B2B-Marktplatz

1.2 Problemstellung

1.3 Gang der Untersuchung

2. Gegenwärtige Erscheinungsformen elektronischer B2B-Marktplätze

2.1 Ausrichtung: vertikal oder horizontal

2.2 Betreiberstruktur: abhängig oder unabhängig

2.3 Transaktionsformen

2.4 Erlösarten

2.5 Chancen und Risken

2.5.1 Beschaffungsseite

2.5.2 Absatzseite

3. Die Nutzerseite elektronischer B2B-Marktplätze

3.1. Erwartungen an B2B-Marktplätze

3.2 Anforderungen an Nutzer von B2B-Marktplätzen

4. Erfolgsfaktoren für elektronische B2B-Marktplätze

4.1 Zusatzdienstleistungen

4.2. Vernetzungen und Kooperationen

4.3. Kritische Masse

5. Fallbeispiel: Die Goodex AG

6. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die konzeptionellen und strukturellen Anforderungen an elektronische B2B-Marktplätze, um Effizienz- und Renditeerwartungen zu erfüllen und das prognostizierte Marktpotential nachhaltig auszuschöpfen. Im Zentrum steht die Frage, welche Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche Etablierung im wettbewerbsintensiven Markt entscheidend sind.

  • Klassifizierung elektronischer B2B-Marktplätze nach Ausrichtung und Betreiberstruktur.
  • Analyse der Transaktionsformen und relevanter Erlösmodelle.
  • Untersuchung der Chancen und Risiken für Beschaffungs- und Absatzunternehmen.
  • Identifikation kritischer Erfolgsfaktoren wie Zusatzdienstleistungen, Kooperationen und die Erreichung einer kritischen Masse.
  • Praktische Validierung anhand des Fallbeispiels Goodex AG.

Auszug aus dem Buch

2.5.1 Beschaffungsseite

Auf der Beschaffungsseite profitieren einkaufende B2B-Marktplatzteilnehmer von der erhöhten Markttransparenz und einer damit möglichen dynamischen Preisgestaltung: Dank Internet kann der Lieferantenkreis potentiell weltweit ausgedehnt werden und von seinen Angeboten her durch elektronische Such- und Recherche-Tools, sog. "Intelligente Agenten", nach definierten Kriterien effizienter als früher miteinander verglichen und bewertet werden. Dabei lassen sich Such- und Kommunikationskosten reduzieren, die bei den niedrigpreisigen indirekten Gütern bis zu 25% der Beschaffungskosten ausmachen können. Außerdem können Transaktionsformen wie "Börse" und "Reverse Auction" zu niedrigeren Einkaufspreise als bisher führen. Darüber hinaus werden vor allem mittelständische Unternehmen in die Lage versetzt, ihre Einkaufsmacht zu bündeln und Konditionen auszuhandeln, die sonst nur Großunternehmen eingeräumt werden.

Die Beschaffung mit Hilfe von B2B-Marktplätzen birgt freilich nicht nur Chancen, sondern auch Risiken. Nicht selten werden bei der Anbindung an einen B2B-Marktplatz bisherige Beschaffungssysteme zu sunk costs. Diese sunk costs können nur aufgefangen und kompensiert werden, wenn der in Anspruch genommene B2B-Marktplatz die nötigen Einsparpotenziale aufgrund seiner hohen Teilnehmerzahl und seiner elektronischen Funktionstüchtigkeit zu realisieren vermag. Nutzer von B2B-Marktplätzen sollten deshalb zuvor sorgfältig analysiert haben, welcher Marktplatz für sie der richtige und erfolgversprechend ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Hinführung zum Thema: Einordnung der Bedeutung von B2B-Marktplätzen im Vergleich zu traditionellen Handelswegen und Definition der Forschungsfrage.

2. Gegenwärtige Erscheinungsformen elektronischer B2B-Marktplätze: Darstellung der verschiedenen Markttypen, Transaktionsmechanismen und der ökonomischen Vor- und Nachteile.

3. Die Nutzerseite elektronischer B2B-Marktplätze: Analyse der Erwartungen seitens der Unternehmen an die Marktplätze sowie der internen Anforderungen an die Nutzer zur erfolgreichen Integration.

4. Erfolgsfaktoren für elektronische B2B-Marktplätze: Untersuchung wesentlicher strategischer Instrumente wie Zusatzdienste und Vernetzungen zur Erreichung einer kritischen Masse.

5. Fallbeispiel: Die Goodex AG: Anwendung der erarbeiteten theoretischen Kriterien auf ein konkretes Unternehmen, das als Marktführer für Reverse Auctions agiert.

6. Zusammenfassung und Ausblick: Synthese der Ergebnisse und Schlussfolgerung zur zukünftigen Entwicklung des Marktpotenzials.

Schlüsselwörter

B2B-Marktplatz, elektronischer Handel, Beschaffung, Absatz, Transaktionskosten, Markttransparenz, Reverse Auction, Zusatzdienstleistungen, kritische Masse, Goodex AG, Prozesskosten, E-Business, Kooperationen, Online-Auktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Strukturen und Erfolgsfaktoren von elektronischen B2B-Marktplätzen im Kontext der digitalen Transformation des zwischenbetrieblichen Handels.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen Klassifizierungen von Marktplätzen, deren Erlösmodelle, Nutzenpotenziale für Käufer und Verkäufer sowie die Bedeutung von Netzwerkeffekten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Veränderungsprozesse zu identifizieren, die nötig sind, um die Effizienzerwartungen der Nutzer und die Renditeerwartungen der Betreiber in Einklang zu bringen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine fundierte theoretische Analyse auf Basis aktueller Studien und Fachliteratur, ergänzt durch eine Fallstudie über die Goodex AG.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Erscheinungsformen von Marktplätzen, die Anforderungen der Nutzerseite, Erfolgsfaktoren wie Zusatzdienste und die Relevanz der kritischen Masse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen B2B-Marktplatz, Beschaffung, Transaktionskosten, Markttransparenz, Reverse Auction und kritische Masse.

Wie unterscheidet sich eine "Reverse Auction" von herkömmlichen Auktionsformen?

Bei der Reverse Auction gibt der Käufer seinen Bedarf vor, und Verkäufer unterbieten sich gegenseitig, um den Auftrag zu erhalten, was sie als "Käuferauktion" effizient für Beschaffer macht.

Warum ist das Erreichen der "kritischen Masse" für B2B-Marktplätze so entscheidend?

Sie ist entscheidend, da der Nutzen des Netzwerks mit der Teilnehmerzahl steigt, was Betreibern hilft, Fixkosten zu decken und den "Lock-in-Effekt" bei den Teilnehmern zu verstärken.

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Details

Title
Das Marktpotential elektronischer B2B-Marktplätze
College
Leuphana Universität Lüneburg
Grade
1,1
Author
Thomas Steffen (Author)
Publication Year
2002
Pages
38
Catalog Number
V20150
ISBN (eBook)
9783638241144
Language
German
Tags
Marktpotential B2B-Marktplätze
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Steffen (Author), 2002, Das Marktpotential elektronischer B2B-Marktplätze, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20150
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