Wie kommt es, dass der Mensch kulturübergreifend, mit interkulturellen Nuancen, die komplementären und die antagonistischen Aspekte der konstitutiven Interdependenz der Geschlechter nicht umfassend integrativ zu lösen vermag und dass die antagonistischen Aspekte der geistig-biologischen Interdependenz der Geschlechter das komplementäre Verständnis der konstitutiven Einheit unter zwei Gestalten des Menschlichen überwiegen? Es ist diese Differenz zugunsten der antagonistischen Lesart der menschlichen Natur, die den Konflikt verursacht? Es wäre also erforderlich, die Konstitution – die nicht zuletzt auch in jedem Individuum und somit in der Menschheitsfamilie als untrennbare Animus-Anima Komplementarität und Erfordernis menschlichen Gleichgewichtes erfahrbar, wenn auch mehr oder weniger bewusst zugegen ist – des Menschen ausgewogener und ganzheitlicher lesen zu lernen. Diese ausgewogene Lesart würde die Wurzel des Gender Konfliktes von der Wurzel her lösen. Die objektivere Lesart der konstitutiven menschlichen internen und externen Gender Interdependenz ist aber vor allem über die Erkenntnis der Gesetzmäßigkeiten der menschlichen Natur und der Evolution möglich.
Inhaltsverzeichnis
Kampf der Geschlechter und seine wissenschaftliche Lösung
1. Ein wissenschaftlich basierter Lösungsansatz des Intergender Rapports
2. From 90° Synergy to 360° Diversity-Based Synergy
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, den als „Kampf der Geschlechter“ bezeichneten Konflikt durch einen wissenschaftlich fundierten, integrativen Lösungsansatz zu überwinden, der die biologische und psychologische Komplementarität der Geschlechter in den Mittelpunkt rückt.
- Überwindung des Geschlechterkampfes durch ein erweitertes Bewusstsein
- Integration biologischer und kultureller Diversität
- Anwendung der Dilemma-Theorie und Synergiemodelle auf Gender-Beziehungen
- Transzendierung von antinomischen Denkweisen durch ein ganzheitliches Verständnis
- Entwicklung eines 360°-Transkulturalitätsmodells für nachhaltiges Konfliktmanagement
Auszug aus dem Buch
1. Ein wissenschaftlich basierter Lösungsansatz des Intergender Rapports
Sollte man diese Frage eher ignorieren, weil man nur Wasser auf das sich endlos fortdrehende Mühlrad eines Scheinproblems gießen und ihm so unnötig Nahrung geben und es somit verstärken würde? Gibt es andererseits eine Tiefe der Einsicht und eine Weite des menschlichen Horizontes, die diesem überzeitlichen Problem mit seinen endlosen Verkettungen gerecht würde?
Wenn der Mensch über Äonen dieses zentrale kulturelle Problem bis in unsere Tage hinein nicht zu lösen vermochte, obwohl es die natürliche evolutionsbiologische und psychologische Komplementarität der beiden von der dieser Schöpfung zugrundeliegenden Intelligenz vorgesehen ist, so ist das ein schlechtes Omen für die Lösung der weiteren kulturellen Herausforderungen, die sich insbesondere im Zuge der Globalisierung ergeben. Denn diese kulturellen Probleme scheinen von der Natur nicht so zwingend zur Integration und interkulturellen Kooperation bestimmt zu sein. Der ersteren Lösung ist im Bereich der fundamental, existenziell relevanten Have-to-Haves (zwingend erforderlich), während die Lösung der letzteren im Bereich der Nice-to-Haves (wünschenswert) ist, obschon sie mit der Globalisierung an Bedeutung gewonnen haben und dieser Trend sich fortzusetzen scheint. Jedenfalls sind beide Probleme im Bereich der kulturellen Diversität angesiedelt.
Zusammenfassung der Kapitel
Kampf der Geschlechter und seine wissenschaftliche Lösung: Einleitende Reflexion über die Natur des menschlichen Geistes und die Suche nach der ursprünglichen Integrität zwischenmenschlicher Beziehungen.
1. Ein wissenschaftlich basierter Lösungsansatz des Intergender Rapports: Analyse der Notwendigkeit eines bewussten Wandels, um biologisch und kulturell bedingte Diversitätsherausforderungen durch Integration anstelle von Konfrontation zu lösen.
2. From 90° Synergy to 360° Diversity-Based Synergy: Systematisierung von Diversitätsoptiken durch die Erweiterung klassischer Dilemma-Theorien hin zu einem umfassenden 360°-Transkulturalitätsmodell.
Schlüsselwörter
Intergender Rapport, Geschlechterkampf, Komplementarität, Diversität, Synergiemodell, Bewusstseinsevolution, Dilemma-Theorie, interkulturelles Management, Schöpfungsordnung, Animus-Anima, transkulturelle Kompetenz, Integration, menschliche Natur, ganzheitliches Verständnis, Konfliktlösung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der wissenschaftlichen Analyse und Lösung des sogenannten Geschlechterkampfes, indem sie diesen als ein lösbares Diversitätsproblem betrachtet.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die evolutionsbiologische und psychologische Komplementarität der Geschlechter, das Management kultureller Diversität und die Entwicklung eines erweiterten Bewusstseins.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, den Intergender-Konflikt durch eine höhere, integrative Bewusstseinsebene zu überwinden, die auf der fundamentalen untrennbaren Einheit der Geschlechter basiert.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor verwendet Ansätze aus der Dilemma-Theorie, der Evolutionsbiologie, der Psychologie (insbesondere das Animus-Anima-Prinzip) sowie Metaphern aus der Quantenphysik zur Modellierung von Synergien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil wird die theoretische Herleitung des 360°-Synergiemodells beschrieben, das als Roadmap dient, um vom Nullsummenspiel zur ethischen und transkulturellen Synergie zu gelangen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Intergender Rapport, 360°-Transkulturalitätsmodell, Bewusstseinsevolution und Komplementarität.
Inwiefern hilft die „Dilemma-Theorie“ bei der Lösung des Geschlechterkampfes?
Sie ermöglicht es, entgegengesetzte Pole des Geschlechter-Kontinuums nicht als unvereinbare Gegensätze zu sehen, sondern als Teile einer interdependenten Einheit, die synergistisch zusammenwirken kann.
Was bedeutet der Begriff „360° Transkulturalität“ in diesem Kontext?
Es beschreibt einen ganzheitlichen Managementansatz, der über konventionelle Strategien hinausgeht und durch die Integration von ethischen und noetischen Dimensionen unendliche transkulturelle Potenziale erschließt.
- Arbeit zitieren
- D.E.A./UNIV. PARIS I Gebhard Deissler (Autor:in), 2012, Der Kampf der Geschlechter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201582