Das Bilderbuch „Gehört das so??!“ von Peter Schössow im Erstschreibunterricht der Grundschule


Hausarbeit, 2006

16 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Bilderbuch im Schreibunterricht der Grundschule
2.1. Das Konzept des Freien Schreibens
2.2. Das Bilderbuch als Schreibanlass
2.3. Leerstellen

3.Gehört das so??! – Die Geschichte von Elvisvon Peter Schössow
3.1. Inhalt des Bilderbuchs
3.2. Möglichkeiten des Freien Schreibens
3.2.1. Wenn der Inhalt bekannt ist
3.2.2. Schreiben zu einem einzelnen Bild
3.2.3. Positive und negative Aspekte des Buches

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Bereich Schreiben im Anfangsunterricht der Grundschule. Mein Augenmerk gilt dabei dem Freien Schreiben zu einem Bilderbuch. Dazu werde ich zunächst die Themen ‚Freies Schreiben’ und ‚Schreiben zu einem Bilderbuch’ allgemein skizzieren. Ich werde kurz beschreiben, was Freies Schreiben bedeutet, wie es funktioniert und was es für Möglichkeiten der Umsetzung gibt. Den Bereich des Schreibens zu einem Bilderbuch werde ich dabei speziell herausgreifen und erläutern.

Danach möchte ich ein Bilderbuch genauer untersuchen. Dazu habe ich mir das BuchGehört das so??!von Peter Schössow ausgesucht. Ich werde das Buch, und verschiedene Möglichkeiten, damit im Unterricht zu arbeiten vorstellen.

Dabei möchte ich letztendlich herausarbeiten, ob es sinnvoll ist, im Schreibunterricht der Grundschule mit einem Bilderbuch zu arbeiten, und ob sich das hier speziell untersuchte Buch für den Unterricht eignet.

2. Das Bilderbuch im Schreibunterricht der Grundschule

„Aus literaturpädagogischen bzw. –soziologischen Gründen“[1] gehört das Buch in die Schule. Kinder sollten möglichst früh mit dem Medium Buch in Kontakt kommen. Es ist ein Vorbild für Schrift, und damit für das Lesen und Schreiben. Die ersten Bücher, mit denen Kinder in Berührung kommen sind meist Bilderbücher. Dies kann sich die Schule zu Nutzen machen. Doch wie genau kann man ein Bilderbuch in den Unterricht einbeziehen? Man kann die Schüler[2] zum Beispiel in Büchern lesen lassen, oder auch das Buch als Anlass zum Schreiben nehmen. Dazu eignet sich besonders das Konzept des Freien Schreibens.

2.1. Das Konzept des Freien Schreibens

Der Ansatz des freien Schreibens vom ersten Schuljahr an übt den Schüler in die freie Handhabung der Schriftsprache in voller Komplexität an sehr leichten und überschaubaren Schreibaufgaben (anfangs vielleicht nur ein Wort) ein und steigert dann die Schwierigkeiten langsam.[3]

Freies Schreiben bedeutet zunächst einmal, dass die Schüler selbstständig, aus eigenem Antrieb und zu selbst gewählten Themen schreiben. Die Schüler sollen lernen, „alle Schreibentscheidungenselberzu treffen“[4] .

Mit dem Thema Freies Schreiben hat sich unter anderem auch Jürgen Reichen innerhalb seines Konzepts „Lesen durch Schreiben“ beschäftigt. Bei ihm steht dabei die Selbstständigkeit der Schüler im Vordergrund. Selbstständigkeit ist „die Grundlage jeden Lernens“[5] und bedeutet, dass die Kinder selber entscheiden, was sie schreiben. Dabei müssen sie auch nicht auf orthografische Regeln achten, denn es geht zunächst nur um den Prozess des Schreibens an sich.[6]

Ein wichtiges Mittel zum Freien Schreiben ist die Anlauttabelle. Dies ist eine Übersicht, bei der jedem Laut, der durch ein Anlautbild repräsentiert wird, der entsprechende Buchstabe zugeordnet wird.

Durch die Selbstständigkeit beim Freies Schreiben ist hier eine gute Differenzierungsmöglichkeit gegeben. Denn jeder schreibt so viel und so gut, wie er kann.[7]

Ein Grundgedanke des Konzepts „Freies Schreiben“ ist also, dass „das Kind vom ersten Schultag an als Autor respektier[t]“[8] wird. Die Schüler sollen eigenverantwortliche Schreiber sein, die selbst entscheiden, wann und was sie schreiben.

Doch „Schreiben unterliegt situativen Bedingungen“[9] . Vor allem Kindern fällt es schwer aus dem Nichts heraus etwas zu schreiben. Sie brauchen Schreibanlässe, die ihnen einerseits einen Anhaltspunkt beim Schreiben bieten und sie andererseits motivieren, überhaupt zu schreiben.[10]

Solche Schreibanlässe können zum Beispiel sein: Briefe schreiben an den Lehrer oder Mitschüler, eine Zeitung erstellen, von Erlebnissen berichten, oder auch Schreiben zu einem Bilderbuch.

2.2. Das Bilderbuch als Schreibanlass

„Bilderbücher können [...] Anreize für verschiedenste Aktivitäten bieten“[11] , unter anderem auch zum Schreiben. Ein Bilderbuch kann also auch ein Schreibanlass im Erstschreibunterricht sein. Dabei gibt es mehrere Vorgehensweisen. Es können zum Beispiel nur einzelne Bilder herausgenommen werden, die dann Anlass für spontane Schülerreaktionen sein können. Oder ein gesamtes Buch wird in der Klasse vorgelesen und angeschaut und danach folgt das Freie Schreiben.

[...]


[1] Jens Thiele:Das Bilderbuch. Ästhetik – Theorie – Analyse – Didaktik – Rezeption.Oldenburg 2000. S. 176.

[2] Die Verwendung des männlichen Genus schließt hier und im Folgenden das weibliche Geschlecht mit ein.

[3] Leonhard Blumenstock / Erich Renner:Freies und angeleitetes Schreiben. Beispiele aus dem Vor- und Grundschulalter.Weinheim und Basel 1990. S. 43.

[4] Gudrun Spitta (Hg.):Freies Schreiben – eigene Wege gehen.5. Aufl. Lengwil am Bodensee 2002. S. 218.

[5] Hans Brügelmann / Sigrun Richter (Hg.):Wie wir recht schreiben lernen. 10 Jahre Kinder auf dem Weg zur Schrift.Lengwil am Bodensee 1994. S. 135.

[6] vgl. Brügelmann, Wie wir recht schreiben lernen, S. 135.

[7] vgl. Brügelmann, Wie wir recht schreiben lernen, S. 98.

[8] Spitta, Freies Schreiben, S. 269.

[9] Spitta, Freies Schreiben, S. 229.

[10] vgl. Blumenstock, Freies und angeleitetes Schreiben, S. 75.

[11] Monika Born: „Bilderbücher – gemalte und verdichtete Welt“. In: Michael Sahr / Monika Born:Kinderbücher im Unterricht der Grundschule.Baltmannsweiler 1985. S. 64-90, hier: S. 71.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Das Bilderbuch „Gehört das so??!“ von Peter Schössow im Erstschreibunterricht der Grundschule
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Note
1,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
16
Katalognummer
V201607
ISBN (eBook)
9783656281290
ISBN (Buch)
9783656281498
Dateigröße
479 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bilderbuch, gehört, peter, schössow, erstschreibunterricht, grundschule
Arbeit zitieren
Stefanie Schmitz (Autor:in), 2006, Das Bilderbuch „Gehört das so??!“ von Peter Schössow im Erstschreibunterricht der Grundschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201607

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