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Siegfried Lenz' Kurzgeschichte "Jäger des Spotts" als Echo für Hemingways Schreibstil und Themen

Titel: Siegfried Lenz' Kurzgeschichte "Jäger des Spotts" als Echo für Hemingways Schreibstil und Themen

Studienarbeit , 2011 , 19 Seiten , Note: 15

Autor:in: Halima Kadin (Autor:in)

Literaturwissenschaft - Vergleichende Literaturwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es, diesen Einfluss anhand Lenz‘ Kurzgeschichte „Jäger des Spotts“ zu veranschaulichen. „Jäger des Spotts“ wurde zum ersten Mal 1958 in der Kurzgeschichtensammlung „Jäger des Spotts. Geschichten aus dieser Zeit“ veröffentlicht. Wenn man Lenz‘ Kurzgeschichte liest, kann man einfach nicht anders tun, als die Parallelen mit Hemingways Novelle „Der alte Mann und das Meer“ feststellen. Die Gemeinsamkeiten finden sich sowohl im Stil als auch im Thema. Es handelt sich jedoch nicht um eine Imitation, da „Jäger des Spotts“ 1950 geschrieben wurde, während „Der alte Mann und das Meer“ zwei Jahre später nämlich 1952 veröffentlicht wurde. wenn es keine Imitation ist, wie sind solche Ähnlichkeiten zwischen den beiden Werken zu erklären? Hat Siegfried Lenz Hemingways Philosophie schon vor „Der alten Mann und das Meer“ so gut verstanden, dass sie auch seine eigene Philosophie geworden ist? Ist der Einfluss so groß geworden, dass der Schüler in der Lage geworden ist, die Werke seines Meisters vorwegzunehmen?
Diese vorliegende Arbeit besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil wird über das Leben und Werk der beiden Autoren gesprochen. Für den Vergleich habe ich versucht mehr über Hemingways Schreibstil zu lernen. Außerdem Lenz‘ Essay bildet ein wichtiges Element für die Beantwortung der Problematik. Der zweite Teil beschäftigt sich mit der Analyse der Kurzgeschichte und mit dem Vergleich mit Hemingways Novelle.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Zum Leben und Werk der beiden Autoren

1.1. Siegfried Lenz

1.1.1. Sein Leben und Werk

1.1.2. Lenz‘ Essay als Orientierung für den Vergleich

1.2. Ernest Hemingway

1.2.1. Sein Leben und Werk

1.2.2. Hemingway und die deutsche Nachkriegsliteratur

1.2.3. Hemingways Schreibstil

2. Analyse und Vergleich der beiden Werke

2.1. Analyse der Kurzgeschichte „Jäger des Spotts“

2.1.1. Zur sprachlich-formalen Analyse

2.1.1.1. Zur Struktur und Zusammenfassung der Geschichte

2.1.1.2. Zur Erzählsituation

2.1.1.3. Zur Rhetorik und Grammatik in „Jäger des Spotts“

2.1.2. Zur inhaltlisch-Thematischen Analyse

2.1.2.1. Zur Deutung der Kurzgeschichte

2.1.2.2. Zu den Figuren

2.1.2.3. Zu den Motiven

2.2. Vergleich mit Hemingways „der alte Mann und das Meer“

2.2.1. Inhaltlich

2.2.2. Sprachlich

3. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Einfluss des amerikanischen Autors Ernest Hemingway auf das Werk des deutschen Schriftstellers Siegfried Lenz, insbesondere am Beispiel der Kurzgeschichte „Jäger des Spotts“. Dabei wird analysiert, inwieweit Lenz durch Hemingways Schreibstil und seine Philosophie geprägt wurde und wie er sich im Laufe seiner Entwicklung davon distanzierte, um eine eigene literarische Identität zu finden.

  • Biografische und literarische Einordnung von Siegfried Lenz und Ernest Hemingway
  • Analyse von Stilmitteln und Erzählstrukturen in „Jäger des Spotts“
  • Vergleichende Gegenüberstellung mit Hemingways Novelle „Der alte Mann und das Meer“
  • Bedeutung von existenzialistischen Motiven wie Scheitern und Anerkennung
  • Wirkungsgeschichte Hemingways auf die deutsche Nachkriegsliteratur

Auszug aus dem Buch

1.2.3. Hemingways Schreibstil :

Wenn man irgendein Werk von Hemingway liest, was uns zuallererst auffällt, ist die Einfachheit und die Unmittelbarkeit seines Stils. Solche Einfachheit zu erreichen ist nicht so leicht als es scheint. Wir werden alle die Techniken und Mittel sehen, die ihm erlaubt hatten, diese Einfachheit zu gestalten.

Ernest Hemingway erhielt im Jahr 1954 den Nobelpreis der Literatur „für seine Meisterschaft in der Kunst des Erzählens, erst gerade demonstriert in „Der alte Mann und das Meer“, und für seinen Einfluss, den er auf den heutigen Stil hatte.“

Hemingway bezeichnet selbst sein Schreiben als „das Eisbergmodell“ oder die „Auslassungstheorie“, er erklärt seine Theorie in seinem Essay über den Stierkampf „Tod im Nachmittag“, indem er schrieb: „Wenn ein Prosaschriftsteller genug davon versteht, worüber er schreibt, so soll er aussparen, was ihm klar ist. Wenn der Schriftsteller nur aufrichtig genug schreibt, wird der Leser das Ausgelassene genauso stark empfinden, als hätte der Autor es zu Papier gebracht. Ein Eisberg bewegt sich darum so anmutig, da sich nur ein Achtel von ihm über Wasser befindet.“

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Erläutert die Zielsetzung der Arbeit, den Einfluss der US-Literatur auf deutsche Nachkriegsautoren und die methodische Herangehensweise des Vergleichs.

1. Zum Leben und Werk der beiden Autoren: Skizziert die Lebensläufe, das literarische Schaffen und die stilistischen Besonderheiten von Siegfried Lenz und Ernest Hemingway.

2. Analyse und Vergleich der beiden Werke: Untersucht intensiv die Struktur, Erzählsituation und Motive der Kurzgeschichte „Jäger des Spotts“ und stellt diese den Merkmalen von „Der alte Mann und das Meer“ gegenüber.

3. Schlussfolgerung: Reflektiert die Notwendigkeit literarischer Vorbilder für junge Autoren und fasst zusammen, wie Lenz seine eigene Perspektive und Kritikfähigkeit als deutscher Zeitkritiker entwickelte.

Schlüsselwörter

Siegfried Lenz, Ernest Hemingway, Nachkriegsliteratur, Jäger des Spotts, Der alte Mann und das Meer, Schreibstil, Parataxe, Eisbergmodell, Literaturvergleich, Existentialismus, Scheitern, Anerkennung, Autorenschaft, Kurzgeschichte, deutsche Literaturgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den literarischen Einfluss von Ernest Hemingway auf Siegfried Lenz, fokussiert auf die Kurzgeschichte „Jäger des Spotts“ im Vergleich zur Hemingway-Novelle.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Verarbeitung von Kriegserfahrungen, das Konzept von Sieg und Niederlage, das Scheitern als existenzielle Prüfung sowie die Entwicklung eines eigenen literarischen Stils.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Parallelen und Unterschiede zwischen Lenz und Hemingway aufzuzeigen und zu erklären, warum Lenz trotz Vorbildfunktion eine eigene Erzählweise entwickelte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin wendet eine strukturierte Textanalyse (sprachlich-formal und inhaltlich-thematisch) an, unterstützt durch den Vergleich mit literaturwissenschaftlicher Sekundärliteratur und Essays.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Kurzgeschichte „Jäger des Spotts“ und einen inhaltlichen sowie sprachlichen Vergleich mit „Der alte Mann und das Meer“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Parataxe, Eisbergmodell, Nachkriegsliteratur, Scheitern, existenzielle Erfahrung und die Suche nach der eigenen literarischen Identität.

Wie definiert die Arbeit den Einfluss Hemingways auf Lenz?

Hemingway diente Lenz als Modell zur Entwicklung eines nüchternen, parataktischen Stils, wobei Lenz später eigene Wege ging, um spezifisch deutsche gesellschaftliche Probleme zu reflektieren.

Was ist das Besondere an der Figur Atoq in „Jäger des Spotts“?

Atoq symbolisiert die junge deutsche Nachkriegsgeneration, die nach Anerkennung strebt, durch Scheitern wächst und eine neue Bedeutung von Heroismus durch Selbstüberwindung findet.

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Details

Titel
Siegfried Lenz' Kurzgeschichte "Jäger des Spotts" als Echo für Hemingways Schreibstil und Themen
Note
15
Autor
Halima Kadin (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
19
Katalognummer
V201655
ISBN (eBook)
9783656276432
ISBN (Buch)
9783656277194
Sprache
Deutsch
Schlagworte
siegfried lenz kurzgeschichte jäger spotts echo hemingways schreibstil themen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Halima Kadin (Autor:in), 2011, Siegfried Lenz' Kurzgeschichte "Jäger des Spotts" als Echo für Hemingways Schreibstil und Themen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201655
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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