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Die elterlichen Erziehungsstile nach Klaus Hurrelmann und deren Auswirkung auf die Emanzipation und Mündigkeit des Individuums

Title: Die elterlichen Erziehungsstile nach Klaus Hurrelmann und deren Auswirkung auf die Emanzipation und Mündigkeit des Individuums

Term Paper , 2012 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anita Schröder (Author)

Pedagogy - Miscellaneous Topics
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Welcher Erziehungsstil bzw. welche Erziehungsmethode ist die beste für mein Kind? Wie viele Grenzen sollte man seinem Kind setzen? Hat die Berücksichtigung kindlicher Bedürfnisse nicht oberste Priorität? Diese Fragen stellen sich viele Eltern, die ihr Kind zu einem selbstständig lebensfähigen Menschen heranziehen wollen.
Mit dem Wandel der Zeit haben sich auch die Erziehungsstile verändert. Während früher vermehrt auf einen sehr autoritären Stil gepocht wurde mit Strenge und Disziplin, werden heutzutage meist weniger Grenzen gesetzt und eher auf die Selbstentfaltung und die Bedürfnisse des Kindes geachtet. Viele Eltern wollen das Beste für ihr Kind, dass es gehegt und geliebt wird. Jedoch stellt sich die Frage, wie viel Bedürfnisbefriedigung nötig ist und wie viel elterliche Autorität vielleicht doch angebracht wäre, um sein Kind zu einem emanzipierten und mündigen Menschen zu erziehen. Denn Emanzipation und Mündigkeit sind die primären Erziehungsziele in der heutigen Zeit.

Diese wissenschaftlich begründete Hausarbeit soll nun die Auswirkungen der Erziehungsstile auf die Emanzipation und Mündigkeit des Menschen aufzeigen. Um das weitläufige Thema einzugrenzen, wird hierbei nur auf die elterlichen Erziehungsmaßnahmen eingegangen anhand der von Klaus Hurrelmann fünf definierten Erziehungsstile.
Es wird unter anderem auf die Problemstellung eingegangen, ob geringe Einmischung seitens der Eltern in die Erziehung des Kindes zu mehr Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein führt oder, ob Kinder doch eher ein führendes Vorbild brauchen. Außerdem wird erörtert, ob der nach Hurrelmann als Mittelweg aller Erziehungsstile definierte autoritativ-partizipative Erziehungsstil wirklich der am besten geeignete ist. Ziel ist es herauszufinden, welcher Erziehungsstil am ehesten zu einem emanzipierten und mündigen Menschen führt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Hinführung zum Thema

1.2 Problemstellung und Untersuchungsziele der Arbeit

1.3 Vorgehensweise

2 Begriffliche und theoretische Grundlagen

2.1 Definition der elterlichen Erziehungsstile nach Klaus Hurrelmann

2.1.1 Der autoritäre Erziehungsstil

2.1.2 Der überbehütende Erziehungsstil

2.1.3 Der vernachlässigende Erziehungsstil

2.1.4 Der permissive Erziehungsstil

2.1.5 Der autoritativ-partizipative Erziehungsstil

2.2 Definition der Begriffe Emanzipation und Mündigkeit

2.2.1 Emanzipation

2.2.2 Mündigkeit

3 Auswirkungen der Erziehungsstile auf die Emanzipation und Mündigkeit des Individuums – Berücksichtigung kindlicher Bedürfnisse vs. elterliche Autorität

3.1 Geringes eingreifen der Eltern in die Erziehung – der bessere Weg zur Selbstständigkeit?

3.2 Der autoritäre Erziehungsstil und Emanzipation und Mündigkeit – ein Paradoxon?

3.3 Der autoritativ-partizipative Erziehungsstil als Mittelweg – die beste Lösung?

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen verschiedener elterlicher Erziehungsstile nach Klaus Hurrelmann auf die Entwicklung von Emanzipation und Mündigkeit bei Kindern, mit dem Ziel, den förderlichsten Erziehungsansatz zu identifizieren.

  • Theoretische Grundlagen von Erziehungsstilen nach Klaus Hurrelmann
  • Begriffsbestimmung von Emanzipation und Mündigkeit im pädagogischen Kontext
  • Analyse der elterlichen Autorität im Spannungsfeld kindlicher Bedürfnisse
  • Vergleich der Auswirkungen autoritärer, permissiver und autoritativ-partizipativer Erziehungsansätze
  • Bedeutung der Eltern-Kind-Beziehung für eine mündige Persönlichkeitsentwicklung

Auszug aus dem Buch

3.1 Geringes eingreifen der Eltern in die Erziehung – der bessere Weg zur Selbstständigkeit?

Das Ausüben von Autorität und somit die Einflussnahme auf die kindliche Persönlichkeitsentwicklung ist für anti-autoritär eingestellte Eltern in einer demokratischen offenen Gesellschaft äußerst fraglich.38 Die natürliche Überlegenheit soll nicht „in autoritäre Verhaltensweisen umschlagen, (die, A.S.) konformes Verhalten, Unterwerfung, übermäßige Kontrolle der eigenen Gefühle und Intoleranz verlange.“39

Wenn man nun aber übermäßig die Bedürfnisse der Kinder befriedigt, wie bei dem permissiven Erziehungsstil, kann es schnell dazu führen, dass sich die Eltern-Kind-Beziehung umdreht und das Kind Oberhaupt der Familie wird. Es würde den Alltag bestimmen und keinerlei Grenzen kennen. Für die Sozialisation des Kindes wäre das nicht gerade förderlich. Denn, wenn es in die Gesellschaft eingeführt werden soll, muss es auch lernen, sich anzupassen und zurückzustecken. Es muss mit negativen Emotionen auch in Bezug auf zwischenmenschliche Beziehungen zurechtkommen40, es muss Rückschläge verkraften können und darf nicht allzu selbstbezogen sein. Man muss es darauf vorbereiten, dass es nicht immer das bekommen kann, was es will und, dass es Autoritäten zu respektieren hat. Es ist fraglich, wie ein Mensch selbstständig, emanzipiert und mündig werden kann, wenn ihm die sogenannten „Helikopter-Eltern“41 immer alles aus der Hand nehmen, jedes Hindernis aus dem Weg räumen und keine Initiative gezeigt werden muss bzw. darf.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, benennt die Problemstellung bezüglich des Spannungsfeldes zwischen Bedürfnisbefriedigung und Autorität und definiert die Untersuchungsziele.

2 Begriffliche und theoretische Grundlagen: Hier werden die fünf Erziehungsstile nach Klaus Hurrelmann definiert sowie die pädagogischen Kernbegriffe Emanzipation und Mündigkeit theoretisch fundiert.

3 Auswirkungen der Erziehungsstile auf die Emanzipation und Mündigkeit des Individuums – Berücksichtigung kindlicher Bedürfnisse vs. elterliche Autorität: Dieser Teil analysiert kritisch die verschiedenen Erziehungsstile im Hinblick auf deren Eignung, das Kind zu einem selbstständigen und mündigen Menschen zu erziehen.

4 Fazit: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und stellt den autoritativ-partizipativen Erziehungsstil als ideale Mischung aus elterlicher Autorität und Bedürfnisorientierung heraus.

Schlüsselwörter

Erziehungsstile, Klaus Hurrelmann, Emanzipation, Mündigkeit, Eltern-Kind-Beziehung, Autorität, Selbstständigkeit, Sozialisation, Pädagogik, Bedürfnisbefriedigung, Helikopter-Eltern, Persönlichkeitsentwicklung, autoritativ-partizipativ, Selbstverwirklichung, Kindeswohl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie sich unterschiedliche elterliche Erziehungsstile nach Klaus Hurrelmann auf die Emanzipation und Mündigkeit von Kindern auswirken.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Definitionen von Erziehungsstilen, das Konzept der elterlichen Autorität, die kindliche Bedürfnisorientierung sowie die Entwicklung zur Selbstständigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es herauszufinden, welcher der von Hurrelmann definierten Erziehungsstile am ehesten zu einem emanzipierten und mündigen Menschen führt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und einer kritischen Auseinandersetzung mit erziehungswissenschaftlicher Fachliteratur sowie Studien zu elterlichem Erziehungsverhalten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?

Der Hauptteil analysiert die Auswirkungen autoritärer, permissiver, überbehütender, vernachlässigender und insbesondere des autoritativ-partizipativen Erziehungsstils auf das Individuum.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Erziehungsstile, Hurrelmann, Mündigkeit, Emanzipation, elterliche Autorität und die Balance zwischen Freiheit und Grenzen.

Was versteht die Autorin unter dem "magischen Zieldreieck der Erziehung"?

Es umfasst die drei Säulen Anerkennung, Anregung und Anleitung, die laut Hurrelmann für eine erfolgreiche und förderliche Erziehung unerlässlich sind.

Warum wird der "autoritativ-partizipative" Stil als Lösung favorisiert?

Er gilt als idealer Mittelweg, da er sowohl emotionale Unterstützung als auch klare Regeln bietet, was die Selbstständigkeit und soziale Verantwortung optimal fördert.

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Details

Title
Die elterlichen Erziehungsstile nach Klaus Hurrelmann und deren Auswirkung auf die Emanzipation und Mündigkeit des Individuums
College
University of Bamberg
Grade
1,7
Author
Anita Schröder (Author)
Publication Year
2012
Pages
19
Catalog Number
V201723
ISBN (eBook)
9783656277583
ISBN (Book)
9783656279471
Language
German
Tags
erziehungsstile klaus hurrelmann auswirkung emanzipation mündigkeit individuums
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anita Schröder (Author), 2012, Die elterlichen Erziehungsstile nach Klaus Hurrelmann und deren Auswirkung auf die Emanzipation und Mündigkeit des Individuums, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201723
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