Ein Versandhändler für Büroartikel möchte eine neue Software für die durchgängige Abwicklung seiner Geschäftsprozesse implementieren.
Um die Abwicklung der Kundenbestellungen automatisieren zu können, soll ein Web-shop implementiert werden, welcher den Kunden eine Bestellung über das Internet ermöglichen soll.
Aufgabenstellung:
Die Modellierung des Lösungsdesigns erfolgt mit Hilfe der Modelliersprache UML 2.0 wobei folgende Diagramme erstellt werden:
1. Strukturdiagramme,
1.1 Klassendiagramm,
1.2 Objektdiagramm,
2. Verhaltensdiagramme,
2.1 Use-Case Diagramm,
2.2 Aktivitätsdiagramme,
2.3 Zustandsdiagramm,
2.4 Sequenzdiagramm.
Inhaltsverzeichnis
0 Problemstellung
1 Strukturdiagramme
1.1 Klassendiagramm
1.1.1 Klassen (Attribute + Operationen)
1.1.2 Assoziationen
1.2 Objektdiagramm
2 Verhaltensdiagramme
2.1 Use Case - Diagramm
2.2 Aktivitätsdiagramm
2.3 Zustandsdiagramm
2.4 Sequenzdiagramm
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der methodischen Modellierung eines Webshop-Systems für ein Versandhandelsunternehmen unter Verwendung der Unified Modeling Language (UML) 2.0. Das primäre Ziel ist die softwaretechnische Konzeption der Geschäftsprozesse, um diese zu automatisieren und die Abwicklung von Kundenbestellungen effizienter zu gestalten.
- Strukturelle Modellierung mittels Klassen- und Objektdiagrammen.
- Darstellung der Geschäftsprozesslogik durch Verhaltensdiagramme.
- Analyse von Kundeninteraktionen und Auftragsabwicklungen.
- Integration von Lagerhaltung und Bestandsmanagement in das Modell.
- Definition von Use Cases und deren prozessuale Umsetzung.
Auszug aus dem Buch
1.1.1 Klassen (Attribute + Operationen)
Kunden, Firmenkunden und Privatkunden Es wird davon ausgegangen dass das Fax - Bestellformular und das Auftragsformular dieselben Informationen beinhalten. Aus diesen beiden Formularen kann die Klasse „Kunde“ entnommen werden und besitzt die Attribute: Nummer, Adresse, Email, Telefon, Fax. Auch der Name kann aus diesen Formularen entnommen werden, jedoch soll für Firmenkunden anstelle des bei Privatkunden zu verwendeten Attributs name ein Attribut mit der Bezeichnung ansprechpartner verwendet werden. Zusätzlich wird bei Firmenkunden der Firmenname abgespeichert. Um dieses Problem zu lösen wird eine Generalisierungsstruktur verwendet welche durch den nicht ausgefüllten Pfeil dargestellt ist. Die gemeinsamen Attribute werden in die (abstrakte) Oberklasse „Kunde“ (gekennzeichnet durch die kursive Beschriftung der Klasse „Kunde“) eingetragen, die jeweiligen spezifischen Eigenschaften jeweils in die (konkrete) Unterklasse Firmenkunde oder Privatkunde. Die Überdeckung dieser Generalisierungsstruktur ist „complete“ (mindestens 1) und „disjoint“ (maximal 1).
Damit der Verkäufer beim Öffnen des Kundenfensters auf einen Blick sieht, ob es sich um einen „guten“ Kunden handelt, wird zusätzlich der Gesamtumsatz eines Kunden angezeigt, der sich aus der Summe der Gesamtbeträge aller Aufträge dieses Kunden berechnet. Die Zugehörigkeit dieses abgeleiteten Attributs (Abgeleitete Attribute haben das Präfix „/“) zur Klasse wird durch den Rollennamen „bestellungen“ spezifiziert.
Das Verhalten dieser Klasse wird durch die öffentlichen Operationen „bestellen“ und „bezahlen“ festgelegt.
Zusammenfassung der Kapitel
0 Problemstellung: Beschreibung der aktuellen Geschäftsprozesse des Versandhändlers und Ableitung der Anforderungen an das neue Webshop-System.
1 Strukturdiagramme: Detaillierte Darstellung der statischen Systemstruktur mittels Klassen- und Objektdiagrammen sowie Erläuterung der zugrunde liegenden Generalisierungen.
2 Verhaltensdiagramme: Modellierung der dynamischen Abläufe durch Use-Case-, Aktivitäts-, Zustands- und Sequenzdiagramme, um die Systeminteraktionen abzubilden.
Schlüsselwörter
UML 2.0, Modellierung, Webshop, Versandhandel, Klassendiagramm, Objektdiagramm, Verhaltensdiagramm, Aktivitätsdiagramm, Zustandsdiagramm, Sequenzdiagramm, Assoziation, Generalisierung, Geschäftsprozess, Automatisierung, Software-Design
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und softwaretechnischen Modellierung eines neuen Webshop-Systems für ein Versandhandelsunternehmen, um bisher manuelle Geschäftsprozesse zu digitalisieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Anwendung der UML 2.0 zur Modellierung von Struktur- und Verhaltensdiagrammen im Kontext von E-Commerce und Warenwirtschaft.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erstellung eines fundierten Lösungsdesigns für einen Webshop, das die automatisierte Bestellabwicklung inklusive Kunden- und Lagerverwaltung ermöglicht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird die Methode der Dokumentenanalyse angewandt, um aus bestehenden Geschäftsformularen (Fax, Rechnungen, Auftragsformulare) die relevanten Klassen und Anforderungen für das Modell abzuleiten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die statische Modellierung durch Klassendiagramme und die dynamische Abbildung der Geschäftsprozesse durch verschiedene UML-Verhaltensdiagramme.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie UML 2.0, Modellierung, Geschäftsprozessautomatisierung, Klassen- und Verhaltensdiagramme charakterisiert.
Wie werden Kunden im Modell differenziert?
Kunden werden mittels einer Generalisierungsstruktur in Privatkunden und Firmenkunden unterteilt, wobei gemeinsame Attribute in der abstrakten Oberklasse "Kunde" zusammengefasst sind.
Welche Rolle spielt die Assoziationsklasse "Position"?
Die Klasse "Position" wird genutzt, um die n:m-Beziehung zwischen Aufträgen und Artikeln aufzulösen und notwendige Auftragsdetails wie Artikelanzahl und Einzelpreise festzuhalten.
- Arbeit zitieren
- Mag. Gernot Sailer (Autor:in), 2009, Modellierung eines Webshops für ein Versandhandelsunternehmen mit UML 2.0, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201788