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Entwicklung und Diskussion eigener Kategorien II: Eine Inhaltsanalyse der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 im World Wide Web

Titel: Entwicklung und Diskussion eigener Kategorien II: Eine Inhaltsanalyse der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 im World Wide Web

Hausarbeit , 2002 , 14 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Oliver Hoyer (Autor:in)

Soziologie - Methodologie und Methoden
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Inhaltsanalyse ist eine empirischwissenschaftliche Forschungsmethode mit weitgehend standardisierten Anwendungsregeln für die Untersuchung von Mitteilungen im Kommunikationsprozeß. Sie dient im allgemeinen dazu, von den dargestellten Mitteilungen auf andere Faktoren des Kommunikationsprozesses zu schließen. Solche Rückschlüsse können sich etwa auf den Autor und dessen Intentionen, auf die Eigenschaften oder auf die Wirkung der Mitteilungen der Adressaten beziehen. Mitteilungen sind stets motiviert und instrumentell,d.h. sie entstehen aus einer bestimmten Absicht heraus und zielen auf eine bestimmte Reaktion. Deshalb können durch die Inhaltsanalyse Inferenzen bezüglich der Kommunikationsabsichten des Autors und der Reaktion des Leserklientels gewonnen werden. Dies bedeutet, dass beispielsweise ausgehend von einer Stichprobe des Textes Rückschlüsse auf den gesamten Textinhalt gewonnen werden können oder man kann versuchen, die dahinter liegenden Motive oder Einstellungen des Publizisten aufzuzeigen. Untersuchungsgegenstand der Inhaltsanalyse sind grundsätzlich sämtliche Formen von textlichen oder visuellen Botschaften, die durch Massenmedien verbreitet werden können. Analysiert werden somit nahezu alle Arten von Medienprodukten, wie etwa Tageszeitungen, Rundfunksendungen oder Filme.
In den letzten Jahren ist durch das Internet ein weiteres Medium für die Übermittlung solcher Botschaften dazugekommen. Das World Wide Web wird seit seiner Entstehung immer intensiver genutzt-fast jeder will ‚online‘ sein, um die neuen Möglichkeiten des Internet zu erkunden. Die Gründe der Nutzung können dabei extrem variieren. Desweiteren wird die Internetnutzung in den herkömmlichen Massenmedien zunehmend propagiert.
Doch egal ob es nun privat, dienstlich, zur Unterhaltung oder aber auch zur Kommunikation mit anderen Menschen genutzt wird, es ist aus der heutigen Zeit nicht mehr weg zu denken. Aber bei all diesen Nutzungsabsichten bleibt es doch ein Medium zur Informationssuche.
Daraufhin sollte eine Inhaltsanalyse von Web-Sites-Angeboten durchführbar sein. Jedoch ist der User im Gegensatz zu den herkömmlichen Massenmedien nicht darauf beschränkt, Informationen zu empfangen, sondern kann umgekehrt auch Informationen an andere Mitnutzer versenden. Weiterhin ist der Umfang der Informationen nicht mehr begrenzt. Hier stellt sich nun die Frage, wie denn eine Inhaltsanalyse von Web-Sites aussehen könnte bzw. ob dies unter den gegebenen Voraussetzungen überhaupt noch möglich ist?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Ins Netz gegangen? Eine Inhaltsanalyse im Umfeld der Fußball-WM 1998 im World Wide Web

II. 1. Der Gegenstand

II. 2. Die Methode

II. 3. Die Fallstudie

II. 4. Die Ergebnisse

II. 5. Das Fazit

III. Schlussteil / Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die methodischen Herausforderungen bei der Anwendung klassischer Inhaltsanalyse-Verfahren auf dynamische Web-Angebote am Beispiel der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 und beleuchtet, wie strukturelle Besonderheiten des World Wide Web die empirische Forschung beeinflussen.

  • Methodische Grenzen klassischer Inhaltsanalyse im Internet
  • Strukturelle Analyse von Web-Sites und Hypertext-Prinzipien
  • Vergleich der Sportberichterstattung von Online-Portalen
  • Herausforderungen durch dynamische Inhalte und CGI-Skripte

Auszug aus dem Buch

II. 2. Die Methode

Wie bereits erwähnt hat die Schnelllebigkeit des Internets einen Umstand hervorgerufen, welcher bisher außer Acht gelassen werden konnte. Konsistenz der Inhalte ist nicht mehr möglich. Jetzt eine Seite angeklickt und Sekunden später („Tor für Deutschland!“) auf Aktualisieren gedrückt und schon kann sich ein wesentlich anderes inhaltliches Bild der Web-Sites darbieten. Auch durch die Möglichkeit an jede Web-Site unzählige Link-Sites anzuhängen, wird der Forschungsgegenstand wiederum erschwert. Zum einen ist es fraglich, inwieweit diese Links nun zur Untersuchung gehören bzw. ob es überhaupt möglich ist, alle bearbeiten zu können oder zumindest zu entscheiden, was von Bedeutung ist und was nicht.

Weiterhin ist nicht jede oder Teile mancher Web-Sites frei zugänglich. Diese sind beispielsweise die so genannten Common Gateway Interface-Skripts (CGI-Skripts), welche z. B. für die Einblendung von aktualisierbaren Teilinhalten, wie Werbegrafiken oder Tickermeldungen zuständig sind. Doch genau diese sind für den Untersuchungsgegenstand von Bedeutung und wenn ihre Berücksichtigung nicht stattfinden kann, dann wird die Präsentation des Inhaltes verfälscht dargestellt. Weiterhin erstreckt sich die Grundgesamtheit unseres Themas, wie wohl auch die vieler anderer bis ins unendliche hinein, so dass man möglicherweise auch CGI-Skripts abspeichern kann, welche den zu untersuchenden Erfassungsraum überschreiten, ohne dass dies bemerkt werden könnte.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung führt in die Grundlagen der Inhaltsanalyse ein und begründet die Relevanz des Internets als neuen Forschungsgegenstand, dessen Dynamik traditionelle Methoden vor neue Herausforderungen stellt.

II. Ins Netz gegangen? Eine Inhaltsanalyse im Umfeld der Fußball-WM 1998 im World Wide Web: Dieses Kapitel bildet den Rahmen der Arbeit, in dem die spezifische Analyse der Sport-Websites während des Weltmeisterschafts-Turniers eingebettet ist.

II. 1. Der Gegenstand: Hier wird der Untersuchungsgegenstand definiert und erläutert, warum die Fußball-Weltmeisterschaft 1998 als massenmediales Großereignis im Web für eine empirische Analyse besonders relevant war.

II. 2. Die Methode: Dieses Kapitel erörtert die methodischen Hürden wie die mangelnde Konsistenz von Web-Inhalten und die Problematik von Hyperlinks und CGI-Skripten für eine systematische Datenerhebung.

II. 3. Die Fallstudie: Die Fallstudie beschreibt das konkrete Vorgehen bei der Analyse der Portale "ran" und "Sport1" sowie die Kriterien zur Auswahl der Stichprobe und der Analysezeitpunkte.

II. 4. Die Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Auswertung der Link-Strukturen und zeigt Unterschiede in der redaktionellen Qualität und der inhaltlichen Ausrichtung der untersuchten Portale auf.

II. 5. Das Fazit: Das Fazit fasst die methodischen Probleme zusammen und plädiert für die Kopplung der Inhaltsanalyse mit ergänzenden Methoden wie Befragungen oder Beobachtungen.

III. Schlussteil / Zusammenfassung: Der Schlussteil reflektiert die Erkenntnisse der Untersuchung und betont die Notwendigkeit, neue Verfahren für die medienwissenschaftliche Online-Forschung zu entwickeln.

Schlüsselwörter

Inhaltsanalyse, Internet, World Wide Web, Fußball-Weltmeisterschaft 1998, Strukturanalyse, Hypertext, Online-Medien, Sportberichterstattung, Empirische Sozialforschung, Web-Site, Link-Struktur, CGI-Skripte, Datenerhebung, Methodenentwicklung, Medienanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den methodischen Schwierigkeiten, eine klassische empirische Inhaltsanalyse auf Internet-Angebote anzuwenden, illustriert an der Berichterstattung zur Fußball-WM 1998.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Instabilität von Web-Inhalten, die Analyse von Link-Strukturen und der Vergleich zwischen verschiedenen Sport-Online-Portalen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Inhaltsanalysen im Web durchgeführt werden können und welche strukturellen Probleme (z.B. mangelnde Konsistenz) dabei die Forschung beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine inhaltsanalytische Vorgehensweise gewählt, die aufgrund der speziellen Anforderungen des Internets jedoch stark als Strukturanalyse adaptiert wurde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Portale von "ran" und "Sport1" hinsichtlich ihrer Link-Dichte, der redaktionellen Aufbereitung und der Herausforderungen durch dynamische Web-Technologien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Inhaltsanalyse, World Wide Web, Strukturanalyse, Online-Medien, Hypertext und empirische Sozialforschung.

Warum stellt das "CGI-Skript" ein Problem für die Inhaltsanalyse dar?

Da CGI-Skripte dynamisch Inhalte wie Ticker oder Werbeanzeigen generieren, sind diese oft nicht statisch erfassbar und führen bei einer Offline-Analyse zu Informationsverlusten.

Warum plädiert der Autor für eine Kopplung mit anderen Methoden?

Da eine rein inhaltsanalytische Untersuchung der Web-Struktur den sozialen Rezeptionsprozess nur unzureichend abbildet, wird die Ergänzung durch Befragungen oder Beobachtungen empfohlen.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Entwicklung und Diskussion eigener Kategorien II: Eine Inhaltsanalyse der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 im World Wide Web
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Institut für Soziologie/Lehrstuhl Methoden der empirischen Sozialforschung)
Veranstaltung
Methoden der empirischen Sozialforschung Teil III - Einführung in die computerunterstützte Inhaltsanalyse
Note
2,0
Autor
Oliver Hoyer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
14
Katalognummer
V20189
ISBN (eBook)
9783638241410
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entwicklung Diskussion Kategorien Eine Inhaltsanalyse Fußball-Weltmeisterschaft World Wide Methoden Sozialforschung Teil Einführung Inhaltsanalyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Oliver Hoyer (Autor:in), 2002, Entwicklung und Diskussion eigener Kategorien II: Eine Inhaltsanalyse der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 im World Wide Web, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20189
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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