Der Aufgabenkreis des Geschäftsführers einer GmbH ist umfassend und dabei von zahlreichen Rechten aber auch Pflichten gekennzeichnet. Im Rahmen seiner Tätigkeit sind zunehmend auch persönliche Haftungsrisiken von hoher Relevanz. Die nachfolgende Seminararbeit thematisiert die Haftung des GmbH Geschäftsführers im Falle einer Verletzung der Insolvenzantragspflicht, welche sich aus § 15a InsO ergibt.
Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den jeweiligen Schadenspositionen sowie deren zivilprozessualer Geltendmachung.
Inhaltsverzeichnis
- A. Einleitung
- B. Rechtsstellung und Risiken des GmbH Geschäftsführers
- I. Aufgaben und Verantwortlichkeiten
- II. Risiken in der Krise
- C. Insolvenzantragspflicht
- I. Systematik
- II. Adressat der Antragspflicht
- III. Inhalt der Antragspflicht
- IV. Antragsfrist
- D. Haftungsfolgen
- I. Außenhaftung
- 1. Anspruchsvoraussetzungen
- a) Anspruchsgrundlage und Schuldner
- b) Verletzung eines Schutzgesetzes
- 2. Schadenspositionen und Umfang
- a) Quotenschaden
- b) Kontrahierungsschaden
- 3. Weitere Anspruchsgrundlagen
- 4. Prozessuale Fragen
- 1. Anspruchsvoraussetzungen
- II. Innenhaftung
- 1. Anwendungsbereich
- 2. Schuldhafte Verletzung von Geschäftsführerpflichten
- 3. Haftungsumfang
- 4. Prozessuale Fragen
- I. Außenhaftung
- E. Schlusswort
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit analysiert die Haftung des Geschäftsführers einer GmbH im Falle einer Verletzung der Insolvenzantragspflicht gemäß § 15a InsO. Ziel der Arbeit ist es, die rechtliche Situation des Geschäftsführers in Krisensituationen zu beleuchten, die damit verbundenen Risiken und Haftungsfolgen aufzuzeigen sowie die Bedeutung der rechtzeitigen Antragsstellung im Kontext der Insolvenzantragspflicht herauszustellen.
- Rechtsstellung und Risiken des GmbH-Geschäftsführers in der Krise
- Die Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantrages nach § 15a InsO
- Haftungsfolgen der Verletzung der Insolvenzantragspflicht
- Unterscheidung zwischen Innenhaftung und Außenhaftung
- Relevanz der rechtzeitigen Antragsstellung
Zusammenfassung der Kapitel
A. Einleitung
Die Einleitung stellt den Kontext der Seminararbeit dar und beleuchtet die Relevanz der Thematik. Sie führt den Leser in die Aufgaben und Verantwortlichkeiten des GmbH-Geschäftsführers ein und zeigt die spezifischen Risiken, die sich im Falle einer Krise der Gesellschaft ergeben.
B. Rechtsstellung und Risiken des GmbH Geschäftsführers
Dieses Kapitel fokussiert die Rechtsstellung des GmbH-Geschäftsführers. Es beleuchtet seine Aufgaben und Verantwortlichkeiten im Rahmen der Geschäftsführungstätigkeit. Zudem werden die spezifischen Risiken, die sich im Fall einer Krise der Gesellschaft ergeben, erläutert, einschließlich der Unterscheidung zwischen Innenhaftung und Außenhaftung.
C. Insolvenzantragspflicht
Dieses Kapitel untersucht die Insolvenzantragspflicht gemäß § 15a InsO. Es analysiert die Systematik der Antragspflicht, beschreibt den Adressaten der Pflicht und geht auf den Inhalt und die Frist der Antragsstellung ein.
D. Haftungsfolgen
Dieses Kapitel befasst sich mit den Haftungsfolgen, die bei Verletzung der Insolvenzantragspflicht entstehen. Es analysiert sowohl die Außenhaftung gegenüber Gläubigern der Gesellschaft als auch die Innenhaftung gegenüber Gesellschaftern. Es werden die Anspruchsvoraussetzungen, Schadenspositionen und prozessuale Fragen im Zusammenhang mit der Haftungsermittlung behandelt.
Schlüsselwörter
Die Seminararbeit beschäftigt sich mit Themen wie Insolvenzrecht, Geschäftsführerhaftung, Insolvenzantragspflicht, § 15a InsO, Innenhaftung, Außenhaftung, Schadensersatz, Gläubigerschutz, GmbH-Recht, Krisensituationen und Unternehmensinsolvenz.
Häufig gestellte Fragen
Was regelt § 15a der Insolvenzordnung (InsO)?
§ 15a InsO verpflichtet die Geschäftsführer einer GmbH, im Falle der Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung der Gesellschaft ohne schuldhaftes Zögern, spätestens jedoch nach drei Wochen, einen Insolvenzantrag zu stellen.
Wer ist der Adressat der Insolvenzantragspflicht?
Adressaten sind in erster Linie die Geschäftsführer der GmbH. Bei Führungslosigkeit der Gesellschaft kann die Pflicht auch die Gesellschafter treffen.
Was ist der Unterschied zwischen Innen- und Außenhaftung?
Die Außenhaftung betrifft die persönliche Haftung des Geschäftsführers gegenüber den Gläubigern der Gesellschaft (z.B. wegen Insolvenzverschleppung). Die Innenhaftung betrifft die Haftung des Geschäftsführers gegenüber der GmbH selbst wegen Verletzung seiner Sorgfaltspflichten.
Welche Schadenspositionen gibt es bei der Außenhaftung?
Man unterscheidet primär zwischen dem Quotenschaden (Schaden der Altgläubiger durch Verringerung der Insolvenzquote) und dem Kontrahierungsschaden (Schaden der Neugläubiger, die bei rechtzeitigem Antrag keinen Vertrag mehr geschlossen hätten).
Wie lang ist die Frist für den Insolvenzantrag?
Der Antrag muss unverzüglich gestellt werden. Die Drei-Wochen-Frist in § 15a InsO ist eine Höchstfrist und darf nur ausgeschöpft werden, wenn ernsthafte Aussichten auf eine Sanierung bestehen.
- Quote paper
- Bachelor of Laws (LL.B.) Mathias B. Welsch, LL.B. (Author), 2012, Die Haftung der GmbH-Geschäftsführer wegen Verletzung der Insolvenzantragspflichten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201891