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Rechtsformwechsel - am Beispiel der Umwandlung einer GmbH in eine OHG

Title: Rechtsformwechsel - am Beispiel der Umwandlung einer GmbH in eine OHG

Bachelor Thesis , 2012 , 83 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Andreas Spannl (Author)

Business economics - Law
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Summary Excerpt Details

In Deutschland ist die wichtigste Rechtsform das Einzelunternehmen. Im Jahr 2009 wurden über 2 Mio. Einzelunternehmen gezählt. Die GmbH ist mit ca. 500 000 Anmeldungen die am zweithäufigsten auftretende Rechtsform. Auf den nächsten Plätzen folgen die OHG und die KG. Das Schlusslicht bildet die AG. Gemessen an der Betrachtung der Umsätze ist die Bedeutung des Einzelunternehmens deutlich geringer. Die umsatzstärkste Rechtsform ist die GmbH. Ihr Anteil am Gesamtumsatz beträgt rund ein Drittel. An zweiter Stelle folgt die KG und die AG2.
Durch häufige Änderungen der rechtlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse müssen sich Unternehmen immer wieder die Frage stellen, ob ihre gewählte Rechtsform immer noch günstig erscheint. So besteht ständig das Bedürfnis die bestehende Rechtsform in eine andere umzuwandeln. Die Ursachen für eine Umwandlung sind vielfältig. Ein wichtiger Punkt ist die Haftungsbeschränkung. Gerade bei Vermarktung von Produkten mit hohen Garantieansprüchen ist die Bedeutung der Risikominimierung besonders hoch. Ein anderer Aspekt ist die EK- Beschaffung. Häufig wartet man bei der Einführung von neuen Produkten und Geschäftsideen die Entwicklung ab. Bei großer Nachfrage können dann z.B. neue Gesellschafter am Unternehmen beteiligt werden. Andere Ursachen können aber auch eine Insolvenzvermeidung oder Unstimmigkeiten zwischen den Gesellschaftern sein3.
Auch für den Fall, dass eine GmbH ihre unternehmerische Aktivität beenden möchte, um fortan in der Rechtsform einer OHG die Tätigkeiten fortzuführen, gibt es zahlreiche Ursachen. Gründe, die sich für diesen speziellen Formwechsel anbieten, werden an späterer Stelle noch genauer erläutert.
Die GmbH ist eine juristische Person und kann bereits mit einem Gesellschafter errichtet werden. Charakteristisch für diese KapGes ist ein Mindestkapital von 25.000€. Die Gesellschafter haften nur i. H. der Einlage mit dem Gesellschaftsvermögen. Die GmbH ist ein eigenes Steuersubjekt und unterliegt der KSt. Für die Rechtsform einer OHG müssen sich mindestens zwei natürliche und/oder juristische Personen zusammenschließen. Für diese PersGes ist kein Mindestkapital erforderlich. Die Gesellschafter haften für die Verbindlichkeiten dieser Gesellschaft gesamtschuldnerisch, persönlich und unbeschränkt.
Eine OHG ist kein Steuersubjekt. Sie unterliegt weder der ESt noch der KSt4.
[...]
2 Vgl. www.destatis.de
3 Vgl. Klingebiel et al. (2008), S. 6- 8
4 Vgl. Müller und Winkeljohann (2009), S. 8

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Allgemeines

2.1 Umwandlungsmethoden

2.2 Gründe für eine Umwandlung von einer GmbH auf eine OHG

2.3 Vergleich der Rechtsformen GmbH und OHG bezüglich ihrer Merkmale

3 Die Umwandlungsmöglichkeiten nach dem UmwG

3.1 Aufbau des UmwG

3.2 Verschmelzung

3.2.1 Grundsätzliches

3.2.2 Verschmelzungsarten

3.2.3 Verschmelzungsablauf

3.2.4 Bilanzierung einer Verschmelzung nach dem Handelsrecht

3.3 Spaltung

3.3.1 Drei Arten einer Spaltung

3.3.2 Motive einer Spaltung

3.3.3 Ablauf einer Spaltung

3.3.4 Bilanzierung einer Spaltung nach dem Handelsrecht

3.4 Formwechsel

3.4.1 Grundsätzliches

3.4.2 Rechtsfolgen der HR- Eintragung der neuen Rechtsform

3.5 Vermögensübertragung

4 Das Umwandlungssteuergesetz

4.1 Aufbau des UmwStG

4.2 Voraussetzungen für eine Umwandlung gem. §§ 3-8, 10, 18 UmwStG

5 Umwandlung einer GmbH in eine OHG gemäß UmwStG

5.1 Die Besteuerung der übertragenden GmbH

5.1.1 Wertansatz in der steuerlichen Schlussbilanz

5.1.2 Übertragungsgewinn

5.1.3 Verlustverwertung

5.1.4 Körperschaftsteuerguthaben –und erhöhungsbetrag

5.1.5 Gewerbesteuer

5.1.6 Grunderwerbsteuer

5.2 Die Besteuerung der übernehmenden OHG

5.2.1 Wertansätze der OHG

5.2.2 Beteiligungskorrekturgewinn und Eintritt in die Rechtstellung

5.2.3 Ausschüttungsfiktion der offenen Rücklagen im Rahmen des Übernahmeergebnisses

5.2.4 Die Übernahmeergebnisermittlung gem. § 4 ff. UmwStG

5.2.5 Das Übernahmeergebnis unter Berücksichtigung der Anschaffungs- bzw. Einlagefiktion und Überführungsfiktion gem. § 5 UmwStG

5.2.6 Besteuerung eines Übernahmegewinns

5.2.7 Besteuerung eines Übernahmeverlustes

5.2.8 Gewerbesteuer

5.2.9 Grunderwerbsteuer

5.2.10 Umsatzsteuer

6 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die steuerrechtlichen Rahmenbedingungen und Konsequenzen eines Rechtsformwechsels von einer GmbH in eine OHG. Dabei steht die Untersuchung der steuerneutralen Umwandlungsmöglichkeiten sowie die Ermittlung des Übernahmeergebnisses und der Besteuerung auf Ebene der übertragenden Gesellschaft und der übernehmenden Personengesellschaft im Mittelpunkt.

  • Grundlagen der Umwandlungsmethoden nach UmwG
  • Steuerliche Motive und Gründe für den Rechtsformwechsel
  • Analyse der Besteuerung der übertragenden GmbH und der aufnehmenden OHG
  • Ermittlung des Übernahmeergebnisses gemäß UmwStG
  • Praktische Anwendungsbeispiele und Steuerberechnung

Auszug aus dem Buch

3.2 Verschmelzung

Bei einer Verschmelzung wird die gesamten Schulden und das Vermögen eines Rechtsträgers auf einen anderen Rechtsträger übertragen. § 2 des UmwG bestimmt 2 Arten einer Verschmelzung.

Verschmelzung durch Aufnahme (§§ 4- 35 UmwG)

Bei dieser Form der Verschmelzung gehen die gesamten Schulden und das gesamte Vermögen des untergehenden Rechtsträgers auf den übernehmenden Rechtsträger über. Der übertragende Rechtsträger erlischt ohne Abwicklung. Die AE des untergehenden Rechtsträgers erhalten Anteile und werden somit Gesellschafter des übernehmenden Rechtsträgers (§ 20 Abs. 1 UmwG).

Verschmelzung durch Neugründung (§§ 36- 38 UmwG)

Bei einer Verschmelzung durch Neugründung geht das gesamte Vermögen auf einen neu errichteten Rechtsträger über. Für diese Verschmelzungsvariante müssen mind. zwei übertragende Rechtsträger vorhanden sein. Ebenso wie bei der Verschmelzung durch Aufnahme geht das gesamte Vermögen sowie die gesamten Schulden im Zuge der Gesamtrechtsnachfolge auf den übernehmenden Rechtsträger über. Der übertragende Rechtsträger erlischt ohne Abwicklung und dessen AE werden Gesellschafter des übernehmenden Rechtsträgers.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Dynamik von Unternehmen ein und erläutert die Beweggründe für Rechtsformwechsel zwischen GmbH und OHG sowie die grundlegenden Unterschiede beider Rechtsformen.

2 Allgemeines: Dieses Kapitel definiert die Methoden der Umwandlung sowie steuerliche und betriebswirtschaftliche Motive für den Wechsel von der GmbH zur OHG.

3 Die Umwandlungsmöglichkeiten nach dem UmwG: Hier werden die zivilrechtlichen Umwandlungsarten wie Verschmelzung, Spaltung, Vermögensübertragung und Formwechsel detailliert nach dem UmwG dargelegt.

4 Das Umwandlungssteuergesetz: Dieser Teil befasst sich mit der Struktur und dem Aufbau des UmwStG sowie den notwendigen Voraussetzungen für die steuerliche Durchführung der Umwandlung.

5 Umwandlung einer GmbH in eine OHG gemäß UmwStG: Das Kernkapitel analysiert tiefgehend die steuerlichen Folgen für die übertragende GmbH und die aufnehmende OHG, inklusive Übernahmeergebnisermittlung.

6 Schluss: Dieses Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse der Untersuchung zusammen und resümiert die Möglichkeiten der Umwandlung einer GmbH in eine OHG.

Schlüsselwörter

GmbH, OHG, Umwandlung, UmwG, UmwStG, Verschmelzung, Spaltung, Formwechsel, Übernahmeergebnis, Stille Reserven, Steuerrecht, Besteuerung, Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer, Kapitalgesellschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die zivilrechtlichen und insbesondere die steuerrechtlichen Aspekte der Umwandlung einer GmbH in eine OHG unter Berücksichtigung des Umwandlungsgesetzes (UmwG) und des Umwandlungssteuergesetzes (UmwStG).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die verschiedenen Umwandlungsmethoden, die Motive für einen Rechtsformwechsel, die steuerliche Schlussbilanz der GmbH sowie die Ermittlung und Besteuerung des Übernahmeergebnisses bei der OHG.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein Rechtsformwechsel steuerneutral gestaltet werden kann und welche Konsequenzen sich für die beteiligten Rechtsträger bei der Übertragung von Vermögen ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die primär auf der Auswertung aktueller Gesetzestexte (UmwG, UmwStG, EStG, KStG) und Fachliteratur sowie der Veranschaulichung durch Rechenbeispiele und Abbildungen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden detailliert die Verschmelzung, Spaltung und der Formwechsel erläutert, gefolgt von einer tiefgehenden steuerlichen Analyse der übertragenden GmbH und der aufnehmenden OHG.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Umwandlungssteuerrecht, GmbH, OHG, Übertragungsgewinn, stille Reserven und steuerliche Rückwirkung charakterisieren.

Warum spielt das UmwStG für die Besteuerung eine so große Rolle?

Das UmwStG ist entscheidend, da es die steuerneutralen Möglichkeiten regelt, die trotz der Umwandlung zivilrechtlich unterschiedlicher Rechtsformen (Körperschaft vs. Personengesellschaft) einen Transfer ohne sofortige Besteuerung der stillen Reserven ermöglichen.

Welche Funktion hat die Ausschüttungsfiktion nach § 7 UmwStG?

Die Ausschüttungsfiktion soll das deutsche Besteuerungsrecht an Gewinnrücklagen sichern, da diese durch den Übergang auf eine steuertransparente Personengesellschaft sonst möglicherweise steuerfrei entnommen werden könnten.

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Details

Title
Rechtsformwechsel - am Beispiel der Umwandlung einer GmbH in eine OHG
College
University of Applied Sciences Zwickau
Grade
1,3
Author
Andreas Spannl (Author)
Publication Year
2012
Pages
83
Catalog Number
V201975
ISBN (eBook)
9783656295549
Language
German
Tags
rechtsformwechsel beispiel umwandlung gmbh
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Spannl (Author), 2012, Rechtsformwechsel - am Beispiel der Umwandlung einer GmbH in eine OHG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201975
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