Die Kreativitätstechnik "Sequentielle Morphologie"

Eine systematische Strukturierung


Seminararbeit, 2011
22 Seiten, Note: 1,0
Anonym

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einleitung

2 Historie der Technik
2.1 Morphologie
2.2 Morphologischer Kasten
2.3 Sequentielle Morphologie

3 EinordnungderTechnik

4 Problemartenzuordnung

5 Voraussetzungen zur Durchführung der Methode
5.1 Teamgröße und -struktur
5.2 Räumliche Anforderungen
5.3 Zeitliche Anforderungen
5.4 Einordnung in die Gesamttabelle

6 Durchführung der Technik
6.1 Definition / Problempräsentation
6.2 Stoffsammlung / Parameterfeststellung
6.3 Ermittlung der Ausprägungen
6.4 Bestimmung der Lösungsmenge
6.5 Auswahl zieladäquater Lösungen / Optimieren

7 Durchführung anhand eines Literaturbeispiels

8 Durchführung der Sequentiellen Morphologie im Seminar
8.1 Problemdefinition für das Wintersemester 2010/2011
8.2 Parameter bestimmen
8.2 Kriterien bestimmen
8.3 Gewichtung der Parameter anhand der Kriterien
8.4 Ausprägungen der Parameter
8.5 Praktische Durchführung in Kleingruppen

9 Fazit
9.1 Beurteilung der Teilnehmer im Seminar
9.2 Vor- und Nachteile
9.3 Persönliche Schlussfolgerung

Literatur

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Klassifikationsschema des Batelle-Instituts 1972

Abbildung 2: Ergebnis Gruppe 1

Abbildung 3: Ergebnis Gruppe 2

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Morphologischer Kasten über Gestaltungsmöglichkeiten von Kaffeemaschinen

Tabelle 2: Korrelationsmatrix für Parameter und Bewertungskriterien

Tabelle 3: Ermittlung der Wertziffern für Ausprägungen

Tabelle 4: Kriterien der Parameter

Tabelle 5: Gewichtung der Parameter anhand der Kriterien

Tabelle 6: Bewertung der Ausprägungen der Parameter anhand der Kriterien

1 Einleitung

Kreativitätstechniken basieren auf der Anwendung heuristischer Prinzipien und dienen als Regeln, nach denen man Ideen finden oder Probleme lösen kann. Vom Brainstorming aus­gehend haben sich im Laufe der Jahre zahlreiche Kreativitätstechniken entwickelt, welche nach Prinzipien der Ideenstimulation eingeteilt werden. Nach einem Empfehlungskatalog können für ein vorliegendes Problem geeignete Methoden ausgewählt werden. Für eine wirksame Durchführung einer ausgewählten Kreativitätstechnik sind die Beherrschung der Methode, die Gruppengröße, die Moderation und die Protokollierung zu beachten (Gesch- ka, 2007).

In den frühen 1970er Jahren entwickelte sich im deutschsprachigen Raum der Begriff Kreativitätstechnik. Vorher sprach man eher von Ideenfindungs- und Problemlösungsme­thoden. Unter einer Kreativitätstechnik versteht man Denk- oder Verhaltensregeln für eine Gruppe oder ein Individuum, welche die Entstehung von Ideen begünstigen bzw. anregen sollen. Die Regeln beinhalten sogenannte heuristische Prinzipien wie das Assoziieren, das Abstrahieren, das Bilden von Analogien, das Kombinieren, das Variieren usw. (Geschka, 2007).

Die älteste Kreativitätstechnik ist das Brainstorming und im Laufe der Zeit wurden auf Grund der Erfahrungen mit dem Brainstorming, aber auch durch andere Anregungen, viele weitere Kreativitätstechniken entwickelt. Weiterhin fand auch eine Differenzierung nach den Kulturräumen (USA, deutschsprachiger Raum, Japan) sowie nach den Anwendungsfel­dern (Produktfindung, technische Problemlösung, Marketing, Gestaltung in Medien und von Events) statt. Somit lassen sich heute weltweit über 100 Kreativitätstechniken identifi­zieren (Geschka, 2007).

2 Historie der Technik

Im 20. Jahrhundert entstanden die morphologischen Kreativitätstechniken. Im Folgenden werden die Grundlagen der Morphologie und vertiefend die sequentielle Morphologie, basieren aufdem Morphologischen Kasten, erläutert.

2.1 Morphologie

Das Wort „Morphologie" stammt aus dem Griechischen und bedeutet. „Lehre von der Ge­staltung, Strukturierung und Formung". Sie steht also für eine nach bestimmten Kriterien und Verfahren hergestellte Ordnung. Überträgt man das Merkmal „Ordnung" auf das Den- ken, dann bedeutet Morphologie ungefähr „Lehre vom geordneten Denken". Morphologie ist demnach eine Denkmethode und zusammengefasst eine interdisziplinäre Methodenleh­re mit integralen und vergleichenden Betrachtungsweisen (Schlicksupp, 1992). Die Idee der Morphologie ist die Suche von Problemlösungen durch eine systematische Kombination von Lösungen. Dabei bedient man sich zum Beispiel eines „morphologischen Kastens" (Schlicksupp, 1993).

2.2 Morphologischer Kasten

Fritz Zwicky (1898-1974) gilt als profiliertester Morphologe der „Gegenwart". Der Schweizer Astrophysiker entwickelte eine ganze Reihe von „Methoden des geordneten Denkens", die bedeutsamste ist jedoch die des „Morphologischen Kastens" (Czichos, 1993). Dieser zählt zu den systematisch-analytischen Kreativitätstechniken. Die Bezeichnung „Kasten" deutet auf die Verwendung einer Matrix hin (Schlicksupp, 1993). Diese mehrdimensionale Matrix bildet das Kernstück der morphologischen Analyse (Bugdahl, 1991; Czichos, 1993; Geschka. 2007).

2.3 Sequentielle Morphologie

Die „Sequentielle Morphologie" stellt als Kreativitätstechnik eine Variation des Morphologi­schen Kastens dar, die in einem hochkomplexen Ablauf den Morphologischen Kasten mit der Funktion eines Bewertungssystems kombiniert (Bugdahl, 1991; Schlicksupp, 1992). Helmut Schlicksupp (1943-2010) war ein Kreativitätsforscher, Managementberater und Buchautor. Bekannt wurde er unter anderem als ehemaliges Mitglied des Batelle-Instituts, durch zahlreiche frühe Veröffentlichungen zum Thema Kreativität in Deutschland, sowie durch die Entwicklung der Kreativitätstechniken TILMAG, SIL, Semantische Intuition und Sequentielle Morphologie.

3 Einordnung derTechnik

Eine Änderung von Denk- und Verhaltensmustern erfolgt entweder systematisch (auch: analytisch, strukturiert), intuitiv (auch: assoziativ) oder in einer Vermischung beider Formen (Kluge & Zysno, 1993; Fronius, 2010). Das systematische Vorgehen ist geprägt durch ein Zerlegen, Ordnen, Variieren, Kombinieren usw. Sowohl der Morphologische Kasten als auch die Sequentielle Morphologie sind nach Daenzer (1992) den analytisch systematischen Techniken zuzuordnen. Nach dem Klassifikationsschema des Batelle-Instituts fallen beide Techniken unter die systematische Strukturierung (siehe Abb. 1; Kluge & Zysno, 1993).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Klassifikationsschema des Batelle-Instituts 1972 (nach: Kluge & Zysno, 1993)

4 Problemartenzuordnung

Nach Zwicky können mit dem Morphologischen Kasten Sachverhalte beliebiger Komplexität bearbeitet werden (Sand, 1979). Er ist besonders gut für die Bearbeitung von Gestalt- und Suchproblemen - oder einer Kombination beider Problemarten - geeignet. Während Ge­staltprobleme mit der Frage beschäftigen, wie man die Ausprägungen von Bestandteilen eines Systems verändern kann, geht es bei Suchproblemen darum bestimmte Bestandteile eines Systems zu finden. Der Morphologische Kasten kann aber auch bei Auswahlproble­men (wo man verschiedene Alternativen vergleicht) unterstützend wirken, wohingegen er für Analyseprobleme (also dem Erfassen von Strukturen und Gesetzmäßigkeiten eines Sys­tems) nur bedingt geeignet ist (Geschka, 2007; Schlicksupp, 1993). Da die Sequentielle Morphologie den Problemlösungsprozess des Morphologischen Kastens um ein Entschei­dungsverfahren erweitert, ist davon auszugehen, dass sie für die gleichen Problemarten in Frage komme. Zudem ermöglicht sie auch bei einer größeren Parameterzahl eine übersicht­liche Gestaltung bei der Erstellung und Auswertung potentieller Lösungsansätze.

5 Voraussetzungen zur Durchführung der Methode

5.1 Teamgröße und -Struktur

Die Durchführung dieser Methode kann in Einzelarbeit oder in Kleingruppen (bestenfalls 2­3 Teilnehmer) vorgenommen werden. Da insbesondere zur Bestimmung der wesentlichen Parameter ein tieferes Verständnis des Problemgebietes erforderlich ist, sollte die Problem­lösungsgruppe überwiegend aus Experten bestehen. Denkbar wäre jedoch auch eine hete­rogene Gruppe, solange die fachliche Heterogenität das Spektrum der Parameter abdeckt, welche entwickelt werden.

5.2 Räumliche Anforderungen

Besondere räumliche und Anforderungen und technische Ausstattungen sind nicht erfor­derlich. Sinnvoll wäre jedoch eine Möglichkeit der für alle Teilnehmer sichtbaren Dokumen­tation wie beispielsweise auf der Metaplanwand oder per Laptop und Beamer.

5.3 Zeitliche Anforderungen

Die Dauer der Methode variiert zwischen mehreren Stunden und mehreren Tagen.

5.4 Einordnung in die Gesamttabelle

Die Sequentielle Morphologie lässt sich demnach folgendermaßen in die Gesamttabelle der

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

6 Durchführung der Technik

Da es sich bei dieser Methode um eine Weiterentwicklung des Morphologischen Kastens handelt, wird dieser im Folgenden zuerst erklärt.

[...]

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Die Kreativitätstechnik "Sequentielle Morphologie"
Untertitel
Eine systematische Strukturierung
Hochschule
Technische Universität Berlin  (Arbeitswissenschaften)
Veranstaltung
Kreativitätstechniken
Note
1,0
Jahr
2011
Seiten
22
Katalognummer
V202067
ISBN (eBook)
9783656282556
ISBN (Buch)
9783656283577
Dateigröße
1073 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kreativitätstechnik, sequentielle, morphologie, strukturierung
Arbeit zitieren
Anonym, 2011, Die Kreativitätstechnik "Sequentielle Morphologie", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202067

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