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Geschlechterstereotype

Titel: Geschlechterstereotype

Essay , 2011 , 6 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Sabrina Seiffert (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Soziologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Frauen können nicht einparken, da ihnen das dazu notwendige räumliche
Vorstellungsvermögen fehlt. Frauen sind Männern verbal überlegen. Indes haben
Männer bessere mathematische Fähigkeiten. Dies sind Sätze, die man nicht selten
hört und die wie beinahe unumstößliche Fakten aus der Gesellschaft nicht mehr
wegzudenken sind. In Wirklichkeit handelt es sich hierbei um sogenannte
Geschlechterstereotype. Generell versteht man unter Stereotypen gleichbleibende
oder häufig vorkommende Muster. Bezogen auf die Dichotomie der Geschlechter ist
eine Art Schubladendenken gemeint, also Erwartungen darüber, was typisch
männlich oder typisch weiblich ist. Nach Asendorpf (2007) stellt ein
Geschlechterstereotyp „ein kulturell geprägtes Meinungssystem über Eigenarten der
beiden Geschlechter“ (S. 386) dar, welches auch unsere Wahrnehmung verändert. In
der Wissenschaft hat man zur besseren Verständlichkeit das Geschlecht in ein
biologisches (sex) und ein wie oben genanntes, kulturell geprägtes, psychologisches
(gender) unterteilt. Die Beschäftigung mit Gender meint also die Beschäftigung mit
Geschlechterrollen. Fraglich ist nun, ob es sich hierbei um tatsächlich vorhandene
Unterschiede zwischen Männern und Frauen handelt, oder aber ob wir reinen
Vorurteilen erlegen sind. Dieser Frage soll anhand von drei typischen Beispielen auf
den Grund gegangen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und theoretische Grundlagen

2. Analyse räumlicher Fähigkeiten

3. Untersuchung mathematischer Kompetenzen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die wissenschaftliche Fundierung gesellschaftlich verankerter Geschlechterstereotype, insbesondere in den Bereichen verbale Intelligenz, räumliches Vorstellungsvermögen und mathematische Leistungsfähigkeit, um deren Wahrheitsgehalt anhand psychologischer Studien zu prüfen.

  • Kulturelle Prägung und Definition von Geschlechterrollen
  • Empirische Überprüfung von Annahmen zur verbalen Intelligenz
  • Differenzierte Betrachtung räumlicher Fähigkeiten und mentaler Rotation
  • Leistungsvergleiche in Mathematik vom Grundschulalter bis ins Erwachsenenalter
  • Einfluss von Selbstkonzepten und gesellschaftlichen Erwartungen auf die individuelle Entwicklung

Auszug aus dem Buch

Untersuchung mathematischer Fähigkeiten

Der letzte zu untersuchende Stereotyp ist die weit verbreitete Auffassung, Männer hätten bessere mathematische Fähigkeiten, als Frauen. Begonnen werden soll mit der Betrachtung der Leistungen im Grundschulalter. Gemäß Stürzer (2003) sind hier keine einheitlichen Ergebnisse zu erkennen. Sie verweist aber auf Untersuchungen, in denen die Mädchen den Jungen bezüglich der Mathematikleistungen sogar überlegen sind. So stellen Tiedemann und Faber (1994, zitiert nach Stürzer, 2003, S. 92) fest, dass die Mädchen in den Schulleistungen am Ende der ersten Klasse deutlich besser abscheiden, als die Jungen. Bereits in der Sekundarstufe I erzielen allerdings die Jungen bessere Ergebnisse in den Mathematiktests (LAU 5, 1996; zitiert nach Stürzer, 2003, S. 95). Bezogen auf das Erwachsenenalter lassen Hyde et al (1990, zitiert nach Asendorpf, 2007, S. 399) mit d= 0,20 eine relative Ausgeglichenheit zwischen Männern und Frauen erkennen Die Studie von Alfermann (2005) bestätigt dieses Ergebnis. Sie macht eine Differenz von null bis niedrig der Männer gegenüber den Frauen deutlich. Die Vertreter des männlichen Geschlechts sind dabei überlegen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Geschlechterstereotyps als kulturell geprägtes Meinungssystem und führt die wissenschaftliche Unterscheidung zwischen biologischem Geschlecht und sozialem Gender ein.

2. Analyse räumlicher Fähigkeiten: Das Kapitel befasst sich mit dem Stereotyp der männlichen Überlegenheit bei räumlichen Aufgaben und differenziert dabei zwischen mentalem Rotieren, räumlicher Wahrnehmung und Visualisierung.

3. Untersuchung mathematischer Kompetenzen: Hier werden mathematische Leistungsunterschiede über die Lebensspanne betrachtet, wobei Faktoren wie das Selbstkonzept und gesellschaftliche Erwartungshaltungen als Einflussfaktoren analysiert werden.

Schlüsselwörter

Geschlechterstereotype, Gender, Biologisches Geschlecht, Mentale Rotation, Räumliches Vorstellungsvermögen, Mathematische Fähigkeiten, Verbale Intelligenz, Selbstkonzept, Leistungsbereitschaft, Sozialisation, Geschlechterrollen, Psychologie, Pädagogik, Empirische Studien, Vorurteilsforschung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob gängige gesellschaftliche Vorurteile über Unterschiede zwischen den Geschlechtern, wie etwa im mathematischen Bereich oder beim Einparken, wissenschaftlich haltbar sind.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Bereiche verbale Intelligenz, räumliches Vorstellungsvermögen sowie mathematische Leistungsfähigkeit im Vergleich zwischen Männern und Frauen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Gültigkeit von Geschlechterstereotypen anhand vorliegender wissenschaftlicher Studien zu hinterfragen und zu prüfen, ob diese auf tatsächlichen Unterschieden oder auf gesellschaftlichen Vorurteilen basieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender psychologischer und pädagogischer Studien, um die Effektstärken und Ergebnisse zu verschiedenen Leistungsbereichen gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert drei spezifische Stereotype und stellt jeweils die wissenschaftlichen Befunde und statistischen Effektstärken (d-Werte) gegenüber, um die Hypothesen zu stützen oder zu widerlegen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Geschlechterstereotype, mentale Rotation, Selbstkonzept sowie die wissenschaftliche Unterscheidung zwischen Sex und Gender.

Wie erklären sich Unterschiede in der mathematischen Leistung laut der Autorin?

Neben biologischen oder kognitiven Faktoren wie der mentalen Rotation wird das Selbstkonzept als entscheidend hervorgehoben: Mädchen führen Misserfolge oft auf mangelnde eigene Fähigkeit zurück, während Jungen dies eher mit mangelnder Anstrengung begründen.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Zukunft von Geschlechterstereotypen?

Die Autorin plädiert für einen Abbau geschlechtsspezifischer Erwartungen, um den Druck auf das Individuum zu verringern und eine freie Entfaltung basierend auf persönlichen Interessen zu ermöglichen.

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Details

Titel
Geschlechterstereotype
Hochschule
Universität Potsdam
Note
1,3
Autor
Sabrina Seiffert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
6
Katalognummer
V202118
ISBN (eBook)
9783656280491
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geschlechterstereotype Geschlechter Stereotyp Geschlecht Sozialisation Erziehungswissenschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sabrina Seiffert (Autor:in), 2011, Geschlechterstereotype, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202118
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Leseprobe aus  6  Seiten
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