Erziehungsstile - Was ist gute Erziehung?


Hausarbeit, 2010
14 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Grundsätze

2. Erziehungsstile
2.1 Der autoritäre Erziehungsstil
2.2 Der nachgiebige Erziehungsstil
2.3 Der vernachlässigende Erziehungsstil
2.4 Der autoritative Erziehungsstil

3. Maß der Auswirkungen von Erziehungsstilen

4. Merkmale eines entwicklungsfördernden Verhaltens
4.1 Liebe und Wertschätzung
4.2 Qualität statt Quantität
4.3 Grenzsetzung und Konsequenzen bei Überschreitung
4.4 Fördernde Entwicklungsangebote
4.5 Gleichwertigkeit

5. Zusammenfassung und Ausblick

Literaturverzeichnis

Einleitung

Gemäß des § 1626 des Bürgerlichen Gesetzbuches sind Vater und Mutter zur elterlichen Sorge ihres minderjährigen Kindes verpflichtet. Zudem soll sein wachsendes Bedürfnis selbstständig und verantwortungsbewusst zu handeln, berücksichtigt werden.[1] Diese Pflichten entstehen ganz natürlich durch die Geburt des Kindes. Allerdings enthalten diese rechtlichen Regelungen keine exakten Anweisungen, abgesehen von dem Recht des Kindes auf gewaltfreie Erziehung. Hier heißt es: „Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.“[2]

Die Eltern scheinen vorerst weitestgehend auf sich allein gestellt zu sein. Es liegt in ihrem Ermessen, was sie für gute Erziehungsmaßnahmen halten und was nicht. Gewisse Umgangsformen sowie Werte und Normen werden bereits durch die Gesellschaft vorgegeben. Eltern werden in der Regel von vielen Seiten mit Erziehungsratschlägen überhäuft. Sei es von der eigenen Mutter, den Freunden, der Erziehungszeitschrift, dem Fernsehen, dem Internet oder sonstigen populären Medien. Viele Eltern fühlen sich daher bereits früh mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert. Sie möchten möglichst alles richtig machen und nicht für späteres delinquentes Verhalten ihres Sprösslings verantwortlich gemacht werden. Zu häufig hören sie in den Medien, welche fatalen Folgen es haben kann, wenn in der Kindheit etwas schief gelaufen ist. Man möchte es als Elternteil besser machen.

1. Grundsätze

Wie kann man nun dazu beitragen, dass die Entwicklung des Kindes „gut“ verläuft? Leider muss, trotz häufiger gegensätzlicher Behauptungen, gesagt werden, dass es kein Rezept für perfekt gelingende Erziehung gibt. Es existiert kein perfektes Modell. Der Grund dafür ist zunächst einmal, dass jedes Kind individuell ist. Selbst Geschwister können einen völlig anderen Entwicklungsverlauf nehmen. Zum einen, da sie durchschnittlich lediglich die Hälfte der Gene miteinander teilen, zum anderen sind Geschwister unterschiedlichen Umwelteinflüssen ausgesetzt und selbst gemeinsame Umwelterfahrungen werden unterschiedlich wahrgenommen.[3] Auch die jeweiligen Eltern bringen verschiedene Voraussetzungen mit. Sind sie Scheidungskinder? Haben sie Gewalt in der eigenen Kindheit erfahren? Können sie auf ein Netzwerk sozialer Beziehungen zurückgreifen? Und schließlich befindet sich auch die Gesellschaft in einem stetigen Wandel. Bereits von einer Generation zur nächsten können die Lebensbedingungen, unter denen erzogen wird, stark verschieden sein.

Man sollte sich also bewusst machen, dass es keinen geraden Weg gibt, den man nur zu gehen braucht. Eltern müssen flexibel sein. Sie müssen sich bewusst machen, dass sie auf Schwierigkeiten und Probleme stoßen werden und offen dafür sein, ihren Weg auch einmal zu ändern. Hierfür ist die Bereitschaft notwendig „alte Denkmuster und Alltagstheorien zu überprüfen, Widersprüche in Frage zu stellen und autonom verändern zu wollen.“[4] Gleichwohl ist die Reflexion der eigenen Handlungen essentiell. Warum handle und entscheide ich so, wie ich es tue? Welche Folgen hat mein Handeln? Was beeinflusst mich darin? Tue ich etwas gerade nur aus einem bestimmten Gefühl heraus, wegen der eigenen Unzulänglichkeit oder weil ich es einfach nicht besser weiß? Eltern sollten ebenfalls nicht davor zurückschrecken, sich von professioneller Seite aus beraten zu lassen. Es ist keine Schande. Im Gegenteil, es zeigt großes Verantwortungsbewusstsein. Das Hinterfragen des eigenen Handelns ist im Erziehungsalltag meiner Meinung nach unabdinglich.

Aber bereits das Wissen darüber, dass man selbst nicht perfekt ist, ist ein erster und wichtiger Schritt. Eltern sollten sich erlauben, Fe, F,hler zu machen, um nicht vor lauter Angst davor in eine Handlungsstarre zu verfallen.

[...]


[1] Vgl. § 1626 II BGB, Elterliche Sorge, Grundsätze.

[2] § 1631 II BGB, Inhalt und Grenzen der Personensorge.

[3] Vgl. Fuhrer, Urs, Erziehungskompetenz, 2007, S. 57.

[4] Tschöpe-Scheffler, Sigrid, Fünf Säulen der Erziehung, 2009, S. 24.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Erziehungsstile - Was ist gute Erziehung?
Hochschule
Universität Potsdam
Note
1,3
Autor
Jahr
2010
Seiten
14
Katalognummer
V202121
ISBN (eBook)
9783656284369
ISBN (Buch)
9783656285687
Dateigröße
411 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erziehung, Stil, Erziehungsstil, Autoritär, Nachgiebig, Vernachlässigend, Autoritativ, Entwicklungsfördernd, Liebe, Grenzsetzung, Qualität, Gleichwertigkeit, Förderung, Forderung, Grundsätze
Arbeit zitieren
Sabrina Schulpig (Autor), 2010, Erziehungsstile - Was ist gute Erziehung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202121

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