Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema „Psychische Störungen im Alter: Schwerpunkt Demenz“. In dieser Arbeit soll zunächst auf verschiedene Alterskrankheiten eingegangen werden. Dies geschieht innerhalb eines Überblickes. Anschließend wird diese Ausarbeitung den Fokus auf die Alterskrankheit Demenz richten. Diese Krankheit soll im weiteren Verlauf näher betrachtet werden. Dazu ist es zunächst nötig zwischen Demenz und Delir zu unterscheiden. Eine darauffolgende statistische Betrachtung soll einen Überblick der Verbreitung von Demenz innerhalb der Gesellschaft in Deutschland und Europa bieten. Das dritte Kapitel beschäftigt sich damit, wie Demenz entsteht, welche Ursachen ihr also zugrunde liegen. Des Weiteren wird in diesem Kapitel behandelt, wie man mit Demenz umgehen kann. Es werden ferner Therapiemöglichkeiten aufgezeigt. Im Anschluss findet eine Verknüpfung der Krankheit Demenz mit den Tätigkeitsfeldern der Sozialen Arbeit statt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Überblick: Psychische Störungen im Alter
3 Schwerpunkt: Demenz
3.1 Was ist Demenz?
3.2 Unterscheidung zwischen Demenz und Delir
3.3 Demenz in Zahlen - Statistische Erhebungen zur Krankheit Demenz
4 Demenz begegnet – Demenz begegnen
4.1 Formen und Ursachen der Demenz
4.2 Erscheinungsbild der Krankheit „Demenz“
4.3 Schweregrade der Demenz
5 Perspektiven mit Demenz
5.1 Therapiemöglichkeiten
5.2 Versorgungsstrukturen
5.3 Begleiten und Beraten - Demenz als Tätigkeitsfeld für die Soz. Arbeit
5.3.1 Validation als Zugangsmethode
6 Schlussbemerkungen
Zielsetzung und Themen
Die Hausarbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Überblick über psychische Störungen im Alter zu geben, wobei der Fokus gezielt auf dem Krankheitsbild Demenz liegt. Dabei wird untersucht, welche Formen der Demenz existieren, wie sie sich abgrenzen lassen und welche Herausforderungen sie für das soziale Umfeld sowie die Soziale Arbeit darstellen, um eine würdevolle Lebensgestaltung trotz Erkrankung zu ermöglichen.
- Grundlagen psychischer Störungen im Alter
- Differenzierung zwischen Demenz und Delir
- Statistische Daten und demographische Relevanz der Demenz
- Medizinische und soziale Therapiemöglichkeiten sowie Versorgungsstrukturen
- Methoden der Biografiearbeit und Validation in der Sozialen Arbeit
Auszug aus dem Buch
3.2 Unterscheidung zwischen Demenz und Delir
Es ist notwendig innerhalb dieser Hausarbeit zwischen einer Demenz und einem Delir zu unterscheiden, da beide Krankheiten sich ähneln, jedoch unterschiedlich verlaufen und einer Demenz andere Ursachen zugrunde liegen als einem Delir.
Unter einem Delir (oder auch: Delirium, lat.: „de“= von, aus; „lira“= Rinne, Spur; also sinngemäß: „aus der Spur gekommen“16) versteht man eine „Bewusstseinstrübung“17, welche Unruhe, Schlaflosigkeit, Desorientiertheit, Gedächtnisstörungen, Wahrnehmungsstörungen, Wahnvorstellungen und geistige Abwesenheit mit sich führt. Der betroffene Patient leidet unter „paranoiden Wahnvorstellungen“, Halluzinationen und Realitätsverlust, einhergehend mit „Aktivitäts und Stimmungsschwankungen“.
Dem Delirium folgend sind auch so genannte „‘lichte Momente‘, in denen die Kranken aufmerksamer und konzentrierter sind“, was es „… leichter …“ macht, „ein Delirium von anderen Syndromen … zu unterscheiden.“ Die Ursachen für ein Delirium finden sich beispielsweise in Drogenintoxikationen, Entzugserscheinungen, Stoffwechselstörungen, Unterernährung, Infektionen oder neurologischen Störungen. Im Gegensatz zur Demenz entwickelt sich ein Delirium meist schnell bis plötzlich. Auch ist ein Delirium in jedem Alter, also sowohl im Kindes- als auch im späten Erwachsenenalter möglich.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den demographischen Wandel und die damit verbundene Zunahme altersbedingter Erkrankungen, insbesondere der Demenz, und zeigt die wachsende Bedeutung für die Soziale Arbeit auf.
2 Überblick: Psychische Störungen im Alter: Dieses Kapitel gibt einen kursorischen Überblick über verschiedene psychische Störungen im Alter, wie etwa substanzinduzierte oder affektive Störungen, und grenzt diese von der Demenz ab.
3 Schwerpunkt: Demenz: Hier werden der Begriff Demenz definiert, die Notwendigkeit der Abgrenzung zum Delir erläutert und statistische Daten zur Verbreitung der Krankheit dargelegt.
4 Demenz begegnet – Demenz begegnen: Dieses Kapitel befasst sich mit den Ursachen, verschiedenen Formen der Demenz, dem Erscheinungsbild sowie den Schweregraden der Erkrankung.
5 Perspektiven mit Demenz: Der Hauptteil erläutert Therapiemöglichkeiten, Versorgungsstrukturen und spezifische Ansätze der Sozialen Arbeit, wie die Biografiearbeit und die Validation.
6 Schlussbemerkungen: Das Fazit fasst die zentrale Rolle der Sozialen Arbeit und die Bedeutung der Achtung der Würde des Menschen bei der Unterstützung demenzkranker Personen zusammen.
Schlüsselwörter
Demenz, Alzheimer, Delir, Alterskrankheiten, Soziale Arbeit, Biografiearbeit, Validation, Versorgungsstrukturen, Gerontopsychiatrie, Prävalenz, Inzidenz, psychische Störungen, Pflege, Lebensqualität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet einen Überblick über psychische Störungen im Alter mit einer klaren Fokussierung auf die Erkrankung Demenz und deren Auswirkungen auf die Soziale Arbeit.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der medizinischen Differenzierung von Demenz, deren statistischer Relevanz, den Therapiemöglichkeiten und den professionellen Begleitungsmethoden in der Sozialen Arbeit.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, ein Verständnis für das Krankheitsbild Demenz zu schaffen und Wege aufzuzeigen, wie Sozialarbeiter Betroffene unter Wahrung ihrer Würde und Selbstbestimmung begleiten können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf wissenschaftlichen Fachwerken, medizinischen Leitlinien, statistischen Berichten und Berichterstattungen relevanter Fachgesellschaften basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Begriffsbestimmung, Formen, Ursachen) und die praktische Anwendung (Therapie, Versorgungsstrukturen, Biografiearbeit, Validation).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Demenz, Alzheimer, Biografiearbeit, Validation, Soziale Arbeit, Alterserkrankungen und gerontopsychiatrische Versorgung.
Worin liegt der entscheidende Unterschied zwischen Demenz und Delir?
Während sich die Demenz meist schleichend entwickelt und irreversibel ist, tritt ein Delir meist plötzlich auf, ist oft akut durch körperliche Ursachen bedingt und bei frühzeitiger Behandlung potenziell reversibel.
Was beinhaltet das psychobiografische Pflegemodell nach Böhm?
Das Modell nach Böhm stellt das Altgedächtnis und die Erlebnisse der ersten Lebensjahre in den Mittelpunkt, um durch die Biografiearbeit einen individuellen Zugang zu demenzkranken Menschen zu finden und ihr Verhalten besser zu verstehen.
Warum ist die Validation als Zugangsmethode wichtig?
Die Validation hilft dem Pflegepersonal, die Realität des Demenzkranken anzuerkennen und ihn bei der Aufarbeitung seiner Lebensgeschichte zu unterstützen, anstatt ihn zu korrigieren.
- Citar trabajo
- Markus Schwarz (Autor), 2012, Psychische Störungen im Alter - Schwerpunkt Demenz, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202173