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Der Begriff von Politik bzw. dem Politischen nach Niccolo Machiavelli und Carl Schmitt

Eine vergleichende Darstellung

Titel: Der Begriff von Politik bzw. dem Politischen nach Niccolo Machiavelli und Carl Schmitt

Hausarbeit , 2011 , 11 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Christian Matysik (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es einen systematischen Vergleich des Verständnisses der beiden Denker vom Gegenstandsbereich von Politik bzw. des Politischen darzustellen. Dies erfolgt mittels vier ausgewählter analytischer Kategorien, die aufeinander aufbauen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Legitimationsgrundlage des Politikverständnisses und bevorzugte Herrschaftsordnung

3. Menschenbild und Beziehung zwischen politischen Eliten und Volk

4. Verhältnis der Autoren zu Krieg und Frieden

5. Aufrechterhaltung der Herrschaft

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, einen systematischen Vergleich des Politikverständnisses von Niccolo Machiavelli und Carl Schmitt durchzuführen. Die Untersuchung konzentriert sich darauf, wie beide Denker den Gegenstandsbereich von Politik bzw. dem Politischen definieren und welche Rolle dabei Macht, Herrschaft und der Ausnahmefall spielen.

  • Legitimationsgrundlagen und bevorzugte Herrschaftsordnungen
  • Menschenbild und das Verhältnis zwischen Eliten und dem Volk
  • Die Bedeutung von Krieg und Frieden in der politischen Theorie
  • Strategien zur Aufrechterhaltung politischer Herrschaft
  • Pragmatismus versus Dezisionismus als politische Handlungsmaximen

Auszug aus dem Buch

2. Legitimationsgrundlage des Politikverständnisses und bevorzugte Herrschaftsordnung

„Unbestreitbar enthält der „Principe“ die Grundzüge von Machiavellis Auffassung über Politik, die in anderen politischen und historischen Schriften teilweise modifiziert wiederkehren und auf denen die innere Einheit von Machiavellis politischem Denken beruht“ (Buck 1985: 58). Dabei denkt Machiavelli aus dem Blickwinkel von politischen Akteuren (vgl. Münkler 2005: 51). Diese Sichtweise ist dadurch gekennzeichnet, dass er Politik von den Herausforderungen in Krisenzeiten aus betrachtet und nicht vom politischen Routinebereich (vgl. ebd.: 57f.). Die römische Geschichte enthält laut Machiavelli viele Beispiele für richtiges politisches Handeln (vgl. Buck 1985: 6). Dabei stellt er eine Autonomie der Politik gegenüber der Moral heraus (vgl. ebd.: 21). Politik ist die „Summe der Mittel, die nötig sind um zur Macht zu kommen, an der Macht zu bleiben und von der Macht den nützlichsten Gebrauch zu machen“ (Pfetsch 2003: 94). Dies impliziert, dass es in der Politik um das dauerhaft Erfolgreiche geht und nicht um das moralisch Gute (vgl. ebd.: 88f.).

Die Tugendhaftigkeit wird mit dem Machtstreben gekoppelt (vgl. Machiavelli 1990b: 156). Die Handlungen werden dabei stets nach dem Erfolg bewertet (vgl. Machiavelli 1990a: 98). Dabei ist die höchste und schwierigste Aufgabe von Politik, die Existenz des Staates vor jeder Bedrohung zu bewahren (vgl. Buck 1985: 74). In den Discorsi beschreibt Machiavelli die Abfolge der sechs Regierungsformen, die er als Kreislaufmodell beschreibt. So folgt einer guten Herrschaftsform stets eine schlechte: eine Monarchie wird von einer Tyrannis abgelöst, anschließend kommt es zur Aristokratie, die in eine Oligarchie mündet, die Demokratie schließt sich an, die in einer Anarchie ausartet. Anschließend beginnt der Kreislauf von vorn (vgl. Machiavelli 1990b: 133f.). Die Revolutionen werden dabei von den Besitzenden verursacht, denn die Furcht erzeuge in Ihnen dasselbe Verlangen wie in jenen, die zu erwerben streben. Die Besitzenden aber können Umwälzungen hervorbringen, da sie mehr Macht haben (vgl. ebd.: 141). Eine Idealform wäre dabei die Republik: eine Mischform der drei guten Regierungsformen Monarchie, Aristokratie und Demokratie (vgl. ebd.: 135).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik ein und stellt das Ziel dar, einen systematischen Vergleich zwischen Machiavelli und Schmitt anhand von vier ausgewählten Analysekategorien vorzunehmen.

2. Legitimationsgrundlage des Politikverständnisses und bevorzugte Herrschaftsordnung: Das Kapitel analysiert Machiavellis pragmatisches Politikverständnis, welches auf den Erfolg in Krisenzeiten ausgerichtet ist, und stellt diesem Schmitts dezisionistisches Modell gegenüber.

3. Menschenbild und Beziehung zwischen politischen Eliten und Volk: Hier werden die pessimistischen Menschenbilder beider Autoren beleuchtet, die als Grundlage für ihre jeweiligen Herrschaftstheorien und die Beziehung zwischen Regierenden und Regierten dienen.

4. Verhältnis der Autoren zu Krieg und Frieden: Das Kapitel untersucht, warum Krieg für beide Theoretiker als reale, mitunter notwendige Möglichkeit für politisches Handeln fungiert und nicht als bloßer moralischer Zustand abgelehnt wird.

5. Aufrechterhaltung der Herrschaft: Die Ausführungen behandeln die notwendigen Mittel zur Sicherung politischer Macht, wobei Machiavellis Fokus auf Instrumenten wie Gesetzen und Gewalt gegen Schmitts Betonung der politischen Einheit gestellt wird.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Gemeinsamkeiten der Autoren zusammen, insbesondere das Denken vom Ausnahmefall her und die pragmatische beziehungsweise dezisionistische Ausrichtung ihres Politikverständnisses.

Schlüsselwörter

Niccolo Machiavelli, Carl Schmitt, Politische Theorie, Politische Philosophie, Machtstreben, Freund-Feind-Unterscheidung, Herrschaftsordnung, Staatsraison, Ausnahmezustand, Politische Einheit, Dezisionismus, Menschenbild, Souveränität, Kriegführung, Politische Elite

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die Ansätze von Niccolo Machiavelli und Carl Schmitt zum Begriff der Politik bzw. des Politischen und identifiziert Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihrem Denken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die Legitimationsgrundlagen politischer Herrschaft, die Rolle des Menschenbildes, das Verständnis von Krieg und Frieden sowie Strategien zur Machterhaltung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die systematische Darstellung und der Vergleich der theoretischen Grundlagen beider Denker zum Gegenstandsbereich von Politik und dem Politischen mittels vier ausgewählter Analysekategorien.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen komparativen Ansatz, bei dem das Politikverständnis beider Klassiker anhand definierter Kategorien wie Menschenbild oder Verhältnis zu Krieg und Frieden gegenübergestellt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Legitimationsgrundlagen, des Menschenbildes, der Rolle von Konflikten (Krieg) sowie der praktischen Instrumente zur Aufrechterhaltung politischer Herrschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Machtstreben, Freund-Feind-Unterscheidung, Dezisionismus, staatliche Souveränität und Krisenbewältigung geprägt.

Warum spielt der Ausnahmefall bei beiden Autoren eine so große Rolle?

Sowohl Machiavelli als auch Schmitt leiten ihr Verständnis von Politik aus Krisensituationen ab, da sie glauben, dass die Beständigkeit staatlicher Ordnung erst unter extremen Bedingungen bewiesen werden muss.

Wie unterscheidet sich Schmitts Begriff des Politischen von Machiavellis Politikbegriff?

Während Machiavelli einen funktionalen und handlungsorientierten Begriff vertritt, der den Erfolg der Machterhaltung betont, zielt Schmitt auf eine dezisionistische Perspektive ab, die den Ernstfall und die Gruppierung von Freund und Feind in den Mittelpunkt stellt.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Begriff von Politik bzw. dem Politischen nach Niccolo Machiavelli und Carl Schmitt
Untertitel
Eine vergleichende Darstellung
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Institut für Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Einführung in das Studium der politischen Theorie
Note
2,0
Autor
Christian Matysik (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
11
Katalognummer
V202188
ISBN (eBook)
9783656283041
ISBN (Buch)
9783656283515
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Politik Politikbegriff Politikverständnis Schmitt Machiavelli Politische
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Matysik (Autor:in), 2011, Der Begriff von Politik bzw. dem Politischen nach Niccolo Machiavelli und Carl Schmitt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202188
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Leseprobe aus  11  Seiten
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