Die Entwicklung der internationalen Frauenbewegung – Umweltgipfel in Männerhänden?

Umweltgipfel Rio+20


Hausarbeit, 2012
13 Seiten, Note: 1,2

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Fragestellung

2 Begriffsklärung
2.1 Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung
2.2 Agenda 21

3 Entwicklung der internationalen Frauenbewegung 5
3.1 Rio de Janeiro 1992
3.2 Johannesburg 2002
3.3 Rio de Janeiro 2012

4 Fazit

5 Literatur

6 Glossar

1 Einleitung und Fragestellung

Mit dem Erdgipfel von 1992 in Rio de Janeiro wurde ein Meilenstein im Bezug auf die Integration von Umwelt- und Entwicklungsbestrebungen etabliert. Ergebnisse wie die Agenda 21 sind wichtiger Bestandteil des heutigen ökonomischen Denken und Handelns. Insgesamt 172 Staaten einigten sich auf diesen und noch weitere Beschlüsse, deren Umsetzung durch die CSD gesichert werden sollte. In diversen Nachfolgekonferenzen wurde das Thema Umwelt und Entwicklung erneut aufgegriffen.

Doch welche Rolle spielt die Frau in diesem Zusammenhang? Welchen Einfluss konnte sie geltend machen? Inwieweit hat sich das Engagement der Frau im Laufe der Jahre verändert? Welchen Verlauf kann man seit dem Erdgipfel von 1992 bis zum Gipfeltreffen Rio+20, welches in diesem Jahr stattfand, beobachten? Müssen wir eingestehen, dass der Umweltgipfel fest in Männerhand liegt, oder zeigen die Frauenbewegungen tatsächlich Wirkung?

Von den vielen Schlüssen und Ergebnissen, die man aus den einzelnen Konferenzen ziehen kann, interessiert in dieser Arbeit die Frage nach der Entwicklung der internationalen Frauenbewegung und damit wird gleichzeitig ein Fokus auf die oben bereits erwähnten Fragestellungen gelegt.

Nachgegangen wird dieser Frage nachdem zentrale Begriffe geklärt wurden (Abschnitt 2), indem wir uns chronologisch mit den drei Konferenzen in Rio de Janeiro 1992, Johannesburg 2002 und Rio de Janeiro 2012 sowie den Aktivitäten der Frau (Abschnitt 3) in diesem Rahmen beschäftigen. Im abschließenden Fazit (Abschnitt 4) soll am Ende zudem ein persönlicher, spekulativer Ausblick auf die weitere Entwicklung dieses Sachverhaltes gegeben werden und vor allem eine persönliche Einschätzung ob die Natur, Mutter Erde und vor allem ihre Rettung weiblich ist und somit eindeutig in den Händen der Frau liegen sollte.

2 Begriffsklärung

Zu Beginn dieser Arbeit gilt es zunächst den Begriff der „Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung“ sowie den der „Agenda 21“ näher zu bestimmen, um sicherzustellen, dass im Verlauf dieser Arbeit unter diesen Begriffen stets eindeutig das Gleiche verstanden wird.

2.1 Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung

Die UNCED (United Nations Conference on Environment and Development) wird häufig auch als Erdgipfel oder Rio-Konferenz bezeichnet und fand im Jahre 1992 in Rio de Janeiro statt. Sie gilt als die erste größere internationale Konferenz seit der Konferenz der Vereinten Nationen über die Umwelt des Menschen in Stockholm im Jahre 1972, die Umweltfragen in einem globalen Rahmen diskutierte.

Zu ihren wichtigsten Ergebnissen zählen die Agenda 21, die Rio-Erklärung über Umwelt und Entwicklung, die Klimarahmenkonvention, die „Forest Principles“ und die Biodiversitäts-Konvention.

In den darauffolgenden Jahren fanden als Nachfolgekonferenzen die Konferenz Rio+5 in New York (1997), der Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung (WSSD) Rio+10 in Johannesburg (2002) und die Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung (UNCSD) Rio+20 in Rio de Janeiro (2012) statt.[1]

2.2 Agenda 21

Dieses umweltpolitische Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert, ein Leitpapier zur nachhaltigen Entwicklung, wurde bei der UNCED 1992 von 172 Staaten beschlossen. Durch eine veränderte Wirtschafts-, Umwelt- und Entwicklungspolitik sollen die Bedürfnisse der heutigen Generation befriedigt werden, ohne dabei sämtliche Ressourcen aufzubrauchen und dadurch das Leben zukünftiger Generationen nahezu unmöglich zu machen. Die Industrieländer müssen ihre Wirtschafts-, Energie-, Agrar- und Handelspolitik anpassen und dadurch sparsamer werden. Für die Entwicklungsländer sollen sich positive Auswirkungen auf grundlegende Dinge wie Bildung, Armutsbekämpfung, Trinkwasser, etc. zeigen.[2]

3 Entwicklung der internationalen Frauenbewegung

Um eine Aussage über die Entwicklung der internationalen Frauenbewegung im Rahmen der Umweltgipfel treffen zu können, werden nun chronologisch die drei Ereignisse von 1992 bis 2012 betrachtet.

3.1 UNCED in Rio de Janeiro 1992

Im Vorfeld der UNCED, bei den Treffen der PrepCom, wurde deutlich, dass Frauen weder in den Entwürfen zu den angestrebten Konventionen, noch in der Agenda 21 – abgesehen einer Passage über Armut – erwähnt oder als wichtige Gruppe im Bezug auf das Thema Umwelt und Entwicklung bezeichnet wurden. Damit wurden scheinbar sämtliche Bestrebungen der UN-Frauendekade (1975-85), die sich dafür eingesetzt hatten, dass den Frauen mehr Beachtung und Einfluss zugesprochen wird, zunichte gemacht (vgl. Wichterich, 1992: 8). Das war der Auslöser dafür, dass sich Frauen aus den NGOs, der autonomen Frauenbewegung und einige Politikerinnen gezielt in die Verhandlungen einmischten (vgl. Klemme, 1999: 8).

Es ging nun darum zu klären, welche Position die Frauen in diesem UNCED-Prozess einnehmen, worin ihr gemeinsames Interesse besteht und mit welchen Forderungen sie auftreten wollen. Sie warteten mit einem Konzept auf, dass das Engagement der Frauen im Bezug auf den Schutz der Natur würdigte (vgl. Wichterich, 1992: 11). Als ernüchterndes Fazit lässt sich allerdings festhalten, dass „ohne Veränderungen der nationalen und internationalen Wirtschaftsstrukturen sowie der politischen Entscheidungspyramiden die Frauen lediglich Hoffnungsträgerinnen in lokalen Nischen, mit begrenzter Wirkung bleiben“ (Wichterich, 1992: 13). Das ist auch der Grund, weshalb der Schlüsselbegriff ihrer Forderungen „empowerment“ war. Damit ist der Machtgewinn von Frauen gemeint, der durch Aspekte wie politische Partizipation und Zugriffsrechte auf Ressourcen gewährleistet werden sollte (vgl. Wichterich, 1992: 14).

[...]


[1] Dieser Textabschnitt entstand mit Hilfe folgender Quelle:

http://de.wikipedia.org/wiki/Konferenz_der_Vereinten_Nationen_%C3%BCber_Umwelt_und_Entwicklung [01.08.2012]

[2] Dieser Textabschnitt entstand mit Hilfe folgender Quelle:

http://de.wikipedia.org/wiki/Agenda_21 [01.08.2012]

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Die Entwicklung der internationalen Frauenbewegung – Umweltgipfel in Männerhänden?
Untertitel
Umweltgipfel Rio+20
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen
Veranstaltung
Natur- und Geschlechterverhältnisse
Note
1,2
Autor
Jahr
2012
Seiten
13
Katalognummer
V202356
ISBN (eBook)
9783656285397
ISBN (Buch)
9783656285526
Dateigröße
519 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rio, UNCED, Frauenbewegung, Agenda
Arbeit zitieren
Jacqueline Kohlhausen (Autor), 2012, Die Entwicklung der internationalen Frauenbewegung – Umweltgipfel in Männerhänden?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202356

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