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Anforderungen an das Nachhaltigkeitscontrolling

Title: Anforderungen an das Nachhaltigkeitscontrolling

Term Paper (Advanced seminar) , 2012 , 31 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Liana Klikics (Author)

Business economics - Controlling
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Ressourcenknappheit, steigende Krebsraten, Bevölkerungswachstum, Luftverschmutzung, Burnout-Erkrankungen, all das sind Themen die den Ruf nach mehr Nachhaltigkeit immer lauter werden lassen. Unternehmen spielen dabei eine große Rolle. Lebensmittelhersteller verwenden gefährliche Lebensmittelzusätze, welche uns Menschen krank machen.

Ein Beispiel dafür ist der wohl gefährlichste jemals zugelassene Lebensmittelzusatz Aspartam, ein Süßstoff der in fast jeder Minzpastille, in fast jedem Kaugummi und fast jeder Light-Limonade zu finden ist. Die Federal Drug and Food Administration veröffentlichte eine Liste mit mehr als 90 Nebenwirkungen, einige Beispiele dafür sind: Asthma, Durchfall, extremer Gedächtnisverlust, Gehirntumoren, Herzrhythmusstörungen, Muskelkrämpfe, Schlafstörungen usw. Ein weiteres Beispiel sind Ölkonzerne, die das bei der Ölförderung freigesetzte wertvolle Erdgas verbrennen, anstatt es zu nutzen. Die Folgen für die Bewohner solcher Gebiete in Afrika und Russland sind fatal. Sie werden krank und der Boden wird unfruchtbar. Doch nicht nur das, der Rauch verschmutzt unsre Luft zum atmen (die Gasflammen brennen Tag und Nacht), in den Gebieten in Russland setzt sich der ganze Ruß auf dem Eis ab und lässt es schneller schmelzen. Weitere Beispiele für so genannte Nachhaltigkeitsskandale sind Kinderarbeit in der Textilherstellung oder bei der Tabakernte, Mitarbeiterüberwachung bei Lebensmittelhändlern oder allgemein schlechte Arbeitsbedingungen.

Somit wird deutlich, dass Unternehmen einen großen Einfluss auf ökonomische, ökologische und soziale Zustände in der ganzen Welt haben, denn sie ermöglichen uns die Lebensstile die maßgeblich zu diesen Problemen beitragen. Aber auch sie sind es, die in der Lage sind diesen Problemen entgegenzuwirken.

Um das Thema Nachhaltigkeit in das Unternehmen zu integrieren wird ein Nachhaltigkeitscontrolling nötig, welches das Management unterstützt und mit Informationen versorgt, sowie Maßnahmen zur Umsetzung der Themen zur Verfügung stellt. In dieser Arbeit werden die Anforderungen, die an ein Nachhaltigkeitscontrolling gestellt werden, dargelegt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Problemeinführung

2. Grundlagen des Nachhaltigkeitscontrolling

2.1. Prolog zum Thema Nachhaltigkeit

2.1.1. Begriffsverständnis Nachhaltigkeit

2.1.2. Triple-Bottom-Line-Ansatz

2.2. Unternehmerische Nachhaltigkeit

2.2.1. Wirkung unternehmerischer Nachhaltigkeit

2.2.2. Herausforderungen der nachhaltigen Unternehmensführung

3. Ausgestaltung des Controllings zum Nachhaltigkeitscontrolling

3.1. Strategisches und operatives Nachhaltigkeitscontrolling

3.2. Zehn Kernelemente des Nachhaltigkeitscontrollings

4. Anforderungen an das Nachhaltigkeitscontrolling

4.1. Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie

4.1.1. Durchführung der strategischen Analyse

4.1.2. Festlegung der Strategie

4.1.3. Verknüpfung mit der Geschäftsstrategie

5. Implementierung der Strategie mit der Sustainability Balanced Scorecard

5.1. Finanzorientierte Perspektive

5.2. Marktorientierte Perspektive

5.3. Prozessorientierte Perspektive

5.4. Wissens- und Lernorientierte Perspektive

5.5. Außermarktliche Perspektive

6. Nachhaltigkeitsberichterstattung als Bestandteil des Nachhaltigkeitscontrollings

6.1. Wesen und Notwenigkeit der Nachhaltigkeitsberichterstattung

6.2. Bedeutung der Standardisierung der Nachhaltigkeitsberichterstattung

6.3. Allgemeine Bewertungskriterien der Nachhaltigkeitsberichterstattung

6.4. Leitfaden zur Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten der Global Reporting Initiative

6.4.1. ökonomische Leistungsindikatoren

6.4.2. ökologische Leistungsindikatoren

6.4.3. soziale Leistungsindikatoren

6.4.4. Kritik am GRI-Leitfaden

7. Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anforderungen an ein Nachhaltigkeitscontrolling und beleuchtet, wie Unternehmen ökologische, soziale und ökonomische Ziele systematisch in ihre Steuerungsprozesse integrieren können. Das primäre Ziel ist es, Methoden und Instrumente aufzuzeigen, die es dem Management ermöglichen, Nachhaltigkeit als Erfolgsfaktor zu etablieren und gleichzeitig die Transparenz gegenüber Stakeholdern durch standardisierte Berichterstattung zu erhöhen.

  • Integration von Nachhaltigkeitszielen in die strategische Unternehmensführung
  • Einsatz der Sustainability Balanced Scorecard (SBSC) als Steuerungsinstrument
  • Durchführung strategischer Analysen zur Identifikation von Nachhaltigkeitspotenzialen
  • Bedeutung der Nachhaltigkeitsberichterstattung und des GRI-Leitfadens

Auszug aus dem Buch

Zehn Kernelemente des Nachhaltigkeitscontrollings

Der internationale Controller Verein (ICV) stellt seinen Nachhaltigkeitscontrolling-Ansatz mittels zehn Kernelementen dar: 1. Dauerhafte Wertsteigerung: Die dauerhafte Wertsteigerung ist das Ziel des Controllings und steht im Kontext zu den Interessen der Stakeholder. Dabei soll ein Ausgleich zwischen Aufbau und Erhalt der Erfolgspotentiale geschaffen werden. 2. Über die Kosten hinaus: Es werden nicht nur die Kosten sondern auch der Markt betrachtet. Das Budget und die Konkurrenz sollten immer im Auge behalten werden. 3. Nicht mit Symptomen begnügen: Das Controlling muss die nicht finanziellen Gründe von Entwicklungen sehen und darf sich nicht nur mit den finanziellen Symptomen begnügen. Das bedeutet, dass sich das Controlling neben Kennzahlen und Zielen auch auf die Prozesse und Maßnahmen stützen muss. 4. Innovation und Wettbewerbsvorteile: Chancen müssen frühzeitig erkannt werden um rechtzeitig Wettbewerbsvorteile aufbauen zu können. 5. Das Tun im Vordergrund: Die Kennzahlen und die Instrumente müssen für Mitarbeiter und Führungskräfte leicht verständlich und anwendbar sein, so dass sie entsprechende Maßnahmen selbstständig ableiten können. 6. Verantwortung übernehmen: Das Controlling zeigt Entwicklungs- und Verbesserungsmöglichkeiten auf und muss dabei in der Lage sein, seine Meinung zu vertreten. Sie erhalten somit Mitverantwortung für den Unternehmenserfolg und dessen Zielerreichung. 7. Business Partner statt Zahlenknecht: Der Controller hat nicht nur das Erstellen der Zahlen zur Aufgabe, sondern muss sich auch auf die Verwendung dieser konzentrieren und ist somit auch als Partner des Managements tätig. 8. Die Menschen hinter den Zahlen sehen: Als Kommunikator und Netzwerker, muss das Controlling die Menschen sehen die hinter den Kennzahlen stehen. Die Mitarbeiter müssen motiviert sein, damit ein nachhaltiges Bestehen gesichert ist. 9. Werte des Unternehmens vertreten: Der Controller sollte sich an den Werten des Unternehmens orientieren und in seinen Handlungen unparteiisch sein, um seiner Mitverantwortung bei der Zielerreichung gerecht zu werden. 10. Integer sein: Controller müssen den Mut haben bei seinen Überzeugungen zu bleiben und auch mit der Rolle des Spielverderbers zurechtkommen. Sie müssen dabei Wandlungsfähig bleiben, d.h. Lust auf neue Erfahrungen haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemeinführung: Die Einleitung beleuchtet die globale Relevanz von Nachhaltigkeit und die Notwendigkeit für Unternehmen, Verantwortung für ökologische und soziale Auswirkungen ihres Handelns zu übernehmen.

2. Grundlagen des Nachhaltigkeitscontrolling: Dieses Kapitel definiert den Nachhaltigkeitsbegriff sowie den Triple-Bottom-Line-Ansatz und analysiert die betriebswirtschaftlichen Chancen und Risiken nachhaltiger Unternehmensführung.

3. Ausgestaltung des Controllings zum Nachhaltigkeitscontrolling: Hier wird der Übergang von klassischem Controlling zu einer nachhaltigkeitsorientierten Steuerung erläutert und die zehn Kernelemente des ICV-Ansatzes vorgestellt.

4. Anforderungen an das Nachhaltigkeitscontrolling: Der Fokus liegt auf der Entwicklung von Nachhaltigkeitsstrategien, der Durchführung strategischer Analysen und der Definition von Fokusfeldern zur Zielkonkretisierung.

5. Implementierung der Strategie mit der Sustainability Balanced Scorecard: Dieses Kapitel beschreibt die Anwendung der SBSC als Instrument, um Nachhaltigkeitsziele in verschiedenen Perspektiven messbar und umsetzbar zu machen.

6. Nachhaltigkeitsberichterstattung als Bestandteil des Nachhaltigkeitscontrollings: Es wird die Bedeutung von Transparenz und Standardisierung erläutert sowie der GRI-Leitfaden mit seinen ökonomischen, ökologischen und sozialen Leistungsindikatoren detailliert analysiert.

7. Ausblick: Das Fazit unterstreicht die wachsende Bedeutung nachhaltigen Wirtschaftens als Leitmaxime für die Zukunft und die damit verbundene Rolle des Controllings.

Schlüsselwörter

Nachhaltigkeitscontrolling, Triple-Bottom-Line, Nachhaltigkeitsstrategie, Sustainability Balanced Scorecard, Stakeholder, Unternehmensführung, Nachhaltigkeitsbericht, Global Reporting Initiative, Leistungsindikatoren, Wertsteigerung, Umweltmanagement, Soziale Verantwortung, Unternehmenssteuerung, Transparenz, Wettbewerbsvorteile

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in das betriebliche Controlling, um ökonomische, ökologische und soziale Anforderungen effizient zu verwalten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Nachhaltigkeitsstrategie, der strategischen Positionierung, der SBSC als Steuerungsinstrument und der externen Berichterstattung nach dem GRI-Leitfaden.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Anforderungen und Instrumente aufzuzeigen, die es ermöglichen, Nachhaltigkeit systematisch in Unternehmensprozesse einzubetten und den Unternehmenserfolg zu sichern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und die systematische Aufbereitung bestehender Controlling-Konzepte sowie Management-Instrumente wie die Balanced Scorecard.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die strategische Analyse, die Festlegung von Fokusfeldern, die SBSC-Implementierung und die verschiedenen Dimensionen der Nachhaltigkeitsberichterstattung detailliert dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Nachhaltigkeitscontrolling, Triple-Bottom-Line, Nachhaltigkeitsstrategie, SBSC, Stakeholder-Management und GRI-Berichterstattung.

Was unterscheidet den klassischen vom ökonomischen Triple-Bottom-Line-Ansatz?

Während der klassische Ansatz Ökologie, Soziales und Ökonomie als gleichwertige Säulen betrachtet, ordnet der ökonomische Ansatz die sozialen und ökologischen Dimensionen der ökonomischen Zielsetzung unter.

Warum wird der GRI-Leitfaden in der Berichterstattung kritisiert?

Die Kritik richtet sich vor allem auf die mangelnde Vergleichbarkeit zwischen Unternehmen, da Indikatoren oft in absoluten Werten statt in relativen Einheiten berichtet werden und die Anwendung sehr universell gestaltet ist.

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Details

Title
Anforderungen an das Nachhaltigkeitscontrolling
College
University of Applied Sciences at Cottbus
Grade
1,7
Author
Liana Klikics (Author)
Publication Year
2012
Pages
31
Catalog Number
V202539
ISBN (eBook)
9783656286448
ISBN (Book)
9783656286790
Language
German
Tags
anforderungen nachhaltigkeitscontrolling
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Liana Klikics (Author), 2012, Anforderungen an das Nachhaltigkeitscontrolling, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202539
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