Vorstellung eines ausgedachten Spiels für die Erlebnispädagogik


Hausarbeit, 2011

19 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Allgemeines
1.1 Ein Einstieg in die Erlebnispädagogik
1.2 Begriffsbestimmung „Spiel“ im pädagogischen Sinn

2. Lernen in der Pädagogik
2.1 Das Lernen und die Erziehung in der Pädagogik
2.2 Lerntheorien

3. Vorlagen
3.1 Die Zielgruppe
3.2 Das pädagogische Ziel des Spiels

4. „Im Land der Kobolde“
4.1 Die Spielvorbereitung
4.2 Die Geschichte zum Spiel
4.3 Der Spielablauf
4.4 Die Lösung

5. Abschlussworte der Verfasserin

Literaturverzeichnis

Einleitung

In dieser Hausarbeit wird ein selbst ausgedachtes Spiel für die Erlebnispädagogik vorgestellt. Es ist für Jugendliche im Alter von 12 bis 14 Jahren ausgerichtet.

Der Einstieg in die Erlebnispädagogik wird aufgezeigt um den Leser an das Thema heranzuführen. Er soll einen groben Einblick darüber bekommen, wie sich die Erlebnispädagogik definiert. Zudem soll verdeutlicht werden, warum die Zielgruppe, sowie der zeitliche Rahmen und auch die Anforderungsstruktur für diese Hausarbeit von Bedeutung sind.

Da ein Spiel vorgestellt wird und um ein einheitliches Verständnis zu vermitteln, wird der Begriff „Spiel“ im Sinne der Pädagogik definiert. Zudem soll das Lernen und das Erziehen in der Pädagogik von dem Leser verstanden werden. Um dieses zu bekräftigen, werden zusätzlich vier Lerntheorien aufgezeigt.

Weitergehend wird die Zielgruppe erläutert und das pädagogische Ziel des Spiels aufgelistet. Dadurch soll verdeutlicht werden, für welche Personen und Problemlagen das Spiel geeignet erscheint.

Die Spielvorbereitung wird genau erklärt, sodass deutlich wird, welche Materialien benötigt werden und wie das Spiel aufzubauen ist.

Damit ein Bezug zu dem Spiel hergestellt werden kann und der Leser die Spielvorbereitung besser versteht, wird eine Geschichte passend zu dem Spiel erzählt.

Um Missverständnisse vorzubeugen und ein klares Verständnis zu schaffen, wird zusätzlich der genaue Spielablauf mit allen Regeln erläutert. Eine Lösung des Spiels ist zusätzlich vorhanden.

Zum Abschluss und Abrundung dieser Arbeit folgen letzte Worte der Verfasserin und um das Lesen dieser Arbeit zu vereinfachen, wird auf die weibliche Schreibform verzichtet.

1. Allgemeines

1.1 Ein Einstieg in die Erlebnispädagogik

Die Erlebnispädagogik ist ein Teilgebiet der Pädagogik und wird besonders in der Sozialen Arbeit, sowie auch in der außerschulischen Bildung und Sonderpädagogik zielorientiert eingesetzt (vgl. www.munzinger.de). Eine Gruppe von Jugendlichen befindet sich nach Gegebenheit in der Natur und stellt sich gemeinsam einer Herausforderung. Anschließend werden Lernprozesse reflektiert, damit die jungen Erwachsenen einen Raum zum Austausch haben und das Erlebte verarbeiten können. Die Reflexion grenzt dabei die Erlebnispädagogik von Outdoor- Sportarten ab (vgl. www.schule-bw.de). Die Erlebnispädagogik ist eine recht neue Richtung der Pädagogik. Sie hat ihre Wurzeln im Jahr 1930 in der Reformpädagogik geschlagen. Waltraut Neubert beschrieb sie erstmals in ihrer Dissertation. Zu unterscheiden ist in jedem Fall, dass die Erlebnispädagogik kein Überlebenstraining ist. Sie ist vielmehr eine Erziehungsmethode (vgl. Reinhold u.a. 1999, S. 136). Durch die Erlebnisse sollen Prozesse eingeleitet werden, die die Persönlichkeit bilden. Besonders sportliche Aktivitäten, wie beispielsweise Höhlenwanderungen oder Raftingtouren sollen Teilnehmern ihre Grenzen aufzeigen. Diese sollen jedoch durch körperliche Herausforderungen überwunden werden. Meist findet die Erlebnispädagogik in Gruppen statt. Das Gruppengefühl soll den Einzelnen bestärken, aber auch Verantwortungsgefühle hervorrufen, sodass soziale Verantwortung übernommen wird. Die Kinder und Jugendlichen, die die Erlebnispädagogik in der Regel wahrnehmen, haben oftmals einen sehr bewegungsarmen und zugleich fremdbestimmten Alltag (vgl. www.munzinger.de). Die Erfahrungen, die die jungen Erwachsenen machen, tragen einen wesentlichen Anteil in der Erlebnispädagogik. Durch sie wachsen Erkenntnisse, welche häufig Einsichten liefern. Schon die NSDAP machte mit der Hitler-Jugend und dem Bund Deutscher Mädel für parteipolitische Ziele davon Gebrauch. Kurt Hahn prägte den Begriff „Erlebnistherapie“, welcher dann von der Psychologie aufgenommen wurde. Dieses ist die Erlebnispädagogik von der heute ausgegangen wird. Dabei kommt es besonders auf das Klientel und seine Problemlagen, sowie den zeitlichen Rahmen, in dem gearbeitet werden kann und auch die Anforderungsstruktur an. Die Umsetzung muss dabei stets erzieherisch erfolgen, aber auch pädagogisch begründbar sein (vgl. Reinhold u.a. 1999, S. 136ff.). Wichtig zu erkennen ist jedoch, dass die Erziehung nicht von außen bewusst auf die Jugendlichen einwirkt. Die Erziehung soll so verstanden werden, dass ein Erzieher (Spielleiter/ Erlebnispädagoge) nicht lenkt, sondern unterstützt und fördert (vgl. Altenthan u.a. 2007, S. 27f.).

1.2 Begriffsbestimmung „Spiel“ im pädagogischen Sinn

Das Spiel ist eine kindgemäße Form des Lernens. Es gehört zu der Entwicklungsphase eines Menschen in der Kindheit und stellt ein Erziehungs- sowie auch Bildungsmittel dar (vgl. Reinhold u.a. 1999, S. 491). Im pädagogischen Sinn weist das Spiel Förderungsmöglichkeiten auf. Die Qualität des Spiels ist dabei jedoch nicht von sehr großer Bedeutung. Es sollen primär Lernprozesse eingeleitet werden (vgl. www.munzinger.de). Diese erfolgen sobald ein Auslöser vorhanden ist. Daraufhin entsteht das Lernen als nicht beobachtbarer Prozess durch Erfahrungen und Übungen bis das Ergebnis vorhanden ist. Das Ergebnis weist eine neue oder veränderte Verhaltens- und/ oder Erlebnisweise auf (vgl. Altenthan u.a. 2007, S. 78).

Zudem kann das Spiel in der Pädagogik auch auf die Freiheit der Handlungsautonomie verweisen. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass die Prozesse des Spiels sich nur gering in die Planung von Erziehungs- und Bildungsprozessen einbetten lassen. Aus diesem Grund sind unplanbare Momente besonders beachtenswert. Die eigene Kompetenz wird dann gefördert und der Mensch handelt initiativ (vgl. www.munzinger.de). In der Pädagogik wird das Spiel zudem auch als Kommunikationsmedium verwendet, da durch die spielerische Art auf andere Menschen leichter zugegangen werden kann. Menschen kommen im Spiel in Kontakt und beginnen miteinander zu kommunizieren. Sie werden für ihr Gegenüber offener. Während des Spielens besteht dann eine Beziehung von Freiheit, welche jedoch durch Regeln eingeschränkt wird. Da freiwillig gespielt wird, herrscht auch eine Selbstbestimmung vor. Im Spiel sind unterschiedliche Realitätsebenen vorhanden, die von der Art des Spiels und auch der Fantasie des Kindes abhängig gemacht werden. Zusätzlich kommen verschiedenartige Realitätsbezüge vor, weil das Spiel eine Auseinandersetzung mit der Realität darstellt. In der Pädagogik wird das Spiel häufig als Mittel für erzieherische Zwecke zielorientiert eingesetzt. Dabei soll besonders die Persönlichkeitsentwicklung im Vordergrund stehen (vgl. Reinhold u.a. 1999, S. 491ff.). Weitere Erziehungsziele können die Mündigkeit und die Emanzipation sein (vgl. Heidenreich u.a. 1996, S.15). Für alle Spielformen in der Pädagogik gilt, dass Kinder und Jugendliche lernen, ihre Umwelt zu kontrollieren und zudem an Selbstvertrauen gewinnen (vgl. Heidenreich u.a. 1996, S.150).

2. Lernen in der Pädagogik

2.1 Das Lernen und die Erziehung in der Pädagogik

Der Mensch ist ein Lebewesen, welches sehr lernfähig und erziehbar ist. Die Wissenschaft besagt, dass es für den Menschen sogar notwendig ist zu lernen und erzogen zu werden. Diese Erkenntnisse beruhen auf der Evolutionstheorie und der Verhaltensforschung. Ein Individuum muss sein Leben in der Gesellschaft und die Gestaltung seiner Umwelt erst durch die Erziehung erlernen. Da intellektuelle Fähigkeiten, wie das Denken und das Planen sich nicht von selbst entfalten, sind Anregungen und Hilfestellungen von außerhalb notwendig. Diese werden auch häufig von einem Spielleiter gegeben. Der Mensch besitzt von Geburt an Antriebskräfte, die auf Ziele gerichtet werden müssen. Diese Antriebskräfte müssen über Lernvorgänge geregelt werden. Das geschieht häufig in Institutionen wie dem Kindergarten, oder auch der Schule. Die Lernfähigkeit und die Erziehbarkeit werden schon in den ersten Lebensjahren vor entschieden. Daher ist zu beachten, dass einige Menschen mehr Zeit für das soziale Lernen brauchen (vgl. Altenthan u.a. 2007, S. 34ff.).

Durch mangelnde emotionale Zuwendung und Vermittlung von Reizen, aber auch durch eine misslungene und fehlende Erziehung können erhebliche Folgen entstehen. Häufig zeichnet sich dann ein sozial abweichendes Verhalten ab und es kommt zu Problemen. Die Kinder und Jugendlichen werden dann als verhaltensauffällig bezeichnet, sobald Schwierigkeiten vorliegen, die erheblich und von längerer Dauer sind. Eine neue Bezeichnung ist auch „verhaltenskreativ“. Dieses Verhalten liegt vor, sobald ein Mensch den sozialen Anforderungen des Zusammenlebens nicht gerecht wird (vgl. Altenthan u.a. 2007, S. 45ff.).

[...]

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Vorstellung eines ausgedachten Spiels für die Erlebnispädagogik
Hochschule
Fachhochschule Dortmund
Veranstaltung
Erlebnispädagogik
Note
2,0
Autor
Jahr
2011
Seiten
19
Katalognummer
V202548
ISBN (eBook)
9783656286936
ISBN (Buch)
9783656287766
Dateigröße
479 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
vorstellung, spiels, erlebnispädagogik
Arbeit zitieren
Sabrina Kurek (Autor), 2011, Vorstellung eines ausgedachten Spiels für die Erlebnispädagogik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202548

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Vorstellung eines ausgedachten Spiels für die Erlebnispädagogik



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden