Geocaching als touristische Einflussgröße auf eine Urlaubsregion

eine empirische Untersuchung in der Region Schwarzwald


Masterarbeit, 2011
136 Seiten, Note: 1,00

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Problemstellung
1.1 Die Ausgangslage
1.2 Problemstellung und Ziel der Arbeit
1.3 Forschungsfrage und These der Arbeit

2. Tourismus im Schwarzwald
2.1 Die Grundlagen des Tourismus
2.1.1 Das Phänomen Tourismus
2.1.2 Die Tourismuswissenschaft
2.1.3 Die Reisedauer und Reiseintensität
2.1.4 Die Reisemotivation und Reisemotive
2.1.5 Die Destination in der Tourismuslehre
2.2 Der Schwarzwald
2.2.1 Namensherkunft des Schwarzwaldes
2.2.2 Geografische Lage der Ferienregion Schwarzwald
2.2.3 Der Wald als touristisches Kapital
2.2.4 Historischer Abriss zur Entwicklung des Tourismus im Schwarzwald
2.2.5 Der typische Schwarzwaldurlauber

3. Geocaching – Begriffe und Erläuterung
3.1 Die Historische Entwicklung des Geocaching
3.2 Die Funktionsweise der Satellitennavigation
3.3 Die Ziele und Spielweise von Geocaching
3.4 Erläuterung der Cachetypen und Hintergrund
3.4.1 Der Tradi-Cache
3.4.2 Der Multi-Cache
3.4.3 Der Mystery-Cache
3.4.4 Sonstige Cachearten
3.5 Entwicklung des Trendsports Geocaching
3.5.1 Umfang und Anzahl der Geocacher
3.5.2 Entwicklung zum Massensport
3.5.3 Technische Entwicklungen und Neuerungen
3.5.4 Geocaching mit echten Gewinnen
3.5.5 GPS Mission und Geocaching-Klon
3.6 Geocaching und Naturschutz

4. Touristische Fakten für die empirische Erhebung
4.1 Verwendete Sekundärdaten des Reisemarktes
4.2 Reisetrends des deutschen Reisemarktes
4.2.1 Urlaub im eigenen Land
4.2.2 Reiseintensität und Trend zur Zweitreise
4.2.3 Klarer Trend zum Kurzurlaub
4.2.4 Urlaubsausgaben – am Urlaub wird nicht gespart
4.2.5 Reiseorganisation und Buchungsverhalten – Medium Internet
4.2.6 Reisemotive – Erholung und Vergnügen sind am Wichtigsten
4.2.7 Gesundheit und Natur stehen hoch im Kurs
4.2.8 Das Wandern erfährt eine Renaissance
4.2.9 Verändertes Freizeit-, Reise- und Nachfrageverhalten im Allgemeinen
4.3 Basisannahmen für die empirische Untersuchung

5. Empirische Erhebung und Befragung
5.1 Ziele der empirischen Erhebung
5.2 Stand der Forschung und Erhebungsmethode
5.3 Datenerhebung, Gewichtung und Reliabilität
5.3.1 Allgemeines zur Datenerhebung und Gewichtung der Daten
5.3.2 Geografische Eingrenzung der Erhebung
5.3.3 Zeitliche Eingrenzung der Erhebung
5.3.4 Gewichtung der Teilnehmer der Befragung
5.4 Die Auswahl der Erhebungsmethode
5.5 Der Umfang der bewussten Auswahl
5.6 Die Auswahl der Datenerhebungsmethode und Struktur
5.6.1 Auswahl der Datenerhebungsmethode
5.6.2 Kriterien für die Datenerhebung und wissenschaftliche Erkenntnisse
5.7 Pretest der Erhebungsmethode
5.8 Durchführung der Erhebung und Dokumentation
5.8.1 Beschreibung der Erhebung
5.8.2 Die Rücklaufquote der Teilnehmer
5.8.3 Die Zielstreuung der Teilnehmer
5.9 Ergebnis der Erhebung und Verarbeitung
5.9.1 Allgemeine Erkenntnis
5.9.2 Erkenntnis zum Reiseverhalten
5.9.3 Erkenntnis zum Umsatzvolumen einer Urlaubsregion
5.10 Schlussfolgerungen aus der Datenerhebung

6. Einsatzmöglichkeiten von Geocaching im Tourismus
6.1 Die Umsetzung durch gezielten Tourismus
6.2 Die touristischen Potentiale mit Geocaching
6.2.1 Ausnutzung des geänderten Ausgabeverhaltens der Urlauber
6.2.2 Einbeziehung des veränderten Nachfrageverhaltens der Gäste
6.2.3 Die Integration sozialer Aspekte
6.2.4 Touristische Lenkung durch reale Preise und Give aways
6.2.5 Touristischer Nutzen durch Sonderaufgaben und zeitliche Lenkung
6.3 Praxisbeispiele für bereits umgesetzte Tourismusstrategien mit Geocaching
6.3.1 Umsetzungen durch Tourismusgemeinden allgemein
6.3.2 Beispielhafte Umsetzungen durch Tourismusgemeinden im Schwarzwald

7. Zusammenfassung und Ausblick
7.1 Erkenntnisse aus dem Reiseverhalten
7.2 Erkenntnisse für die Destination Schwarzwald
7.3 Erkenntnisse aus der Entwicklung des Geocaching
7.4 Erkenntnisse aus der empirischen Erhebung
7.5 Prüfung der Masterthese

I Literatur- und Studienverzeichnis
I.1 Literaturverzeichnis
I.2 Studien, Erhebungen und Untersuchungen
I.3 Gesetze und sonstige Fundstellen
I.4 Internetfundstellen von speziell erwähnten Geocachen

II. Abbildungsverzeichnis

III.. Tabellenverzeichnis

IV. Abkürzungsverzeichnis

V.. Anlagen

1 Einleitung und Problemstellung

1.1 Die Ausgangslage

Der touristische Markt in Deutschland befindet sich im Wandel. Es verlagern sich so wohl die Urlaubszielgebiete als auch die Urlaubsgewohnheiten. Das Urlaubsverhalten der Reisenden verändert sich zwar nicht sprunghaft, jedoch stetig. Dabei beziehen sich die Veränderungen im Tourismusmarkt weniger auf das Volumen als vielmehr auf die Strukturen.

Regionale, inländische Urlaubsgebiete genießen stärkeres Ansehen und werden öfters für Kurzurlaube frequentiert. Bei der Auswahl des Urlaubszieles spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Neben gesundheitsbezogenen Interessen gewinnen touristische Aktivangebote mit Bezug zur Natur zunehmend an Bedeutung.

Als aktiver Freizeittrend hat sich Geocaching mittlerweile etabliert. Mit Geocaching bezeichnet man – vereinfacht ausgedrückt – eine moderne Schatzsuche, die mittels eines GPS-Gerätes erfolgt. Eine Kurzbeschreibung dieses Hobbys erfolgt in Kapitel 3. Die Teilnahme ist weltweit kostenlos und kann problemlos ohne fremde Hilfe umgesetzt werden. Im so genannten Cache (Schatz) befinden sich Tauschgegenstände und ein Logbuch. Der erfolgreiche Fund wird im Internet dokumentiert.

In Kapitel 4 wird der Trend näher untersucht und die Rahmenbedingungen für die empirische Untersuchung werden ausgearbeitet.

1.2 Problemstellung und Ziel der Arbeit

Die Tourismusregionen konkurrieren um die Gäste und stellen sich auf neue Freizeittrends ein. Da sich Geocaching zunehmender Beliebtheit erfreut, nehmen touristische Destinationen diesen Trend auf. So existieren – im Vorgriff auf die Ausarbeitungen in Kapitel 6 - in vereinzelten Tourismusgemeinden bereits GPS-Schatzsuchen, die unter Beiziehung des weltweiten Geocachingtrends oder durch regionale Einzelprojekte umgesetzt werden.

Ziel der Arbeit ist es herauszufinden, ob ein nachweisbarer Zusammenhang zwischen der Freizeit- und Trendsportart Geocaching und einer geografisch begrenzten Urlaubsregion besteht. Dies ist von Bedeutung, da sich der touristische Markt verändert und jede Urlaubsregion versucht sich auf die Zielkunden einzustellen. Hierzu wird im Rahmen einer empirischen Erhebung – dargestellt in Kapitel 5 – die Zielgruppe Geocacher befragt und deren Ergebnisse wissenschaftlich ausgewertet.

Aus der Auswertung der durchgeführten Umfrage werden Rückschlüsse auf das Potential an Urlaubern gezogen, die über Geocaching für die Urlaubsdestination gewonnen werden können oder deren Verbleibensdauer durch Geocaching verlängert werden kann.

1.3 Forschungsfrage und These der Arbeit

Sollte Geocaching nachweislich einen Einfluss auf die im Rahmen der Arbeit analysierte Urlaubsregion Schwarzwald haben und wäre dieser positiv, könnten sich die touristischen Organisationen und Zusammenschlüsse entsprechend einrichten und orientieren. Durch gezielte Marketingmaßnahmen und die Steuerung des Trendsports können Tourismusströme kanalisiert und zielbringend genutzt werden

Die Fragestellungen der Masterarbeit lauten vereinfacht:

- Ist ein Zusammenhang zwischen Geocaching als Trend- und Outdoorsportart und einer Urlaubsregion erkenn- und nachweisbar?
- Beeinflusst Geocaching die Urlaubsregion Schwarzwald?
- Welche Erkenntnisse lassen sich aus einem positiven Umgang mit Geocaching für die Tourismusdestination Schwarzwald gewinnen?

Durch die Masterarbeit wird aufgezeigt, welche Möglichkeiten für eine Tourismusregion vorhanden sind, wenn moderne Freizeittrends an- und aufgenommen werden. Aus der Auswertung der Umfrage wird das Umsatzpotential abgeleitet.

Als Masterthese wird daher definiert:

„Nur eine sich am Markt orientierende Tourismusregion kann eine dauerhaft angemessene Ertragslage und Frequentierung realisieren. Der positive Umgang mit Geocaching unterstützt diese Realisierung.“

2 Tourismus im Schwarzwald

2.1 Die Grundlagen des Tourismus

2.1.1 Das Phänomen Tourismus

Die Tourismusbranche zählt zu den wichtigsten wirtschaftlichen Sektoren in Deutschland. Mit 2,8 Millionen Arbeitsplätzen - die nicht exportierbar sind - und Bruttoumsätzen von jährlich rund 233 Milliarden Euro, zeigt sich der Deutschlandtourismus als krisenfester und harter Standortfaktor.[1] Auch im Schwarzwald ist der Tourismus mit jährlichen Bruttoumsätzen von 8 Milliarden Euro und rund 180.000 Arbeitsplätzen ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor.[2]

Allgemein wird der Tourismusbranche in den kommenden Jahren ein weltweites überdurchschnittliches Wachstum zugeschrieben. Der Wettbewerbsprozess wird zeigen welche Teilbereiche des Tourismus und welche Regionen davon profitieren werden.[3]

Geht man von der Einstufung des Statistischen Bundesamtes aus, dann ist Tourismus kein eigenständiger Wirtschaftsbereich. Denn in der Klassifikation der Wirtschaftszweige, die Grundlage der amtlichen Unternehmensstatistiken ist, gibt es keinen Wirtschaftszweig „Tourismus“. Im Allgemeinen wird Tourismus als ein „umfassendes, wirtschaftsbereichsübergreifendes Phänomen“[4] verstanden und als „Querschnittsbereich“[5] eingestuft, der sich aus einer Vielzahl von Leistungen unterschiedlicher Wirtschaftszweige zusammensetzt. Dennoch ist im allgemeinen Sprachgebrauch von Tourismus als einem Wirtschaftszweig bzw. einer Branche die Rede.

Dem Produktcharakter nach ist der Tourismus der Dienstleistungsbranche zuzurechnen. Wie bei einer Dienstleistung allgemein üblich – findet die Bereitstellung des überwiegend immateriellen Gutes gleichzeitig mit dessen Konsum statt. Touristische Dienstleistungen werden vorwiegend individuell auf Wunsch erstellt. Selten sind zwei Leistungen identisch. Vielmehr sind touristische Dienstleistungen und deren Erfolg von äußeren Einflüssen, wie dem Wetter und den inneren Einstellungen und Erwartungen des einzelnen Gastes abhängig.

Steinbach, J. weist darauf hin, dass sich „(…) die vielen Schwierigkeiten und Probleme der Tourismusforschung schon bei der Definition des Forschungsgegenstandes zeigen.“[6]

Der international gängige Begriff „Tourismus“ wird in der Fachliteratur und im täglichen Sprachgebrauch meist synonym mit den Begriffen „Fremdenverkehr“, „Reiseverkehr“ und „Touristik“ genannt. Als zentrales Element beschreibt der Begriff Tourismus die Reise an sich - den vorübergehenden, zeitbegrenzten Ortswechsel vom gewöhnlichen Aufenthaltsort A an den unbekannten, fremden Reiseort B. Charakteristisch hierbei ist, dass man - im eigentlichen französischen Wortsinn der „Tour“ für Drehung - wieder dahin zurückkommt, wo man angefangen hat.

Die Welt Tourismus Organisation (WTO) versteht Tourismus als Reisen zu Freizeit-, Geschäfts- und anderen Zwecken. Wobei sich Touristen dabei mindestens 24 Stunden und längstens ein Jahr ohne Unterbrechung von ihrem Wohnort entfernt aufhalten und die Absicht haben wieder dahin zurückzukehren. Am bereisten Ort darf keine von dort bezahlte Tätigkeit ausgeübt werden. Dauerhafte Arbeits- und Studienaufenthalte oder auch Einreisen mit Absicht zum Daueraufenthalt (Aus/Einwanderungen) werden nicht dem Tourismus zugerechnet. Zum Begriff „Tourist“ gibt die WTO folgende Definition:

“T ourists are people who travel to and stay in places outside their usual environment for more than twenty-four hours and not more than one consecutive year for leisure, business and other purposes not related to the exercise of an activity remunerated from within the place visited."[7]

Mit dem Begriff „visitor“ für Gast oder Besucher grenzt die WTO Tagesreisende, die nicht übernachten gegenüber Reisenden mit Übernachtung ab. In der vorliegenden Arbeit werden die Begriffe, Gast, Besucher, Tourist und Urlauber synonym verwendet.

Tabelle Nr. 1 zeigt die wissenschaftliche Abgrenzung zwischen Touristen und Tagesgästen und die Einordnung im Bereich des Incoming-Tourismus, worauf später eingegangen wird.

Tab. 1: Kategorisierung des Incoming-Tourismus

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: modifiziert nach: Althof, W.

Freyer, W. definiert Tourismus in einer weiten Form als den vorübergehenden Ortswechsel von Personen,[8] der alle Erscheinungen umfasst, die mit dem Verlassen des gewöhnlichen Aufenthaltsortes und dem Aufenthalt am anderen Ort inklusive der Reisevorbereitung und

Reisenachbereitung verbunden sind.

Zu der für diese Arbeit verwendeten Definition von Freyer, W. – zählen somit neben mehrtägigen privaten Urlaubsreisen mit Übernachtung in gewerblichen Unterkünften, dem Kernobjekt des Tourismus also, auch Besuche bei Freunden und Verwandten mit Übernachtung in einer Privatunterkunft und Aufenthalte, die nur einen Tag oder einige Stunden dauern.

Auch Bieger, T. betont, dass der Tourismus nicht nur ein Wirtschafts- sondern ein wichtiger Lebensbereich ist, der das gesamte Verhalten des Menschen außerhalb seines Wohnortes umfasst. Vom gesetzlichen Urlaub und einer durchschnittlichen Reisefreudigkeit ausgehend verbringt der moderne Mensch demnach 12-15% seines aktiven Lebens als Tourist.[9]

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass der Tourismus sowohl ein wirtschaftliches, wie soziales und vor allem globales Phänomen ist.

2.1.2 Die Tourismuswissenschaft

Die Tourismusforschung in Deutschland ist eine junge Wissenschaftsdisziplin. Die Frage nach der Gestaltung „freier Zeit“ stellte sich in der breiten Bevölkerung erst Ende des 19. Jahrhunderts als die organisierte Arbeiterbewegung in den Industriebetrieben bessere Arbeitsbedingungen mit verkürzten Arbeitszeiten, höheren Löhnen und arbeitsfreien Tagen zur Regeneration erkämpft hatte. Urlaub und Freizeit sind seitdem unverzichtbarer und gesetzlich geregelter Bestandteil des Erwerbslebens[10] und haben einen hohen sozialen Stellenwert für den Menschen.

In der UN-Menschenrechtscharta werden arbeitsfreie Zeit und bezahlter Urlaub im Jahre 1948 als Menschenrecht definiert:

„Jeder hat das Recht auf Erholung und Freizeit und insbesondere auf eine vernünftige Begrenzung der Arbeitszeit und regelmäßigen bezahlten Urlaub.“[11]

Seit der Gründung des „Forschungsinstituts für Fremdenverkehr“ in Berlin im Jahre 1929 war das Feld des Tourismus über Jahrzehnte hinweg im Fachbereich Ökonomie angesiedelt. Heute wird dem vielseitigen Wesen des Tourismus Rechnung getragen. Als konstitutive Disziplinen der Tourismuswissenschaft gelten: Wirtschaftswissenschaften, Politikwissenschaften, Psychologie, Soziologie, Ökologie und Geographie.[12]

Bieger, T. identifiziert die Tourismusforschung als „Schnittpunktwissenschaft“, da sie nur ganzheitlich und interdisziplinär angegangen werden kann.[13]

Die Tourismusbranche ist unter anderem aufgrund der Zunahme an freier Zeit gewachsen. Eine sich hieraus ergebende Konsequenz ist, dass das Verhältnis zwischen Freizeit und Tourismus in zunehmendem Maße voneinander abhängt. Der heutige unmittelbare Zusammenhang zeigt sich beispielsweise in den Studiengängen Freizeit- und Tourismuswissenschaften - den „Leisure and Toursim Studies“.

Ausführlich auf die Entwicklung der Freizeitforschung, einzugehen würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen. Im Wesentlichen ist Folgendes festzuhalten: Die Freizeitforschung ging in den 1970er Jahren aus den Erziehungswissenschaften, insbesondere der Freizeitpädagogik hervor.[14] Dabei kann Opaschowski, H.W. als einer der maßgeblichen Freizeit- und Zukunftsforscher Deutschlands als federführend angesehen werden.[15]

Opaschowski, H.W. beschreibt die Freizeitwissenschaft als „eine neue Spektrumswissenschaft“[16] , die innerhalb der Sozialforschung unterschiedliche Freizeitbereiche, wie Kultur, Sport, Spiel, Medien, Konsum, Unterhaltung und eben den Tourismus umfasst.

Somit ist Tourismus als wesentlicher Bestandteil des allgemeinen Freizeitverhaltens zu sehen.[17] Ändert sich das Freizeitverhalten der Menschen, wirkt sich dies auch auf deren Reiseverhalten und den Tourismus im Allgemeinen aus.

Die Akteure des Tourismus - Wissenschaftler wie Praktiker - beschäftigen sich nach Freyer, W. vor allem mit drei konstitutiven Elementen des Reisens:[18]

1. mit dem Ortswechsel und den dazu verwendeten Transportmitteln
2. mit dem vorübergehenden Aufenthalt und den entsprechenden Unterkünften
3. mit den Motiven, die zu dem Ortswechsel führten

Untersuchungsgegenstand der Tourismuswissenschaft sind demnach alle Faktoren, die in Zusammenhang mit der Reise stehen und die das Reise- und Freizeitverhalten des Urlaubers kennzeichnen. Um Gesetzmäßigkeiten feststellen und unter anderem Rückschlüsse auf das Konsumverhalten der Urlauber ableiten zu können, sind folgende Parameter maßgeblich:

Die Reisezeit, die Reisedauer, die Anzahl der Reisen pro Jahr - sprich die Reiseintensität, die Reiseausgaben, verwendete Transportmittel, die Reiseart, die Reiseorganisation, die Unterkunft und die Reiseziele.

Im Folgenden wird auf einzelne - für die vorliegende Arbeit bedeutende Elemente des Reisens - eingegangen.

2.1.3 Die Reisedauer und Reiseintensität

Die Reisedauer - insbesondere die Übernachtungs- oder Belegungszahl – stellt eine wesentliche Kennzahl in der Touristikbranche dar.

Hierbei orientiert sich die Aufenthaltsdauer nicht ausschließlich am Mindestaufenthalt von 24 Stunden – auch kürzere Aufenthalte[19] zählen zum Tourismus. Selbes gilt auch für Geschäftsreisen.[20]

Je nach Dauer des Aufenthaltes am Urlaubsort wird in Reisen mit mindestens 5 Tagen bis zu einem Jahr, Kurzreisen oder Kurzurlaub von 2 – 4 Tagen und Tagesausflügen ohne Übernachtung unterschieden.[21]

Somit wird - wie in Tabelle 2 dargestellt - wissenschaftlich nach der Verbleibensdauer in der Destination unterschieden.

Tab. 2: Unterscheidung der Reiseart nach Verbleibensdauer

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigenerstellung

Zur Erforschung des Urlaubsverhaltens ist die Reiseintensität eine weitere maßgebliche Kennziffer der Tourismusbranche . Die Reiseintensität ist definiert als der Anteil der deutschen Bevölkerung (über 14 Jahren), welcher mindestens einmal im Jahr eine Urlaubsreise mit mindestens 5 Tagen Dauer unternimmt.[22] Näheres zum aktuellen Reiseverhalten deutscher Urlauber wird in Kapitel 4. 2 unter ‚Reisetrends des deutschen Reisemarktes’ dargestellt.

2.1.4 Die Reisemotivation und Reisemotive

Abgeleitet vom lateinischen Verb „movere“ beschreibt Motivation eine Bewegung oder Veränderung. Schober, R. definiert Reisemotive wie folgt:

"Unter Reisemotiven verstehen wir die Gesamtheit der individuellen Beweggründe, die dem Reisen zugrunde liegen. Psychologisch gesehen handelt es sich um Bedürfnisse, Strebungen, Wünsche, Erwartungen, die Menschen veranlassen, eine Reise ins Auge zu fassen bzw. zu unternehmen."[23]

Als eine der bekanntesten Theorien zur Erforschung menschlicher Bedürfnisse gilt die Bedürfnishierarchie des amerikanischen Psychologen Abraham Maslow.[24]

In Form einer Pyramide sind verschiedene Bedürfnishierarchien und Entwicklungsstadien dargestellt. Getreu dem umgangssprachlichen Motto: „Mit leerem Magen studiert es sich schlecht“ kann in die nächst höhere Stufe erst vorgedrungen werden, wenn die grundlegenden Bedürfnisse in der Basis befriedigt sind.

Freyer, W. wendet die Maslow’sche Bedürfnispyramide folgendermaßen auf den Tourismus an:[25]

In Zeiten der Handels- und auch Entdeckerreisen wurden Reisen in erster Linie unternommen, um die physischen Grundbedürfnisse , wie Essen, Trinken, Schlafen zu decken. In der zweiten Ebene der Pyramide - der Sicherheitsbedürfnisse - sind Reisen angesiedelt, die das Grundeinkommen durch Erholungs- und Kuraufenthalte zur Regeneration der Arbeitskraft sichern. Hierauf folgen Besuche von Verwandten und Freunden, die durch Kommunikation und Kontakt soziale Bedürfnisse befriedigen. Auf der zweithöchsten Stufe - der Wertschätzungsbedürfnisse - haben Reisende „höhergestellte“ Motive nach Freiheit, Prestige und gesellschaftlicher Anerkennung. Und schließlich werden an der Spitze der Pyramide – der Entwicklungsbedürfnisse, dem Verlangen nach Selbstverwirklichung, Freude und Glück - Reisen zum Selbstzweck als Vergnügungsreisen unternommen. Freyer, W. stuft daher die heutige Form des (Urlaubs-) Tourismus so ein, dass Reisen vorrangig dem Vergnügen und der Selbstverwirklichung dienen.

Betrachtet man tourismusspezifische Literatur, zeigt sich, dass sich mit den Motiven der Reise zahlreiche Studien beschäftigen.[26] Als Begründer der Reisemotiverforschung nimmt Hartmann, K.D. eine Unterscheidung in vier generelle Reisemotivgruppen vor:

- „Erholungs- und Ruhebedürfnis“,
- „Bedürfnis nach Abwechslung und Ausgleich“,
- „Befreiung von Bindungen“,
- „Erlebnis- und Interessenfaktoren.“[27]

Die Reisemotive werden in der Literatur zusätzlich differenziert nach den Kategorien „Hin-zu- und Weg-von-Motive“. Bei den „Hin-zu-Motiven“ dominieren das Interesse an fremden Regionen und die Selbstverwirklichung. Bei den „Weg-von-Motiven“ stehen die Alltagsflucht bzw. der Abstand zur Arbeitswelt im Vordergrund.[28] Pompl, W. spricht in diesem Zusammenhang von „Push- und Pull-Faktoren“.[29]

Freyer, W. vertritt hinsichtlich der „Weg-von-Reise“ die Ansicht, dass sich der Gast im Urlaub eine Gegenwelt zur Alltagswelt aufbaut. Viele Einzelmotive würden in das Hauptmotiv „Flucht aus dem Alltag“ münden. Hierbei wird deutlich, dass es sich bei den Reisemotiven meist nicht um einzelne Motive sondern um „Motivbündel“ handelt.

„Reisen ist häufig Wegreisen, Flucht vor den täglichen Problemen, sei es vor der unbefriedigenden Situation am Arbeitsplatz, vor den Konflikten oder vor Großstadt- und Beziehungsproblemen zu Hause. Meist existieren keine Vorstellungen über das Wohin.“[30]

Mit den Motiven der Erholung und der Alltagsflucht stimmt schon Mark Twain im Jahre 1878 bei seinem „Bummel durch Europa“ überein. Auf seiner Reise durch den Schwarzwald, spricht er von „ (…) edlen Wäldern, die ein Gefühl tiefer Zufriedenheit hervorrufen. (…) das Gefühl, dass die Alltagswelt weit entfernt und dass man von ihr und ihren Angelegenheiten vollkommen befreit sei.“[31]

Das Motiv der Reise kann je Gast also sehr unterschiedlich sein.

So differieren die Motive zwischen „am Nachtleben teilhaben“, „Zeit für sich selbst haben“, „frei sein“, „Wunsch nach Sonne, Wärme und schönem Wetter“ oder neben zahlreichen anderen Motiven „Landschaft und Natur erleben“. Nach Bieger, T. sticht jedoch insbesondere der Wunsch nach dem Naturerlebnis sowie nach Zeit mit dem Partner und der Familie hervor.[32]

Bezogen auf die Destination Schwarzwald gewinnen diese beiden Motive eine besondere Bedeutung, da sie sich im Schwarzwald sehr gut erfüllen lassen.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass Reisen durch komplexe Entscheidungsprozesse charakterisiert ist. Um sich auf die aktuellen Bedürfnisse und somit das Kaufverhalten des Gastes einstellen zu können, ist die Tourismus- und Freizeitwissenschaft stets auf der Suche nach zentralen Reise- und Freizeitmotiven.

Insgesamt geht aus allen Studien das Motiv des Vergnügens und der Erholung als Hauptmotiv der Touristen hervor. Wobei anzumerken ist, dass das Erholungsverständnis des Einzelnen zum Teil stark variieren kann. Zum einen ist das subjektive Empfinden nicht in jeder Lebensphase gleich, zum anderen bestehen kulturelle Unterschiede je nach Herkunft.

2.1.5 Die Destination in der Tourismuslehre

Unter einer Destination ist ein geographischer Raum (Ort, Region, Weiler) zu verstehen, den der jeweilige Gast als Reiseziel auswählt.[33] Dieser geographische Raum wird vom Gast in seiner Größe selbst bestimmt. Er kann ein Ort, eine Region oder ein Land sein.[34]

Somit beinhaltet eine Destination eine Vielzahl von Einrichtungen, wie Unterkunft, Restaurants und Unterhaltungsangebote. Diese werden vom Gast als Leistungsbündel konsumiert. Der Reisende wählt anhand seiner individuellen Bedürfnisse eine bestimmte Destination aus, deren Leistungen seinen Nutzen der Reise am besten erfüllt und welche als Produkt seinen Erwartungen am meisten entspricht. Damit stellt die Destination die Wettbewerbseinheit im so genannten Incoming-Tourismus dar.[35]

Im heutigen Verständnis von Tourismus wird der Auslandsaufenthalt (Outgoing-Tourismus) und das inländische Reisen (Incoming-Tourismus) subsumiert. Der Incoming-Tourismus beinhaltet den Empfang und Aufenthalt von Touristen, Reisenden und Gästen in einer bestimmten Destination oder in einer Zielregion.[36] Dabei wird der hereinkommende oder ankommende Tourismus aus Sicht einer Destination betrachtet. Dies können Reisende aus dem Ausland als auch dem Inland sein.

In Deutschland beispielsweise verreisen seit einigen Jahren konstant mehr Menschen innerhalb des Landes als ins Ausland. Hierauf wird in Kapitel 4. 2 näher eingegangen.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Incoming-Tourismus der Destination Schwarzwald. Das Thema Outgoing-Tourismus wird lediglich hinsichtlich allgemeiner Reisemotive und Reisetrends der deutschen Urlauber gestreift.

2.2 Der Schwarzwald

2.2.1 Namensherkunft des Schwarzwaldes

Der römische Geschichtsschreiber Tacitus erwähnt den Schwarzwald als „montis Abnobae“, den Berg Abnoba[37] an den Quellen der Donau[38] bereits um 98 n. Chr. Auch die Bezeichnung „Abnoba silva“ oder „mons Abnoba“ wird von den Römern für den Schwarzwald verwendet.[39]

Dies entspricht der üblichen Bezeichnung der Römer für markante Gebirgszüge oder Waldgebiete im nördlichen Mitteleuropa. Aus „mons“ oder „montis“ - dem Berg oder Gebirge leitet sich das „Monstrum“ - das Ungeheuer - ab. Mit „Silva“ wird der Wald bezeichnet. Auch der Begriff „Saltus“ kommt vor, wenn ein Waldgebirge, eine Schlucht oder ein Sumpf beschrieben wird.[40] Diese schwer zu durchdringenden und schwer zugänglichen Naturräume führten bei den Römern nach Gerlach, F. zu übertriebenen Vorstellungen. Von „Riesenwuchs der Urwälder“ und „grauenvollem Dunkel“ in den „Sümpfen und Wäldern Germaniens“ ist da die Rede.[41]

Erstmals in der heutigen Form erwähnt ist „Svarzwald“ in einer Urkunde des Klosters St. Gallen im Jahre 868.[42] Im Frühmittelalter werden mit „saltu svarzwald“ weitere hochgelegene Nadelwälder in Mittel- und Süddeutschland bezeichnet. Der Name hat sich allerdings nur im heutigen Schwarzwald erhalten. Erst zwischen dem 10. und 13. Jahrhundert wird der Schwarzwald flächenmäßig besiedelt. Hierfür werden „die naturräumlichen Verhältnisse und Verkehrsfeindlichkeit“[43] als ursächlich angenommen.

2.2.2 Geografische Lage der Ferienregion Schwarzwald

Als größtes zusammenhängendes Mittelgebirge Deutschlands liegt der Schwarzwald im Südwesten von Baden-Württemberg und damit im Drei-Länder-Eck zwischen Deutschland, Schweiz und Frankreich. Nach Westen - zum Nachbarland Frankreich hin - fällt das Gebirge bis auf 200 m ü NN steil ab während es im Osten bis auf 600 m ü NN abflacht. Auf einer Fläche von 6000 Quadratkilometern, ist der Schwarzwald rund 155 km lang und zwischen 20 km und 60km breit.

Wie in Abbildung Nr. 1 ersichtlich, bildet der Schwarzwald zwischen den Städten Karlsruhe und Stuttgart, dem Bodensee und Basel in der Schweiz vereinfacht dargestellt ein lang gestrecktes Rechteck.

Abb. 1: Lage des Schwarzwaldes in Deutschland

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: multimedia-service, Fischer[44]

In Geodaten ausgedrückt – Details hierzu werden in Kapitel 3 ausgeführt - befindet sich der Schwarzwald zwischen dem 47. und 49. Breitengrad nördlicher Breite und dem 7. und 8. Längengrad östlicher Länge. So liegt Karlsruhe beispielsweise auf dem 49. Breitengrad, Freiburg auf dem 48. und Lörrach bzw. Basel ca. bei 47° 30' Grad nördlicher Breite. In West-Ost- Ausdehnung liegt der Schwarzwald ca. zwischen 7° 40' und 8° 45' östlicher Länge.

Die touristischen Regionen des Schwarzwaldes gehen über das geografische Mittelgebirge hinaus. Sie schließen das Rheintal, die Reblande mit badischen Weinanbaugebieten, die Baar, das Gäu und die Flusstäler von Nagold und Neckar ein. Insgesamt umfasst die Ferienregion Schwarzwald rund 11.100 Quadratkilometer Fläche und wird von rund 2,95 Mio Einwohnern bewohnt. Der Schwarzwald ist somit eine der größten regionalen Destinationen in Deutschland.[45]

Abb. 2: Die Ferienregion Schwarzwald im Überblick

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Schwarzwald Tourismus Gesellschaft (STG)[46]

Mehr als die Hälfte der Ferienregion Schwarzwald sind als Naturpark ausgewiesen. Mit umweltgerechter Landnutzung wird im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord und im Naturpark Südschwarzwald versucht die landschaftliche Vielfalt zu erhalten und Tourismus somit nachhaltig zu fördern.[47]

2.2.3 Der Wald als touristisches Kapital

Der Schwarzwald ist mit rund 365.000 ha Forstfläche die waldreichste Landschaft in Baden-Württemberg. Im nördlichen Teil herrschen dichte Nadelwälder vor. Die Waldflächen im mittleren und südlichen Schwarzwald sind stärker durch landwirtschaftliche Nutzflächen, wie Wiesen und Äcker und somit freie Flächen aufgelockert. Insbesondere durch das Wechselspiel zwischen Höhenlagen und Rheinebene ergeben sich auf engstem Raum abwechslungsreiche Landschaften mit vielseitiger Fauna und Flora.

Zu Zeiten der Industrialisierung wurde der Wald unter anderem durch Flößer, Glasmacher und Köhler intensiv genutzt. Der Baumbestand sank und die Walddichte betrug um das Jahr 1800 nur noch rund 32%. Aufforstungsprogramme – hauptsächlich mit schnell wachsender Fichte – sorgten dafür, dass im Jahre 1985 wieder 53% und im Jahre 2002 bereits wieder 75% des Schwarzwaldes bewaldet waren.[48]

Neben dem wirtschaftlichen Nutzen durch gesicherte Holzerträge gewinnen - spätestens mit der Einführung des Bundeswaldgesetzes im Jahr 1975 - auch im Schwarzwald die Schutzfunktion der Umwelt sowie der Erholungswert des Waldes für die Bevölkerung an Bedeutung.[49] Für den Tourismus bedeutend ist das Privileg, dass in Deutschland im Gegensatz zu zahlreichen anderen europäischen Staaten, der Wald zum Zwecke der Erholung frei betreten werden darf (§ 14 BWaldG; § 37 LWaldG). Eingeschränkt wird das Betretungsrecht unter anderem bei Waldpflegemaßnahmen, wie Holzfällarbeiten oder in besonderen Schutzgebieten des Waldes, wie beispielsweise Naturschutzgebieten oder Bannwäldern.[50]

In Deutschland gehören die Wälder zu den beliebtesten Erholungsgebieten. So suchen etwa zwei Drittel der Deutschen mindestens einmal im Jahr einen Wald auf. Insgesamt wird mit rund 1,5 Milliarden Waldbesuchen pro Jahr gerechnet.[51] Dabei gehen die Besucher sehr verschiedenen Aktivitäten nach. Dazu gehören: Picknick, Wandern, Joggen, Rad fahren, Wintersport, Reiten, Sammeln von Pilzen und Beeren und Beobachten von Wildtieren.[52] Abbildung Nr. 3 zeigt eine Familie beim Spaziergang durch den Wald.

Abb. 3: Spaziergänger – Familie im Wald

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg

Die Gästezahlen bestätigen, dass der Wald mit seiner Erholungsfunktion ein wichtiges Entscheidungskriterium bei der Wahl der Urlaubsdestination ist. Im Schwarzwald verzeichnen die Feriengemeinden die höchsten Gästezahlen, die einen hohen Waldanteil haben.[53] Beispielsweise gilt die Tourismusgemeinde Baiersbronn als waldreichste Feriengemeinde Baden-Württembergs. Mit einem Waldanteil von rund 80% scheint der Slogan - „Mehr Schwarzwald gibt’s nirgends“ – gerechtfertigt. Tatsächlich liegt die Gemeinde bei den „15 übernachtungsstärksten Orten im Schwarzwald“[54] mit 718.421 Übernachtungen auf Platz Vier. Dies macht sie zur größten Tourismusgemeinde. Auf den Plätzen davor liegen die städtischen Hochburgen Freiburg (1.254.520 Übernachtungen), Karlsruhe (820.005) und Baden-Baden (765.776).

Die Schlussfolgerung: “Je mehr Wald – desto besser für den Tourismus“, wäre jedoch ein Trugschluss. Das Gegenteil ist der Fall. Der Wechsel zwischen Wald und Offenland wird „(…) von Gästen wie Einheimischen als typisch und identitätsstiftend für eine Region empfunden.“[55] Gehen Aussichtspunkte verloren, kann dies für Urlauber den Erholungswert sowie für die ortsansässige Bevölkerung die allgemeine Lebensqualität einschränken.

Sich ausbreitender Wald überwuchert zudem alte Elemente der Kulturlandschaft, wie beispielsweise alte Grenzsteine. Kulturelle Attraktionen verschwinden „und (der) Wert einer Landschaft als Archiv kulturellen Erbes“[56] wird gemindert. Die Ferienregionen des Schwarzwalds sind daher bestrebt mit verschiedenen „Offenhaltungs-Initiativen“, wie Weideprojekte und Regionalvermarktung eine weitere Waldausdehnung zu verhindern und somit den Tourismus nachhaltig zu fördern.[57]

2.2.4 Historischer Abriss zur Entwicklung des Tourismus im Schwarzwald

Die[58] von Freyer, W.[59] beschriebenen „Boomfaktoren des Tourismus“ lassen sich bei der Entwicklung des Fremdenverkehrs im Schwarzwald gut beobachten.

Tourismus zu Freizeit-, Erholungs- und Vergnügungszwecken[60] beginnt im Schwarzwald etwa Mitte des 19. Jahrhunderts. Davor sind es einzelne „Geschäftsreisende“, die zu Aufbau und Pflege wirtschaftlicher Beziehungen auf historischen Handelswegen den Schwarzwald durchqueren. Mit reisetypischen Aspekten wie, Organisation der An- und Abreise, Verpflegung und Unterkunft entwickelt sich nach und nach eine Infrastruktur für Reisende. Wobei das touristische Angebot im Vergleich zu heute weit aus weniger vielfältig und kundenorientiert ist. Die Zweckmäßigkeit der einfachen Versorgung und Unterkunft stehen im Vordergrund.

Mit der verkehrstechnischen Erschließung des Schwarzwaldes durch die Eisenbahn[61] - Mitte des 19. Jahrhunderts - erhält die wirtschaftliche Entwicklung der Orte entlang der Bahnlinien einen kräftigen Schub (Boomfaktor: „Motorisierung und Mobilität“). Neben der verarbeitenden- und herstellenden Industrie, wie beispielsweise der Uhrmacherindustrie mit den international bekannten Kuckucksuhren, profitiert in erster Linie der Tourismus. Seit dem Bahnbau ist es möglich, auf unbeschwerliche Weise in den Schwarzwald zu gelangen. Immer mehr Touristen, vortrefflich aus den umliegenden städtischen Ballungsgebieten, suchen sommers wie winters zum privaten Vergnügen, zum romantischen Naturerleben und zur Erholung die Höhen des Schwarzwaldes auf (Boomfaktor: „Bevölkerungswachstum und Verstädterung“).

Diverse örtliche Verschönerungsvereine und der 1864 in Freiburg gegründete Schwarzwaldverein sorgen dafür, dass die Gäste gut ausgebaute und beschilderte Wanderwege, Wanderkarten und Ausflugsziele vorfinden. Hotellerie und Gastronomie verstärken mit Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten die touristische Infrastruktur (Boomfaktor: „Ausbau der Tourismusindustrie“).

Die Verbreitung des Automobils in den 1920er Jahren und das aufkommende „Autowandern“ auf speziellen touristischen Routen, wie beispielsweise der Schwarzwaldhochstraße im Nordschwarzwald, kurbeln den Tourismus zusätzlich an. Wer keinen eigenen PKW hat, reist mit dem Postbus, der so genannten Kraftpost - Deutschlands erstem Unternehmen zur Personenbeförderung[62] - an.

Abbildung 4 zeigt einen gelben Bus der Kraftpost im August 1962 an einer Haltestelle in Bernau im Schwarzwald.[63]

Abb. 4: Mit der Kraftpost in den Schwarzwald

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Badische Zeitung, Foto: Pro[64]

In den 1950er und 1960er Jahren sorgt das „Wirtschaftswunder“ in Deutschland für zunehmenden Wohlstand. Steigende Löhne und sinkende Arbeitszeit führen dazu, dass sich auch der „Durchschnittsarbeiter“ einen Erholungsurlaub im Schwarzwald leisten kann (Boomfaktor: „Einkommen und Wohlstand“). Die neu entstandene Reisefreude der Deutschen führt auch im Schwarzwald zu einem Besucherandrang (Boomfaktor: „Urlaub, Freizeit und Wertewandel“).

Mitte der 1990 Jahre sorgt die Gesundheitsstrukturreform für eine Krise im Kurwesen. Die Übernachtungen in (Luft-) Kurorten und Bäderorten fallen um bis zu 40%. Dennoch sind Kliniken auch heute noch mit 17% aller Übernachtungen fester Bestandteil der Tourismusentwicklung im Schwarzwald.[65]

Das Ende des 20sten und der Beginn des 21sten Jahrhunderts stehen im Zeichen verstärkter Kommunikation und Vernetzung. Die Gebietsgemeinschaften nördlicher, mittlerer und südlicher Schwarzwald schließen sich zur „Schwarzwald Tourismus GmbH, (STG)“ zusammen. Die Ferienregion Schwarzwald wird unter anderem auf Messen, in Printmedien und insbesondere im Internet unter dem Markennamen „herz.erfrischend.echt“ als Gesamt - Urlaubsdestination einheitlich vermarktet (Boomfaktor: „Entwicklung des Kommunikationswesens“).

Die heutigen Profilthemen des Schwarzwaldes sind zum einen Aktivurlaub mit Wandern und Rad- bzw. Mountainbike - Fahren und zum andern Genießerurlaub mit Kulinarik und Wellness.[66]

Eine detaillierte Darstellung der Entwicklung des Tourismus im Schwarzwald würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen. Daher wird auf die „Begleitbroschüre 100 Jahre Schwarzwald Tourismus – Streifzug durch 100 Jahre Verbands- und Tourismusgeschichte“[67] verwiesen.

2.2.5 Der typische Schwarzwaldurlauber

Um sich als Touristiker auf die Kundenbedürfnisse einstellen und die touristischen Angebote entsprechend ausrichten zu können, ist es entscheidend den Gast, der den Schwarzwald besucht, zu kennen. Aus den statistischen Werten vergangener Jahre hat sich in 2003 folgendes Bild gezeichnet.

Der typische Schwarzwaldurlauber ist:[68]

- älter als 50 Jahre (68%),
- verheiratet (73%),
- hat Hauptschulabschluss (40,6%),
- ist Arbeiter oder Angestellter (18% bzw. 23,7%),
- hat ein Monats-Nettoeinkommen von 1.250 – 1.500 Euro (49%),
- benutzt zur Anreise seinen PKW (85%),
- ist Wanderer oder geht gerne Spazieren und
- sucht Ruhe, Natur und Gesundheit.

Die Naturverbundenheit und die Neigung zum Wandern und Spazierengehen deckt sich - dies sei an dieser Stelle vorweggenommen - mit den in der empirischen Erhebung unter Kapitel 5 dargestellten Interessen des aktiven Geocachers.

„Der Schwarzwaldurlauber bleibt zwar kürzer als früher. Dafür ist er aber bereit, pro Tag mehr Geld auszugeben. Und er ist gewillt, auch öfters zu kommen.“ Dies jedoch nur, wenn Attraktionen wie Erlebnis-, Erholungs- und Wellnessangebote vorhanden sind.[69]

Ein solches Erlebnisangebot könnte das im nachstehenden Kapitel beschriebene Geocaching als ergänzendes Freizeitangebot am Urlaubsort sein. Aus diesem Grund wurde im Vorfeld der Arbeit der Schwarzwald und dessen typisierte Schwarzwaldurlauber als repräsentative Urlaubsdestination bzw. Erhebungsdaten für die Erhebung ausgewählt.

3 Geocaching – Begriffe und Erläuterung

3.1 Die Historische Entwicklung des Geocaching

„Die Kunst der Orientierung nach den Gestirnen setzt das Wissen um sie voraus.“[70]

Die Motivation um das Wissen um die Gestirne und die Navigation war - wie im obigen Zitat - historisch meist militärisch geprägt. Die zivile Nutzung der Navigation wurde jedoch nie vernachlässigt. Dennoch lag die militärische Nutzung stets im Vordergrund und das GPS (Global Positioning System) wurde für zivile Zwecke bis zu einer Genauigkeit von maximal 100 Metern zugelassen. Als am 01.Mai 2000 der amerikanische Präsident Clinton das GPS-Signal zur freien Verfügung für jedermann erklärte, hat sich aus der reinen ursprünglich militärischen Nutzung auch ein Trendsport entwickelt: Geocaching.

Bereits am 03. Mai 2000 versteckte Dave Ulmer einen Behälter, gefüllt mit Süßigkeiten, in den Wäldern außerhalb Portlands, Oregon als feierliche Zeremonie der Aufhebung der selektiven Verfügbarkeit des GPS-Systems.[71] Er veröffentlichte die Position des Verstecks in einem Posting in der Newsgroup sci.geo.satellite-nav. Als das Versteck bis zum 06.Mai 2000 bereits zwei Mal gefunden und in einem so genannten „Logbuch“ protokolliert wurde, war ein neuer Freizeittrend geboren worden. Innerhalb weniger Tage wurden in Kalifornien, Kansas und Illinois weitere Verstecke angelegt und bereits im ersten Monat war ein Versteck in Australien platziert.

Im Juli 2000 wurde die Spielplattform „Geocaching“ genannt und von Jeremy Irish mit verschiedenen Spielarten im Internet jedem zugänglich gemacht.[72] Im Mai 2010 wurden zahllose Feierlichkeiten veranstaltet, die das 10-jährige Jubiläum zelebrierten und die Teilnehmer sogar mit einem speziellen Icon – Erläuterungen folgen im Kapitel 3.4 - in der Spielplattform belohnten.

3.2 Die Funktionsweise der Satellitennavigation

Nachstehend wird in kurzen Grundzügen die Funktionsweise der Satellitennavigation dargestellt, um die Arbeitsweise der GPS-Geräte zu erläutern. Dieses Hintergrundwissen wird jedoch mit dem Ziel der Arbeit nur stark vereinfacht dargestellt.

Da verschiedene Anbieter von GPS-Geräten am Markt tätig sind, wird mit dem Gebot der Neutralität nicht auf Gerätedetails eingegangen. Zusammenfassend haben sich jedoch die Hersteller Garmin und Magelan durchgesetzt, wobei trendbedingt laufend neue Geräte - auch von anderen Herstellern - auf den Markt gelangen.

Abb. 5: Satellitennavigation zur Positionsbestimmung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Spiegel[73]

Beim ersten Einschalten eines GPS-Gerätes gleich welcher Marke - versucht dieses die eigene Position festzustellen. Das GPS-Gerät beginnt mit der Erfassung der Satelliten (Acquiring Satellites) zur Errechnung der aktuellen Position. Diese Navigationssatelliten im Weltall sind im Regelfall mit Sendern und Empfängern ausgestattet. Man bezeichnet sie als aktive Satelliten. Die ersten Navigationssatelliten sind die Satelliten der amerikanischen Serie Transit von 1964. Eines der heute wichtigsten Satellitensystem ist das Global Positioning System kurz GPS, das den Handgeräten, welche für die Geocachingsuche verwendet werden, seinen Namen gab. Dieses Global Positioning System besteht aus 24 Navigationssatelliten und dient – wie schon in der Einleitung ausgeführt - der militärischen und zivilen Nutzung. Die Satelliten bewegen sich in exakt 20.000km Höhe auf sorgfältig vermessenen Bahnen. Die Satelliten senden fortlaufend Positionssignale, die mit Hilfe von Sendern auf der Erde empfangen werden.

Nutzt man nun einen Rechner, der über eine kleine Antenne die Zeitdaten (meist erfasst durch Atomuhren) der GPS-Satelliten empfängt, kann aus vier bis meist acht Signalen der verschiedenen Satelliten eine eigene Position errechnet werden. Exakt dieses setzt jedes einzelne GPS-Gerät um und errechnet so die aktuelle Position.

Zur Positionsbestimmung am aktuellen Ort ist die Erde in Längengrade und Breitengrade eingeteilt. Die Längengrade verändern sich, in den Richtungen Nord oder Süden, während die Breitengrade nach Osten oder Westen ausgerichtet sind.

Um nun zu navigieren oder einen exakten Standort zu definieren, werden diese Längen- und Breitengrade eingesetzt. Jeder Ort der Erde kann über die Angabe von Breiten- und Längengrad exakt bestimmt und zugeordnet werden. Die Navigation oder die Bestimmung mittels eines Grads ist natürlich noch sehr grob - weshalb wie bei Winkeleinheiten üblich - die Grade in Minuten und Sekunden bzw. Zehntelminuten unterteilt werden (1 Grad = 60 Minuten; 1 Minute = 60 Sekunden). Angewendet werden diese Winkeleinheiten in so genannten geodätischen Gittern, von denen zahlreiche - je nach Zweck und Historie vorhanden sind.

Auf eine weitere Vertiefung soll an dieser Stelle bewusst verzichtet werden, da die Arbeit ausschließlich auf der Anwendung des nutzenden Geocachers und nicht dem technischen Hintergrund basiert.

3.3 Die Ziele und Spielweise von Geocaching

Das Hauptziel von Geocaching ist es, mit Hilfe des GPS-Gerätes einen von anderen Mitspielern versteckten „Cache“ oder auch engl. „stash“ - übersetzt geheimes Versteck / Schatz - zu suchen und zu finden (engl. cache hunt). Nun befinden sich in diesen Verstecken, welche im Regelfall in Plastikdosen untergebracht sind, keine wirklichen Schätze, sondern kleine Gegenstände zum Tauschen (engl. goodies) und ein Notizbuch, das so genannte Logbuch. In dieses wird der Fund (engl. find) mit Namen - als für das Spiel verwendetes Pseudonym (engl. nickname) -, das Datum, die Uhrzeit und ein paar Worte zur „Schatzbergung“ eingetragen.

Der erfolgreiche Fund wird auch nachträglich im Internet registriert (geloggt), so dass der Eigentümer des Geocaches erkennt, dass er gefunden wurde. Dies ist auch für andere Teilnehmer im Internet sichtbar. Je Fund eines Caches wird ein Punkt vergeben, der dem Finder in seiner Statistik zugesprochen wird. Verschiedene Arten von Geocaches, welche nachstehend erläutert werden, erzeugen in dem Internetprofil des Teilnehmers die entsprechenden Symbole, so genannte Icons, welche wiederum die Vielfältigkeit des Teilnehmers gegenüber Dritten dokumentieren. Die Bepunktung jedes Geocaches - unabhängig von Art und Schwierigkeit - erfolgt identisch. D.h. je Fund wird ein Punkt vergeben.

[...]


[1] Vgl. Deutscher Tourismusverband (Hrsg.). (2010). Pressemitteilung vom 08.07.2010. Internet: http://www.deutschertourismusverband.de/index.php?news_id=398&pageId=96&startId=0&show_year=2010 (Stand 10.07.2010).

[2] Vgl. Schwarzwald Tourismus Gesellschaft. (Hrsg.). (2010b). Geschäftsbericht 2009. Schwarzwald Tourismus GmbH. Freiburg: Eigendruck, S. 4.

[3] Vgl. Landtag von Baden-Württemberg. (Hrsg.). (1998). Drucksache 12/3527.Antrag Abgeordnete FDP/DVP und Stellungnahme des Wirtschaftsministeriums. Städte- und Tagestourismus vom 02.12.1998. Internet: http://www.landtag-bw.de/wp12/drucksachen/3000/12_3527_d.pdf, S. 2. (Stand: 11.07.2010).

[4] Vgl. Landtag von Baden-Württemberg. (Hrsg.) (2007). Drucksache 14/1229 vom 09.05.2007. Große Anfrage der Fraktion der CDU und Antwort der Landesregierung. Tourismus in Baden-Württemberg. Internet: http://www.landtag-bw.de/WP14/Drucksachen/1000/14_1229_d.pdf, S. 22. (Stand 10.07.2010).

[5] ebd., S. 22.

[6] Steinbach, J. (2003). Tourismus. Lehr- und Handbuch zu Tourismus, Verkehr und Freizeit. München: Oldenbourg Wissenschaftsverlag, S. 10.

[7] World Tourism Organization. (Hrsg.). (1995). UNWTO: Technical Manual No.2.. Collection of Tourism Expenditure Statistics. Internet: http://pub.world-tourism.org/WebRoot/Store/Shops/Infoshop/Products/1034/1034-1.pdf (Stand: 16.08.2010), S. 14.

[8] Vgl. Freyer, W. (2007). Tourismus-Marketing, 5. Auflage. München: Oldenbourg Verlag. S. 4.

[9] Vgl. Bieger, T. (2002b). Tourismuslehre – ein Grundriss. 2te. Aufl. UTB Hauptverlag: Bern, Stuttgart, Wien. S. 36ff

[10] Vgl. § 1 Bundesurlaubsgesetz (BuUrlG). Jeder Arbeitnehmer hat in jedem Kalenderjahr Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub. BuUrlG vom 08.01.1963. Mindesturlaubsgesetz für Arbeitnehmer. In der Fassung des Gesetzes vom 07.05.2002, BGBl. 2002 I, S. 1529.

[11] Artikel 24, Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (A/RES/217, UN-Doc. 217/A-(III)), vom 10.12.1948. In: Informationen der GfpA. Nr. 58. September 1998.

[12] Freyer, W. (2006). Tourismus. Einführung in die Fremdenverkehrsökonomie. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag, S. 15.

[13] Bieger, T. (1994): Tourismusforschung – Marktlücken und weiße Felder aus Sicht der Tourismuspraxis. In: Zeitschrift für Fremdenverkehr. Heft 4, 1994.

[14] Nahrstedt, W. (2005). Freizeitpädagogik, Freizeitwissenschaft, Zukunftsforschung. In: Popp, R. (Hg) Wien: LIT Verlag Festschrift Zukunft:Freizeit:Wissenschaft, S. 22.

[15] ebd., S. 15.

[16] Opaschowski, H. W. (2008). Einführung in die Freizeitwissenschaft. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 5. Auflage. Vorwort zu 1. und 2. Auflage 1988, 1994, S. 16

[17] Freyer, W. (2006). a.a.O., S. 46.

[18] ebd., S. 2.

[19] Vgl. Althof, W. (1996). Incoming-Tourismus. 2te. Aufl. München: Oldenbourg Wissenschaftsverlag, S. 7.

[20] ebd., S. 7.

[21] Freyer, W. (2006). a.a.O., S. 2.

[22] Vgl. Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen. (Hrsg.) (o.J.). Erste Ergebnisse der RA 2008. S.2. Internet: http://www.reiseanalyse.de/downloads/Reiseanalyse_2008.pdf (Stand: 15.07.2010)

[23] Schober, R. (1993). (Urlaubs-) Erleben, (Urlaubs-) Erlebnis. In: Hahn, H./Kagelmann, H (Hrsg.) Tourismuspsychologie und Tourismussoziologie. Ein Handbuch zur Tourismuswissenschaft. München: Quintessenzverlag, S. 199.

[24] Maslow, A.H. (1943). A Theory of Human Motivation, Psychological Review 50. 370ff Reprint in Harriman, P. (Hrsg.) Twentieth Century Psychology. New York: Philisophical Library. Ed. 1946.

[25] Freyer, W. (2006). a.a.O., S. 72ff.

[26] Einen Überblick über die Reisemotivforschung gibt Braun, O.L. (1993). (Urlaubs-) Reisemotive in: Hahn, H./Kagelmann, H (Hrsg.) Tourismuspsychologie und Tourismussoziologie. Ein Handbuch zur Tourismuswissenschaft. München: Quintessenzverlag, S. 200ff.

[27] Vgl. Hartmann, K.D. (1962). Zur Ermittlung von Urlaubsmotiven und Urlaubserwartungen. Starnberg: Studienkreis für Tourismus. Eigenverlag. Zitiert nach Braun, O.L. (1993). (Urlaubs-) Reisemotive a.a.O., S. 202ff.

[28] Vgl. Freyer, W. (2007). a.a.O., S. 199.

[29] Vgl. Pompl, W. (1996). Touristikmanagement 2. Springer Lehrbuch: Heidelberg, S. 18ff.

[30] Freyer, W. (2006). a.a.O., S. 60.

[31] Twain, M. (1990). Bummel durch Europa. Zürich: Diogenes Taschenbuch. (Originalausgabe 1880 “A Tramp Abroad”), S. 152.

[32] Vgl. Bieger, T. (2002b). a.a.O., S. 43.

[33] Vgl. Bieger, T. (2002a). Management von Destinationen. 5te. Aufl. München: Oldenbourg Wissenschaftsverlag, S. 56.

[34] ebd., S. 57.

[35] ebd., S. 55ff.

[36] Vgl. Althof, W. (1996). a.a.O., S. 7.

[37] In der weiteren Ausführung zu verstehen als lang gestrecktes Bergmassiv.

[38] Vgl. Gerlach, F. / Wackernagel, W. (1835). Tacitus Germania. Text Übersetzung Erläuterung. Basel: In der Schweighauserischen Buchhandlung, S. 64f.

[39] Beck, H. u.a. (Hrsg.) (2004). Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. Schwarzwald. Berlin: de Gruyter Verlag. Band 27, 2. Auflage, S. 442.

[40] Vgl. PONS Wörterbuch für Schule und Studium (2007). Latein. Stuttgart: Klett Verlag.

[41] Gerlach, F. / Wackernagel, W. (1835). a.a.O., S. 66.

[42] Vgl. Beck, H. u.a. (Hrsg.) (2004). a.a.O., S.442.

[43] Vgl. Beck, H. u.a. (Hrsg.) (2004). a.a.O., S.442.

[44] Vgl. Fischer-Multimedia-Service. (Hrsg). (2010). Schwarzwald. Internet: http://www.schwarzwald.com/karte/ (Stand: 05.10.2010).

[45] Vgl. Schwarzwald Tourismus Gesellschaft (Hrsg.). (2010a). a.a.O.

[46] Vgl. Schwarzwald Tourismus Gesellschaft (Hrsg.). (2010a).a.a.O.

[47] Vgl. Schwarzwald Tourismus Gesellschaft (Hrsg.). (2010c). Naturparke. Internet: http://www.schwarzwald-tourismus.info/reisethemen/natur_erleben/naturparke (Stand: 05.10.2010).

[48] Vgl. Schwarzwald Tourismus GmbH. (Hrsg.). (2006). a.a.O., S. 21.

[49] Vgl. § 1 Bundeswaldgesetz (BWaldG); § 1 Waldgesetz für Baden-Württemberg (LWaldG).

[50] Vgl. § 37 LWaldG; § 23 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG), Naturschutzgebiete.

[51] Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg. (Hrsg.). (2010). Zukunftswald. Internet: http://www.zukunftswald.de/page.php?katid=314&PHPSESSID=d55ed99cfddfe093de7d2a91d3d52f42 (Stand: 12.10.2010).

[52] ebd.

[53] Vgl. Schwarzwald Tourismus Gesellschaft. (Hrsg.). (2006). a.a.O., S. 22.

[54] Schwarzwald Tourismus Gesellschaft. (Hrsg.). (2010b). a.a.O., S. 8.

[55] Landesamt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW). (Hrsg.) (2008). Merkblatt: Offenhaltung der Landschaft Stand: November 2008.

[56] ebd.

[57] ebd.

[58] Vgl. Schwarzwald Tourismus GmbH (Hrsg.). (2006). a.a.O., S. 7.

[59] Vgl. Freyer, W. (2001). Tourismus. Einführung in die Fremdenverkehrsökonomie. 7. Aufl. Oldenburg Verlag, S. 14.

[60] Vgl. World Tourism Organization (WTO) (1995): Technical Manual. Collection of Tourism Expenditure Statistics, PDF, S. 14.

[61] Zum Vergleich: Erste Zugfahrt in Deutschland: Nürnberg - Führt 1833; Bahnlinien Schwarzwald: Heidelberg – Karlsruhe 1843, Schwarzwaldbahn Offenburg – Singen 1873; Gäubahn Stuttgart – Freudenstadt 1879; Höllentalbahn Freiburg – Donaueschingen 1887.

[62] Vgl. Stern, V. (Hrsg.). (o.J.). Kraftpost. Internet: http://www.kraftpost.de (Stand: 05.09.2010).

[63] Vgl. Badische Zeitung (Hrsg.). (2009). Mercedes und Milchkanne. Tageszeitung Beitrag vom 30.11.2009 zum Buch von Stern, V. Mit der Kraftpost in den Schwarzwald. Internet: http://www.badische-zeitung.de/kultur-sonstige/mercedes-und-milchkanne--22003132.html (Stand: 07.09.2010).

[64] Vgl. Badische Zeitung (Hrsg.). (2009). Mercedes und Milchkanne. Tageszeitung Beitrag vom 30.11.2009. a.a.O.

[65] Vgl. Schwarzwald Tourismus Gesellschaft. (Hrsg.). (2010b). a.a.O., S. 13.

[66] ebd., S. 4.

[67] Vgl. Schwarzwald Tourismus GmbH. (Hrsg.). (2006). a.a.O.

[68] Vgl. Vgl. Schwarzwald Tourismus GmbH. (Hrsg.). (2008). Marketingkonzept der Schwarzwald Tourismus GmbH – überarbeitete Fassung 09/2008, in Anlehnung an Reiseanalyse (RA) 2003. FUR, S. 21ff.

[69] Vgl. Loheide, B. (2010). Wetter: Touri-feindlich. Presseartikel. In: Schwarzwälder Bote. Regionalzeitschrift vom 07.08.2010. Eigenverlag: Rottweil.

[70] Vgl. Reimer, H. (1943). Sonne. Mond. Polarstern. Als Kameraden des Frontsoldaten. Ein neuer Weg zur Klarheit über den Himmel in allen Breiten der Erde. Berlin: Helm Verlag, S.5.

[71] Vgl. Teßmer, P./Laufer, T./Hansen, D./Hidde, M. (2004). Geocaching der junge Sport für Jedermann. Eislingen. Luazul Verlag, S. 13.

[72] ebd., S. 14.

[73] Vgl. Becker, M. (2008). „Galileos“ ungewisse Zukunft. In: Spiegelonline. Internetpublikation. Internet: http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-30966.html (Stand: 15.09.2010).

Ende der Leseprobe aus 136 Seiten

Details

Titel
Geocaching als touristische Einflussgröße auf eine Urlaubsregion
Untertitel
eine empirische Untersuchung in der Region Schwarzwald
Hochschule
Turku University of Applied Sciences  (Distance Learning Institution)
Note
1,00
Autor
Jahr
2011
Seiten
136
Katalognummer
V202591
ISBN (eBook)
9783656321309
ISBN (Buch)
9783656325130
Dateigröße
2956 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Arbeit zeigt den Einfluss von Geocaching auf eine Urlaubsregion. Die Grundlagen wurden wissenschaftlich erarbeitet und empirisch untersucht.
Schlagworte
Tourismus, Urlaubsregion, Schwarzwald, Marketing, Trendsportart, Tourismusmarketing
Arbeit zitieren
MBA Margot Laufer (Autor), 2011, Geocaching als touristische Einflussgröße auf eine Urlaubsregion, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202591

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