Im Jahre 1941 veröffentlichte der australische Prehistoriker Vere Gordon Childe sein Buch
„Man makes himself“. In diesem Werk versucht er durch die Verknüpfung von
archäologischen Daten und marxistischen Ideen, eine Interpretation der Geschichte zu leisten.
Eine Geschichte die sich von den ersten Jägern und Sammlern hin zu der modernen
Gesellschaft rekonstruieren ließe. Zentrale Punkte in seinem Konzept sind die neolithische
und die urbane Revolution. Sie stehen für entscheidende Entwicklungen in der Vorgeschichte,
welche uns auf den Weg hin zur modernen Gesellschaft führen. Diese Arbeit befasst sich mit
Childes Idee der neolithischen Revolution und einer kritischen Betrachtung seines Konzeptes.
Zusätzlich wird versucht eine Aussage zu der Relevanz des Konzeptes und der Person Vere
Gordon Childe für die Archäologie zu treffen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Vere Gordon Childe
- Die neolithische Revolution
- Die ,,Oasen-Hypothse\" und der Fruchtbare Halbmond
- Von Sammlern und Bauern
- Überschüsse
- Technologie
- Götter und Gesellschaft
- Marxistische Archäologie und Kritik
- Zusammenfassung
- Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die von Vere Gordon Childe postulierte neolithische Revolution und ihre Bedeutung für die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft. Sie analysiert Childes Theorie im Kontext der marxistischen Archäologie und beleuchtet die Kritik an seinem Konzept. Zudem wird die Relevanz von Childes Ideen und seiner Person für die Archäologie diskutiert.
- Die neolithische Revolution als Wendepunkt in der Menschheitsgeschichte
- Childes marxistisch geprägte Interpretation der neolithischen Revolution
- Kritik an Childes Theorie und ihre Auswirkungen auf die archäologische Forschung
- Die Bedeutung von Childes Werk für die Entwicklung der Urgeschichtsforschung
- Relevanz der neolithischen Revolution für das Verständnis der menschlichen Gesellschaft
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Arbeit stellt das Konzept der neolithischen Revolution vor und erläutert die Relevanz von Childes Werk für die Urgeschichtsforschung.
- Vere Gordon Childe: Dieses Kapitel bietet eine kurze Biografie von Vere Gordon Childe, seinem akademischen Werdegang und seinen politischen Engagement.
- Die neolithische Revolution: Dieses Kapitel behandelt die neolithische Revolution als Übergang von der Jäger- und Sammlergesellschaft zur sesshaften Lebensweise mit Ackerbau und Viehzucht. Es werden die ,,Oasen-Hypothese" und der Fruchtbare Halbmond als mögliche Entstehungsorte des Ackerbaus beleuchtet.
- Marxistische Archäologie und Kritik: Dieses Kapitel untersucht die marxistischen Einflüsse auf Childes Arbeit und die Kritik an seinem Konzept der neolithischen Revolution.
Schlüsselwörter
Neolithische Revolution, Vere Gordon Childe, Marxistische Archäologie, Jäger und Sammler, Ackerbau, Viehzucht, Fruchtbarer Halbmond, Oasen-Hypothese, Überschüsse, Technologie, Götter und Gesellschaft, Kritik, Relevanz, Urgeschichtsforschung.
Häufig gestellte Fragen
Wer war Vere Gordon Childe?
Vere Gordon Childe war ein bedeutender australischer Prähistoriker, der archäologische Daten mit marxistischen Theorien verknüpfte.
Was versteht man unter der neolithischen Revolution?
Es beschreibt den fundamentalen Übergang der Menschheit von Jägern und Sammlern zu sesshaften Ackerbauern und Viehzüchtern.
Was besagt die Oasen-Hypothese?
Diese Hypothese besagt, dass klimatische Veränderungen Menschen und Tiere in Oasen zwangen, was die Domestikation und den Ackerbau begünstigte.
Welche Rolle spielt der Marxismus in Childes Theorien?
Childe sah technologische Entwicklungen und wirtschaftliche Überschüsse als treibende Kräfte für gesellschaftliche Veränderungen und Klassenstrukturen.
Wie wird Childes Konzept heute bewertet?
Trotz Kritik an seiner oft einseitigen materiellen Sicht bleibt sein Werk ein Meilenstein für das Verständnis der menschlichen Zivilisationsentwicklung.
- Quote paper
- Patrick Boll (Author), 2011, Vere Gordon Childe und die neolithische Revolution, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202619