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Nachhaltiges Konsumieren als bewusste Verbraucherentscheidung

Titel: Nachhaltiges Konsumieren als bewusste Verbraucherentscheidung

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: B.sc Kira Knechtel (Autor:in)

Psychologie - Sozialpsychologie
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Konsum dient der Befriedigung materieller und immaterieller Bedürfnisse. Dabei ist konsumieren für Menschen bis zu einem gewissen Maß unabdingbar und lebensnotwendig. Außerdem dient Konsum neben der Existenzsicherung auch der Teilhabe an Kultur, Identitätsfindung und der sozialen Distinktion. Um negative Folgen auf Mensch und Umwelt zu verringern und globale Verteilungskonflikte um knapper werdende Ressourcen zu umgehen, ist der Aspekt des nachhaltigen Konsums von immenser Bedeutung. Damit eine nachhaltige Entwicklung realisiert werden kann, müssen mehr Konsumhandlungen nach den entsprechenden Gesichtspunkten ausgerichtet werden, als dies bislang geschehen ist. Der Anteil am Ressourcenverbrauch sowie an den Emissionen und Abfällen verursacht durch private Haushalte nimmt stetig zu. Weiterhin besteht die Annahme, dass negative öko-logische und soziale Folgen der Wirtschaft konsuminduziert sind, denn ohne Konsum würden Unternehmen nicht produzieren. Dabei stimmen Verbraucher täglich mit ihrem Geld ab, welche Produkte erfolgreich sind und welche nicht. Beim Kauf entscheidet der Konsument zwischen verschiedenen Angeboten, die mit unterschiedlicher ökologischer und sozialer Wirkung behaftet sind. Das Leitbild „Kunde als König“ ist jedoch schon lange nicht mehr tragfähig. Der Verbraucher kann sowohl als Opfer, als auch als Täter des Marktgeschehens angesehen werden. Ziel der vorliegenden Ausarbeitung ist es, einige Möglichkeiten eines nachhaltigen Konsums als bewusste Verbraucherentscheidung zu verdeutlichen und dabei die Grenzen und Probleme aufzuzeigen. Hierfür werden zuerst die theoretischen Grundlagen geklärt. Es wird der Konsumbegriff und vor allem der Nachhaltigkeitsaspekt beim Konsumieren vorgestellt. Dabei werden auf die Stufen und Dimensionen der Nachhaltigkeit eingegangen. Anschließend wird der Lebensstilansatz erläutert um aufzuzeigen, in welchem Kontext Konsum eingebettet ist. Der Kern der Ausarbeitung bildet Kapitel 3. In diesem Abschnitt werden Leitbilder und Motive, die zu einer bewussten nachhaltigen Konsumentscheidung beitragen, beschrieben. Es folgen die Möglichkeiten und Strategien der Konsumenten. Diese werden anhand von Beispielen in den jeweiligen Bedarfsfeldern erläutert. Des Weiteren werden Grenzen und Probleme, bedingt durch die Handlungsspielräume der einzelnen Verbraucher und Rahmenbedingungen seitens der Anbieter, die eine nachhaltige Konsumentscheidung erschweren, diskutiert. Abschließend erfolgt ein Fazit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Begriffsklärung nachhaltiger Konsum

2.2 Lebensstilansätze

3 Anreize für eine bewusste nachhaltige Konsumentscheidung

3.1 Möglichkeiten nachhaltig zu konsumieren

3.2 Grenzen und Probleme eines nachhaltigen Konsums

4 Zusammenfassende Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des nachhaltigen Konsums als bewusste Verbraucherentscheidung. Ziel ist es, Möglichkeiten für ein nachhaltigeres Konsumverhalten aufzuzeigen, die zugrunde liegenden theoretischen Ansätze zu erläutern und kritisch zu hinterfragen, welche Barrieren und Grenzen einer breiten Umsetzung in der alltäglichen Verbraucherpraxis entgegenstehen.

  • Grundlagen des nachhaltigen Konsums und Abgrenzung von Begriffen
  • Einfluss von Lebensstilen auf nachhaltiges Konsumverhalten
  • Strategien zur Förderung bewusster Kaufentscheidungen
  • Relevanz der ökologischen, sozialen und ökonomischen Dimension
  • Herausforderungen und Hemmnisse für den nachhaltigen Konsum im Alltag

Auszug aus dem Buch

3.2 Grenzen und Probleme eines nachhaltigen Konsums

Wenn es um Nachhaltigkeit geht, dürfen auch die sozialen Kontexte von Konsumhandlungen nicht ausgeblendet werden. Verbraucher sind in alltäglichen Handlungszusammenhängen und konsumrelevanten Infrastrukturen eingebunden, müssen unter bestimmten institutionellen Bedingungen handeln und besitzen als Akteure nur begrenzte Handlungsspielräume (vgl. Brunner, Schönberger 2005, S.193).

Eine vollständige Verantwortungszuweisung an die Verbraucher ist nur unter der Voraussetzung der Konsumentensouveränität möglich und in der Realität nicht tragbar. Für die Realisierung eines nachhaltigen Konsums besteht eine geteilte Verantwortung. Staatliche Institutionen geben rechtliche Rahmenbedingungen und wirken auch für eine Willensbildung.

Andere wichtige Akteure sind Unternehmen als Anbieter von nachhaltigen Produkten. Nicht zuletzt spielen auch Medien, Verbraucher- und Umweltorganisationen als Vermittler von Informationen eine Rolle (vgl. Belz et al. 2007, S.36 ff.). Im engen Zusammenhang hierzu ist der Marketingbereich zu sehen, wodurch die Unternehmen das Verbraucherverhalten verstärkt beeinflussen (ebd., S.63).

Den Konsumenten steht ein schwer überschaubares Angebot von Waren und Dienstleistungen für ihre Bedürfnisbefriedigung zur Verfügung. Hindernis hierbei ist die Fülle der angebotenen Produkte bei denen die Fertigungsweise, sozialer Gesichtspunkt, der Ressourcenverbrauch und der Energieaufwand nur wenig transparent sind. Bei ständig neuen Werkstoffen und Fertigungsmethoden reichen die Kompetenzen der Verbraucher oftmals nicht aus, um die Zusammensetzung und Herstellungsart eines Produktes zu beurteilen. Hinzu kommt, dass ein international geprägtes Angebot die Bewertung der Produkte hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit verkompliziert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung des nachhaltigen Konsums zur Reduzierung negativer ökologischer und sozialer Folgen ein und formuliert das Ziel der Arbeit, Möglichkeiten und Grenzen dieses Konsumverhaltens aufzuzeigen.

2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Begriff des nachhaltigen Konsums, erläutert die verschiedenen Stufen und Dimensionen der Nachhaltigkeit und beleuchtet den Einfluss von Lebensstilansätzen auf das Konsumverhalten.

3 Anreize für eine bewusste nachhaltige Konsumentscheidung: Der Hauptteil beschreibt praktische Möglichkeiten des nachhaltigen Konsums, wie etwa Ernährungsstrategien, und diskutiert die Herausforderungen, die durch Handlungsspielräume und Rahmenbedingungen entstehen.

4 Zusammenfassende Schlussbetrachtung: Das Fazit resümiert, dass nachhaltiger Konsum kein einheitliches Phänomen ist und die Verantwortung zwischen verschiedenen Akteuren aufgeteilt werden muss, wobei die individuelle Einstellung des Konsumenten zentral bleibt.

Schlüsselwörter

Nachhaltiger Konsum, Verbraucherentscheidung, Nachhaltigkeitsdimensionen, Lebensstilansätze, Konsummuster, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung, Ressourcenschonung, Ernährungsweise, Konsumentenverhalten, Handlungsspielräume, Nachhaltige Entwicklung, Fairtrade, Bewusster Konsum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie nachhaltiger Konsum im Alltag als bewusste Entscheidung des Verbrauchers realisiert werden kann und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die theoretische Einordnung von Konsum und Nachhaltigkeit, die Rolle von individuellen Lebensstilen sowie die praktischen Möglichkeiten und Hindernisse bei nachhaltigen Kaufentscheidungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Strategien für nachhaltiges Konsumieren aufzuzeigen und gleichzeitig die Grenzen aufzudecken, die Verbraucher bei der Umsetzung in der Praxis einschränken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse theoretischer Konzepte und fachwissenschaftlicher Diskursbeiträge zum Thema nachhaltiger Konsum und Verbraucherpolitik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Leitbilder und Motive analysiert, konkrete Beispiele aus Bedarfsfeldern wie der Ernährung diskutiert sowie die institutionellen und persönlichen Grenzen eines nachhaltigen Konsums beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören nachhaltiger Konsum, Konsumentensouveränität, Lebensstilansätze, ökologische und soziale Verantwortung sowie die Effizienz-, Konsistenz- und Suffizienzstrategie.

Warum ist laut der Autorin ein "völliger Konsumverzicht" kein realistisches Ziel?

Ein völliger Verzicht wird vor allem im Bereich der Ernährung als unrealistisch bewertet, da Konsum zur Sicherstellung eines Lebensstandards notwendig ist und es stattdessen um eine nachhaltigere Ausrichtung des Konsums gehen sollte.

Welche Rolle spielen "soziale Kontexte" bei der Kaufentscheidung?

Soziale Kontexte wie die Abstimmung innerhalb von Familien oder der Zeitdruck durch Beruf und Alltag beeinflussen das Verhalten der Konsumenten maßgeblich und schränken die Möglichkeiten für rein nachhaltige Entscheidungen häufig ein.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Nachhaltiges Konsumieren als bewusste Verbraucherentscheidung
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen  (Institut für Wirtschaftslehre des Haushalts und Verbraucherforschung)
Veranstaltung
Haushalts-Familien-Konsumtheorien
Note
1,3
Autor
B.sc Kira Knechtel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
15
Katalognummer
V202659
ISBN (eBook)
9783656287148
ISBN (Buch)
9783656287438
Sprache
Deutsch
Schlagworte
nachhaltiges konsumieren verbraucherentscheidung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.sc Kira Knechtel (Autor:in), 2012, Nachhaltiges Konsumieren als bewusste Verbraucherentscheidung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202659
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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