Welche Chancen und Risiken bestehen für deutsche Unternehmen mit fortschreitender Globalisierung?


Hausarbeit, 2011
20 Seiten, Note: 3.0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Globalisierung
2.1 Was bedeutet Globalisierung
2.2 Ursachen für Globalisierung
2.3 Folgen von Globalisierung

3 Chancen für deutsche Unternehmen
3.1 Neue asiatische Märkte
3.2 Neue Finanzierungs- und Investitionsmöglichkeiten
3.3 Der internationale Arbeitsmarkt
3.4 Neue Unternehmensstandorte
3.5 Neue Beschaffungsmärkte

4 Risiken für deutsche Unternehmen
4.1 Neue Wettbewerbssituation
4.2 Produktpiraterie
4.3 Ressourcenknappheit

5 Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

Internetquellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: dpa, Mitgliedsstaaten der Europäischen Union 2007, Quelle: www.klett.de/sixcms/media.php/76/apo_eu_0704k.jpg

Abbildung 2: forbes, Die größten Unternehmen der Welt 2010, Quelle: www.spiegel.de/img/0,1020,836090,00.jpg

Abbildung 3: Statistisches Bundesamt, Reale Veränderung des Bruttoinlandsprodukt der G 20 Staaten, Quelle: www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/ DE/Content/Statistiken/Internationales/InternationaleStatistik/Land/G20 /Inhalt/WirtschaftArbeitWirtschaftswachstum.psml

Abbildung 4: Deutsche Bundesbank, Unmittelbare und mittelbare Direktinvestitionen 2002-2009, Quelle: www.bundesbank.de/statistik/statistik_aussenwirtschaft_ direktinvestitionen.php

Abbildung 5: Deutscher Zoll, Beschlagnahmefälle 2005 nach Herkunftsland, Quelle: www.zoll.de/z1_bilder/a1_vub/a1_gewerb_rechtsschutz/ statistiken/land_beschlagnahme.jpg

Abbildung 6: Focus, Anteile Chinas am weltweiten Rohstoffverbrauch, Quelle: http://p4.focus.de/img/gen/l/r/HBlrk8iO_Pxgen_r_700xA.jpg

1 Einleitung

In Zeiten von insolventen Banken und drohender Zahlungsunfähigkeit einzelner Länder wird wohl kein Thema so leidenschaftlich diskutiert wie die fortschreitende globale Vernetzung der Weltwirtschaft. In den Medien wird das Thema Globalisierung immer wieder aufgegriffen und von der Gesellschaft sehr unterschiedlich aufgenommen. Globalisierungsgegner warnen vor den Risiken einer fortschreitenden Globalisierung für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Befürworter des global vernetzten Weltmarktes sehen Chancen für die deutsche Wirtschaft.

Der Kern dieser Hausarbeit befasst sich mit der Frage, welche Chancen und Risiken für deutsche Unternehmen mit fortschreitender Globalisierung bestehen. Zunächst wird der Globalisierungsbegriff analysiert, wobei neben der Definition auch auf Ursachen und Folgen der Globalisierung eingegangen wird. Neben den direkten Auswirkungen auf Unternehmen werden die Folgen für Arbeits- und Kapitalmärkte verdeutlicht.

Im weiteren Verlauf der Hausarbeit werden zunächst Chancen deutscher Unternehmen dargestellt, die auf einem internationalen Markt tätig sind. In diesem Teil der Arbeit wird auf die Erschließung neuer Märkte eingegangen. Neben neuen Absatz- und Beschaffungsmärkten ist der sich neu bietende Arbeitsmarkt ein wesentlicher Punkt.

In einem weiteren Punkt werden Risiken deutscher Unternehmen aufgezeigt, die sich einem wachsenden Konkurrenzdruck stellen müssen. Die Globalisierung treibt den Wettbewerb international agierender Unternehmen voran. Qualitätsprodukte „Made in Germany“ stehen in Konkurrenz zu Produkten aus neuen boomenden Industrienationen wie China und Indien, deren Lohnniveau weit unter dem Deutschlands liegt.

In der Schlussbetrachtung wird noch einmal ein Blick auf die aktuelle Position deutscher Unternehmen in der Weltwirtschaft gelegt. Neben einem Resümee werden Perspektiven aufgezeigt, wie sich die fortschreitende Globalisierung auf in Deutschland ansässige Unternehmen auswirken kann.

2 Globalisierung

2.1 Was bedeutet Globalisierung?

Der globale, grenzüberschreitende Vernetzungsprozess nationaler Gesellschaften wird als Globalisierung bezeichnet.1 Im Vordergrund steht hier die Verschmelzung nationaler Märkte zu einem globalen Weltmarkt. Kontinentalübergreifende Handelsbeziehungen wurden mit fortschreitender Technologie deutlich vereinfacht. Der Informationsfluss wurde durch das Internet deutlich beschleunigt. Wo früher Dokumente per Postweg oftmals über Wochen brauchten um dessen Empfänger in Übersee zugestellt zu werden, genügen heute einige Mausklicks um große Datenpakete per Netzwerkverbindung in nur wenigen Sekunden über eine Distanz von mehreren tausend Kilometern zu verschicken. Neben dem Informationsfluss per Internet bieten Fernseh- und Rundfunkmedien die Möglichkeit mittels Satellitenübertragung Ereignisse ohne jede Zeitverzögerung an jeden beliebigen Ort zu transportieren. So können zum Beispiel große Sportereignisse, wie zum Beispiel Fußball Weltmeisterschaften oder Boxkämpfe zeitgleich mit dem Publikum vor Ort verfolgt werden. Unvorhersehbare Ereignisse, wie Umweltkatastrophen oder Anschläge werden mit Hilfe von Kommunikationstechnologien über den gesamten Globus kommuniziert.

Durch die fortschreitende Globalisierung bildeten sich Bündnisse zwischen Nationen wie zum Beispiel die Nato oder die Europäische Union. Verträge und Gesetze die innerhalb der Europäischen Union verabschiedet werden regeln die wirtschaftliche Zusammenarbeit aller Mitgliedsstaaten. Durch die enge Verflechtung innerhalb der Europäischen Union hat die wirtschaftliche Situation jedes Landes Auswirkungen auf alle Staaten des Bündnisses. Der Souveränitätsverlust der Länder in der Eurozone verdeutlicht sich im aktuellen Fall an der drohenden Zahlungsunfähigkeit Griechenlands. So wurden innerhalb der Europäischen Union Kredite bewilligt um die gemeinsame Währung zu stabilisieren und Griechenland vor einer drohenden Zahlungsunfähigkeit zu schützen. Mitgliedstatten der Europäischen Union übernahmen Garantien um gemeinschaftlich die Wirtschaft innerhalb von Europa zu stärken.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Mitgliedsstaaten der Europäischen Union 20072

Auf der anderen Seite ermöglichte die Globalisierung Großunternehmen sich global zu organisieren und abseits der nationalen Standorte zu agieren. Diese so genannten „global player“ machten sich unabhängig vom heimischen Produktionsstandort, sowie vom heimischen Absatzmarkt. Die Unabhängigkeit der „global player“ vom nationalen Standort führt im extremen Fall dazu, dass ein Unternehmen im Land A produziert, im Land B seine Produkte am Markt vertreibt und im Land C seine Steuern abführt. Immer mehr Großfirmen verlegen auf Grund steuerlicher Vergünstigungen ihre Firmensitze in Länder wie zum Beispiel Luxemburg. Vor allem der Dienstleistungssektor wird in einigen Ländern deutlich günstiger versteuert. Dies führt dazu, dass vor allem Banken und Versicherungen sich transnational organisiert haben und weltweit auf internationalen Finanzmärkten tätig sind.3 Durch internationale Investitionen und einer starken Marktposition beeinflussen „global player“ internationale Märkte.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2:Die größten Unternehmen der Welt 20104

2.2 Ursachen für Globalisierung

In erster Linie wurde die Globalisierung durch fortschreitende Entwicklung neuer Technologien begünstigt. Vor allem die Transportrevolution durch Eisenbahn und Dampfschiff ermöglichte es immer größere Strecken in kürzerer Zeit zurücklegen zu können. Zum anderen prägten neuartige Kommunikationstechnologien, wie Telegraph, Telefon und Funk die frühe Phase der Globalisierung im 19. Jahrhundert. Das Zusammenspiel beider neuen Technologien ermöglichte erst einen interkontinentalen Handel zwischen Europa, Asien und Amerika. Zu diesem Zeitpunkt innovative Technologien und betriebsorganisatorische Neuerungen beschleunigten die Massenproduktion von Industriegütern, für deren Absatz die Unternehmen neue globale Expansionsstrategien entwickelten. Zu dem wurden auf Drängen multinationaler Unternehmen länderübergreifende Richtlinien etabliert. Hierzu gehörten der internationale Goldstandart, die gemeinsamen technischen Standart und die weltweite Rechtssicherheit für zum Beispiel Markenschutz. Neben Produktions-, Transport- und Kommunikationsrevolution trieb der Liberalismus die Globalisierung immer weiter voran. Durch den Wegfall von Zöllen und sonstigen Handelshemmnissen wurde der Außenhandel vereinfacht und günstigere Rahmenbedingungen für die Verflechtung der Weltwirtschaft geschaffen. In dieser Epoche bildete sich ein Ungleichgewicht zwischen der europäisch- nordamerikanischen Staatenwelt und dem zum damaligen Zeitpunkt wirtschaftlich und technologisch weniger entwickelten Nationen wie, China, Indien oder Japan.

Industriell stärker entwickelte Länder aus Europa und Nordamerika hatten Anteil von 2/3 der Weltproduktion, 3/4 des Welthandels und nahezu 100 % des weltweiten Kapitalexports.5 Anfang des 20. Jahrhundert näherten sich die asiatischen Mächte ökonomisch und technologisch dem Westen an. Die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg wurde geprägt von den beiden Supermächten USA und der UdSSR, die zu diesem Zeitpunkt einen deutlichen Machtvorsprung erlangt haben. 1944 einigten sich die Kriegsalliierten auf der Konferenz von „Bretton Woods“ auf die Rahmenbedingungen einer freien Weltwirtschaft. Basierend auf den Vereinbarungen von „Bretton Woods“ wurden neue Institutionen geschaffen, die bis heute die ökonomische Globalisierung formen.6 Neben der Weltbank, über die Wiederaufbau und Entwicklung finanziert werden sollten wurde der Internationale Währungsfond (IWF) gegründet mit dem ein System fester Wechselkurse geschaffen werden sollte. Als weiters Instrument zur Stabilisierung der Weltwirtschaft diente das 1947 geschaffene „General Agreement on Tariffs and Trade“ (GATT), aus dem 1995 die neu gegründete „World Trade Organization“ hervorging. Die angestrebten Hauptziele des „GATT“ waren die Senkung von Handelszöllen und der Abbau von mengenmäßiger Ex- und Importbeschränkungen um einen barrierearmen Welthandel zu gewährleisten.7

[...]


1 Vgl. Kaufmann, F., X., (Globalisierung 1998), S. 6.

2 www.klett.de/sixcms/media.php/76/apo_eu_0704k.jpg

3 Vgl. Kaufmann, F., X., (Globalisierung 1998), S. 6.

4 www.spiegel.de/img/0,1020,836090,00.jpg

5 Vgl. Fäßler, P., (Globalisierung 2007) S. 75-76

6 Vgl. Osterhammel, J., Petersson, N.,(Geschichte 2004) S. 93-94

7 Vgl. Fäßler, P., (Globalisierung 2007) S. 148

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Welche Chancen und Risiken bestehen für deutsche Unternehmen mit fortschreitender Globalisierung?
Hochschule
Private Fachhochschule Göttingen
Note
3.0
Autor
Jahr
2011
Seiten
20
Katalognummer
V202663
ISBN (eBook)
9783656288688
ISBN (Buch)
9783656289050
Dateigröße
742 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
welche, chancen, risiken, unternehmen, globalisierung
Arbeit zitieren
Mathias Wambach (Autor), 2011, Welche Chancen und Risiken bestehen für deutsche Unternehmen mit fortschreitender Globalisierung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202663

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