Vom Antifaschismus zum Linksfaschismus? Die deutsche Studierenden-Bewegung der 1960er Jahre


Bachelorarbeit, 2012
39 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Studierenden-Bewegung und Neue Linke
2.1 Neue Linke als Protestbewegung
2.2 Theoretische Einflüsse
2.2.1 Kritische Theorie
2.2.2 Internationalismus

3. Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus
3.1 Unbewältigte Vergangenheit in der BRD
3.2. Die Kontroverse um die „Braune Universität“
3.3 Debatten um eine Theorie des Faschismus
3.3.1 Nationalsozialismus und Post-Faschismus
3.3.2 Vom Post- zum Prä-Faschismus
3.3.3. Faschismus global: Nazis in Vietnam?

4. Katalysatoren und Bewegungsschub
4.1 Der Tod von Benno Ohnesorg
4.2 Der Sechs-Tage-Krieg in Israel

5. Inflationierung des Faschismus-Begriffs
5.1 Faschismus als Antikommunismus
5.2 Radikalisierung und „Linksfaschismus“-Vorwurf
5.3 Anti-Imperialismus und Anti-Zionismus
5.4 „Wahrer Antifaschismus“ und ehrbarer Antisemitismus

6. Resümee

Quellen- und Literaturangaben

1. Einleitung

Das Jahr 1968 ist noch immer ein Mythos der deutsche Geschichtsschreibung. Am Besten verstehen lässt sich dieses Ereignis laut Wolfgang Kraushaar als „Chiffre“[1] , welche mit unterschiedlichen Deutungen gefüllt wurde. Die Jahreszahl ist Metapher für eine globale Revolte[2] gar für den Beginn eines roten Jahrzehnts[3] und wird dabei im dichotomen Blick entweder als „antifaschistische Neugründung der BRD“[4] oder aber als „romantischer Rückfall“[5] der vermeintlich totalitären „Kinder Hitlers“ gedeutet. Götz Aly polarisierte die Kontroverse mit seinen Thesen am heftigsten.[6] Der Untertitel seines Buches „Unser Kampf. Ein irritierter Blick zurück“ wirft dabei gleich zwei wichtige Aspekte auf: Einerseits die Nähe der Revoltierenden zum Nationalsozialismus und anderseits den Gesichtstpunkt der Erinnerung, speziell von HistorikerInnen als ZeitzeugInnen.

Noch 2003 beklagte die Historikerin Ingrid Gilcher-Holtey eine versäumte Kontroverse um 1968, im Besonderen, dass hauptsächlich ehemalige Akteure die Themen setzen würden.[7] Viele Werke ehemaliger „68er“, welche eher Liebeserklärungen an ihre wilde Jugendzeit als historisch brauchbares Material liefern, bezeugen dies.[8] Das Ereignis 1968 ist jedoch längst zu einem etablierten Gegenstand der Geschichtswissenschaft geworden[9] und ein Forschungsüberblick aus dem Jahr 2010 von Philipp Gassert zeigt dabei das klare Bild eines Historisierungsschubes. Eine ganze Flut von Veröffentlichungen zum Thema ist aktuell vorhanden.[10]

Ich richte meinen Fokus in der folgenden Abhandlung auf das „lange 1968“, also die Entwicklungen und Umbrüche der gesamten sechziger Jahre. Das Verhältnis der Studierenden-Bewegung zur NS-Vergangenheit ist dabei ein deutsches Spezifikum, welches die Bewegung von anderen Protestkulturen der 60er Jahre unterscheidet. Der deutsche Generationenkonflikt und der linke Protest waren geprägt vom Paradigma „Utopia oder Auschwitz“.[11]

Das Ziel der Arbeit ist es das makabere Paradox zu erklären, warum Akteure der Studierenden-Bewegung versuchten mit einem Bombenanschlag im Jahr 1969 im jüdischen Gemeindehaus in Berlin ihre antifaschistische Gesinnung in die Praxis umzusetzten. Im Sinne Walter Benjamins ist es die Aufgabe eines kritischen Historikers „die Geschichte gegen den Strich zu bürsten“[12] um solche Widersprüche verstehen und deuten zu können. Die vorliegende Arbeit stützt sich methodisch auf einen kulturgeschichtlichen Zugang zum Thema, bei welchem das Politische der Erinnerungskultur und die Kommunikation im Vordergrund stehen.[13] Schriften der damaligen Akteure werden daher analysiert um die wichtige Rolle der sprachlichen Vermittlung der kulturellen Umbrüche der 60er Jahre aufzuzeigen.

Wie der misslungene Terrorakt 1969 in die Geschichte der Protestbewegung einzuordnen ist, welche Rolle die „Vergangenheitsbewältigung“ der Studierenden-Bewegung gespielt hat, und dabei im Besonderen ihre Theorie des Faschismus, soll dabei geklärt werden. Das Ziel ist es schließlich die Frage, ob die Studierenden-Bewegung der 60er Jahre eine „antisemitische Verlängerung der deutschen Geschichte“[14] darstellt, zu beantworten.

Zunächst werde ich die Studierenden-Bewegung als Teil der Neuen Linken einordnen. Um die Theorie und Praxis der Akteure verstehen und deuten zu können, ist es unumgänglich die theoretischen Einflüsse näher zu beleuchten. Ein Geflecht aus Kritischer Theorie und Internationalismus liefert die Grundlage für die Auseinandersetzung der Neuen Linken mit dem Nationalsozialismus. Die Reaktionen der Studierenden auf die unbewältigte NS-Vergangenheit der BRD, beginnend in den späten 1950er Jahren, wird im zweiten Kapitel skizziert und schließlich die Entwicklung einer Theorie des Faschismus dargelegt. Dabei laufen zeitliche Entwicklungen teilweise parallel ab, es gibt Überschneidungen und auch geringfügige zeitliche Sprünge sind notwendig um eine Struktur in die Geschehnisse zu bringen. Der Übergang der Analyse der BRD von einem post- zu einem prä-faschistischen System wird von mir am Beispiel der Anti-Notstands-Kampagne nur ausschnittsweise bis in das Jahr 1967 dargelegt, welche sich eigentlich bis in das Jahr 1968 erstreckte und dort ihren Höhepunkt und die erste Niederlage der Protestbewegung markierte.

Der Bewegungsschub durch den Tod des Studenten Benno Ohnesorg und den Kriegsausbruch in Israel im Juni 1967 werden als Katalysatoren für die Entwicklung des inflationären Gebrauchs des Faschismus-Vorwurfs in einem eigenständigen Kapitel beleuchtet. Im fünften Abschnitt wird schließlich der Zusammenhang zwischen der Radikalisierung des anti-imperialistischen Weltbildes der Studierenden-Bewegung und der Verlagerung der deutschen Geschichte nach Israel dargelegt. Bei der Suche nach einer Erklärung, wie es zu einer Universalisierung des Faschismus-Vorwurfs kam, wird der Anti-Zionismus und eine Schuldumkehr mittels israelischer Juden als „neue Nazis“ aufgezeigt. Zum Schluss der Arbeit stelle ich dar, wie Antisemitismus nach Auschwitz in der deutschen Linken vermeintlich „antifaschistisch“ und „ehrbar“ begründet werden konnte.

2. Studierenden-Bewegung und Neue Linke

2.1 Neue Linke als Protestbewegung

Zunächst einmal sind verschiedene begriffliche Präzisierungen notwendig. Die politisch aktiven Studierenden der 1960er Jahre können als eine, wenn auch relativ heterogene, Gruppe klassifiziert werden. „Bewegung“ meint im folgenden den Teil eines sozialen Systems, welcher im Gegensatz zur etablierten Ordnung steht. Die unterschiedlichen Akteure innerhalb dieses Subsystems haben kein einheitliches politisches Programm, sondern vielmehr gemeinsame politische Glaubenssätze, die sie einen. Die Spezifizierung als „Protestbewegung“ meint dabei eine gemeinsame moralische Empörung und die Ablehnung der als negativ empfundenen Verhältnisse.[15] Das Ziel des sozialen Wandels durch Protest steht im Mittelpunkt des politischen Handelns und eint die eher diffusen geistigen Strömungen.[16] An der Studierenden-Bewegung der Bundesrepublik Deutschland waren unterschiedliche Organisationen beteiligt, allen voran der Sozialistische Deutsche Studentenbund (SDS), welcher einen gewissen Führungsanspruch besaß. Der 1946 als SPD nahe Studierenden-Organisation gegründete SDS radikalisierte seine Positionen bis in die 60er Jahre enorm, was 1961 schließlich zu einem Unvereinbarkeitsbeschluss von SDS und SPD Mitgliedschaft führte.[17]

Die internationale Bewegung der sogenannten Neuen Linken spielte im SDS eine wichtige Rolle. In Zeitschriften wie der New Left Review aus Großbritannien oder dem französischen Socialisme ou Barbarie drückte sich eine linke Strömung aus, welche die Begriffe New Left beziehungsweise Nouvelle Gauche prägten.[18] Der Begriff Neue Linke wurde dabei auch klar als Selbstbezeichnung gewählt. Auf einer Delegiertenkonferenz des SDS 1962 erklärte Elisabeth Lenk in einem Referat:

„Unsere Theorie sollte […] einem Scheinwerfergerät gleichen, dessen Licht stark genug ist, ein Stück des Weges in die Zukunft zu erhellen, das aber zugleich, auf die gegenwärtige Gesellschaft gerichtet, grell ihre Risse, Sprünge, jahrhundertealten Staub, Muff und Spinnweben beleuchtet, wenn wir unsere Arbeit betrachten, werden wir vielleicht dem Anspruch gerecht, wirklich Neue Linke zu sein.“[19]

Diese Neue Linke definierte sich über die Abkehr von der traditionellen Position einer Organisation des Proletariats und den daraus entstandenen Strömungen des Marxismus-Leninismus. Eine Neuinterpretation der Theorie von Marx mit Fokus auf dem Entfremdungsbegriff, die Ausweitung der Kritik der politischen Ökonomie auf die gesamte Gesellschaft, also auch die scheinbar private Sphäre, eine Betonung des Individuums gegenüber dem Kollektiv, Abkehr von der Organisation in Parteien und die Ablösung der Arbeiterklasse als revolutionäres Subjekt durch die Intellektuellen, gelten als Gemeinsamkeiten der Bewegung der Neuen Linken.[20] Auf die theoretischen Grundlagen der Studierenden-Bewegung soll nun der Fokus gelegt werden. Die Selbstbezeichnung als „Antiautoritäre Bewegung“ verweist dabei schon direkt auf die Kritischen Theorie.

2.2 Theoretische Einflüsse

2.2.1 Kritische Theorie

Das Gesamtwerk der Kritischen Theorie bis in die 1960er Jahre kann und soll an dieser Stelle nicht wiedergegeben werden. Die wichtigsten theoretischen Prämissen, besonders die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit und deren Einfluss auf die Studentenbewegung sollen jedoch aufgezeigt werden.

Kritische Theorie kann kurz gefasst als eine Aktualisierung, kritische Überprüfung und Erweiterung der marxschen Philosphie verstanden werden. Sie vereint die Kritik der politischen Ökonomie von Karl Marx mit der Psychoanalyse Sigmund Freuds und fußt dabei auf empirischer Sozialforschung.[21] Der Begriff „Kritische Theorie“ tauchte zum ersten mal in Max Horkheimers 1937 veröffentlichten Schrift Traditionelle und Kritische Theorie auf. Kritisch sei diese Theorie insofern, da ihr Horizont der einer möglichen anderen Gesellschaft sei und diese Utopie solle mittels Empirie auf seine materiellen Bedingungen überprüft werden. Kritische Theorie ist jedoch durch weit mehr Personen und Werke geprägt. Das Frankfurter Institut für Sozialforschung, welches ab 1930 durch Horkheimer geleitet wurde und dessen Forschungsschwerpunkt die Geschichte der Arbeiterbewegung und eine kritische Theorie der Gesellschaft bildeten, war maßgeblich geprägt von Mitarbeitern jüdischer Herkunft, welche der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) nahe standen. Die sogenannte „Frankfurter Schule“ war geprägt durch fächerübergreifende Arbeit, was sich besonders an den Mitarbeitern des Instituts für Sozialforschung zeigte. Neben Horkheimer als Direktor waren der Ökonom Friedrich Pollock, der Literaturwissenschaftler Leo Löwenthal, der Psychoanalytiker Erich Fromm, der Philosoph und Literaturwissenschaftler Herbert Marcuse und im besonderem Maße Theodor W. Adorno, welcher sich mit Philosophie, Soziologie, Psychologie und Musikwissenschaften auseinandersetzte, prägend. Nicht zum Institut aber zum intellektuell nahem Umfeld gehörten ebenfalls der Philosoph und Kunstkritiker Walter Benjamin und der Politologe und Jurist Franz Leoplod Neumann.[22]

Die Machtübernahme der Nationalsozialisten nötigte sie jedoch allesamt zur Flucht aus Deutschland. Im Exil in der USA entstanden wichtige Werke wie beispielsweise Horkheimers Autoritärer Staat[23] und die Bedeutung der Kritik der Ideologie des Antisemitismus für die Arbeit der Kritischen Theorie kristallisierte sich immer stärker heraus. Dies wird besonders in Adornos Studien zum autoritären Charakter aus dem Jahr 1950 deutlich. Das Buch legte innerhalb der Kritischen Theorie erstmals einen Schwerpunkt auf den Antisemitismus zur Erklärung des Nationalsozialismus. Horkheimer hatte 1939 in seinem Essay Die Juden und Europa den Antisemitismus der Nationalsozialisten noch als einen Aspekt kapitalistischer Krise und Instrument des Klassenkampfes bestimmt. Diese orthodox-marxistische Deutung beruhte auf der Interpretation des Antisemitismus als falschem Bewusstsein, welches lediglich dazu dienen würde über die Klassenantagonismen hinweg zu täuschen.[24] Mittels quantitativer Sozialforschung wurde nun jedoch eine sogenannte „F-Skala“ (Faschismus-Skala) entwickelt, welche antidemokratische Charakterzüge messen sollte. Antisemitismus wurde als Produkt einer Wechselwirkung zwischen psychologischen und soziologischen Ursachen begriffen, welche auf modernem Autoritarismus und der modernen Vergesellschaftung generell fußen würde.[25] Weitere Ausführungen finden sich auch in der von Horkheimer und Adorno 1944 veröffentlichten Dialektik der Aufklärung in welcher sie im Kapitel Elemente des Antisemitismus konstatieren: „Die Juden sind heute die Gruppe, die praktisch wie theoretisch den Vernichtungswillen auf sich zieht, den die falsche gesellschaftliche Ordnung aus sich heraus produziert.“[26] Eine Analyse des Antisemitismus welche soziologische, psychologische und ökonomische Erklärungsmuster vereinte, war also bereits in den 1940er Jahren erarbeitet und ab den frühen 1950er Jahren auch in Deutschland von den Neuen Linken gelesen und diskutiert worden.

Adornos Ziel einer Rückkehr in seine Geburtsstadt Frankfurt führte schließlich dazu, dass er und Horkheimer wieder nach Deutschland zurück kehrten um am 1951 neueröffneten Institut für Sozialforschung (IfS) in Frankfurt Ihre Arbeit aufzunehmen.[27] Auf die Frage warum er zurückgekehrt sei, gab Adorno neben der Sehnsucht nach seiner Heimatstadt an:

„Da ich viel zu sehr gesellschaftlich denke, um den Faschismus als Sache des sogenannten deutschen Nationalcharakters zu sehen, sondern ihn als Konsequenz einer sozial ökonomischen Entwicklung begreife, war mir auch die Konzeption, die Deutschen als Volk hätten die Schuld, recht fremd; die Bildung solcher Kollektivbegriffe scheint mir selbst in jenes [sic!] Bereich zu gehören, das [sic!] den Faschismus hervorbrachte.“[28]

Jenseits von einer vermeintlichen Kollektivschuld der Deutschen sollten Ursachen und die Formen des Fortwirkens des Nationalsozialismus in der Demokratie untersucht werden. Dabei waren die Lehrveranstaltungen von Horkheimer und Adorno bereits in den 1950er Jahren heiß begehrt. Die Beschäftigung der Studierenden am IfS mit der Kritischen Theorie blieb anfangs noch stark Seminar intern und rein theoretisch, was sich allerdings ab Ende der fünfziger Jahre änderte, als eine zweite Generation von Studierenden die rein theoretischen Konzepte der Theorie kritisierten und, ganz im Sinne der Bewegung der Neuen Linken, eine praktische Umsetzung anstrebte.[29] Wie sich im Laufe der Arbeit noch zeigen wird, griff die Bewegung der Neuen Linken auf viele Aspekte dieser theoretischen Auseinandersetzung, im Besonderen mit dem Fortwirken des Nationalsozialismus in der BRD, zurück, waren es schließlich besonders Schüler Adornos wie Hans-Jürgen Krahl, die als intellektuelle Elite die Studierenden-Bewegung prägten.

2.2.2 Internationalismus

„[E]inen Europäer erschlagen, heißt zwei Fliegen auf einmal treffen, nämlich gleichzeitig einen Unterdrücker und einen Unterdrückten aus der Welt schaffen. Was übrig bleibt ist ein toter Mensch und ein freier Mensch. Der Überlebende fühlt zum ersten mal einen nationalen Boden unter seinen Füßen.“[30]

[...]


[1] Vgl. Wolfgang Kraushaar: Achtundsechzig. Eine Bilanz, Berlin, 2008, S.42-56.

[2] Vgl. Norbert Frei: 1968. Jugendrevolte und globaler Protest, München 2008

[3] Vgl. Gerd Koenen: Das Rote Jahrzehnt. Unsere kleine Kulturrevolution 1967-1977, Frankfurt am Main 2011.

[4] Vgl. Claus Leggewie: Der Mythos des Neuanfangs - Gründungsetappen der Bundesrepublik Deutschland: 1949-1968-1989, in: www.hannah-arendt.de/verein/publikationen_leggewie.html="">letzter Zugriff: 01.06.12.

[5] Vgl. Richard Löwenthal: Der romantische Rückfall, Stuttgart ua 1970.

[6] Vgl. Götz Aly: Unser Kampf. Ein irritierter Blick zurück. Frankfurt am Main 2008.

[7] Vgl. Ingrid Gilcher-Holtey:- Eine versäumte Kontroverse? In: Martin Sabrow et al (Hrsg.), Zeitgeschichte als Streitgeschichte, München 2003

[8] Vgl. exemplarisch: Daniel Cohn Bendit/Rüdiger Dammann (Hrsg.): 1968. Die Revolte, Frankfurt am Main 2007.

[9] Vgl. Ingrid Gilcher-Holtey: 1968. Vom Ereignis zum Gegenstand der Geschichtswissenschaft, Göttingen 1998.

[10] Vgl. Philipp Gassert: Das kurze „1968“ zwischen Geschichtswissenschaft und Erinnerungskultur: Neuere Forschungen zur Potestgeschichte der 1960er-Jahre, in: letzter zugriff

[11] Vgl. Hans Kundnani: Utopia or Auschwitz. Germany's 1968 Generation and the Holocaust, New York 2009; Philipp Gassert, Allan E. Steinweis: Coping with the Nazi Past. West German Debates on Nazism and generational Conflict 1955-1975, Washington D.C. 2006.

[12] Vgl. Walter Benjamin: Über den Begriff der Geschichte, in: Hermann Schweppenhäuser, Rolf Tiedemann (Hrsg.), Walter Benjamin. Gesammelte Werke, Bd 1, Frankfurt am Main 1991, S. 694.

[13] Zur Perspektive der Kulturgeschichte vgl. Bernd Weisbrod: Das >>Wie< des politischen. zeitgeschichte als kulturgeschichte, in: was heißt und zu welchem ende studiert man geschichte des 20. jahrhunderts? jena 2006, s. 84-91; ute daniel: kompendium kulturgeschichte. theorien, praxis, schlüsselwörter, frankfut am main 2001, s.>

[14] Wilfried Mausbach: Wende um 360 Grad? Nationalsozialismus und Judenvernichtung in der >>Zweiten Gründungsphase der bundesrepublik, in: hodenberg/siegfried (hrsg.): wo "1968" liegt. reform und revolte in der bundesrepublik, göttingen 2006, s.

[15] Zur Definition von Bewegung und Protestbewegung vgl. Gerd Langguth: Protestbewegung. Entwicklung, Niedergang, Renaissance. Die Neue Linke seit 1968, Köln 1983, S. 15-16.

[16] Vgl. Dieter Rucht: Die Ereignisse von 1968 als soziale Bewegung. Methodologische Überlegungen und einige empirische Befunde, in: Gilcher-Holtey (Hrsg.), 1968, Göttingen 1998, S. 116-130.

[17] Vgl. Tilman P. Fichter, Siegward Lönnendonker: Kleine Geschichte des SDS. Der Sozialistische Studentenbund von Helmut Schmidt bis Rudi Dutschke, Essen 2007, S.111-114.

[18] Vgl. Jens Beni>

[19] Zitiert nach Fichter/Lönnendonker: SDS, S. 116.

[20] Vgl. Beni>

[21] Vgl. Ingrid Gilcher-Holtey: Kritische Theorie und Neue Linke, in: Dies. (Hrsg.) 1968. Vom Ereignis zum Gegenstand der Geschichtswissenschaft, Göttingen 1998, S. 169-175.

[22] Vgl. Michael Schwandt: Kritische Theorie. Eine Einführung, Stuttgart 2010, S. 50-58.

[23] Vgl. Max Horkheimer: Autoritärer Staat (1940), in: Schwarze Reihe 3 (1968), S. 41-80.

[24] Vgl. Lars Rensmann: Kritische Theorie über Antisemitismus. Studien zu Struktur, Erklärungspotenzial und Aktualität, Berlin und Hamburg 1998, S. 28.

[25] Vgl. Beni>

[26] Max Horkheimer, Theodor W. Adorno: Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente, Frankfurt am Main 2008, S. 177.

[27] Vgl. Wolfram Schütte, Adorno in Frankfurt, Frankfurt am Main 2003, S.181.

[28] Ebd. S. 153

[29] Vgl. Gilcher-Holtey: Kritische Theorie, S. 178.

[30] Frantz Fanon: Die verdammten dieser Erde. Mit einem Vorwort von Jean-Paul Sartre, Frankfurt am Main 2008, S. 18.

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Details

Titel
Vom Antifaschismus zum Linksfaschismus? Die deutsche Studierenden-Bewegung der 1960er Jahre
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e.V. )
Note
1,0
Autor
Jahr
2012
Seiten
39
Katalognummer
V202715
ISBN (eBook)
9783656327240
ISBN (Buch)
9783656327820
Dateigröße
543 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
68er Bewegung, Antifaschismus, Nationalsozialismus, Vergangenheitsbewältigung, Studentenbewegung, Antisemitismus, Antizionismus, Israel, Vietnamkrieg, SDS, Rudi Dutschke, Hans-Jürgen Krahl, Antiautoritäre, Theodor W. Adorno, Jean Améry, Jürgen Habermas, Kritische Theorie, Frankfurter Schule, Internationalismus, Antiimperialismus, Auschwitz
Arbeit zitieren
Daniel Schuch (Autor), 2012, Vom Antifaschismus zum Linksfaschismus? Die deutsche Studierenden-Bewegung der 1960er Jahre, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202715

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